
Für Zuschauer mit schwachen Nerven ist Fei Obochd 3.0 sicher nicht das richtige, denn diesmal versprechen Florian und Albert Herrnleben, die beiden Köpfe hinter Herrnlebens Figurenkabarett, ein makabres und schwarzhumoriges Programm. Während die bekannte Stadtführerin diesmal wieder „eine ganz besondere Führung“ über den städtischen Friedhof anbietet, müssen alle anderen Figuren und auch die Zuschauer Abschied nehmen von einem Darsteller, der in Fei Obochd 2.0 überhaupt erst die Puppenbühne betreten hatte. Und so dreht sich diesmal vieles um Beerdigungen, Leichenschmäuse, Grabgestecke und allerlei politische Trauerfälle.
Als besonderes Dankeschön erhalten alle Zuschauer in Trauerkleidung ein kostenloses Getränk. Passen Sie nur auf, dass Sie sich beim Lachen nicht verschlucken….
Fei Obochd 3.0! – Am 18.5. um 20 Uhr im Figurenkabaretttheater im ATRIUM am Bahnhof in Bamberg
Karten unter www.figurenkabarett.de
Die Tourismuszahlen boomen, Bamberg ist weltweit in aller Munde, denn dank professionellstem Stadtmarketing strömen täglich unzählige Gäste in die Straßen und Gassen der Weltkulturerbestadt. An den Wochenenden locken Topevents wie “Bamberg zaubert”, das “Blues- und Jazzfestival”, “Bamberg zaubert”, die Fahrradmesse, “Bamberg zaubert”, der Antik- und Trödelmarkt und “Bamberg zaubert” laut Stadtmarketingchef Stieringer Millionen von Besucher in die Altstadt Bambergs. Bamberg ist da angekommen, wo es hingehört: Ganz oben auf der Worldwide-Best-Event-City-List. Doch während die ganze Welt schon neidisch auf den Erfolg der Domstadt blickt, gibt es noch einen Dorn im Auge des Stadtmarketings.
Die Ansprüche sind riesig und angesichts der vielen Beobachter von außen auch zu recht. Professionalität ist gefragt, daher kommt die neueste Forderung aus dem Stadtmarketing für Insider auch nicht überraschend. In einem Antrag fordert Stadtrat und Stadtmarketingchef Stieringer die Abschaffung der Bürgervereine. “Die semiprofessionellen Veranstaltungsversuche, die lächerlichen Kirchweihen, überhaupt das permanente Gejammere der Bürgervereine trübt das leuchtende Strahlen unserer Heimatstadt”, so im Antragstext. Die Mitgliedsbeiträge, die bislang an die Bürgervereine gezahlt werden, sollen bereits ab Januar 2013 komplett an das Stadtmarkting überwiesen werden. Ebenso dürften dorthin dann auch sämtliche Zuschüsse fließen, die bislang an die Bürgervereine bezahlt werden. Dass es soweit kommt, davon ist Stadtmarketingchef Stieringer überzeugt: “Wozu sitze ich sonst im Stadtrat?”
Von den dann zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sollen eine großes, internationales Filmfestival mit Verleihung des goldenen Andi durchgeführt, ein jährlicher Victoria’s Secret Catwalk auf dem Maxplatz präsentiert, die erste Red-Light-Night (Arbeitstitel: Puff- und Casinonacht) organisiert sowie die erste (first!) (natürlich internationale) Europe-Citymanagement-Conference veranstaltet werden, bei der dann ein Topcitiymanager Vorträge hält, die von einem (internationalen Top-) Keynotespeaker moderiert werden sollen. Wer das sein soll, das wollte uns Stadtmarketingchef Stieringer allerdings nicht verraten …
Dass die Stadt Bamberg nicht weltweit einzigartig mit ihren Problemen bei diversen Bauvorhaben ist, ist jedem klar. Überall auf der Welt machen Preissteigerungen und zeitliche Verzögerungen bei öffentlichen Bauvorhaben von sich reden. Populär und gerade in den vergangenen Tagen groß in der bundesweiten Presse ist der neuen Flughafen Berlins. In drei Wochen hätte er eigentlich eröffnet werden sollen, doch zahlreiche Baumängel verhindern den pünktlichen Start in Schöneberg. Doch was hat das mit Bamberg zu tun?
Luitpoldbrücke, Kettenbrücke, Löwenbrücke, Konzerthallenanbau, Stechertarena, Uferwege … Die Liste von Bamberger Bauprojekten und Immobilien, bei denen es “kleinere” Probleme während der Umsetzung gab, lässt sich nahezu unendlich fortführen. Vor allem die Pressestelle der Stadt Bamberg, die den Oberbürgermeister als Hauptverantwortlichen zu verteidigen hatte, konnte unendlich Erfahrung sammeln in schwammigen Verlautbarungen und Schuldabweisungen, Ausreden erfinden und Wählerstimmen sichern. Deshalb schickt OB Starke seinem Parteigenossen Wowereit selbstverständlich seine besten Jungs und vor allem Mädels zu Hilfe. “Party-OBs müssen zusammenhalten, das ist doch klar”, heißt es von unserem Stadtoberhaupt.
In der Zeit der Abwesenheit unserer Pressesprecher übernehmen die Rundfunkanstalten Franken die Aufgaben der Pressestelle der Stadt Bamberg.
Was Seehofer kann, kann Starke schon lange. Und nachdem Bambergs Oberbürgermeister dem oberbayerischen Landeschef in nichts nachstehen möchte, plant das Stadtoberhaupt nun eine eigene Facebook-Party. Wie wir aus internen Kreisen erfahren haben, kamen sein Freund Klausi und er bereits am vergangenen Wochenende auf diese wilde Idee. Und wild soll es zugehen, denn immerhin möchte man ja die breite Masse und nicht nur ein paar treue Fraktionsmitglieder anlocken. Man spricht von zahlreichen leichten Mädchen, Bier (in Strömen!) und Gesang. Der Eintritt ist für Bamberger Frauen unter 30 kostenlos, für alle anderen kostet es 10 Euro Eintritt. Einzig die Lokalität steht noch nicht fest. Man schwankt zwischen Hofbräu, einem Etablissement in der Jäckstraße und dem Hundeplatz, wo Klausi am vergangenen Wochenende noch ein paar Kästen Bier verstecken konnte. Falls wir weitere Infos erlangen, werden wir unsere Leser natürlich informieren.
Eine aktuelle Dementi-Ausgabe, weil wir denken, dass so manche Bamberger mit diesem Event nix anfangen können und sich aufführen wie sonst auch:

Es stimmt nicht, dass man, wenn man dieses Gänseblümchen mit DIESEM Marienkäfer auf der LGS entdeckt und fotografiert, einen Abend mit Andreas Starke gewinnt.
Am heutigen Sonntag steigt in der Stechert-Arena der Basketballklassiker schlechthin: Die Brose Baskets treten gegen ihren Erzrivalen aus Berlin an. Bereits im Vorfeld kochte die Stimmung über, denn im vergangenen Spiel hatten die Fans der Hauptstadtmannschaft die Freaks aus Bamberg als blödes Bauernvolk bezeichnet. Aber nun droht im Rückspiel die Eskalation des Konflikts. Denn um diesen Vorwurf zu entkräften, dürfen heute nur Stadtbewohner aus Bamberg mit einem IQ über 80 in den Fanblock der Brose Baskets. Die restlichen, ausgesperrten 5000 Freaks sollen sich laut interner Kreise mit ihren Mistgabeln bewaffnen, am Ausgang auf die Gäste aus Berlin warten und Uga-Uga rufen.
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