Live-Musikkabarett mit Florian Herrnleben und Johannes Speckamp
Es ist ein Experiment der ganz besonderen Art: Am 17. August um 20 Uhr stehen Florian Herrnleben und Johannes Speckamp erstmals gemeinsam auf der Bühne. Im Theater der Puppenbühne Herrnleben (ATRIUM Einkaufszentrum) möchten die beiden Künstler einen Abend lang mit fränkischem Musikkabarett unterhalten.
Den einen kennt man seit einigen Jahren eigentlich als Darsteller des Bamberger Kasperls. Der andere ist der Bühnenkomponist und Hörspieltonmeister der Puppenbühne Herrnleben, in die der berühmte Bamberger Holzkopf gehört. Die Rede ist von Florian Herrnleben und Johannes Speckamp. Nach vielen Studioproduktionen haben sich die beiden Multitalente nun entschieden, erstmals live gemeinsam aufzutreten. Der Bamberger und der Erftstädter werden einen Abend lang mit vielen eigenen Liedern aufwarten, von denen man das eine oder andere vielleicht auch schon aus den Programmen von Herrnlebens Figurenkabarett und dessen Showband „Skelodas“ kennt, das seit Beginn des Jahres auch im ATRIUM am Bahnhof beheimatet ist. Das Publikum darf sich auf kabarettistische, satirische und manchmal auch nur einfach nur lustige Songs der beiden Bühnenprofis freuen.
Die Zusammenarbeit der beiden Künstler begann schon vor einigen Jahren:
Seit dem Jahr 2007 produzieren sie gemeinsam die vielen Hörspielgeschichten um den Bamberger Kasperl, die die Seniorchefs der Puppenbühne Wolfgang und Elisabeth Herrnleben schreiben. 2008 waren Florian Herrnleben und Johannes Speckamp „auf Deutschlandtournee“, um im ganzen Bundesgebiet prominente Sprecher wie Bastian Pastewka und Dirk Bach für Kasperlhörspiele aufzunehmen. Und auf den langen Autofahrten entstanden die ersten Ideen, gemeinsam auch Musik zu machen. Zuerst konzentrierten sich beiden auf die Studioarbeit und veröffentlichten vor genau einem Jahr ihr erstes Album „Hey, Kasperl!“, das mit frischer Kindermusik, getextet von Florian Herrnleben und komponiert von Johannes Speckamp, zum Dauerbrenner in Bambergs Kinderzimmern wurde. 2009 und 2010 schrieben sie außerdem die offiziellen Sandkerwasongs für die Bamberger Kirchweih. Ihre Bühnenarbeit lief bisher aber immer getrennt. Während Florian Herrnleben unzählige Auftritte als Bamberger Kasperl und mit Herrnlebens Figurenkabarett verzeichnen kann, tourte der studierte Kirchenmusiker als Pianist unter anderem mit Kathy Kelly durch Deutschland und Österreich.
„Doch irgendwann zieht es einen dann auch mal gemeinsam raus auf die Bühne….“
Und so singen die beiden am Dienstag, den 17.8. erstmals live in satirischer und kabarettistischer Art über den gemeinen Bamberger, den Maxplatz, so manches öffentliche Bauvorhaben in der Domstadt oder die Sandkerwa. Ein umfangreiches Repertoire hat sich zwischenzeitlich angesammelt, auf das sich alle Fans von Herrnlebens Figurenkabarett und dem Bamberger Kasperl freuen können. Unterstützt werden der Kasperldarsteller und der studierte Kirchenmusiker an diesem Abend von Albert Herrnleben, Onkel von Florian und zweite Hälfte von Herrnlebens Figurenkabarett. Um 20 Uhr beginnt das kleine Konzert im ehemaligen Chinesen des ATRIUM Einkaufszentrums am Bahnhof über die Weltkulturerbestadt und deren Einwohner. Der Eintritt kostet 10 Euro. Karten sind im Vorverkauf erhältlich über www.figurenkabarett.de sowie den BVD Ticketservice.
Die Jako-Arena ist pleite! – Diese Schlagzeile tickerte gestern durch die bundesweite Presse. Gut, das Interesse an dieser Meldung hielt sich deutschlandweit zwar in Grenzen, doch in Bamberg versetzte sie alle Freaks in Schockstarre. Bamberg, die Hochburg des europäischen Spitzenbasketballs ohne Zukunft? – Was sollen alle Fans ab kommender Saison tun, wenn Spitzenbasketball dann nur noch in Nürnberg oder gar in München stattfindet? – Natürlich, das sind kaum vorstellbare Horrorszenarien, wie man sie nur seinem ärgsten Feind wünscht. Aber immerhin steht die Stadt notfalls noch mit 2,5 Millionen Euro in der Kreide und könnte damit den Sport-Standort Bamberg retten.
Unserer Information nach wird die Stadt das auch tun, denn hierzulande geht man erfahrungsgemäß sehr verantwortungsbewusst mit dem höchsten demokratischen Gut, also Wählerstimmen, um. Deshalb arbeiten pfiffige Köpfe in der Stadtspitze bereits an einem Sanierungskonzept, genauer gesagt einem Punkteplan, bei dem alle Bamberger Bürger in die Pflicht genommen werden sollen. Vor allem die, die in den letzten Jahren nur kassiert haben ohne wirkliche Gegenleistung erbracht zu haben, sollen sich nun am Betrieb der Jako-Arena engagieren, um vor allem den großen Posten der Personalkosten zu senken.
- Theaterintendant Rainer Lewandowski, seit Jahren ein großer Geldempfänger der Stadt, soll als Klomann ein paar Euro wieder zurückverdienen.
- Die Bamberger Symphoniker werden als Security und an der Einlasskontrolle eingesetzt. Taktgefühl in kritischen Situationen haben sie sicher.
- Kindergarten- und Schulkinder sollen im Anschluss an die Basketballspiele die Jako-Arena wieder saubermachen. Gerade die Schulkinder sind seit einigen Monaten im Umgang mit Schmutz ja erfahren und könnten auch die Kleineren auf ihr späteres Schulleben vorbereiten.
- Das Stadtmarketing-Team soll die Cheerleadergruppe ersetzen. Unter der Leitung von Stadtmarketingchef Stieringer sind ohnehin grazilere Tänze zu erwarten.
- Und Oberbürgermeister Starke, der im Namen seines Stadtrats die politische Verantwortung für die wahrscheinlich irgendwie versenkten 2,5 Millionen Euro trägt? – Der erhält einen besonders guten Zuschauerplatz, von dem aus er sich anschauen kann, wie gut er seinen Laden als Stadtoberhaupt im Griff hat.
… so die Überschrift im Lokalteil des heutigen FT. Als wir dies gelesen haben, waren wir sehr erfreut, denn welch’ andere Baustelle in Bamberg kann schon von sich behaupten, dass sie trotz jahrelangen Umbaumaßnahmen, sich bemüht attraktiv zu wirken. Klingt doch romantisch, so eine Begrünung zwischen Bagger und Warnbaken, dachten wir und wollten dies mit eigenen Augen bewundern.
Wir gingen also los und kamen ab der Friedrichsstraße nur noch schwer voran, denn ganze Menschentrauben, bestehend aus Studenten und Alt-68ern, zogen vor uns her. Die Leute, welche uns freudig entgegen kamen, schwenkten vollgepackte Plastiktüten und Jutentaschen in ihren Händen. Wir schauten uns verblüfft an und gingen zielstrebig, so gut es ging, weiter. Als wir dann endlich bis zur Einfahrt Augustenstrasse vordrangen, sahen wir, dass das von uns bewundertwollende Grün, von den Birkenstock-Individuen, rücksichtslos aus dem Kopfsteinpflaster gerissen wurde. Wir erspähten noch eines der letzten Biotope und verstanden dann, warum der Platz vor dem Justizgebäude so plötzlich Verehrer gefunden hatte.

Tatsächlich: Auf dem Wilhelmsplatz wächst Gras.
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