08.02.2012, 03:24 Uhr

Herrnlebens Figurenkabarett – Kulturförderung beschlossen!


Die Nachricht schlug im Hause Herrnleben ein wie eine Bombe. Trotz leerer Kassen hat sich der Stadtrat dazu entschieden, Herrnlebens Figurenkabarett ab 2010 jährlich mit 250.000 EUR zu unterstützen. Damit erhält die Puppenbühne Herrnleben mit dem Bamberger Kasperl erstmals in ihrer 65jährigen Geschichte einen finanziellen Zuschuss aus öffentlichen Kassen. Ausschlaggebend, so die Pressesprecherin der Stadt, ist sicherlich ihr neuestes Projekt “Herrnlebens Figurenkabarett”, in dem die beiden Hauptakteure Florian und Albert Herrnleben im kommenden Jahr in mindestens 15 Aufführungen aktuelle lokal- und kommunalpolitische Themen kabarettistisch aufarbeiten wollen und dabei vor kaum etwas in Bamberg haltmachen. Alles, was in Bamberg Rang und Namen hat, taucht im bissigen Programm der Herrnlebens auf: Von normalen Stadtratsmitgliedern über Kulturtreibende, Sportler, Jornalisten bis hin zum Oberbürgermeister. Dieser hat nun in Absprache mit seinem Wahlkampfabteilung auch die Förderung angeregt, um wie er sagt “die Qualität der Darbietungen und Mitteilungen zu gewährleisten”. Seine Pressesprecherin solle in Zukunft alle Veröffentlichungen im Vorfeld vorgelegt bekommen und “inhaltlich beratend tätig sein”.

Woher das Geld angesichts knapper Kassen kommen soll, blieb noch offen. Doch bereits jetzt haben sich einige Institutionen Bambergs bereit erklärt, notfalls auch aus eigenen Mitteln Geld bereitzustellen, um auf die versprochenen 250.000 EUR zu kommen und so die Förderung zu ermöglichen: Rainer Lewandowski (E.T.A.-Hoffmann-Theater), Jonathan Nott (Symphoniker), das Stadtmarketing, die LGS2010 GmbH, verschiedene Stadtratsfraktionen, der Bausenat, Radio Bamberg sowie das Rubina69.

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