Seit einigen Stunden häufen sich die Anrufe bei der Bamberger Polizei, denn wie Augenzeugen berichten, besteht der ursprünglich rund 50 Meter breite Rhein-Main-Donau-Kanal nur noch aus einem kleinen, traurigen Rinnsal. Nachfragen bei der städtischen Pressestelle, beim Wasserwirtschaftsamt Kronach und beim Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg brachten noch keine sichere Erkenntnis über den Verbleib des Wassers. Verdächtig erscheint nur, dass am heutigen Morgen der Fischpass auf dem Erba-Gelände geflutet wurde. Ob dieses Ereignis, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, Grund für das Fehlen des Wassers im rechten Regnitzarm ist, wird von den Verantwortlichen noch diskutert.
Der Bau der Kettenbrücke wurde nun zunächst gestoppt. Man möchte abwarten, ob das Wasser wieder zurückkehrt. Anderenfalls würde man den Brückenneubau komplett einstellen und stattdessen ohnehin kostengünstigere Treppenab- und -aufgänge ins ehemalige Flussbett installieren. Wichtig sei nun zunächst, so die verschiedenen Pressestellen übereinstimmend, dass die Landesgartenschau pünktlich bis zum Jahr 2012 fertig gestellt wird. Danach könne man sich um eventuelle, kleinere Kollateralschäden kümmern.
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