06.02.2012, 01:14 Uhr

Archive for Februar, 2010

Dementis zum Montag – Ausgabe 20

Sonntag, 28. Februar 2010
  • Es stimmt nicht, dass sich im 13. Äh-Werker-Programm “Hosen runter, Ärmel hoch!” wirklich ein Darsteller auszieht.
  • Es stimmt nicht, dass zum Ausgleich zu einer längeren Sandkerwa die Sperrstunde während dieser Zeit komplett ausgesetzt wird.
  • Es stimmt nicht, dass sich der Bau des Bambados nur deshalb im Zeitplan befindet, weil die Bauarbeiter der Kettenbrücke momentan dort aushelfen. Allerdings werden die Mehrkosten des Bambados geschickt auf die Kettenbrücke umgebucht, weil es dort ohnehin schon egal ist.
  • Es stimmt nicht, dass wir am kommenden Wochenende deshalb auf Gut Leimershof auftreten müssen, weil das ATRIUM wegen der E-Center-Schließung zwischenzeitlich abgerissen wurde.
  • Es stimmt nicht, dass Dr. Helmut Müller deshalb so sauer auf Dieter Weinsheimer und dessen OB-Kandidaten-Spekulation ist, weil er eigentlich selbst zum Oberbürgermeister gewählt werden wollte.
  • Es stimmt nicht, dass als Ersatz für die Indiana-Ausstellung und zu seinem Abschied nun eine riesige Betonstatue von Bernd Goldmann auf dem Maxplatz aufgestellt wird.
  • Es stimmt nicht, dass dem Stadtrat als kleines Gegengeschäft während der Freiluftsaison Hotelzimmer am Mahrsbräu-Keller zur Verfügung stehen werden

Tipps zur erfolgreichen Oberbürgermeisterwahl

Samstag, 27. Februar 2010

Seit einigen Tagen kursiert ein Gerücht in Bamberg, das die hiesige, kleine, politische Welt sprichwörtlich ins Wanken bringt: Die Stadträtin Daniela Reinfelder soll als OB-Kandidatin 2012 ins Rennen um den Sessel im Rathaus geschickt werden. In Anbetracht der großartigen Erfolge für Bamberg und der keine Grenzen kennenden Beliebtheit des amtierenden Stadtoberhaupts wird dies zwar wohl ein schier aussichtlosloses Unterfangen, doch mit unseren Tipps besteht vielleicht eine Chance für die CSU-Frau.

Unsere 10 ultimativen Tipps, um Oberbürgermeister in Bamberg zu werden:

  • Die Dauerkarte für Brose-Basketball-Spiele in der Jakoarena.
    Lassen Sie sich bei möglichst jedem Heimspiel im Zentrum von Freak-City sehen. Versprechen Sie jegliche, vor allem finanzielle Unterstützung für Mannschaft, Halle und Neubauten, denn Bamberg ist die Basketballstadt Europas.
  • Erlauben Sie Silvesterfeuerwerk auf dem Domberg. Die Jugend Bamberg wird es Ihnen durch ihre Stimmen danken.
  • Versprechen Sie kostenlosen Bambados-Eintritt für Bewohner der Stadtteile Gereuth und Wunderburg. Verbesserte Hygienebedingungen sorgen garantiert für Wählerstimmen.
  • Halten Sie sich konservativ bei der Gestaltung des Maxplatzes. Der gemeine Bamberger will hier sicher keine Veränderungen.
  • Bauen Sie sich schon vor der Wahl ein Denkmal. Zumindest ein Supermarkt könnte als Namensträger und somit Prestigeobjekt herhalten.
  • Geben Sie als Ihr größtes Ziel nach der Wahl die Unabhängigkeit Gaustadts aus. Wahrscheinlich empfiehlt es sich aus finanzieller Sicht, die Landesgartenschau mit an Gaustadt zu geben.
  • Apropos Landesgartenschau: Sagen Sie, dass die CSU immer gegen einen Abriss des Schleusenhäuschens war und das über Nacht passiert ist.
  • Versteigern Sie die Stadtratsstühle zu einem guten Zweck und ersetzen Sie sie durch ähnliche Modelle einer schwedischen Einrichtungskette.
  • Machen Sie sich bekannt: Drucken Sie circa 10.000 Plakate vom gleichen Motiv, die Sie dann – möglichst mindestens paarweise – an jeden Baum der Stadt hängen. Lassen Sie sich möglichst jeden Spätabend in Bambergs Nachtleben sehen und diskutieren Sie dort engagiert und ausreichend polemisch mit den Einwohnern über die Bundespolitik.
  • Und zuletzt der ultimative Tipp: Wenn es mit der Wahl zur Oberbürgermeisterin trotzdem nicht klappt, probieren Sie es einfach auch zwei-, drei- oder viermal. Irgendwann ist der Gegenkandidat schon schlecht genug.

Doch noch Ersatz für geplatzte Indiana-Ausstellung?

Dienstag, 23. Februar 2010

Ein schwerer Schlag für Künstlerhaus-Chef Bernd Goldmann. Die siebte Ausstellung der Villa Concordia mit Großplastiken des amerikanischen Künstlers Robert Indiana wurde kurzfristig abgesagt. Fünfzehn tonnenschwere Cor-Ten-Stahl-Werke des Pop-Art-Künstlers hätten ab 14.März die Weltkulturerbestadt schmücken sollen, doch die Skulpturen, welche aus Zürich hätten angeliefert werden müssen, stehen plötzlich in New York. Und von dort kommt der Transfer in die Domstadt zu teuer. – Jammerschade!
Doch Goldmann ließ sich nicht unterkriegen und wollte noch schnell Ersatz beschaffen. Wenn also jetzt alles gut läuft, haben wir in Bamberg, eventuell mit etwas Verzögerung, eine Ausstellung nicht von Indiana, sondern aus Indiana.
Über folgende Ausstellungsstücke wird bereits verhandelt:

Das Fulton Country Courthouse aus Rochester könnte Platz auf der Hainwiese finden.

Das Fulton Country Courthouse aus Rochester könnte Platz auf der Hainwiese finden.

Das Soldiers' and Sailors' Monument aus Indianapolis würde gut auf den Maxplatz passen.

Das Soldiers' and Sailors' Monument aus Indianapolis muss auf den Maxplatz.

An der Breitenau wäre Platz für die Vorhalle des Regional Airport von South Bend.

An der Breitenau wäre Platz für die Vorhalle des Regional Airport von South Bend.

Das Lucas Oil Stadium von Indianapolis könnte man neben die JAKO-Arena platzieren.

Das Lucas Oil Stadium von Indianapolis könnte man neben die JAKO-Arena platzieren.

Passt wunderbar auf den Heumarkt: Das Indiana-Courthouse aus Fort Wayne.

Passt wunderbar auf den Heumarkt: Das Indiana-Courthouse aus Fort Wayne.

Auf dem Troppauplatz findet die  University of Evensville ihren Ort.

Auf dem Troppauplatz findet die University of Evensville ihren Ort.


Bamberg braucht einen Slogan

Dienstag, 23. Februar 2010

Gerhard C. Krischker hat eine längst überfällige Diskussion angeregt: Bamberg fehlt ein Slogan. Was in Schweinfurt, Bayreuth und Hof selbstverständlich ist, sollte auch für die Domstadt eingeführt werden. Die momentan vorliegenden Vorschläge passen aber beim besten Willen nicht zu Bamberg. Deshalb haben wir uns einige Gedanken gemacht und stellen folgende Vorschläge zur Abstimmung. Wir werden die Sieger dann zum rechten Zeitpunkt im Rathaus einreichen.

  • Bamberg – Die Weltkulturerbe-Unesco-Fränkisches-Rom-Sieben-Hügel-Basketball-Universitäts-Freak-Stadt
  • Bamberg – Circa 9 Brauereien, circa 8 Brücken, aber genau 7 Hügel
  • Bamberg – Stark und schick
  • Bamberg – Reizt mich!
  • Uferloses Bamberg
  • Bamberg – Wovon Hoffmann noch heute träumt
  • Bamberg hat einen Namen: Gereuth
  • Bamberg – scho schönner wie Schweinfurt
  • Bam…. Wer?
  • Bamberg – im Herzen von Bayreuth, Nürnberg und Würzburg
  • Bamberg – Über sieben Brücken kannst Du gehen!
  • Bamberg – Doh wädd mä Dich helfn
  • Bamberg – Traumstadt der Hassfurter
  • Bamberg – Come In And Find Out
  • Bamberg – Do müss mär hie zum Eikäff foahr
  • Bamberg – Direkt am Gewerbegebiet Hallstadt
  • Bamberg – Wie ein WC: Seit 65 Jahren besetzt
  • Bamberg – In Japan zu Hause
  • Bamberg – Rothenburg für Arme
  • Bamberg – Hier hat schon Gottschalk in die Windeln geschissen
  • Bamberg – katholischer geht’s (n)immer

bamschi


Dementis zum Montag – Ausgabe 19

Montag, 22. Februar 2010
  • Es stimmt nicht, dass man den Stadtrat einem weißen Tiger zum Fraß vorwarf.
  • Es stimmt nicht, dass das Atrium auf dem Frühjahrsplärrer nachgebaut und als “Geisterstadt” das Highlight an der Breitenau werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass Radio Bamberg bei der Erotik-Messe in der Jako-Arena auch mit einem Stand vertreten war.
  • Es stimmt nicht, dass sich OB Andreas Starke während des Gaudiwurms in seinem Büro verschanzt hatte.
  • Es stimmt nicht, dass nur Busse, die länger als zehn Jahre im städtischen Dienst sind, ausgesondert werden sollten.
  • Es stimmt nicht, dass es sich bei “Der Volksfeind” im E.T.A.-Hoffmann-Theater um eine Autobiographie des Intendanten handelt.
  • Es stimmt nicht, dass die neue Kettenbrücke aus Versehen nach Bug geliefert wurde.
  • Es stimmt nicht, dass die Dementis erst deshalb am Montagnachmittag veröffentlicht wurden, weil uns nichts eingefallen ist.

Neues Konzept: Weltkulturerbesponsoring

Montag, 22. Februar 2010

Dass die Stadt Bamberg faktisch pleite ist, dürfte kein großes Geheimnis mehr sein. Längst kann man sich seitens der Stadtoberen nur noch um Pflichtaufgaben kümmern und sich auf wichtige Anschaffungen innerhalb des Rathauses konzentieren. Doch OB Starke und sein Stadtkämmerer haben ein neues Konzept in der Schublade, von dem wir aus vertraulichen Quellen erfahren haben. Um die Stadtkasse wieder zu füllen, sollen die etablierten Großplakate an den Zufahrtsstraßen und am Schönleinsplatz um weitere Werbeeinnahmequellen ergänzt werden:

  • Großwerbeflächen an verschiedenen öffentlichen Häuserfassaden: So soll sich Alpina-Weiß für die Werbefläche am gesamten alten Rathaus interessieren.
  • Auf dem Domplatz sollen großflächige Tafeln für ein Onlinespielcasino Werbung machen.
  • FÜr den Maxplatz als Komplettwerbeensemble interessiert sich Garten-Center Dehner.
  • Auch lukrativ für die Stadt ist folgende Idee des Konzepts: Plätze wie der Schönleins- und der Wilhelmsplatz sollen bald andere Namen tragen. Passend zur geplanten Tiefgarage könnte der Schönleinsplatz dann zum Beispiel bald Klappan-Platz heißen.
  • Außerdem soll auch die Landesgartenschau einen Sponsor erhalten. Im Gespräch ist Energieriese Vattenfall.
  • Noch auf der Suche nach einem Sponsor ist man im Bereich Wirtschaftsreferat der Stadt. Dort hat Andreas Starke, OB und Referent in Personalunion, angekündigt, notfalls auch mehrere Gönner aufzunehmen und sie mit aller Kraft zu unterstützen.

Bamberg – Die Neubürgerstadt

Samstag, 20. Februar 2010

Wie wir aus Insiderkreisen erfahren haben, erhalten alle Neubürger Bambergs im Rathaus ein Stadt-Starter-Set. Wichtigster und wesentlichster Bestandteil des Pakets ist, neben Begrüßungsgutscheinen, ein ca. 250 Meter langes, ca. 10 cm breites, dreilagiges Faltblatt bedruckt mit den wichtigsten Persönlichkeiten sowie Ansprechpartnern der Stadtverwaltung. Passenderweise hat es kaum Profil und ist gebleicht, chlorfrei selbstverständlich. Aus Gründen des Umweltschutzes werden alle Neubürger gebeten, die Faltblätter nach dem Gebrauch wieder im Rathaus abzugeben.
Aber auch alle langjährigen Bamberger gehen nicht leer aus: Für ein bis fünf Jahre wohnhaft in Bamberg erhält man zehn Kugelschreiber mit dem Schriftzug “Starkes Bamberg”, für sechs bis zehn Jahre einen Betonbrocken von der abgerissenen Kettenbrücke und für alle Bewohner für mehr als 10 Jahre Wohnsitz in Bamberg spendiert die Stadt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken eine Rundfahrt in einer Buslinie nach Wahl.


Gabelmann, Brunnen am Maxplatz und Humsera eingehaust – Pläne für Stadtbad

Dienstag, 16. Februar 2010

Wie uns soeben mitgeteilt wurde, hat die Stadt Bamberg drei weitere Sehenswürdigkeiten Bambergs einhausen lassen. Nach den tanzenden Frauen am alten Stadtbad sind Gabelmann, Maxplatzbrunnen und Humsera seit gestern auch verhüllt. Wie uns die Pressestelle der Stadt mitteilte, handelte es sich dabei ebenfalls um eine Isolierungs- und Erhaltungsmaßnahme für die bei Bambergern so beliebten und bekannten Figuren. Wie man uns aber versicherte, wurden die drei betroffenen Touristenattraktionen im Vorfeld fotografiert und konserviert.

Die ersten Beschwerden über das plötzliche Verschwinden entbehren jeglicher Grundlage, immerhin war der Stadtrat über “Renovierungsarbeiten an diversen Stellen Bambergs” in einer nichtöffentlichen Sitzung informiert worden, heißt es offiziell. Die Sitzungsprotokollantin könne sich 100%-ig daran erinnern.

Damit droht auch der Streit um die Gestaltung am Stadtbad in eine weitere Runde zu gehen. Immerhin werden dort nun grundsätzliche Entscheidungen für den Umgang mit Einhausungsgestaltungen getroffen. Neben einigen kostspieligen Gestaltungsideen für die leere Fläche im Giebel liegt der Stadt Bamberg auch ein Sponsorenangebot vor, das aktuell geprüft wird. Die entsprechenden Entwürfe für diese Neugestaltung wurden uns zugespielt. Groß umgewöhnen müssten sich die Bamberger beim neuen Anblick des Stadtbads nicht. Hier nun Alt und Neu im Vergleich:

Altbekannt: So sah das Stadtbad bis vor der Renovierung aus...

Altbekannt: So sah das Stadtbad bis vor der Renovierung aus...

... und so vielleicht bald mit neuem Sponsor?

... und so vielleicht bald mit neuem Sponsor?


Premiere von “Bamberg vorgeführt”

Montag, 15. Februar 2010

Am kommenden Samstag ist es soweit: Unser zweites Programm “Bamberg vorgeführt” feiert Premiere im ATRIUM. Speziell für Touristen zeigen wir Bamberger Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten. Karten gibt es im Vorverkauf unter http://www.figurenkabarett.de/reservierung.php?event=20.02.2010 und beim BVD Ticketservice.

Es sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich!


Dementis zum Montag – Ausgabe 18

Sonntag, 14. Februar 2010
  • Es stimmt nicht, dass das Rathaus am Faschingsdienstag deshalb geschlossen bleibt, weil die Mitarbeiter der Stadtverwaltung an der Kettenbrückenbaustelle mitarbeiten müssen.
  • Es stimmt nicht, dass jeder Prominente Bambergs, der nicht persönlich am Faschingszug teilnimmt, durch unsere entsprechende Figur ersetzt wird. Auch wird der Zug nicht von einem rollenden, grünen Thron angeführt.
  • Es stimmt nicht, dass Büttenreden in Bamberg von der Pressestelle der Stadt geschrieben werden.
  • Es stimmt nicht, dass OB Andreas Starke bei einem Interview auf einem REWE-Markt-Parkplatz am Stadtrand gesagt hätte, dass der Kupsch am Maxplatz dringend gerettet werden müsste.
  • Es stimmt nicht, dass mit Gaudiwurm Herr Zyste-Schlangenmann gemeint ist.
  • Es stimmt nicht, dass im “Noch”-Kupsch-Markt am Maxplatz zukünftig ein neuer McGeiz-Laden sein Zuhause finden soll.
  • Es stimmt nicht, dass im August der Mahrbräu-Keller in die “Noch”-Blues-Bar umzieht.
  • Es stimmt nicht, dass man zum Aufstellen von ein paar Blumenkübeln auch fast ein Jahrzehnt brauchen kann.
  • Es stimmt nicht, dass das Olympische Motto “Schneller, höher, weiter” für die Stadt Bamberg nur im Zusammenhang mit Finanzmitteln gilt: “Schnellä ausgeem wie geblohnd, höhära Büddschees braung, weidä ka Geld mer homm.”

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