08.02.2012, 03:18 Uhr

Städtisches Sanierungskonzept für die Jako-Arena


Die Jako-Arena ist pleite! – Diese Schlagzeile tickerte gestern durch die bundesweite Presse. Gut, das Interesse an dieser Meldung hielt sich deutschlandweit zwar in Grenzen, doch in Bamberg versetzte sie alle Freaks in Schockstarre. Bamberg, die Hochburg des europäischen Spitzenbasketballs ohne Zukunft? – Was sollen alle Fans ab kommender Saison tun, wenn Spitzenbasketball dann nur noch in Nürnberg oder gar in München stattfindet? – Natürlich, das sind kaum vorstellbare Horrorszenarien, wie man sie nur seinem ärgsten Feind wünscht. Aber immerhin steht die Stadt notfalls noch mit 2,5 Millionen Euro in der Kreide und könnte damit den Sport-Standort Bamberg retten.

Unserer Information nach wird die Stadt das auch tun, denn hierzulande geht man erfahrungsgemäß sehr verantwortungsbewusst mit dem höchsten demokratischen Gut, also Wählerstimmen, um. Deshalb arbeiten pfiffige Köpfe in der Stadtspitze bereits an einem Sanierungskonzept, genauer gesagt einem Punkteplan, bei dem alle Bamberger Bürger in die Pflicht genommen werden sollen. Vor allem die, die in den letzten Jahren nur kassiert haben ohne wirkliche Gegenleistung erbracht zu haben, sollen sich nun am Betrieb der Jako-Arena engagieren, um vor allem den großen Posten der Personalkosten zu senken.

  • Theaterintendant Rainer Lewandowski, seit Jahren ein großer Geldempfänger der Stadt, soll als Klomann ein paar Euro wieder zurückverdienen.
  • Die Bamberger Symphoniker werden als Security und an der Einlasskontrolle eingesetzt. Taktgefühl in kritischen Situationen haben sie sicher.
  • Kindergarten- und Schulkinder sollen im Anschluss an die Basketballspiele die Jako-Arena wieder saubermachen. Gerade die Schulkinder sind seit einigen Monaten im Umgang mit Schmutz ja erfahren und könnten auch die Kleineren auf ihr späteres Schulleben vorbereiten.
  • Das Stadtmarketing-Team soll die Cheerleadergruppe ersetzen. Unter der Leitung von Stadtmarketingchef Stieringer sind ohnehin grazilere Tänze zu erwarten.
  • Und Oberbürgermeister Starke, der im Namen seines Stadtrats die politische Verantwortung für die wahrscheinlich irgendwie versenkten 2,5 Millionen Euro trägt? – Der erhält einen besonders guten Zuschauerplatz, von dem aus er sich anschauen kann, wie gut er seinen Laden als Stadtoberhaupt im Griff hat.
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