06.02.2012, 01:12 Uhr

Archive for Januar, 2010

Dementis zum Montag – Ausgabe 16

Sonntag, 31. Januar 2010
  • Es stimmt nicht, dass auf der Immobilienmesse das Schleusenhäuschen versteigert wurde.
  • Es stimmt nicht, dass Erzbischof Schick wegen der frostigen Temperaturen im Dom seine Messen nun in der Konzerthalle zelebrieren möchte.
  • Es stimmt auch nicht, dass bei einer Umfrage unter den Anwesenden beim Neujahrsempfang von Erzbischof Schick, mehr als 60% gar nicht wussten, ob es sich um eine evangelische oder katholische Veranstaltung handelte.
  • Es stimmt nicht, dass wegen der steigenden Fahrgastzahl der VGN ab Februar nur noch Passagiere mitnimmt, welche vorher reserviert haben und eine Platzkarte vorzeigen können.
  • Es stimmt nicht, dass die Inszenierung “Bagger” des E.T.A.-Hoffmann-Theaters in irgendeinem Zusammenhang mit Bamberg steht. Auch übernehmen die Mitglieder des Elferrats keine Rollen in diesem Stück.
  • Es stimmt nicht, dass der diesjährige Faschingsumzug in der Innenstadt nur aus zwei Polizeiautos und einem Räumfahrzeug bestehen soll.
  • Es stimmt nicht, dass die Brose Baskets momentan jedes Spiel verlieren, um diesmal die Saison früher beenden zu können und sie heuer auch mal in den Pfingstferien von den Billigflügen profitieren können.

Kaufinteressenten des Schleusenhauses

Samstag, 30. Januar 2010

Das (nicht abgerissene) Schleusenhaus steht nach wie vor zum Verkauf und die Zahl der Interessenten dürfte sich aktuellen Informationen nach auch noch erhöhen. Wie bekannt wurde, steht dem künftigen Eigentümer weit mehr Fläche zur Verfügung als ursprünglich angenommen, da die finanzielle Förderung durch eine Fremdnutzung des betroffenen Geländes nicht gefährdet ist.
Nicht nur im Stadtrat ist eine Diskussion entbrannt, welchem der bisher acht Bewerber der Zuschlag zum Kauf erteilt wird. Offiziell wird die Liste der Interessenten noch geheim gehalten, doch wir konnten einen redseligen Stadtrat überzeugen und erhielten Einblicke in die Bewerberunterlagen. Hier nun die Liste der potentiellen Käufer und ihrer Nutzungsideen:

  • IG Abgerissene Kleingärten möchte das Schleusenhaus abreisen und dort einen Kleingarten anlegen.
  • Die Sat 1 / Pro 7 Gruppe möchte im Rahmen einer Comedy-Sendung wöchentlich live von der LGS-Baustelle senden.
  • Mc Donalds plant eine Filialeröffnung in der Nähe des künftigen Campus.
  • CSU-Fraktion möchte eine Tiefgarage bauen.
  • Sabine Günther sucht nach einem begehbaren Kleiderschrank.
  • Sparkasse Bamberg möchte endlich in “Bambergs neuer Mitte” eine Citypassage errichten.
  • Maarten Van Brekelenkam aus Holland will in der Nähe des zukünftigen Universitätsgeländes einen Coffee Shop eröffnen.
  • Rubina 69 möchte nach dem Erfolg an der Geisfelder Straße pünktlich zur LGS eine Zweigstelle mit FKK-Außenbereich eröffnen.

Die RundfunkAnstalten Franken möchten ihren Lesern im Anschluss an diesen Artikel die Möglichkeit geben, per Kommentarfunktion Favoritenwünsche zu äußern.


Kurzmeldung: Eislaufflächen in Bamberg freigegeben

Freitag, 29. Januar 2010

Das Gartenamt hat am heutigen Tag den Hainweiher, den Fuchsenwiesenweiher am Höfener Weg, den Sylvanersee in Gaustadt und den Eichelsee in Wildensorg zum Eislaufen freigegeben. Doch es ist natürlich Vorsicht beim Betreten der Eisflächen geboten, denn die Stadt übernimmt – natürlich – keine Verantwortung für ertrinkende Personen. Deshalb unser Freizeittipp für’s Wochenende: Schlittschuhe eingepackt und auf geht’s zum Familienausflug mit Kind und Kegel an den nächstgelegenen Weiher oder See. Und wenn Sie ausnahmsweise noch die nervigen Nachbarsbalgen mitnehmen, müssen Sie die Eisflächen nicht einmal selbst testen…


Rohrbruch in der Nürnberger Straße

Donnerstag, 28. Januar 2010

In der vergangenen Nacht hielt ein Rohrbruch in der Nürnberger Straße die Feuerwehr in Atem. Teilweise stand das Wasser einen halben Meter auf der Straße. Inzwischen konnten die Einsatzkräfte aber Entwarnung geben, denn der Verkehr fließt aktuell wieder fast normal.

Über die Ursache wurde bis zum heutigen Nachmittag spekuliert. Während ein infranken.de-Leser eine Aktion des Stadtmarketings hinter diesem Vorfall vermutete (wir erinnern uns an die Überflutung des Maxplatzes vor einigen Jahren und der daraus resultierenden Eisfläche), sahen viele Spezialisten die Ursache zunächst bei den arktischen Temperaturen. Doch vor einigen Minuten ging bei uns ein Bekennerschreiben der BBB (Bamberger Bombn Bagaasch) ein. In diesem Brief gibt Bambergs am meisten gefürchtete Terrororganisation bekannt, dass sie mit dem Anschlag auf den Sittenverfall in diesem Straßenzug aufmerksam machen wollte. Verantwortlich dafür machen sie die Stadt mit ihrem Oberhaupt.

Die Presseabteilung gab auf Nachfrage bekannt, dass man sich erst um die Nürnberger Straße kümmern würde, wenn jemandem das Wasser bis zum Hals steht. Ansonsten wollte man keine weiteren Auskünfte erteilen, um sich nicht auf’s Glatteis führen zu lassen.


Alles halb so wild! – Quote der heimischen Bambados-Handwerker

Mittwoch, 27. Januar 2010

Der Grundstein ist kaum richtig verbuddelt, da erregten die Aussagen einer CSU-Stadträtin zur Vergabepolitik der Aufträge rund um das Bambados großes Aufsehen. Während sich die einen damit schmücken, dass ein Großteil der Lose an heimische Unternehmen vergeben wurden, sieht sie das anders: Weniger als 10% der insgesamten Auftragssumme, knapp 3 Millionen Euro, wurden an regionale Unternehmen vergeben.
Doch die Stadt Bamberg, ihr Bürgermeister Andreas Starke und die Stadtwerke kontern: 76% aller Aufträge wären an Unternehmen im Umkreis von 50km erteilt worden. Die Vorwürfe der Stadträtin wären Ruf schädigend und haltlos.

Wir haben jetzt einmal selbst nachgerechnet:
Bei einem 32-Millionen-Projekt und einem Vergabebudget von 24 Millionen, bei dem 2,7 Millionen Euro, also 8,47% der 32-Millionen Euro sowie irgendwas über 10% der 24 Millionen an heimische Unternehmen vergeben sein könnten und schon vergebenen 14 Millionen Euro, das sind rund 43% des Gesamtprojekts, die einen Rest von 10 bis 18 Millionen Euro vermuten lassen, dann ist es doch ganz nachvollziehbar, dass 76% des Auftragsvolumens an im 50km-Umkreis-liegende Firmen vergeben wurden. Und wenn man die restlichen 10 bis 18 Millionen Euro ebenso zu 2,9 % an lokale und über 75% an Firmen des Großraums vergibt, bedeutet das doch nur, dass man von Glück sprechen kann, weil aus 39 nämlich 59 Lose gemacht wurden. Andere Quellen behaupten allerdings, dass von den 24 Millionen Euro nur 10,8 Millionen Euro an Firmen im Umkreis von 50km vergeben wurden. Das ist wohl weniger als 76%, aber mehr als 8,47%. Wahrscheinlich, und das glauben wir, ist irgendeine Zahl dazwischen schon richtig. Und das finden wir – insgesamt betrachtet – halb so wild. Nur eines macht uns Sorgen: Wenn wir alle Zahlen zusammenzählen, kommen wir auf insgesamte 68,7 Millionen Euro Baukosten für das Bambados.

Aber wenn wir das jetzt jemandem vorrechnen, versteht man uns ja wieder nicht.
Eines steht allerdings fest: Ende 2011 (oder halt nach Fertigstellung) werden wir auf diesen Artikel verlinken und sagen: Wir haben es schon Anfang 2010 gewusst!


Stadt Bamberg will Handwerker unterstützen

Dienstag, 26. Januar 2010

Das Ansehen des traditionellen Handwerks ging in den vergangenen Jahren immer mehr den Bach hinunter. Deshalb startet der Zentralverband des Deutschen Handwerks eine Werbekampagne, um das Image wieder zu verbessern.
Auch auf dem Bamberger Domplatz trafen sich an die 160 Handwerksbetriebe aus Stadt und Landkreis zur Auftaktveranstaltung.
Kaum hallte etwas von 50 Millionen Euro in das Rathaus, fand sich auch Oberbürgermeister Andreas Starke am Domplatz ein und sagte den lokalen Handwerkern ebenfalls seine Unterstützung zu.
Neben Großprojekten wie Landesgartenschau und Erlebnisbad fielen ihm auch spontan kleinere Arbeiten ein, welche gerne sofort erledigt werden können, wie zum Beispiel:

  • Tapetenwechsel im Stadtrat
  • Affen lackieren
  • Holzwege zimmern
  • Nägel mit Köpfen machen
  • kleine Brötchen backen
  • Haushaltsloch stopfen
  • etwas in den Sand setzen
  • Klinken putzen
  • Reden stricken
  • beim Stadtkämmerer nachbohren
  • Pläne schmieden
  • Ausreden zusammenschustern

Als Dank für seine Bereitschaft überreichten die Handwerker dem Stadtoberhaupt ein Buch “Heimwerken für Anfänger” und ein ortsansässiger Schreiner versprach ihm, seine Sitzgelegenheit zu inspizieren. Dazu müsste er allerdings erstmal seinen Stuhl abgeben.

Auch der Bamberger Reiter unterstützt die Kampagne.

Auch der Bamberger Reiter unterstützt die Kampagne.


Dementis zum Montag – Ausgabe 15

Sonntag, 24. Januar 2010
  • Es stimmt nicht, dass in der vergangenen Woche in Bamberg nix los war und wir deshalb so wenig geschrieben haben.
  • Es stimmt nicht, dass Albert und Florian Herrnleben Brüder sind. Albert ist der Bruder des Onkels von Florians Cousins.
  • Es stimmt nicht, dass man in der Bamberger Politik wirklich glaubt, dass das Bambados bis Ende 2011 fertig wird.
  • Es stimmt nicht, dass bei unserer Premiere im ATRIUM nur geladene Gäste anwesend waren.
  • Es stimmt nicht, dass es nicht stimmt, dass unbekannte Räuber am Samstag gegen 19 Uhr aus einem Bistro in einem Einkaufszentrum am Bahnhof Stühle entwendeten und sie 4 Stunden später wieder zurückbrachten.
  • Es stimmt nicht, dass der Bamberger Stadtrat entschieden hat, dass die Franz-Fischer-Brücke nur noch Bug-verlassend befahren werden darf und dadurch ein Aussterben des Stadtteils erreicht werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass das Kloster Michaelsberg samt Studentenwohnungen langfristig auf das Erba-Gelände verlegt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass sich nun einige euphorische Hobby-Heimwerker der Kettenbrücke annehmen, damit es wenigstens ein bisschen voran geht.

Klosterleben für Studenten

Freitag, 22. Januar 2010

Mit dem Abiturjahrgang 2011 rechnet man in Bamberg mit Wohnungsknappheit, denn durch das G8 werden im kommenden Jahr zwei Jahrgänge zusammen ihre Abiturprüfungen schreiben. In Bamberg möchte man sich dafür rechtzeitig wappnen. Da aber die Zeit für Bauvorhaben in Bamberg erfahrungsgemäß jenseits der sechs Jahre liegt, hat man sich zu Trick entschlossen. Das Kloster Michaelsberg, seit vielen Jahren größtenteils leerstehend, könnte bald Heimat vieler Studenten werden. Einzige Bedingung: Rege Teilnahme am Klosterleben. So muss jeder Bewohner noch vor dem Besuch der ersten Vorlesung einen Gottesdienst besuchen, was angesichts der geplanten Uhrzeit von 13.30 Uhr aber sehr schwer fallen wird. Außerdem hat sich jeder Student im Kloster zu engagieren. Arbeit findet sich in der Bücherei, in den Außenanlagen, in der Verwaltung und an vielen weiteren Stellen. Diese Bedinungen stoßen auf herbe Kritik, denn immerhin hat ein Student ja jeden Tag schon mindestens zwei Vorlesungen. Laut der Studentenvertreter ist eine Pflichtarbeit neben dem Studium grundsätzlich nicht zu schultern. Nur für die Arbeit im Kräutergarten haben sich bereits jetzt viele Studenten freiwillig gemeldet.


Glossar – Zusammenfassung der wichtigsten Informationen

Dienstag, 19. Januar 2010

Unsere Premiere im ATRIUM steht an. Deshalb möchten wir Sie mit diesem Artikel noch rechtzeitig vor der “Sendung” über die wichtigsten Personen und Gruppen Bambergs informieren:

  • RAF:
    Die RAF (ausgesprochen die “RunkfunkAnstalten Franken”) sind das Medienorgan, das “Bamberg auf Sendung” produziert und ausstrahlt. Die Ähnlichkeit im Kürzel zu einer bekannten Terrororganisation mit Ursprung in Franken ist bedauerlich, aber dennoch rein zufällig. Deshalb möchten wir uns hiermit nochmals ausdrücklich von Radio Antenne Franken distanzieren.
  • BBB:
    Die BBB treibt seit Jahrzehnten großes Unwesen in Bamberg. Es handelt sich dabei um die Terrororganisation “Bamberger Bombn Bagaasch”, deren üble Machenschaften momentan vor allem an der ehemaligen Kettenbrücke sowie am Wilhelmsplatz zu begutachten sind. In jüngster Vergangenheit kam es immer wieder zu Bombenfunden und Bauverzögerungen, die auf die Gruppierung zurückzuführen sind.
  • Zyste-Schlangenmann:
    Wie er aussieht, weiß kein Mensch, dennoch fahndet die Bamberger Polizei mit Hochdruck nach einem Bösewicht mit diesem Namen, der seit einigen Jahren für immer größer werdendes Chaos in Bamberg sorgt. Sein ursprüngliches Ziel war die Zurückversetzung Bambergs in die Zeit des Kriegsendes, nämlich ohne irgendwelche Brücken und mit tiefen Kratern. Es wird vermutet, dass er Komplizen in höchsten, politischen Ämtern hat.
  • Piiep und die Abteilung Ausreden:
    Kaum ein Organ besitzt in Bamberg derartig viel Macht wie diese seit drei Jahren bestehende, größte Abteilung im Bamberger Rathaus. Diese unter dem Vorwand des Personalabbaus zusammengezogene Spezialeinheit unter der Leitung von Piiep kümmert sich vorrangig um Machterhaltung und Propa… äh… Öffentlichkeitsarbeit.
  • Ziege, Fliege und Hütchen:
    … sind drei Over- und Undercoveragenten, die sich der Verschönerung Bambergs verschrieben haben. Sie nehmen gewisse Umbaumaßnahmen einfach selbst in die Hand.

Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.


Antrittsbesuch des Oberbürgermeisters in Bug

Dienstag, 19. Januar 2010

Der Stadtteil Bug freut sich, denn zu aller Überraschung und mit großer Spannung wird Oberbürgermeister Andreas Starke zur dortigen Bürgervereinsversammlung erwartet. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass er hauptsächlich über die sanierungsbedürftige Franz-Fischer-Brücke sprechen wird, die Bamberg und Bug verbindet. Einziger Wehrmutstropfen: Starke äußerte sich im Vorfeld persönlich schwer enttäuscht darüber, dass man ihn und die Stadt Bamberg für die schleppend vorangehende Brückensanierung verantwortlich machen will. Damit es endlich losgehen kann, möchte er seinen Amtskollegen aus Bug, auf den er selbst, wie er sagt, sehr gespannt ist, bei dieser Gelegenheit auch zu einer finanziellen Beteiligung an der Brückensanierung drängen.


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