06.02.2012, 01:09 Uhr

Archive for September, 2010

Dementis zum Montag – Ausgabe 50

Montag, 27. September 2010

Kaum zu glauben, aber Jubiläum! – Danke schon jetzt für die Glückwünsche!

  • Es stimmt nicht, dass die Jako-Arena bald “Bestechert-Arena” heißt.
  • Es stimmt nicht, dass man den Baureferenten zum Ehrenbürger Bambergs ernennt und bereits eine Zyste-Schlangenmann-Straße (Fertigstellung 2019) geplant ist.
  • Es stimmt nicht, dass am Erba-Fischpass-Ufer bereits ein Fischgrillplatz angelegt ist.
  • Es stimmt nicht, dass wir zur 50. Ausgabe der Montags-Dementis zu einem kleinen Umtrunk ins Rathaus eingeladen werden sollen.
  • Es stimmt nicht, dass man sich am Wilhelmplatz nun schon wieder im Winterbaustopp befindet.
  • Es stimmt nicht, dass “Deutschland bewegt sich” deshalb nicht von OB Starke eröffnet wurde, weil ihm der Maxplatz zu grün war.
  • Es stimmt nicht, dass der Stadtrat laut OB Starke am Mittwoch in seiner Vollsitzung der Arena-Übernahme nur noch zustimmen muss.
  • Es stimmt auch nicht, dass im Rathaus aus Geldmangel künftig auch nur noch alle vier Wochen durchgewischt wird.

Deutsch – Stadtrat. Stadtrat – Deutsch.

Donnerstag, 23. September 2010

Das Thema “Jako-Arena” beherrscht momentan die Berichterstattung in der Weltkulturerbestadt. Doch in allen Beiträgen zur aktuellen Situation taucht seitens der Stadtspitze immer wieder Wortschaft auf, der der normalen Gunda Bambergs nicht geläufig sein dürfte, weil es sich hierbei um einen sogenanntes “Special vocabulary” handelt, sozusagen einer nicht-öffentlichen Geheimsprache. Wir haben nun recherchiert und möchten unseren Lesern einen kleinen Einblick geben:

  • Premium Wenn Bamberger Politiker “Premium” sagen, heißt das so viel wie “Uns fällt nichts besseres ein und wir haben keine andere Wahl.”
  • Systemrelevant sind Einrichtungen in Bamberg, mit denen wöchentlich mehr als 1000 potentielle Wähler zu tun haben, mit denen man es sich nicht verscherzen möchte.
  • Nicht-öffentlich bedeutet, dass man im Geheimen bespricht, welche Sachverhalte an die Öffentlichkeit dürfen.
  • Langfristig und zukunftsorientiert. Wenn ein Bamberger Politiker diese beiden Begriffe in Verbindung mit einem Bauvorhaben erwähnt, heißt das übersetzt so viel wie: Eigentlich war es viel zu teuer und wir können es uns eigentlich nicht leisten, aber auf 40 Jahre gerechnet, geht es einigermaßen.
  • Erwartungsgemäße Kostensteigerung bedeutet “Wir haben im Vorfeld vergessen, ein paar Kleinigkeiten zu erwähnen.”
  • Sachzwang heißt, man hat sich kurz vorher über’s Ohr hauen lassen.
  • Jahreszeitlich bedingter Baustopp bedeutet: Im Frühjahr wird hoffentlich jeder vergessen haben, dass wir dort weiterbauen müssten.

Wenn unsere Leser noch weitere Begrifflichkeiten erklären oder erklärt haben möchten, steht die Kommentarfunktion selbstverständlich zur Verfügung.


Stadtspitze schafft Transparenz! – Ringen um die Jako-Arena hat begonnen.

Mittwoch, 22. September 2010

Kommentar. Was vor nicht einmal einem Jahr als die große Premium-Lösung gefeiert wurde, ist inzwischen – und so kann man es wohl sagen – zum Disaster geworden. Die Jako-Arena ist pleite, während die Stadt und ihre Gesellschaften in der Kreide stehen. Die Premiumlösung von OB Starke hat die Stadt und vor allem deren Bürger mehrere Millionen Euro gekostet. Heute berät der Stadtrat über die nächste Premiumlösung, die jedem nun binnen einer Woche erklärt und dann verabschiedet werden soll. Von der “großen Transparenz” bei der Entscheidungsfindung wird schon gesprochen, was wohl in Bamberg soviel bedeutet wie “Der Stadtrat wird grob informiert, bevor er zustimmen muss”.

Die erste Sitzung am heutigen Nachmittag findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nicht-öffentlich, wie es im Stadtratsdeutsch heißt. Wir nennen es “Geheimes Geklüngel”, wenn ordnerweise Informationen von der Presse ferngehalten werden, in denen es ausschließlich um Steuergelder geht. Und kommende Woche, wenn dann alle Stadtratsmitglieder durch geschickte Rhetorik eingeschworen wurden auf die große Lösung, wenn die 2,5 Millionen – für die man auch Schulhäuser reinigen oder den Wilhelmsplatz fertigstellen könnte – als Gewinn und Chance für die Zukunft deklariert sind, wenn jeder Stadtrat das Gefühl hat, dass er im Sinne des Volkes gehandelt und entschieden hat, dann kann man auch öffentlich zustimmen und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, ebenso für die glohrreiche Premium-Entscheidung, die man vor einem Jahr  – wir erinnern uns: mit riesigen Bauchschmerzen – getroffen hatte.

Übrigens! – Politisch betrachtet ist das mit den Bauchschmerzen ein hervorragendes Konzept. Man ist eigentlich dagegen und stimmt dafür. Das hält den gemeinen Freak Bambergs bei Laune und macht einen selbst weiterhin wählbar. Damit hat man seinen A….llerwertesten gegen jede Eventualität gerettet.

Apropos A….llerwertester: Wenn ich in nicht-öffentlichen Sitzungen tage, dann stinkt’s hinterher meistens gewaltig.

Ob Bauchschmerzen auch bedeuten, dass es hinterher stinkt?


Dementis zum Montag – Ausgabe 49

Montag, 20. September 2010
  • Es stimmt nicht, dass die Bamberger Symphoniker lieber woanders spielen.
  • Es stimmt nicht, dass die Stadt beschlossen hat, dass jeder illegale Puff eine auffällige Markierung am eigenen Haus anbringen muss.
  • Es stimmt auch nicht, dass sich der Besitzer des FKK Germania in den nächsten Stadtrat wählen lassen möchte, weil er “das alles” nicht fair findet.
  • Es stimmt nicht, dass der Stadtrat nichts gegen Glücksspielhöllen unternehmen kann, weil er sich dann zunächst selbst abschaffen muss.
  • Es stimmt nicht, dass die Tracht des normalen Bambergers aus einem einfachen Hemd und einer Hose ohne Taschen besteht.
  • Es stimmt nicht, dass die Touristen-Info nach ihrem Tag der offenen Tür wieder für ein Jahr geschlossen hat.
  • Es stimmt nicht, dass der Oberbürgermeister ein Freund des Radfahrerprinzips ist.
  • Es stimmt nicht, dass Wolfgang Heyder nach dem Spiel gegen Bayern München gleich in die Landeshauptstadt mitgenommen wird.

Bamberger Oberbürgermeisterwahl 2012

Sonntag, 19. September 2010

Auch wenn noch fast zwei Jahre Zeit sind bis zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters, werden in der Verwaltungsspitze der Stadt bereits jetzt Konzepte erarbeitet, die erstmals 2012 umgesetzt werden sollen. Wie die Pressestelle auf Nachfrage mitteilte, sei es des Oberbürgermeisters persönlichster Wunsch, das Wahlsystem ein klein wenig offener zu gestalten, sozusagen zu revolutionieren. Über die konkreten Pläne wollte man uns zwar noch nichts mitteilen, aber im Mülleimer des Rathauses fanden wir einen handschriftlichen Notizzettel mit folgenden Eckpunkten zum neuen Wahlsystem:

  • Wahlberechtigt sind neben allen Bürgern mit Erstwohnsitz in Bamberg auch Touristen. In den Hotelzimmern sollen Wahlzettel ausliegen. Bei Ankreuzen des richtigen Kandidaten nimmt man automatisch an der Verlosung eines Wellnesswochenendes in Bad Staffelstein teil.
  • Die Bewohner des Landkreises sind auch wahlberechtigt. Diese sollen die Parkscheine rückseitig zur Stimmabgabe nutzen können. Nach Abgabe als Wahlzettel erhält man auch seinen Ticketpreis erstattet.
  • Basketballdauerkartenbesitzer erhalten jeweils drei Stimmen. Der Name des amtierenden OB wird durch den Zusatz “Jako-Arena-Retter” ergänzt.
  • Eltern von Kindergarten- und Schulkindern erhalten kein Stimmrecht. Laut der uns vorliegenden Informationen meint man, dass diese ohnehin keine Zeit zum Wählen hätten, weil sie sich selbst um die Kinderbetreuung bzw. um die Reinigung der Schulhäuser kümmern müssen.
  • Anwohner am Schiffbauplatz erhalten ebenfalls kein Stimmrecht. Wir wissen auch nicht, warum…
  • Alle Facebook-Freunde und Twitter-Follower des amtierenden OB brauchen nicht wählen gehen. Deren Stimme wird automatisch gebucht.

Na dann! – Wählt richtig, Bürger Bambergs!

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Neues Konzept für Bamberg

Samstag, 18. September 2010

Was wird doch in den letzten Wochen alles so durch den Stadtrat, die Presse und den Kakao gezogen. Leerstehende Läden in der Innenstadt, zu viele Puffs, eine Menge Spielcasions. Warum denn gleich alles so schwarz sehen in einer roten Stadt!?
Man muss die Sache nur positiv sehen und das Beste daraus machen. Unser Vorschlag: Es müssen noch viel mehr Bordelle und Spielhöllen her. Flächen sind ja, wie schon erwähnt, genügend vorhanden. Es würde jedenfalls die Innenstadt wieder beleben und Geld in die Kassen bringen. Und die Regnitz wäre hierbei die natürliche Grenze. Auf der einen Seite die katholische Altstadt mit den historischen Gebäuden und auf der anderen Seite Klein-Las-Vegas. In der größten Stadt Nevadas funktioniert es doch auch. Warum denn dann nicht auch bei uns? Warum aus der Tugend ein Laster machen und nicht umgekehrt?

So könnte die Bamberger Innenstadt, nach dem Vorbild Las Vegas, bald aussehen.


Der Stadtrat ist zurück!

Donnerstag, 16. September 2010

Wenn konsequentes Abnicken gesundliche Beschwerden hervorruft...

Wer dachte, in Bamberg wäre seit ungefähr sechs Wochen Ruhe und Bescheidenheit eingekehrt, der hat sich getäuscht. Bambergs Stadtrat und sein Stadtoberhaupt waren lediglich im Sommerurlaub. Nun sind sie alle zurück und haben sich – jeder und jede auf seine Art – gut erholt.

Während Oberbürgermeister Andreas Starke die Erholung in der Heimat bei den diversen Festivitäten suchte und vermutlich auch fand, nutzten die Mitglieder der beiden größten Stadtratsfraktionen die freie Zeit, um sich auch körperlich von den anstrengenden Stadtratsstrapazen zu erholen. Und so kamen sie erst in der vergangenen Woche aus Bad Tölz zurück, wo die Damen und Herren Stadträte ihre Nackenprobleme auskurieren wollten, unter denen sie seit einiger Zeit leiden.

Oberbürgermeister Starke wünschte seinen Stadträten alles Gute für die kommenden Monate und hofft, dass sie auch weiterhin schmerzfrei alle seine Pläne abnicken können.

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Interessantes Angebot des Stadtmarketings

Montag, 13. September 2010

Da sich unsere RundfunkAnstalten auch finanziell irgendwie über Wasser halten müssen, sind und werden natürlich auch wir gezwungen, gelegentlich Werbung für verschiedene Angebote zu schalten. Hier die Werbeanzeige des Stadtmarketings für einen neuen Service:

Sie haben die Wahl!

Sie fühlen sich als Einzelhändler immer schon nicht ganz sicher in Bambergs Fußgängerzone? Diverse dunkle Gestalten vor Ihren Eingängen verschrecken gerade in jüngster Vergangenheit Ihre Kundschaft? – Wir, das Stadtmarketing Bamberg, haben die Lösung!

Für nur 990,00 Euro im Monat bieten wir Ihnen Sicherheit und Schutz für Ihr Unternehmen oder Ihr Ladengeschäft. Rund um die Uhr sowie an Werk-, Sonn- und Feiertagen steht Ihnen unser freundliches Personal hilfreich und diskret zur Seite, wenn es darum geht, ihre Betriebsräume zu sichern. Nutzen Sie unseren einmaligen Service für sich und Ihre Kunden.

Als Willkommensgeschenk und als offizielles Zeichen für die Nutzung unseres Services erhalten Sie wahlweise ein Bild des Stadtmarketingchefs zum Aufhängen in Ihren Räumlichkeiten, ein Aquarium oder eine goldene Elefantenstatue. Die Teilnahme an unserem Service ist selbstverständlich freiwillig, Nichtteilnehmer haben lediglich mit kleinen Auflagen des Ordnungsamtes zu rechnen. Schummeln gilt nicht!

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Dementis zum Montag – Ausgabe 48

Montag, 13. September 2010
  • Es stimmt nicht, dass die Radltour des OB deshalb an der Touristeninfo vorbeiführte, weil dieser sich nach dem Weg erkundigen musste.
  • Es stimmt nicht, dass man nach dem Selbsthilfetag auf dem Maxplatz nun auf wundersame Besserung hofft.
  • Es stimmt nicht, dass die Pressestelle der Stadt Bamberg den Winter 2014 meinte, in dessen die Arbeiten am Wilhelmsplatz fortgesetzt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke jetzt quasi fertig ist.
  • Es stimmt nicht, dass die Jako-Arena zu einem Park&Ride-Parkhaus umgebaut werden soll, von wo aus man kostengünstig zu den Heimspielen der Brose Baskets nach Nürnberg befördet werden kann.
  • Es stimmt nicht, dass die Einzelhändler der Innenstadt 20% der Tageseinnahmen an das Stadtmarketing abtreten müssen, damit ihr Laden nicht gesprengt wird.
  • Es stimmt nicht, dass man bei Herrnlebens Figurenkabarett ab sofort problemlos und unbürokratisch standesamtliche Trauungen vornimmt.
  • Es stimmt nicht, dass unser Gastregisseur von Bamberg auf Sendung 3.0 bei der Premierenfeier, nach seiner Sirtaki-Einlage, auch noch das Strippen anfing.


Nur bei Rot, den Kindern ein Vorbild! – Seminarangebote der Stadt

Dienstag, 7. September 2010

Die Stadt Bamberg und ihre oberen nehmen es bekanntlich mit ihrer Vorbildfunktion ja sehr ernst. Der heutige Nachwuchs lernt von ihnen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Taschengeld, die Pflege der Umwelt, wenn es darum geht, die Natur vor allem in Uferbereichen zu erhalten und seit kurzem nun auch wichtige Dinge für den Straßenverkehr. Erst heute demonstierte die Stadtspitze eindrucksvoll, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Vom Rathaus aus radelte die prominenzgespickte Fahrradkolonne quer durch die Fußgängerzone, um das Gärtnerviertel zu erkunden. In ausreichender Anzahl drückt in solch einem Fall die Polizei selbstverständlich mal das eine oder andere Auge zu.

Demnächst erwarten nun Bambergs Kinder und Jugend weitere Seminare, die das Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Andreas Starke, selbst leitet. Die Themen lauten auf seinen Vorschlag hin wie folgt:

  • Nur bei Rot, den Kindern ein Vorbild!
    Für die Tapfersten und Mutigsten unter Bambergs Nachwuchs. Ab 4 Jahren.
  • Bamberg – Die Sieben-Krüge-Stadt!
    Trinkfestigkeit für Anfänger. Ab 6 Jahren.
  • Rodung im Zeichen der Blume!
    Wie man bequeme Uferwege in die Natur baut. Kettensäge erforderlich.
  • Denkmäler setzen ohne Eigenkapital!
    Wie man jeden Euro viermal ausgibt, ohne dass es jemand merkt. Rechenschieber mitbringen!
  • Knackarsch trotz Ausitzen!
    Wie man als Stadtoberhaupt sein An… Aussehen wahrt.

Interessierte können sich selbstverständlich an uns wenden.


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