Archive for Oktober, 2009
Montag, 26. Oktober 2009
- Es stimmt nicht, dass die Bäume in Gaustadt deshalb gefällt wurden, um mit ihnen den Maxplatz zu verschönern.
- Es stimmt nicht, dass aus Versehen das falsche Schleusenhaus abgerissen wurde.
- Es stimmt nicht, dass uns Herr Wehner mit eigenem Kabarettprogramm Konkurrenz machen möchte.
- Es stimmt nicht, dass die schwarzen Löcher nur in fernen Galaxien zu finden sind.
- Es stimmt nicht, dass Andreas Starke Vizevorstand beim 1. FCE Bamberg werden möchte.
- Es stimmt nicht, dass die Brose Baskets nur dank Dieter Pfeifer ab und zu gewinnen.
- Es stimmt nicht, dass sich Helmut Müller beim Genießerwochenende das Essen für die kommende Woche mit nach Hause genommen hat.
- Es stimmt nicht, dass wir wissen, wer Michael E. ist.
- Es stimmt nicht, dass die Fußballer des 1. FCE nun im Dunkeln spielen müssen, weil ihnen ihre Flutlichter entwendet wurden und diese nun auf der Löwenbrücke stehen.
- Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke schon fertig ist.
Freitag, 23. Oktober 2009
Run auf Karten hat endgültig begonnen! – Wer im November noch zu “Bamberg auf Sendung” ins Bootshaus kommen möchte, sollte sich beeilen. Nach der heutigen Kritik im FT ist sowohl beim BVD als auch bei uns im Onlineshop mit langen Schlangen zu rechnen.
Ausschnitt Fränkischer Tag, Bamberg, Seite 16 (Mittendrin):
Donnerstag, 22. Oktober 2009
In Bamberg ist das Supertalent-Fieber ausgebrochen. Der städtische Mitarbeiter Siegbert B., seines Zeichens führender Blockwart des Parküberwachungsdienstes auf dem Inselgebiet, gibt in seiner Bewerbung zum Supertalent an, dass er nahezu fehlerfrei die Pkws der Bamberger Anwohner von Landbevölkerungs-, Hassfurter sowie Touristen-Autos unterscheiden kann, denn laut Amtsanweisung dürfen nur Stadtbewohner im Falle einer Ordnungswidrigkeit aufgeschrieben werden. Alle anderen bringen durch Einkäufe und Hotelübernachtungen Geld in den innerstädtischen Bereich und bleiben deshalb von Knöllchen verschont. Wie Siegbert B. angibt, hat er gerade bei Autos aus Hassfurt eine sehr geringe Fehlerquote, da er diese inzwischen anhand des Kennzeichens sehr sicher erkennt. Sein Können wird er in einer der nächsten Shows beweisen müssen.
Mittwoch, 21. Oktober 2009

Freude bei den Stadtratsmitgliedern
Wie ein bundesweiter Wettbewerb heute feststellte, gehört der Maxplatz in Bamberg zu den zehn schönsten Plätzen Deutschlands. In der Begründung der Jury heißt es: Der Maxplatz besticht durch seine klare Aufteilung, die eindrucksvolle Schlichtheit und vor allem die jahrelange Ausgestaltung zum Bevölkerungsmagneten Bambergs. Die Jury unter dem Vorsitz von Hans Kahlschlag (Präsident des Verbands der Deutschen Betonindustrie) lobte das zielorientierte, große Engagement der Bamberger Politik in den letzten Jahrhunderten seit Abriss der Martinskirche. Als Preis erhält jedes Stadtratsmitglied eine quadratmetergroße, graue Betonplatte für den eigenen Garten mit der Inschrift “Gestalten statt verwalten”.
Der Maxplatz in Bamberg landete auf Platz 3. Vor ihm auf Platz 2 ist der Alexanderplatz in Berlin, Gewinner auf Platz 1 ist die große Straße des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg, da sie auch als Parkplatz genutzt werden kann.
Dienstag, 20. Oktober 2009
Wie uns die Polizei mitteilte, wurde am vergangenen Wochenende während des “be famous”-Finales Unterwäsche im Wert von über 1000 Euro gestohlen. Um den Dieb zu erwischen, bittet die Polizei nun die Bevölkerung um Mthilfe: Alle weiblichen Coburgerinnen zwischen 18 und 28 Jahren und einem maximalen Body Mass Index von 23 sollen sich von Männern deren Unterwäsche zeigen lassen und dabei nach den gestohlenen Marken suchen. Die Stadt Coburg hat deshalb in der ganzen Innenstadt kleine Kabinen aufgestellt, in denen rotes Licht und Entspannungsmusik für lockeres Klima beim männlichen Geschlecht sorgen sollen. Die Finderin der Nobel-Unterwäsche erhält den “be famous”-Ehrenpreis.
Montag, 19. Oktober 2009
Sie machen aber auch vor gar nichts Halt. Furchtlos und aggresiv streifen sie ständig durch unser Städtchen. Ob Wälder oder Schleusenhäuschen – alles wird niedergemetzelt. Unerschrocken, gefährlich und kaltblütig reißen sie alles nieder, was ihnen im Weg steht.
Die Rede ist von den “Gemeinen Bamberger Baggern”. Horrorszenarien nehmen in der Weltkulturerbestadt zur Zeit kein Ende. Und was für den einen Leid, ist für den Anderen Freud. Stephen Spielberg, der bekannte Hollywood-Schocker-Regisseur, war über die Vorkommnisse in der oberfränkischen Provinz nicht nur sehr angetan, sondern auch überrascht. Ein vergleichbares Drehbuch hätte er nie zu schreiben gewagt. Trotzdem traut er sich an die Verfilmung der Monsterbagger. Unter dem Titel “Die Bagger von Bamberg” plant er ein dreistündiges Monumentalwerk, bei dem Gänsehaut garantiert ist. Für die Hauptrollen plant er Til Schweiger als gefürchteten Baggerführer Atze Eichfelder, Johannes Heesters als dessen Vater und Inspirator Schorsch, sowie Iris Berben als Schorschs Gattin, die aber in Atze verliebt ist. Schon der Cast schaufelt einem den kalten Schauer über den Rücken. Premiere ist sicherlich im CineStar.
Montag, 19. Oktober 2009
Ja, da staunten die Bewohner von Gaustadt nicht schlecht, als sie heute plötzlich vor lauter “keinen” Bäumen das Wäldchen nicht mehr sahen. Und was bekommen sie dafür? Einen Lidl-Markt.
Dabei war das nur das reinste Ableckungsmanöver. Denn zur gleichen Zeit, hat man zwei Drittel des Hauptsmoorwaldes abgeholzt, um dort Platz für eine neue Tedi-Markt-Filiale zu machen. Aber dies hat zum Glück noch keiner bemerkt.
Was soll nur jetzt mit dem ganzen Holz geschehen?
Auch dafür gibt es schon Interessenten. Einer davon ist Erwin Wortelkamp. Was ja nicht das Schlechteste wäre, denn wenn E.W. aus dem nun zur Verfügung stehendem Holz Skulpturen zusammenbastelt, kann man die auf die ganze Stadt verteilen.
Somit wäre der “Hauptsmoorwald” und das “Gaustadter Wäldchen” nun nicht mehr irgendwo an irgendeinem Rand der Stadt, sondern mitten unter uns. Geplant? Gewollt? Oder doch nur unüberlegt gerodet?
Sonntag, 18. Oktober 2009
Das war’s mit Brückenneubauten, Bambados und Landesgartenschau. Bamberg ist pleite. Die Investitionsfreude der Oberbürgermeister und die Wirtschaftskrise haben ein Millionenloch in die Bamberger Stadtkasse gerissen. Die Löwenbrücke kann mangels Geld seit Monaten nicht fertig gestellt werden, bei der Kettenbrücke denkt man noch nicht einmal an Neubau, denn der Abriss scheint wegen knapper Kassen bereits still zu stehen. Während die einen die Schuld für die Misere auf die Stadtoberen schieben, verweisen diese auf fehlende Gewerbesteuereinnahmen.
Seit diesem Wochenende stehen nun aber Lösungen in Form von Hilfsangeboten im Raum, die kontrovers und leidenschaftlich diskutiert werden, nicht nur von den verschiedenen Stadtratsfraktionen. Auch die Bamberger Bürgerschaft scheint gespalten.
Ein offener Brief von Markus Zirkel (Bürgermeister von Hallstadt) erreichte den Fränkischen Tag. In diesem Brief bietet er als Sprecher eines Zusammenschlusses verschiedener Städte und Gemeinden finanzielle Unterstützung für die Weltkulturerbestadt an. So möchten verschiedene Gemeinden und Städte projektbezogen finanzielle Unterstützung leisten. In seinem Brief macht er bereits folgende Vorschläge:

Der neue Look der Bamberger Symphoniker?
Wolfgang Möhrlein, Bürgermeister der Gemeinde Litzendorf, gibt an, dass sein Ortsteil Pödeldorf die Finanzierung der Bamberger Symphoniker übernehmen würde. Die Blaskapelle Pödeldorf hätte bereits eine entsprechende Unterabteilung gegründet. Bedingung ist, dass man auch musikalischen Einfluss nehmen kann und sich die Symphoniker der Blaskapellenkleiderordnung anpassen.
Das ETA Hoffmann Theater könnte künftig von Bayreuth aus finanziert werden. Wie Michael Hohl, Oberbürgermeister, mitteilte, möchte er nur den Intendanten durch ein Mitglied der Wagnerfamilie ersetzen, um die Inszenierungen wieder näher an das Publikum zu bringen.
Die Gemeinde Bischberg könnte sich laut Bürgermeister Johann Pfister finanziell bei der Landesgartenschau engagieren. Als Bedingung würde man den Stadtteil Gaustadt eingemeinden und die Gartenschau zu “Landesgartenschau 2012 Bischberg” umbenennen wollen. Den Vorschlag, Gaustadt an Bischberg zu geben, hat der Bamberger Stadtrat bereits dankend angenommen.
Hallstadt, so Bürgermeister Markus Zirkel, würde die Kosten für die Fertigstellung der Löwenbrücke übernehmen und stellt nur ein paar kleine Bedingungen: Hallstadt möchte gleichzeitig die Europabrücke überschrieben bekommen und von jedem, der eine der beiden Brücken in Richtung Hallstadt überquert, ähnlich dem Bamberger Konzept, einen Euro kassieren. Diese Einnahmen würden natürlich nicht in soziale Projekte fließen.
Der Stadtrat berät am Montag in einer außerordentlichen Sitzung über die Vorschläge.
Samstag, 17. Oktober 2009
Bamberger Hörnchen, Schlenkerla Rauchbier, Bamberger Zwiebel – Bamberg hat schon so einiges an kulinarischen Spezialitäten.
Doch für süße Schleckermäuler fehlte auf diesem Gebiet noch etwas aus der Domstadt.
Jetzt endlich gibt es das Kaisergrab aus feinster Vollmilchschokolade mit crunchigen Nüsschen.

Schon die hübsche Blechdose kann man zuhause dekorativ platzieren ...

... und der Inhalt lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen
Freitag, 16. Oktober 2009
Wie uns soeben mitgeteilt wurde, konnten die Sprengstoffexperten, die seit dem Nachmittag an der Kettenbrücke um die vermeintliche Bombe herumstanden und überlegten, nun Entwarnung geben. Wie man gegen 18:30 Uhr festgestellt hat, handelte es sich bei der angeblichen Bombe aus dem zweiten Weltkrieg lediglich um eine blecherne Brotzeitdose. Wie diese Blechdose dorthin kam und seit wann sie schon dort liegt, bleibt wahrscheinlich ein Rätsel. Wie die Pressestelle der Stadt Bamberg aber mitteilen ließ, verzögert sich der Bau der neuen Kettenbrücke deshalb nun um weitere vier Wochen.
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