08.02.2012, 02:34 Uhr

Prinzregent auf den Wilhelmplatz


Anno 1899 errichtete man auf dem Domplatz ein Denkmal von Prinzregent Luitpold. 39 Jahre später hat man es dann erstmal aus dem Weg geräumt und in irgendeinem Depot verstaut. Zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Bamberg erinnerte man sich dann plötzlich wieder an den Prinzen (wahrscheinlich weil irgendjemand den Platz in seinem Schuppen anderweitig nutzen wollte) und stellte das Reiterstandbild auf den Schönleinsplatz.
Nun soll der ehemalige regierende Herrscher wieder umziehen. Sein neuer Wohnort soll mitten im Kreisverkehr am Wilhelmsplatz werden.
Der Mann kommt ganz schön herum in Bamberg. Hätte er einen nach ihm benannten Platz, wäre ihm bestimmt langweilig, denn von dort hätte man ihn bestimmt nie weg.
Gut, dies wäre die eine Sache. Die andere: Was soll mit dem leeren Flecken am Schönleinsplatz geschehen?
Eigentlich ganz einfach. Es liegt auf der Hand. Es kann gar keine andere Möglichkeit geben.
Wir bringen uns mal die Touristen ins Gedächtnis. Wenn die am Schönleinsplatz stehen, was sagen sie dann? – Na?
“Ach, der Bamberger Reiter…”
Na, warum nicht? Ist doch eine saubere Lösung. Im Dom nimmt ihn eh fast keiner wahr. Dann soll er doch an den Ort, an dem man ihn sowieso zu sehen glaubt.
Und unter so manchem Foto in einem japanischen Album steht dann endlich (nach vielen Jahren) die Wahrheit.

Endlich da, wo er hingehört: Der Bamberger Reiter.

Endlich da, wo er hingehört: Der Bamberger Reiter.

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2 Antworten auf “Prinzregent auf den Wilhelmplatz”

    Gerald sagt:

    Tja der Luitpold sitzt ja auch auf einem Pferd und dem sticht manchmal der Hafer.
    Aber ehrlich Herr Herrleben. Das mit dem Bamberger Reiter sollte man so machen. Und im Dom wird stattdessen die Statue vom untersten Foto vom Artikel davor hingestellt. Die steht dann da auch ganz richtig.
    Leider befürchte ich aber daß man ganz andere Sachen am Schönleinsplatz vorhat. Da die Stadt ja so wenig Geld hat wird noch viel davon ausgegeben und dort ein Parkplatz oder gar wirklich eine Tiefgarage errichtet. Es fällt mir schwer da noch satirisch zu sein, denn hofnärrischer wie unsere Planer und Herrscher kann man gar nicht mehr sein. Wo soll das noch hinführen wenn die Könige den Hofnarren den Arbeitsplatz wegnehmen?

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    Friedi sagt:

    Ich hoffe, der Kommentar von Gerald wird nicht zur Realität. Eine Tiefgarage wäre wirklich das Letzte, was ich dort sehen möchte.
    Evtl. könnte man ja dann auf die Tiefgarage eine Statue eines japanischen Touristen setzen; zum Gedenken an das, was einmal war.

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