06.02.2012, 01:09 Uhr

Archive for Dezember, 2009

Hinweise für 2010

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Da wir das einzige permanent arbeitende Presseorgan Bambergs sind, das auch an Sonn- und Feiertagen komplett durcharbeitet, wurden wir gebeten, rechtzeitig vor dem Jahreswechsel einige Hinweise für 2010 zu veröffentlichen. Wir bitten um Beachtung folgender Ratschläge und Hinweise:
hinweise2010

  • Ab 2010 gibt es die Möglichkeit, kostenlos die Katakomben unter dem Bahnhof zu besichtigen.
  • Die Kettenbrücke behält nach Fertigstellung im Jahr 2013 ihren Namen wegen der “Verkettung” ganz unglücklicher Bauumstände.
  • Wer seinen bereits vergoldeten Allerwertesten entsprechend luxuriös eingebettet wissen möchte, sollte sich beim Stadtrat bewerben. Dort wird – so zeigte es 2009 – auch für alte Hasen überraschend ein Plätzlein frei.
  • Bis März oder April darf im Hainbad auf jeden Fall fröhlich geschwommen werden. Danach könnte eventuell das Hainbadungeheuer Bambados wieder für Angst und Schrecken sorgen.
  • Feuerwerk ist nicht nur in der Silvesternacht am Domberg verboten.
  • Wer in einem Glasfoyer sitzt, sollte nicht mit Geigen werfen. Nicht jeder, der auf einem Hochsitz sitzt, ist auch ein Jäger.
  • Auf der neuen Volksparkstadiontribüne sind noch ausreichend Plätze frei.
  • Wer einen Schrebergarten hat, sollte ein paar Blechdosen darin vergraben. Als Bombenattrappe verzögern die garantiert die Fertigstellung der LGS und sorgen in Bamberg für gute Unterhaltung.
  • Der Vertrag des Theaterintendanten wird bis 2035 verlängert, weil dieser ein Stück über Andreas Starke schreibt.
  • Auch im nächsten Jahr soll wieder ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Maxplatzes ausgeschrieben werden. Wie wir gehört haben, wird es ein Jubiläumswettbewerb. Es ist wohl der 100.
  • Die Sandkerwa dauert 2010 auch länger, wie alles in Bamberg.

Einen guten Rutsch und gute Unterhaltung in 2010 wünschen Florian und Albert Herrnleben von Herrnlebens Figurenkabarett!


CSU-Stadtratsfraktion bescheiden?

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Peter Röckelein von der CSU-Stadtratsfraktion zeigte sich empört über den teuren Kauf der neuen Rathausstühle. Er und seine Parteikollegen benutzen in ihrem Sitzungszimmer noch immer die selben Stühle, die vor 25 Jahren angeschafft wurden. Damit wollte er verdeutlichen, wie bescheiden doch die Bamberger Schwarzen sind.
Uns interessierte natürlich daraufhin, wie denn die Sitzungsräume der anderen Stadtratsfraktionen aussehen. Und wir waren verblüfft:

Das die SPD, mit 10 Sitzen im Stadtrat vertreten, ihre Entscheidungen am Stammtisch treffen, beweist folgender Blick in den Sitzungsraum:

(Bierkrüge und sonstige Flaschen wurden vor der Aufnahme entfernt)

(Bierkrüge und sonstige Flaschen wurden vor der Aufnahme entfernt)

Die Bamberger Grünen zieht es mit ihren 7 Sitzen in die Natur…

...und sie sparen dabei sogar die Heizungskosten.

...und sie sparen dabei sogar die Heizungskosten.

Die 5 Stühle des Bamberger Bürgerblocks (BBB) sind mit einer hochempfindlichen Sitzfläche ausgestattet,…

... welche allerdings oft bei den Mitgliedern Aggressionen hervorruft.

... welche allerdings oft bei den Mitgliedern Aggressionen hervorruft.

Warum die Freien Wähler (3 Sitze) oft hitzige Debatten führen, zeigt ein Blick in ihren Sitzungsraum:

Fotos einer Fraktionssitzung können nur gegen eine Gebühr eingesehen werden.

Fotos einer Fraktionssitzung können nur gegen eine Gebühr eingesehen werden.

Da die Bamberger Realisten nur mit 2 Sitzen im Stadtrat vertreten sind,…

...gehen sie mit heißen politischen Themen eher etwas spielerisch um.

...gehen sie mit heißen politischen Themen eher etwas spielerisch um.

Die beiden letzten Parteien haben in der Bamberger Stadtpolitik nur jeweils einen Vertreter:

Während das FDP-Mitglied Zeit hat, über seine Partei nachzudenken,...

Während das FDP-Mitglied Zeit hat, über seine Partei nachzudenken,...

...bastelt der Kollege von den Republikanern am neuen Wahlprogramm (was nicht immer gelingt).

...bastelt der Kollege von den Republikanern am neuen Wahlprogramm (was nicht immer gelingt).


Notlösung: Bahnhofstunnel wird gebaut

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Auch wir möchten jetzt, wo es auf das idyllische Jahresende zugeht, nicht noch alles schlecht reden. Sogar aus Bamberg gibt es gute Nachrichten, auch wenn es am Ende eine Notlösung bleibt: Der Bahnhofstunnel, der Bamberg-West mit Bamberg-Ost nach Jahren … ach! …. nach Jahrzehnten der Trennung verbinden soll, wird nun endlich gebaut. Dank der Stadtwerke, verschiedenster staatlicher Fördertöpfe und der Deutschen Bahn kann der halbfertige Tunnel nun in Richtung Brennerstraße fertig gegraben und an seinem Ende ein Park&Right-Gelände für allerlei Fortbewegungsmittel errichtet werden.

Doch der gemeine Bamberger weiß: Der Tunnel war nie geplant. Ursprünglich dachte man im fränkischen Rom und der Heimat von “Klein Venedig” natürlich auch über eine Brückenlösung nach. Diese wurde aber wegen der vielen Vorteile eines Tunnels nie in Betracht gezogen:

  • Kosten können nicht “in die Höhe” schnellen.
  • Keine Flutlicht-Diskussion notwendig
  • Die Rampen abwärts dürfen hässlich sein
  • Breite steht bereits fest

Ein weiterer Vorteil ist aus Sicht der Stadtwerke, dass weder Stadtrat noch Baureferat etwas mitzuentscheiden haben. Das könnte eventuell dafür sorgen, dass Kosten und geplante Bauzeit ab April eingehalten werden. Wie uns aus Insiderkreisen zugetragen wurde, interessiert sich deshalb bereits die Sendung “Wetten, dass?!” für das neue Bamberger Bauprojekt.. Man wäre, so sagte man uns, immer auf der Suche nach spannenden Stadtwetten……


Bamberg um einige Kunstwerke reicher

Dienstag, 29. Dezember 2009

Seit gestern ist Bamberg um einige Kunstwerke reicher. Wie uns die Stadt auf Nachfrage mitteilte, handelte es sich bei den von der Presse als “Schmierereien” bezeichneten Werken nicht um die Taten hirnverbrannter Banausen, sondern um eine Art Ergänzung des Skulpturenwegs in die Richtung der Malerei. Man erkenne in den Werken eindeutig, so die Stadt weiter, die Handschrift von Dimidri Schmierdrowski, ein Stipendiat der Villa Dessauer. Er kritisiere mit den Kunstwerken die soziale Schere zwischen arm und reich und möchte gerade die Bewohner des klerikalen Stadtteils, in dem sich die Malereien hauptsächlich befinden, in der Nachweihnachtszeit zum Umdenken auffordern. Im Vergleich zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten Bambergs waren diese Neuschaffungen sehr kostengünstig. Schmierdrowski reichte bisher lediglich eine Baumarkt-Quittung über Farb-Sprühdosen im Wert von 18,90 Euro ein.

Was die Farbkleckse an der Brücken-Kunigunde betreffen, entschuldigte er sich bereits jetzt für die Unannehmlichkeiten und versprach, die Umgestaltung in den kommenden Tagen abzuschließen. Nachts war ihm nur die Farbe ausgegangen, so der Künstler. Seinen Entwurf zur Modernisierung ließ er uns bereits heute zukommen:

Ob Prinzessin, Königin oder Kaiserin ... Die moderne Monarchin trägt rosa. Eine gelungene Restauration!

Ob Prinzessin, Königin oder Kaiserin ... Die moderne Monarchin trägt rosa. Eine gelungene Restauration!

Ob Prinzessin, Königin oder Kaiserin … Die moderne Monarchin trägt rosa. Eine gelungene Restauration!


Dementis zum Montag – Ausgabe 11

Sonntag, 27. Dezember 2009
  • Es stimmt nicht, dass man in Bamberg als Glücksfee einen Doktortitel braucht.
  • Es stimmt nicht, dass 65.000 Euro für ein paar Steinklötze reichen.
  • Es stimmt nicht, dass der Stadtrat zur Weihnachtszeit am liebsten “Morgen, Kinder, wird’s was geben!” singt.
  • Es stimmt nicht, dass wegen des großen Ansturms im nächsten Jahr Eintrittsgeld zur Christmette im Dom verlangt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass Oberbürgermeister Andreas Starke eine “Bob, der Baumeister”-DVD von seinen Stadtratskollegen zu Weihnachten geschenkt bekommen hat.
  • Es stimmt nicht, dass die Krippe am Schönleinsplatz künftig als Kindertagesstätte genutzt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass das Stadtmarketing für 2010 plant, kleine Kettenbrückenimitate als Christbauschmuck produzieren zu lassen.

An Silvester kein Feuerwerk vom Domplatz

Sonntag, 27. Dezember 2009

Bamberger Persönlichkeiten, darunter OB Starke, Museumsdirektorin Dr. Regina Hanemann und Erzbischof Ludwig Schick, appellierten an die Bamberger Bevölkerung, in der Silvesternacht vom Domplatz aus keine Feuerwerksraketen zu starten. Die Gefahr, dass dabei ein historisches Gebäude Schaden nehmen könnte, ist definitiv zu hoch. Bereits zu den Jahreswechseln 1081 und 1185 brannte der Bamberger Dom aus Unachtsamkeit völlig nieder. Dies solle sich auf keinen Fall wiederholen.
Damit die Bürger trotzdem ihrer zündelnden Leidenschaft frönen können, genehmigt die Stadt Bamberg das Feuerwerkeln an folgenden Stellen:

  • Bei den Schrebergärten des Schiffbauplatzes
  • In unmittelbarer Nähe des Schleusenwärterhäuschens
  • Am Maxplatz
  • In den Hörsälen der Uni
  • Am Bamberger Hallenbad
  • In den Stadtteilen Wunderburg und Gereuth

Freie Tage für Circus-Mitarbeiter – Freiwillige Helfer gesucht!

Samstag, 26. Dezember 2009

Momentan gastiert der Circus Carl Busch auf dem Bamberger Plärrerplatz. Da sich auch die Künstler, Mitarbeiter und Artisten ein paar freie Tage gönnen möchten, bat uns der Circus darum, folgende Stellen auszuschreiben:

  • Für die Raubtiernummer wird ein Freiwilliger gesucht, der schon immer einmal auf einem Tiger reiten wollte.
  • Eine schwindelfreie Person wird für die Hochseilnummer in der Kuppel des 60 Meter hohen Zirkuszelts gesucht.
  • Für die Akrobatiknummer auf den Pferden wird eine nicht zu schwere Person benötigt.
  • Der Magier sucht noch eine Bamberger Jungfrau zum Zersägen.
  • Die Stelle des Messerwerfers konnte bereits durch Ulrike Heucken besetzt werden. Nach einem/einer Freiwilligen für die Drehscheibe wird noch gesucht. Ulrike wollte sich aber selbst noch um Kandidaten bemühen.

Wichtig wäre, so die Bitte des Circusdirektors, dass die Bewerber einen gewissen Bekanntheitsgrad in Bamberg vorweisen können, um sicher für die nötigen Zuschauer zu sorgen. Die Nummern seien selbstverständlich völlig ungefährlich.

Lediglich eine Darbietung konnte bereits im Vorfeld wieder komplettiert und durch eine Bamberger Größe besetzt werden: Die Rolle des Pausenclowns.
Um wen es sich genau handelt, wollte uns die Zirkusleitung aber noch nicht mitteilen. Man kündigte nur an, dass die Zuschauer sich auf eine Clown-Ziegen-Nummer freuen dürfen.


10 Tipps zum erfolgreichen Meistern jeder Familienweihnachtsfeier

Freitag, 25. Dezember 2009

Die beiden Weihnachtsfeiertage finden ja hierzulande meist im Kreise der so sehr geliebten Verwandtschaft statt. Deshalb hier unsere zehn Tipps, mit denen Sie jede Feier garantiert erfolgreich überstehen:

  1. Seien Sie gut vorbereitet! – Füllen Sie Ihre teuren Alkoholika übergangsweise in leere Mineralwasserflaschen und ersetzen Sie sie durch billigem Supermarktfusel. Ihrer Verwandtschaft stellen Sie selbstverständlich die teuer anmutenden Flaschen auf den Tisch.
  2. Auch beim Essen können Sie sparen: Statt Weihnachtsgans empfehlen wir Hähnchen. Wenn Sie die 8 halben Hähnchen bereits in der Küche tranchieren, dürfte das niemandem auffallen.
  3. Besorgen Sie nur einen Kasten Schlenkerla Rauchbier. Behaupten Sie vehement, dass Sie nur diese Sorte trinken und dass es ab dem 4. wundervoll schmeckt. Der Bierkonsum auf Ihrer Feier wird sich in Grenzen halten.
  4. Als Nachspeise servieren Sie ihre nicht ganz so gelungenen Weihnachtsplätzchen. Behaupten Sie, sie hätten das Rezept aus dem Internet und heuer zum ersten Mal probiert. Kosten Sie ein Plätzchen und seien Sie begeistert.
  5. Zum Nachmittagskaffee produzieren Sie am besten Glühwein aus 2-Liter-Flaschen Rotwein. Nutzen Sie fertig erhältliches Glühweingewürz nach dem Motto “Viel hilft viel” und geben Sie reichlich Zucker hinzu. Wichtig ist, dass Sie den Glühwein sehr heiß servieren.
  6. Auch wenn Sie selbst Raucher sind, schicken Sie Ihre Verwandtschaft wegen der anwesenden Kinder zum Rauchen aus dem zweiten Stock auf die Straße nach unten.
  7. Dass Ihre Nichten und Neffen schlecht erzogen und ungebildet sind, wissen Sie schon lange. Beweisen Sie Ihre Behauptung durch Sätze wie “Ihr habt in der Schule doch sicher ein schönes Weihnachtsgedicht gelernt. Sagt doch mal auf!”
  8. Reagieren Sie auf Fragen wie “Soll ich Dir in der Küche helfen?” sehr überlegt. Denken Sie einerseits an die Hähnchen, die Sie noch als Gans servieren möchten und andererseits an die Möglichkeit, dass die Verwandtschaft ansonsten unbeobachtet in ihrer Wohnung herumschnüffelt.
  9. Passen Sie bei der Geschenkewahl auf, nichts zu verschenken, was Sie selbst erst im letzten Jahr bekommen haben und verlangen Sie von ihrer Verwandtschaft die Kassenzettel für die Geschenke, damit Sie sie – selbstverständlich nur im Garantiefall – umtauschen können. Ihren Nichten und Neffen schenken Sie am besten Trommeln, Trompeten oder Rasseln.
  10. Nutzen Sie die Verabschiedung an der Tür, ihrer Verwandtschaft noch schnell die hübsch verpackten, übrigen Plätzchen vom letzten Jahr unterzujubeln, die Sie in den Blechdosen wiedergefunden hatten.

Wir wünschen gesegnete Weihnachten!


Weihnachtsgeschenk für Studenten

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Wie der Studentensprecher der hiesigen Universität heute bekannt gab, senkt die Universität Bamberg ihre Studiengebühren um 100 Euro auf nun nur noch 400 Euro pro Semester. Wir beglückwünschen die Studenten zu diesem Verhandlungserfolg.

Auch aus Holland gingen am heutigen Tag mehrere Glückwunschschreiben ein, verbunden mit der Gewissheit, dass die Studenten diese 100 Euro sicher sinnvoll investieren werden.


Eilmeldung: Weihnachten verschoben und deutlich teurer!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Wie wir kurz vor Sendeschluss erfahren haben, kündigt sich in Bamberg Unglaubliches an:
Weihnachten wird verschoben.

Wie uns die Pressestelle der Stadt Bamberg mitteilte, muss der Heilige Abend auf Mitte Juni verschoben werden. Grund dafür sind zeitliche Verzögerungen beim Aufstellen des Christbaums sowie beim Errichten der Krippe in der Starke’schen Villa. Außerdem kostet alleine der Weg zur Krippe rund doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt, so dass er erst im ersten Quartal des neuen Jahres gebaut und aus frisch gefüllten Haushaltskassen bezahlt werden kann.
Der 1. sowie 2. Weihnachtsfeiertag sollen allerdings wie gewohnt am 25. un 26. Dezember stattfinden.


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