05.09.2010, 08:01 Uhr

Archive for Mai, 2010

Dementis zum Montag – Ausgabe 33

Sonntag, 30. Mai 2010
  • Es stimmt nicht, dass man den Maxplatz nun nur noch mit viel Wein ertragen kann.
  • Es stimmt nicht, dass der einstige Zuschuss an Träger von Kindergärten und Krippen zukünftig zur Reinigung von Schulen verwendet werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass die NPD nun wegen des großen Presserummels und der unvergleichlichen Aufmerksamkeit jedes Jahr nach Bamberg kommen möchte.
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke schon quasi fast so gut wie nahezu fertig ist.
  • Es stimmt nicht, dass sich die Stadt Bamberg um die Austragung des nächste Eurovision Song Contests auf dem Gelände des Schlachthofes bewirbt.
  • Es stimmt nicht, dass Bamberg inzwischen weit mehr als 7 Hügel hat.
  • Es stimmt nicht, dass Landrat Dr. Denzler heute in der Jako-Arena als “special guest” begrüßt wurde, und jemand geklatscht hat.
  • Es stimmt nicht, dass Karl-Theodor zu Guttenberg in Bamberg zaubern lernen möchte.
  • Es stimmt nicht, dass der Sandkerwa-Afterglow nach 3 Uhr im Atrium stattfinden kann.

Königsbad – Forchheim rutscht!

Freitag, 28. Mai 2010

Großes Kino in Bambergs Gemeinde Forchheim: Fünf Tage nach Eröffnung des Königsbad bleibt dieses ab heute für unbestimmte Zeit geschlossen. Grund sind die Bodenfliesen, die in den vergangenen Tagen bereits für einige Unfälle gesorgt hatten. Ob der Lieferant falsch produziert oder geliefert, die Putzkolonne zu heftig gewischt hatte oder sich die Forchheimer – sagen wir – noch zu ungeschickt im aufrechten Gang bewegen, sollen nun Gutachter klären.

Aus Bamberg naht Schützenhilfe: Da der Bau des Bambados ja sowohl finanziell als auch organisatorisch selbstverständlich eine Punktlandung ergeben wird, möchten die Stadtwerke bereits jetzt mit dem Ticketverkauf für das Bamberger Spaßbad beginnen. Alle Forchheimer erhalten die Jahreskarten zum halben Preis, alle mit einer Königsbadjahreskarte bekommen die Bambadoskarte mit 70% Rabatt. Aber das ist nicht alles, womit aus Bamberg zu rechnen ist: Für das Hallenbad besteht nun auch endlich eine Chance auf langfristige Weiternutzung. Die Stadtwerke würden es zu einem günstigen Mietpreis an die Königsstadt vermieten. Die Fliesen taugen dort noch nach Jahrzehnten für unfallfreie Nutzung.

Forchheims Oberbürgermeister Stumpf und sein Bäderchef gingen derweil aus Wut über all diese Peinlichkeiten die Wände hoch. In einer anschließenden Pressekonferenz gab man bekannt, dass das geklappt und man wahrscheinlich beim Einbau die Wand- mit den Bodenfliesen verwechselt hätte.


Guttenberg übernimmt Schirmherrschaft

Donnerstag, 27. Mai 2010

Der perfekte Hintergrund für das eine oder andere Pressebild: Die ERBA-Wüste

Der perfekte Hintergrund für das eine oder andere Pressebild: Die ERBA-Wüste

Was für eine Nachricht! – Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg übernimmt die Schirmherrschaft für “Bamberg zaubert”. Klaus Stieringer, Chef des Stadtmarketings und damit Cheforganisator des Festivals bezeichnet die Bereitschaft des Verteidigungsministers als große Ehre. Was letztlich den Ausschlag gab, darüber kann nur spekuliert werden. Während die einen seine fränkischen Wurzeln als Grund für die Übernahme der Schirmherrschaft nennen, glauben andere daran, dass es eher die Situation Bambergs ist, die den obersten Feldherrn zu diesem Schritt bewogen hat. Kaum eine andere Deutsche Stadt befindet sich in einem so kriegsähnlichen Zustand wie die oberfränkische Domstadt: Löcher, Krater, Ruinen, Schutt und Asche; in diesem Umfeld kann ein Verteidigungsminister garantiert Wählerpunkte sammeln…


Dementis zum Montag – Ausgabe 32

Sonntag, 23. Mai 2010
  • Es stimmt nicht, dass das größte Loch Bambergs auf dem Erba-Gelände entsteht.
  • Es stimmt nicht, dass die Sozialstiftung angeboten hat, den Bamberger Ärzten am Klinikum statt einer Gehaltserhöhung während der Dienstzeit kostenlos Bamberger Bier zur Verfügung zu stellen.
  • Es stimmt nicht, dass der Maxplatz zusätzlich noch grün gestrichen wird. (Sonst wäre es ja ein grüner Markt…Haha!)
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke schon bis auf ein paar quergelegte Bretter fertig ist.
  • Es stimmt nicht, dass ein bekanntes Bamberger Gasthaus für den kommenden Monat Käsewochen angekündigt hat.
  • Es stimmt nicht, dass die Landesgartenschau GmbH um jede positive Schlagzeile froh ist.
  • Es stimmt nicht, dass die Hallstadter auch der Meinung sind, sie hätten den Bamberger Dom erfunden.

Überraschung: Landesgartenschau wird heute eröffnet

Donnerstag, 20. Mai 2010

Während Städte und Gemeinde wegen fehlenden Steuereinnahmen von rund 15 Milliarden dem Ruin entgegenschwanken, landet die Stadt Bamberg sowohl finanziell als auch organisatorisch einen Volltreffer. “Projektsymbiose” heißt das Zauberwort, mit dem Bambergs Politiker Dinge miteinander verbinden, die irgendwie zusammengehören. Auch das wohl größte Projekt des kommenden Jahrzehnts, die Landesgartenschau, fällt nun unter dieses brandneue Konzept einer schwäbischen Universität. Da auf dem für die Landesgartenschau geplanten ERBA-Gelände ohnehin nichts so richtig vorwärtsgeht, lädt die Stadt Bamberg spontan für heute Nachmittag auf den frischbegrünten Maxplatz ein, um dort – getreu dem Motto “Simplify your life” – vorzeitig die Landesgartenschau zu eröffnen.


Bambergs Lösung gegen Hundekot

Mittwoch, 19. Mai 2010

Die Hallstadter machen’s wieder einmal vor. Im Kampf gegen Hundekot hat das Ordnungsamt Hallstadt sogenannte Dogstationen mit Tütchen und Behältnissen aufgestellt, in die der pflichtbewusste Hundebesitzer die Häufchen von Hasso, Rex und Co. füllen und dort auch direkt beseitigen kann.

Tolle Idee, hört man aus dem Bamberger Ordnungsamt, denn eben jenes Problem ist auch von den Straßen der Weltkulturerbestadt bekannt. Deshalb bittet das Ordnungsamt nun alle Hundebesitzer, künftig nur noch in der Nachbargemeinde Hallstadt Gassi zu gehen, um dort die größeren Geschäfte zu verrichten. Die Hallstadter könnten das dann ja schnell wegmachen, dank ihrer Dogstationen…..


Erzbischof Schick und die Bamberger Variante des Zölibats

Montag, 17. Mai 2010

Erzbischof Ludwig Schick war in den vergangenen Tagen häufig in der bundesweiten Presse. In einem Spiegelinterview hatte er ein kritisches Nachdenken über das Zölibat gefordert, das seiner Meinung nach gerade für niederklassigere Geistliche aufgeweicht werden könnte. Am Rande des ökumenischen Kirchentags ruderte das Oberhaupt der Diözese nun zurück: Das Zölibat als solches wäre für die katholische Kirche nach wie vor unverzichtbar. Er habe jedoch ein Konzept ausgearbeitet, dass er bald in Rom vorstellen möchte und das gerade Priestern in Bamberg das Leben und anderes erleichtern soll. Dieses Konzept umfasst im wesentlichen folgende Ausnahmen für das zölibatäre Dasein:

  • Nach vier Rauchbier ist alles erlaubt.
  • Kaiserliche Rollenspiele sind erlaubt.
  • In Nebenstraßen zur Sandstraße ist alles erlaubt.
  • Während und nach einem Bockbieranstich ist alles erlaubt.
  • Im Ottonianum bleibt alles erlaubt.
  • Während der Sandkerwa ist alles erlaubt.


Dementis zum Montag – Ausgabe 31

Montag, 17. Mai 2010
  • Es stimmt nicht, dass der ERBA-Schriftzug in der Schatzkammer der Münchner Residenz aufbewahrt wird.
  • Es stimmt auch nicht, dass unser Oberbürgermeister ebenfalls nach München zieht und wir dafür einen nahezu originalgetreuen Abklatsch bekommen.
  • Es stimmt nicht, dass Wolfgang Metzner die GAL-Fraktion deshalb verlassen hat, weil er keine weiteren Frauen neben sich duldet.
  • Es stimmt nicht, dass das Flutlicht im Fuchsparkstadion in Ebbelicht umbenannt wird.
  • Es stimmt nicht, dass die Stadtverwaltung anstrebt, die Straßen Bambergs als “Fränkischer Schweizerkäse” als Weltkulturerbe bei der UNESCO aufnehmen zu lassen.
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke nächste Woche fertig wird.
  • Es stimmt nicht, dass man bald auch auf dem Gelände des Schlachthofes standesamtlich heiraten kann.

Brief zur Weiterleitung an den Oberbürgermeister – Der ERBA-Schriftzug

Sonntag, 16. Mai 2010

Vor einigen Tagen verschwand quasi über Nacht der ERBA-Schriftzug, der über Jahrzehnte als Art Wahrzeichen über dem künftigen Gelände der Landesgartenschau thronte. Während sich bislang weder Stadt noch Investoren zum Verschwinden äußerten, konnte die Öffentlichkeit über den Verbleib der blauen ERBA-Lettern nur spekulieren. In der vergangenen Nacht ging nun in unserer Redaktion ein Schreiben ein, das wir über unsere Internetseite veröffentlichen sollten:

SEhr GeEhrtER hErr OBErbÜrgerMeIsTer,
WiR HaBEn IHren SchRiFTzuG geKidNapped. WEnn SiE Die BuchSTaBeN UNzerSTÖrt, LeBEnd uND In DEr RicHtiGen REIhenFOlge WiEder HabeN mÖchTen, BrinGen SiE am MorgigEN MonTag UM 23:30 Uhr Eine MillION EurO (KleinE, UnnummERierTE SchEinE) In DEn VolkSPark und Verstecken SIE dAS GelD, VERPackt in eIner NORma-PLAsTik-Tüte, In Der MüllTonnE AM EinGAng deS StaDioNs.
DeN SchRifZug FinDen Sie Nach ErfolgREiCHer ÜBerGabE in Der HErrEnUmKleiDe IM StaDiOn.
ViELen DAnk Im VOrAuS uNd Mit SportLichEn GrÜßEn,
Die VorStaNdSch
DIe EnTfÜhrer

Einzigartiges Straßennetz in Bamberg

Donnerstag, 13. Mai 2010
Bamberg - Bald ganz wie beim großen Vorbild?

Bamberg - Bald ganz wie beim großen Vorbild?

Bamberg hat ein weiteres Highlight. Neben Dom, altem Rathaus und vielen anderen Sehenswürdigkeiten gehört nun auch das Straßennetz der Domstadt offiziell zum erhaltenswerten Weltkulturerbe. Wie im vergangenen Bausenat beschlossen, dürfen ab sofort keine Arbeiten mehr an öffentlichen Straßen und Wegen des Inselgebiets durchgeführt werden. Die Straßen, die sich dank des frostigen Winters im Zustand des Jahres 1850 befinden, sollen ein authentisches Bamberg-Bild des 19. Jahrhunderts vermitteln. Großes Lob für diese Entscheidung kam aus allen Fraktionen, denn sie sorgt im Unterschied zu sonstigen Denkmalmaßnahmen für jährliche Kosteneinsparungen von rund 5 Millionen Euro, die die Stadt gut für prestigträchtige Bauvorhaben nutzen kann. Doch die aktuelle Entscheidung ist nur der erste Schritt. Man hofft, dass sich die Straßen langfristig noch in den Zustand des Jahres 100 n. Chr. zurückversetzen lassen können, um dem Anspruch eines “Fränkischen Roms” auch wirklich gerecht zu werden.