06.02.2012, 02:16 Uhr

Archive for Juli, 2010

Dementis zum Montag – Ausgabe 39

Sonntag, 11. Juli 2010
  • Es stimmt nicht, dass alle Straßen der Bamberger Innenstadt durch Fischpässe ersetzt werden.
  • Es stimmt nicht, dass aus Sicherheitsgründen auf der Sandkerwa, nur noch Bier im Tetra-Pack verkauft wird.
  • Es stimmt nicht, dass der “Summer Smoke” zukünftig nur Nichtrauchern vorbehalten ist.
  • Es stimmt nicht, dass das Atrium auf Google-Earth bereits gelöscht wurde.
  • Es stimmt nicht, dass zur Landesausstellung Bier im Jahr 2016, die trinkfestesten Bamberger im Historischen Museum zu bestaunen sind.
  • Es stimmt nicht, dass die momentane Hitze auf das derzeitige Fußballfieber zurückzuführen ist.
  • Es stimmt nicht, dass sich für das kommende “Bamberg zaubert”-Wochenende ein Magier angeboten hat, die Kettenbrücke fertig zu stellen.

Freizeittipp für das Wochenende

Freitag, 9. Juli 2010

Ein trostloses Wochenende liegt vor uns, denn seit Mittwoch ist nichts mehr, wie es war. Zwar können alle Bamberger morgen Abend noch einmal mitfiebern, damit es mit dem Spiel um Platz 3 noch einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss der Fußballweltmeisterschaft gibt, doch so richtig Lust hat darauf wohl nach dem Halbfinal-Aus niemand mehr. Deshalb hier nun unser Freizeittipp für das Wochenende:

Bauen Sie sich einfach mal einen
FISCHPASS!

  • Suchen Sie sich ein passendes Gelände. Achten Sie dabei auf Nähe zum Wasser. Fluss oder Leitung? – Egal!
    Wir empfehlen hierfür öffentliches Brachland (Wir wollen nicht schon wieder auf dem Maxplatz herumhacken) oder den Garten des Nachbarn.
  • Heben Sie von Ihrem Konto ca. 1.000.000 Euro ab. Soviel wird der Bau verschlingen…
  • Fahren Sie in den Baumarkt Ihrer Wahl. Besorgen Sie: Schwimmflügel, Sprengstoff, viel Sprengstoff, Schaufel und Eimer.
  • Graben und sprengen Sie zunächst den theoretischen Lauf des Wassers. Ziehen Sie sich dabei Schwimmflügel an.
  • Beauftragen Sie Ihre gesamte Nachbarschaft mit gefüllten Gießkannen anzurücken, um den vorgefertigten Pass zu fluten.
  • Laden Sie für Sonntagabend Freunde, Bekannte und sonstige Menschen ein (Vergessen Sie Ihre Nachbarn nicht!), um bei einem gemütlichen Glas Sekt oder Aal-Bowle den Fischpass zu eröffnen.
Ihr eigener Fischpass von morgen sorgt schon bald für Ihr Mittagessen von übermorgen.

Ihr eigener Fischpass von morgen sorgt schon bald für Ihr Mittagessen von übermorgen.


Bayerische Bierschau muss nach Bamberg!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Da hat die CSU ja mal wieder eine tolle Idee! – Die Bayerische Bierschau, die anlässlich des 500jährigen Jubiläums des Reinheitsgebots stattfinden soll, muss nach Bamberg geholt werden, so die christsoziale Stadtratsfraktion. Keine andere Stadt, kein anderer Landkreis steht bayernweit mehr für den Gerstensaft als die Weltkulturerbestadt, heißt es in der Begründung.

Und tatsächlich sind es ja nicht nur die unzähligen, verschiedenen Biersorten, die lange Tradition und der hohe Bekanntheitsgrad, die eine Bierschau in Bamberg rechtfertigen. Hauptgrund sind die Bamberger und deren hiesige Jugend, wie die jüngste Studie zum Alkoholkonsum beweist. Bundesweit belegten die Bamberger Platz 1, als es darum ging, möglichst betrunken ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen. (Die RundfunkAnstalten berichteten…)

Und nun steht Bamberg der Lohn für das jahrelange Bemühung ins Haus, auch wenn die üblichen, spöttischen Besserwisser schon jetzt behaupten, dass Bamberg ja nur mit viel Bier zu ertragen wäre. Also wir freuen uns auf die Bierschau, die – mit 200.000 Euro bezuschusst aus dem Kulturetat – deutlich günstiger wäre als die jährlichen Kosten des Stadttheaters oder der Symphoniker. Und was könnte man sonst schon  mit 200.000 Euro schon erreichen? – Kaum lohnende Kulturförderung hier, Anschubfinanzierung eines Kulturprojekts da … Nein. Bierschau! …

Hmmmm ….. Oder doch ausnahmsweise mal was direkt für alle Bamberger? – Den Liter Kulmbacher gibt’s mit ein bißchen Verhandlungsgeschick bereits für weniger als einen Euro. Das würde für jeden Bamberger durchschnittlich fast drei Liter Freibier bedeuten … Ha, ob mit diesem Versprechen nicht die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen wäre?! – Prost!

Wir sind dabei! (Foto: eraffe.de)

Wir sind dabei! (Foto: eraffe.de)


Bamberger Sprichwörter

Mittwoch, 7. Juli 2010

Der gemeine Bamberger ist – meist im Stillen Kämmerlein – durchaus erfinderisch. Und so spottet er, wahrscheinlich auch aus Heimatliebe, gerne in Form von Sprichworten über Bambergs Verhältnisse. Heute stürzte in Erlangen ein Kran auf ein Verwaltungsgebäude. Seither kursiert in Bamberg nicht mehr das Sprichwort vom Sack Reis in China, sondern hier ist es nun der Kran in Erlangen, der umfällt und der niemanden interessiert. In diesem Zusammenhang haben wir nach weiteren Sprichworten mit Bamberg-Bezug gesucht, um diese im Folgenden zusammenzustellen:

  • Spätestens im Winter, wenn am Schönleinsplatz die große Eisfläche eröffnet wird, heißt es nicht mehr “Die Kuh vom Eis holen”, sondern “Den Luitpold vom Eis holen”.
  • Im Bezug auf Rothenburg ob der Tauber sagt der Bamberger nur stolz: “Alter vor Schönheit”
  • Oberbürgermeister Andreas Starke brauchte bekanntermaßen drei Anläufe, bis er gewählt wurde. Deshalb machte der Bamberger aus “Aller guten Dinge sind drei” nun “Aller Dinge sind drei”.
  • Aus “Guter Rat ist teuer” macht der Bamberger “Guter Stadtrat ist teuer” und meint damit die Ausgaben für den Sitzungssaal.
  • Aus “Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut” wurde “Das fränkische Rom wurde auch nicht in 100 Jahren fertig”.
  • Kunst konkurriert in der Weltkulturerbestadt auf höchstem Niveau. Um allem gerecht zu werden, sagt der Bamberger: “Wer Abollo socht, muss aah Bodeera soong.”
  • In der aussterbenden Innenstadt kursiert unter den Geschäftsinhabern das abgewandelte Sprichwort von Schaden und Spott: “Wer einen Laden hat, braucht für den Bankrott nicht zu sorgen.”

Falls unsere Leser weitere Sprichwörter kennen, dürfen diese uns natürlich gerne mitgeteilt werden.


Dementis zum Montag – Ausgabe 38

Montag, 5. Juli 2010
  • Es stimmt nicht, dass das große Becken im Bambados heute bereits zu Testzwecken gefüllt wurde.
  • Es stimmt nicht, dass man beim Bamberger Kinosommer nur noch Katastrophenfilme zeigt.
  • Es stimmt nicht, dass bei der diesjährigen Sandkerwa das erste Mal Kunststoff-Maßkrüge eingesetzt werden.
  • Es stimmt nicht, dass die Stadtwerke das Hallenbad künftig als Hainbadestelle nutzen möchten.
  • Es stimmt nicht, dass die Stadt bei Google-Streetview den Maxplatz verstecken lassen möchte.
  • Es stimmt nicht, dass die neue Webseite der Stadt Bamberg erst eineinhalb Jahre später als geplant fertig wurde und das dreifache gekostet hat.
  • Es stimmt auch nicht, dass sich der Bamberger Baureferent bei “Bamberg zaubert” als Vermehrungs-Magier beworben hat, weil er Kosten verdreifachen kann.
  • Es stimmt nicht, dass Stadtmarketingschef Klaus Stieringer wieder nach Bremen ziehen will, weil dort das Nichtraucherschutzgesetz nicht so streng wie in Bayern ist.
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke zukünftig “Kettenraucherbrücke” heißen soll.
  • Es stimmt nicht, dass bei der Eröffnung vom FKK-Germania Garderobenzwang herrschte.
  • Es stimmt nicht, dass die Reste von Herrnlebens Grillabenden bei ebay versteigert werden.

Wie das mit dem Denkmalschutz genau funktioniert…

Sonntag, 4. Juli 2010

Der Denkmalschutz ist seit Jahren und Jahrzehnten ein strittiges Thema in Bamberg. Und auch in der vergangenen Woche beschäftigte sich die hiesige Politik mit zwei Themen, die auch Bambergs Bürgerschaft in zwei Lager spalten. Mangels Knowhow können wir zwar den Denkmalschutzwert von Haingebiet oder altem Hallenbad nicht beurteilen (Gut, da geht’s uns wie manchem Entscheider), aber wir können zumindest einige Fragen aufwerfen, die es wohl früher oder später in Bamberg zu klären gilt.

  • Wenn die Wehrplficht abgeschafft wird, kann dann das Kreiswehrersatzamt abgerissen werden oder steht der Vorzeigebau ebenso unter Denkmalschutz wie der Zentralsaal auf der gegenüberliegenden Straßenseite?
  • Ist der ZOB in Bamberg wegen seines Klohäuschens auch denkmalgeschützt?
  • Wenn das Hallenbad unter Denkmalschutz steht, gilt das dann auch für das ATRIUM?
  • Ist das “Herold”-Hochhaus im Haingebiet der Grund dafür, dass der Stadtverwaltung dort nun alles egal ist und weitere, alte Hinterhofhäuser irgendwelchen Betonklötzen weichen müssen?
  • Ist Maxplatz denkmalgeschützt und wird deshalb dort nichts verändert?
  • Warum darf ein Schleusenwärterhaus im Fachwerkstil abgerissen werden, während auf dem Inselgebiet im dritten Stock eines Altbauhauses Holzfenster mit profilierten Kämpfern eingebaut werden müssen?
  • Wurden die Dachgauben auf dem Oberlandesgericht deshalb genehmigt, weil sie sich im vierten Stock  befinden?
  • Sind die rot-weißen Baustellengitter aus Plastik am Wilhelmsplatz inzwischen auch denkmalgeschützt?
  • Und: Welche Stadtratsmitglieder dürfen aus Denkmalschutzgründen nicht entfernt werden, bis sie von selbst zerbröseln?

Fragen über Fragen …. Vielleicht haben ja unsere Leser die Antworten darauf…

Fragen über Fragen...

Fragen über Fragen...


Glückwunsch, Christian!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Auch die Redaktion der Rundfunkanstalten Franken möchten dem neuen Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland Christian Wulff zum Wahlerfolg gratulieren. Glückwunsch!

Und mach Dir keinen Kopf, weil es erst im dritten Wahlgang geklappt hat. Unser OB Andi hat’s auch erst im dritten Anlauf geschafft…


WP SlimStat