19.05.2012, 18:57 Uhr

Archive for November, 2009

Bamberger Weihnachtsgedanken (2008)

Freitag, 27. November 2009

Zur Einstimmung auf die Weihnachtsgedanken 2009, hier die Ausgabe aus dem vergangenen Jahr (Anm.d.Red.):

69825376_a5f15a5334

Also, des Jahr war ja mal wieder schnell vorbei. Für Bamberg, genau genommen, viel zu schnell. Hätte unsere fränkische Provinzstadt ein paar Tage mehr g’schenkt gekriegt, hätt’ man noch mehr prominente Besucher unterbringa könna. Der Gysi war da, der Goppel war da, der Beckstein war da, die Merkel war da, der Dalai Lama war da, der Nowitzki war da, die NPD war da – also alle mit „Rang und Namen“ und „Drang zu Dramen“. Na schön, fast alle.
Wieso war eigentlich der US-Präsidentschaftskandidat net in Bamberg? Die Berliner hab’n doch eh bloß `rum gezickt und wollten ihn net vor dem Brandenburger Tor sei Red’n halten lassen. Also, wir hätten ihm gerne am Torschuster a Rednerpult hing’stellt.
Und der Papst? – Also angedacht war doch da a Besuch, oder net? Vielleicht wollte er ja auch nur das Domordinäriat nicht besuchen, weil er sonst zu den Vorkommnissen im Ottonianum befragt worden wär’. Dabei hat unser Sex…- äh Ex-Domkapitular doch nur seine Wirkungsstätte wörtlich genommen. Ottonianum : Ottos neue intime Ausbildung naiver unschuldiger Männer.

Apropos, wo steckt denn eigentlich gerade unser Erzä? Gibt’s den noch? Seit dem Weltkulturerbe-Gerenne ist der doch wie vom Kopfsteinpflaster verschluckt. Oder hat er sich in sei ruhiges Kämmerlein zurückgezogen und tüftelt gerade an einem Bamberg-Krimi? Also, von ihm würde jedenfalls noch einer fehlen. Was ist das eigentlich gerade für eine Epidemie, dass jeder Bamberger B- und C-Promi einen Thriller schreiben muss? Die Touristen trauen sich ja bald nimmer in unsere Stadt. „Das Haus am Nonnengraben“, „Tod in Klein-Venedig“, „Eine Leiche im Gärkeller“, „Mord im Sand“. – Huuhh, da wird’s einem ja ganz anders. So schlimm geht’s ja net amol am Frankfurter Bahnhof oder in Berlin Wedding zu. Jetzt kommen bestimmt bald noch so Schmoeker wie, „Der Zinker Wörth“, „Der schwarze Dabb“ oder „Sponsel – Der Frosch ohne Maske“. Dabei finde ich dass einzige Kriminelle in Bamberg die Verkehrssituation im Haingebiet. Verkehrsregeln gibt es do ja net, außer Rechts vor Links – und des wird hier auch eher politisch g’sehen. Kurzum: Bamberg braucht keine Krimis mehr. Schreibt doch mal paar Gruselschocker oder Arztromane!

Heilichers, fast hätt’ ich’s vergessen: Den Krischker sei Tasch’n woär weg. Aber jetzt hat er sie ja wieder. Sogar gleich drei Stück hat er zurückgekriegt. Ist der Fall eigentlich auch in „XY“ ausgestrahlt worden? – Na, auf jedenfall war’s groß und breit und immer präsent im Effdee. Aber eine g’scheite Kulturwerbung bringen sie net hin.
Jaja, unser Stadt und ihra Promis. Die Heidi Friedrich lässt sich mit ihra Möps ablichten, als wenn’s net so scho schlimm genug wär’, und der Mäc Härder will jetzt „König von Franken“ werden, dabei langt’s mit seina Jonglierkünste grod amol zum Hofgaukler. Vom schwindigen Gerd hat man heuer gar nix g’hört. Oder steht der scho bei Madame Tussaud? Mit was der alles ei’g’schmiert is, schaut er doch eh aus wie a Wachsfigur.

200 Jahre E.T.A.Hoffmann in Bamberg. Na, des ist doch mal wieder ein Ereignis. Für das, dass er damals als Musikdirektor net gerade geglänzt hat, wird er jetzt ganz schön groß geehrt. Und das leider nicht nur mit eigenen Stücken. Ach, was kann sich da das Bamberger Künstlertum wieder austoben. Wir werden auch dies überstehen. Was mich mehr beunruhigt ist das Jubiläum im nächsten Jahr: 20 Jahre Lewandowski in Bamberg. Ich ahne Schlimmes.

Kommen wir zu einem erfreulicheren Thema:
„Heiderdei !“ – mein absolutes Lieblingswort des Jahres. Warum? – Na, „Haider die“. Kurzum, Österreich ist etwas weniger braun geworden. Ein buntes Ableben, finde ich: Brauner Politiker, fährt blau durchs Grüne, sieht rot und dann wird’s schwarz.

Wo wir gerade bei schwarz sind:
Bleibt es jetzt eigentlich beim „Weißen Haus“? Oder bekommt der Sitz des neuen Amichefs einen frischen Anstrich? Heißt es dann vielleicht demnächst in den Nachrichten: „US-Präsident Obama empfing in der Schwarzen Baracke die Deutsche Bundesdackeldame?“

Das Schwarze Bayern hat dagegen einen leichten Gelbstich bekommen. Obwohl ja durch den Kauf der BayernLB auch ein wenig blau mit neispielt. Heißt es jetzt eigentlich noch Freistaat Bayern oder doch eher Freibank Bayern. Also passen würde es ja: Nach dem Beschau wurde die Bank als bedingt tauglich eingestuft. Nur mit der Verwertung älterer Tiere hapert es etwas.
„Seehofer“, find ich, ist jetzt auch net gerade ein typisch bayerischer Name, oder? Auf jedenfall schaut er nicht bayerisch aus. Unter einem rustikalen Landesvater stell ich mir was anders vor.
Vor einem bayerischen Ministerpräsidenten muss man doch a weng Angst haben. Also, da haben wir scho ganz andere Kaliber g’habt. Vom Strauß seiner Erscheinung hat man das Gruseln gekriegt, vom Beckstein seim Grinsen hat man gezittert und beim Stoiber ist einem scho Himmelangst word’n, wenn er bloß sei Mài aufg’rissen hot.
Aber der Seehofer…?! – I waaß net. Des einzige was bei ihm an Bayern erinnert ist sei Föhn-Frisur.

Aber was kümmern wir uns um Bayern. Wir leben ja Gott-sei-Dank in Franken.
Genauer gesagt – in Bamberg!
„Bamberg – die Wetterstadt“
Also von Unwetterkatastrophen bleiben wir ja weitestgehend verschont, bis auf einen plötzlichen Wintereinbruch Ende November. Wer konnte damit auch rechnen, wo doch die Erderwärmung den Schnee eigentlich schon in die Analen g’schrieben hat.
„Bamberg – die Bierstadt“
Von ursprünglich 65 Brauereien sind jetzt noch 9 übrig geblieben. Ich meine, das langt auch. Stellen Sie sich mal vor, es wären immer noch 65. Das wären 1 ¼ Bockbieranstiche in der Woche. Theoretisch. Denn praktisch findet die Starkbiersaison ja nur im Oktober und November statt. Das würde bedeuten, dass täglich ein Anstich wäre. – Hm, vielleicht doch kein so schlechter Gedanke. Aber jetzt wo die Politiker gegen das Komasaufen vorgehen wollen, bleibt’s wohl doch nur Utopie.
„Bamberg – die Weinstadt“
Wir werden sehen…
„Bamberg – Weltkulturerbestadt“
Schon wieder eine neue Figur für den Skulpturenweg. Wieso man ausgerechnet von dem Lüpertz was nimmt. Den seine Teile leiden doch bekanntlich an Osteoporose. Des Ding vorm Alten Rathaus hat doch vor zwei Jahren net amol die Ausstellung überstanden.
„Bamberg – die Brückenstadt“
Zu dem Thema möchte ich mich jetzt nicht äußern.
„Bamberg – ist bunt“
Zuerst hab ich ja gedacht „Hm, die Fronleichnamsprozession wird ah immer mehr zum Event“, dabei war das die Demo gegen den NPD-Parteitag. Soviele Mitgänger hätt’ sich der Schick zwei Tage vorher bestimmt a gewünscht.
„Bamberg – Freak City“
Soso – einen Quakenbrücker haben wir jetzt als Trainer. Eigentlich viel zu sympathisch für die Bamberger Basketballszene. Zumindest werden wir mit ihm im nächsten Jahr der Meister der Herzen.

Mist, jetz is mei Blatt zu End. Na, es langt aber auch.
Ich hoffe für alle, das des Weihnachten so schnell wie möglich wieder `rum geht und
wünsche jedem, dass er net nein Winterblues fällt. A gut’s Neu’s!


Bamberger Weihnachtsgedanken (1994)

Donnerstag, 26. November 2009

Bamberger Weihnachtsgedanken gibt es seit 1994 jährlich zur Weihnachtszeit und sind in Kennerkreisen schon Kult. ;-)
Sie nehmen mal das Weihnachtsfest im allgemeinen auf die Schippe, oder im Speziellen. Oft sind sie auch nur ein satirischer Jahresrückblick über Bamberg und den Rest der Welt. Hier nun zum Einstieg die ersten Gedanken aus dem Jahre 1994. Ein lokales Gedicht, welches gerne unter Nennung des Autors (Albert H.) auf bevorstehende Weihnachtsfeierlichkeiten vorgetragen werden darf. (Anm.d.Red.)

BambergDom-MorgenlichtWinter

WEIHNACHTSGEDANKEN 1994

Wenn die Leut´ wie Ameisen durch die Stadt hetzen,
wenn ab Mitte August die Schokonikoläus in die Regale steh´n,
wenn die Mutter ihr´n Bum an der Hand hinterherschlaaft,
und der scho zum zweiten mol nei die Hos´n gepinkelt hat,
dann is Weihnachtszeit – hektische Zeit!

Wenn am Weihnachtsmarkt die Blechbläser ihr´n letzten Tonrausquetsch´n,
wenn vorm König Max´ sein Brunna, die Peruaner hopsern,
wenn dir so a alta Oma ihr´n Heidelbeerglühwein auf dei´ Wildlederjack´n säut,
und a besuffner Gammler nei dei´ Einkaufstüt´n speit,
dann is Weihnachtszeit – besinnliche Zeit!

Wenn die Straß´n spiegeln vor Glätt´n,
wenn sich die Autofohrer beim Überhol´n den Vogel zeig´n,
wenn an die Baamer die ersten Knospen kumma,
und am 24sten immer noch ka Schnee liegt,
dann is Weihnachtszeit – weiße Weihnachtszeit!

Wenn ans Fenster a zwanziger Lichterkett´n nognogelt werd,
wenn die Oma ihra verbrennten Butterplätzla mit Schokoguss bepinselt,
wenn die Mutter vor lauter Streß an Anfall kriegt,
und der Vater die Edeltanna vo zwaahalb Meter auf 70 Zentimeter stutzt,
dann is Weihnachtszeit – ruhige Weihnachtszeit

Wenn dann endlich heiliger Abend is un der Linseneintopf wieder kam schmeckt,
wenn der Bangert sein Gameboy auspackt und der scho noch´m zweiten Piepser sein Geist aufgibt,
wenn der Vater sei 40sta Krawatten g´schenkt kriegt,
und die Oma um halba Achta mit am Glühweinrausch unter´m Tisch liegt,
dann is Weihnachtszeit – friedvolle Zeit!


Bamberger Theaterverein für alle Theater da

Donnerstag, 26. November 2009

Der Theaterverein Bamberg möchte gerne ein paar Missverständnisse aus dem Weg räumen. Es wurde nämlich behauptet, dass sich die Institution ausschließlich um den Erhalt und die Förderung des Stadttheaters kümmert. Dies sei so nicht richtig, beteuerte der Vorsitzende. Der Theaterverein ist selbstverständlich für alle Theater in Bamberg da und man muss nicht mal Mitglied dieses Vereins sein, um in den Genuss von Förderungen und Hilfe jeglicher Art zu gelangen. Natürlich wäre von Vorteil, wenn man dem Theaterverein nicht negativ gegenüberstehe. Schon eine kleine freiwillige Spende der bedürftigen Kleinkunstbühnen in Höhe von etwa 1000 Euro im Jahr könnte sich positiv auf die Zusammenarbeit auswirken. Die Organisation setzt sich dafür dann für eventuelle Kulturförderungen ein, die für eine kleine lokale Theatergruppe schon mal bis zu 200 Euro im Jahr Zuschuss bedeuten könne. Die Spenden der privaten Theatergruppen kämen natürlich einem nützlichen Zweck zugute, wie z.B. dem Erhalt des E.T.A.Hoffmann Theaters.


Beförderungsgeldzuschuss für Sprachbehinderte nur übergangsweise gestrichen?

Donnerstag, 26. November 2009

Zum 9. November wurde der Martin-Wiesend-Schule die Finanzierung der privaten Schulbusbeförderung gestrichen. Damit müssen die sprach- und lernbehinderten Kinder von nun an öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um täglich die Schule am Stephansberg zu erreichen. Am heutigen Donnerstag trifft sich deshalb der Elternbeirat mit der Schulleitung zu weiteren Beratungen. Grund für die Streichung dürften nicht, wie zunächst angenommen, die leeren Staatskassen sein. Die Staatsregierung stellte fest, dass Ministerpräsident Stoiber, der einst die kostenlose Beförderung von Sprachbehinderten angeregt hatte, gar nicht mehr im Amt sei. Wegen der Streichung der Fördergelder wird die Bevölkerung Bambergs nun um aktive Mithilfe gebeten:

Wer hilflose Kinder im Stadtgebiet Bambergs herumirren sieht, möchte diese nicht – wie zu vermuten wäre – in die Schule am Stephansberg bringen. Hol- und Bringdienst haben ab sofort das Landratsamt und Dr. Winfried Strauch, der Leiter der Abteilung Gesundheit oder die zuständige Stelle der Regierung in Bayreuth, die diese Erlebnistour für Kinder zu verantworten haben. Es wird in diesem Zusammenhang bereits überlegt, eine Zweigstelle der Schule in der Polizeidirektion einzurichten, da dort auch mit einem gewissen Zulauf zu rechnen ist.

Beruhigend ist allerdings, dass diese Regelung wahrscheinlich nur übergansweise gilt. Ab Mai soll die kostenlose Beförderung von Sprachbehinderten zum und vom Stephansberg wieder eingeführt werden, so das Bestreben der Verantwortlichen. Gleichzeitig sollen die Schulzeiten mit den Öffnungszeiten der naheliegende Bierkeller in Einklang gebracht werden. Diese neue, erweiterte Beförderungsregelung gilt dann für die Kinder der Schule sowie Politiker.


Herrnlebens Figurenkabarett – Kulturförderung beschlossen!

Mittwoch, 25. November 2009

Die Nachricht schlug im Hause Herrnleben ein wie eine Bombe. Trotz leerer Kassen hat sich der Stadtrat dazu entschieden, Herrnlebens Figurenkabarett ab 2010 jährlich mit 250.000 EUR zu unterstützen. Damit erhält die Puppenbühne Herrnleben mit dem Bamberger Kasperl erstmals in ihrer 65jährigen Geschichte einen finanziellen Zuschuss aus öffentlichen Kassen. Ausschlaggebend, so die Pressesprecherin der Stadt, ist sicherlich ihr neuestes Projekt “Herrnlebens Figurenkabarett”, in dem die beiden Hauptakteure Florian und Albert Herrnleben im kommenden Jahr in mindestens 15 Aufführungen aktuelle lokal- und kommunalpolitische Themen kabarettistisch aufarbeiten wollen und dabei vor kaum etwas in Bamberg haltmachen. Alles, was in Bamberg Rang und Namen hat, taucht im bissigen Programm der Herrnlebens auf: Von normalen Stadtratsmitgliedern über Kulturtreibende, Sportler, Jornalisten bis hin zum Oberbürgermeister. Dieser hat nun in Absprache mit seinem Wahlkampfabteilung auch die Förderung angeregt, um wie er sagt “die Qualität der Darbietungen und Mitteilungen zu gewährleisten”. Seine Pressesprecherin solle in Zukunft alle Veröffentlichungen im Vorfeld vorgelegt bekommen und “inhaltlich beratend tätig sein”.

Woher das Geld angesichts knapper Kassen kommen soll, blieb noch offen. Doch bereits jetzt haben sich einige Institutionen Bambergs bereit erklärt, notfalls auch aus eigenen Mitteln Geld bereitzustellen, um auf die versprochenen 250.000 EUR zu kommen und so die Förderung zu ermöglichen: Rainer Lewandowski (E.T.A.-Hoffmann-Theater), Jonathan Nott (Symphoniker), das Stadtmarketing, die LGS2010 GmbH, verschiedene Stadtratsfraktionen, der Bausenat, Radio Bamberg sowie das Rubina69.


So funktioniert es auch mit dem Landesdenkmalrat…

Dienstag, 24. November 2009

Am vergangenen Freitag tagte in München der Landesdenkmalrat und bestätigte, dass durch den Umbau der Erba-Insel zur LGS2012 der Status des Industriedenkmals  nicht gefährdet sein dürfte. Bambergs Gartenlobbyisten dürften deshalb aufatmen, denn einige Gebäude und Hallen waren bereits vor der Sitzung abgerissen worden.

Dieses gewiefte Vorgehen ruft alte Freunde der City-Passage auf den Plan, deren Idee auf Niederriss aller Gebäude zwischen Langer Straße und Franz-Ludwig-Straße auch am Landesdenkmalrat gescheitert ist. Sparkassenchef Gottschall, Landrat Dr. Günther Denzler und OB Andreas Starke sind sich einig: Trotz alle Widerstände stellen selbst Bedenken seitens der Denkmalpflege keine wirklichen Hindernisse dar. Wenn die Abrissbirne erst einmal zugeschlagen hat, kann man sich hinterher problemlos noch auf den einen oder anderen Kompromiss einlassen. Die jüdische Mikwe, so die Passagen-Befürworter, könnte  zubetoniert werden und damit auch der Nachwelt unverändert erhalten bleiben. Die abgerissenen Gebäude werden in Containern aufbewahrt und könnten notfalls gerne wieder irgendwo aufgestellt werden, so die Verfechter. Alle hiesigen Gegner erhalten ein Sparkassenkonto und den Landesdenkmalrat bekommt man nachträglich sicherlich umgestimmt, denn Geld dürfte bei diesem ohnehin schon millionenschweren Projekt die kleinste Rolle spielen.

Einzig das Parkplatzproblem scheint ungelöst. Aber auch hier gibt es bereits Ideen: Für die paar Entscheider in Bamberg reicht auch ein Baucontainer auf dem Erba-Gelände. Ohne Parkplatznot, ohne Verkehrschaos vor Beginn des Arbeitstages und natürlich dort, wo alles grünt und blüht. Und das neue Rathaus, das kann weg und wir haben endlich einen Parkplatz mitten in der Innenstadt!


Old Stierman und die Rettung des Territoriums

Montag, 23. November 2009

Da trafen sich also nun 19 Anhänger des Prärie-Indianers Old Stierman und kritisierten das geplante Vorhaben der Stammeshäuptlinge, 100 Kurzzeitparkplätze im Innenterritorium ersatzlos zu streichen. Weitere Umsatzeinbußen, welche den Wegfall der Stellplätzen nach sich ziehen, will man nicht hinnehmen. Die Anhänger von Old Stierman sagten den Oberhäuptlingen vom Stamm Red Strong den Kampf an, sollten sie nicht von ihren Plänen weichen.

Man beriet also im Capitol-Tipi und entschied, Old Stierman und seinen Weißhäuten einen entgegenkommenden Vorschlag zu machen.

Man will nun weg von dem Gedanken, Kurzzeitparkplätze zu streichen, ja sogar das Gegenteil soll der Fall sein. Man plane die rund 1300 Langzeitparkplätze in den 3 großen Parkhäusern abzuschaffen und diese in Kurzzeitstellplätze, für eine maximale Parkzeit von 30 Minuten, zu verwandeln.

Man überzeugte Old Stierman damit, dass es dann soviele Kurzzeitparkplätze im gesamten Territorium noch nie gegeben hat.   

Old Stierman und Häuptling Red Strong rauchten die Friedenspfeife und opferten eine Ziege zum Dank des versöhnlichen Ausganges.      Hug!

Häuptling Red Strong und Old Stierman nach dem versöhnlichen Gespräch.

Häuptling Red Strong und Old Stierman nach dem versöhnlichen Gespräch.


Die wesentlichsten Details des neuen Wegs

Montag, 23. November 2009

Die Diskussion, ob oder ob nicht ist noch nicht einmal abgeschlossen, da berät man bereits über einige, teils nebensächliche Details des neuen Wegs, der wie Schiffbauplatz, Markusplatz und Weide nun auch die Konzerthalle mit der Markusbrücke verbinden soll.

1. Die Fahrt-/Gangrichtung:
Es existiert in Bamberg das ungeschriebene Gesetz auf Ringverkehrssystem. Deshalb herrscht auch große Einigkeit darüber, dass der neue Weg nur von Markusbrücke aus belaufen und befahren werden darf, also entgegengesetzt zum Schiffbauplatz. Die verkleinerte Breite des Wegs lässt ohnehin keine Zweispurigkeit zu.

2. Der Name des neuen Wegs:
Auch hier gibt es bereits einige Vorschläge aus den Reihen der Stadtratsmitglieder sowie der Landesgartenschau GmbH:

  • Fünfhundert-Weg (in Anlehnung an “Fünferlessteg”). Damit möchte man die zu erwartenden Kosten (500.000 EUR) langfristig festhalten.
  • Gaustadter Ring, ein Vorschlag von Daniela Reinfelder (Mitglied des Aufsichtsrates der Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH und 1. Vorsitzende des BV Gaustadt)
  • Idiotie an der Regnitz, ein Vorschlag der grünen Stadtratsfraktion

3. Die Finanzierung des neuen Wegs angesichts leerer Kassen:
Dieses Thema hielten die anwesenden Stadtratsmitglieder für nicht akut und wollten die Debatte auf die Zeit nach der Landesgartenschau vertagen.


Dementis zum Montag – Ausgabe 6

Sonntag, 22. November 2009
  • Es stimmt nicht, dass Arnd Rühlmann immer noch liest.
  • Es stimmt nicht, dass Lewandowski während der Kulturwoche der Verkehrsbetriebe ein eigenes, zehnstündiges Meisterwerk in einem Stadtbus mit 460 Statisten aufführen wird.
  • Es stimmt nicht, dass die Sandkerwa deshalb zwei Tage länger dauert, weil die Sandstraße währenddessen zwei Tage zu Pflasterarbeiten gesperrt werden muss.
  • Es stimmt nicht, dass sich auch einige Gereuther in orangen Westen zur Aufbesserung der eigenen Hartz-IV-Finanzlage  auf dem Jako-Arena-Parkplatz tummeln.
  • Es stimmt nicht, dass Herr Dr. Heller nach seinem Rücktritt einen Amoklauf plante.
  • Es stimmt nicht, dass das Motto Bamberg baggert nur während der närrischen Zeit gilt.
  • Es stimmt nicht, dass Herr Stieringer bis Aschermittwoch mit Blaulicht auf dem Kopf durch die Stadt rennt. Er wird eher gemütlich gehen.
  • Es stimmt nicht, dass die neueingeführte, zweite Schicht an der Kettenbrücke von den Mitgliedern des Stadtrats abzuleisten ist, die die Bauverzögerungen zu verantworten haben.
Auch wenn Herr Dr.Heller mit einer Pistole gesehen wurde, ein Amoklauf war nie geplant gewesen.

Auch wenn Herr Dr.Heller mit einem Revolver gesehen wurde, ein Amoklauf war nie geplant gewesen.


“Bürsten Nickles” feiert 95. Geburtstag – Alles von Bürste bis Besen!

Sonntag, 22. November 2009

Wenn Georg (Alias “Bürsten”) Nickles seinen 95. Geburtstag feiert, freuen sich viele Bamberger mit ihm. Seit über einem Jahrhundert verkauft und vertreibt der Familienbetrieb in unmittelbarer Nähe zum E.T.A. Hoffmann Theater Bürsten und Besen für den Hausgebrauch oder den gewerblichen Bereich. Viele der Kunden und Kundinnen kaufen bereits seit vielen Jahren im charmanten Lädchen am Schillerplatz ein und zählen zu Stammkunden. Auch am heutigen Ehrentag reihten sich viele dieser Stammkunden in die lange Reihe von Gratulanten, um sich einen der Jubiläumsbesen (limitierte Edition) zu ergattern. Werner Hipelius (Bürgermeister) und Brigitte Kischel (CSU-Stadtratsfraktion) überbrachten die Glückwünsche der Stadt. Die Stadträtin trafen wir vor dem Geschäft mit einem der begehrten Besen. Bereits seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts kauft sie in diesem Laden, damals noch bei dem Vater von Georg Nickles, ihre Besen. Seither gönnt sich die Stadträtin mindestens alle zwei Jahre einen neuen, um die eigene Sammlung beständig zu erweitern. Dann murmelte sie etwas unverständliches, holte noch eine schwarze Katze aus dem Geschäft, lachte und verließ den Schillerplatz. Werner Hipelius war trotz Interviewzusage leider nicht mehr auffindbar.


WP SlimStat