19.05.2012, 19:48 Uhr

Archive for Februar, 2011

Dementis zum Montag – Ausgabe 72

Sonntag, 27. Februar 2011
  • Es stimmt nicht, dass die Weinflaschen des OB beim Promikellnern ständig – quasi wie von selbst – leer waren.
  • Es stimmt nicht, dass Lärm-Parties immer vom Stadtmarketing organisiert werden.
  • Es stimmt auch nicht, dass Klaus Stieringer bei den Parties der Studenten die Schirmherrschaft übernehmen soll.
  • Es stimmt nicht, dass der Bürgerverein Mitte in der Prüfungszeit vor den Studenten-WGs Parties feiern möchte.
  • Es stimmt nicht, dass man einen Bundespräsidenten braucht, damit Bamberg mal sauber gemacht wird.
  • Es stimmt nicht, dass auf Antrag der Realisten der Grüne Markt viermal im Jahr für den Verkehr freigegeben werden soll.

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Krakau

Samstag, 26. Februar 2011

Solangsam bekommt man wieder das Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern kann mit dem Frühling. Die Sonne scheint nun wieder öfter, die ersten Blümchen sprießen aus den noch schlafenden Wiesen und auch das ein oder andere Bier genießt der Bamberger bereits vor einem Lokal. Der Winter wird also hier bald vergessen sein. Und weil wir wissen wollen, ob dies auch in anderen Ländern so ist, haben die RundfunkAnstalten Franken wieder einen ihrer Redaktionsmitglieder (diesmal den anderen) mit der Lufthansa verschickt und ihn interviewt.

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3.Teil

KRAKAU (Polen)

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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Albert Herrnleben.

Red.: Hallo Albert.

Albert: Tach!

Red.: Und? Guten Flug gehabt?

Albert: Ja, bissl stressig. Man kommt ja zu nix. Sind ja nur 1 1/2 Stunden Flugzeit. Hatte gerade mal eine Zahl im Sudoku herausgefunden.

Red.: Verstehe. – Wie sieht es denn nun so mit dem Frühling in Polen aus?

Albert: Noch keine Spur. Hier ist es ca. 10 Grad kälter, wie in Bamberg. – Man könnte fast glauben, dass die hier überhaupt keinen Frühling automatisch kriegen. Wahrscheinlich kriegen die ihn erst mit der ersten Sperrmüll-Fuhre aus Deutschland.

Red.: Stimmt. – Polen ist ja das Endlager für Deutschen Sperrmüll. Hast Du schon irgendwo was wieder erkannt?

Albert: Bin mir nicht ganz sicher. Also, das Bett in meiner Unterkunft könnte mal mein alter Kleiderständer gewesen sein.

Red.: Und wie sind die Leute so drauf?

Albert: Erinnern bissl an Bamberger. Auch sehr wortkarg. Aber das stört mich jetzt auch net so – ich versteh eh kein Polnisch.

Red.: Sonst noch irgendwie Ähnlichkeiten mit Bamberg, oder Unterschiede?

Albert: Also, die Burg ist hier schon zentraler als bei uns und Baustellen sind hier auch net so gehäuft präsent. Aber hier ist es auch ziemlich Katholisch. Naja, und der Johannes Paul II. ist hier Nationalheiliger. Der war ja mal Bischof in Krakau bevor er dann irgendwann nach Rom auswanderte. Bin mal gespannt, ob uns der Schick in Bamberg auch so an jeder Ecke mal verfolgen wird.

Red.: Und essenstechnisch?

Albert: Weiß schon was Dich interessiert: Nein, Schäuferla findet man hier nicht, aber schon auch deftige Sachen und das Bier ist auch trinkbar. Glaub, da habe ich es besser als Du in Deinem Andallia odä Fordewenndura. Und billiger ist es auch.

Red.: Jaja. – Und die Kneipen so?

Albert: Also die Kneipen an sich sind alle recht winzig. Man kommt sich oft vor wie in einem Wohnzimmer.

Red.: Das heißt, da kann man mit Jogginghose und Pantoffeln ‘rumlungern?

Albert: Quasi.

Red.: Okay.

Albert.: Gibt’s was Neues aus Bamberg?

Red.: Man kann Sperrmüll anmelden.

Albert: Ah, gut. Mach’ das mal, dann fahr’ ich mit den polnischen Kumpels in ihren weißen Bussen wieder nach Hause.

Red.: Alles klar. – Hoffentlich vergess’ ich’s net.

Albert: Falls doch, ich hab ja Deinen Wohnungsschlüssel, wenn die Kumpels dann mal wieder in Bamberg sind.

Red.: Ok ok. Ich melde an. – Dann bis die Tage. Tschö.

Albert: Cześć!

Unser Korrespondent reiste nicht alleine. Unser Bandmitglied begleitete ihn und nutzte die Freizeit zum Shoppen.

 


„Fei Obochd!“ – Florian und Albert Herrnleben live mit ihrem dritten Programm

Samstag, 26. Februar 2011

Herrnlebens Figurenkabarett weiterhin im ATRIUM am Bahnhof

Durch das Programm führt ein Mitarbeiter des Parküberwachungsdienstes

Was passiert, wenn eine normale Bamberger Familie in einen Allinclusive-Urlaub in die Türkei fliegt? – Warum ist der Marktstand von Lisbeth Eichfelder unbesetzt? – Warum fühlt man sich plötzlich in der berühmtesten Gastwirtschaft Bambergs so unwohl? Und wieso steht das Rathaus am Maxplatz leer und wer hat dort nun eigentlich das Sagen? – Fragen über Fragen, zu deren Klärung Herrnlebens Figurenkabarett beitragen möchte. Das neue Programm der beiden Puppenspieler feierte Anfang Februar Premiere und fand beim Publikum großen Anklang. Deshalb wiederholen Florian und Albert Herrnleben „Fei Obochd!“ am Samstag, 5. März 2011 um 20 Uhr

Nach nicht einmal zwei Jahren gehört Herrnlebens Figurenkabarett zum festen Kulturprogramm Bambergs. Die beiden Puppenspieler Florian und Albert Herrnleben präsentieren ihr drittes Programm und damit gleichzeitig den Nachfolger von „Bamberg auf Sendung“: Gewohnt satirisch nehmen sie auch in „Fei Obochd!“ wieder Geschehnisse aus der Weltkulturerbestadt aufs Korn. Mit dabei sind selbstverständlich wieder alle Lieblinge aus vergangenen Programmen: Die „normalen“ Bamberger Familien Dotterweich und Eichfelder, die Gunda aus dem Schlenkerla und der Fernsehansager. Aber auch viele Bamberger Promis treten in holzköpfiger Form im Live-Programm der beiden Figurenkabarettisten auf. In ihrem neuen Programm konzentrieren sich Florian und Albert Herrnleben auf den gemeinen Bamberger Bürger, sein Leben, seine Freizeitbeschäftigungen und seine Probleme im Alltag. Durch das Programm führt ein Mitarbeiter des städtischen Parküberwachungsdienstes.

Der Vorhang öffnet sich am Samstag, 5. März, um 20 Uhr im ehemaligen Chinesen des ATRIUMS Bamberg. Der Eintritt beträgt 10,00 Euro. Karten sind im Vorverkauf beim BVD Ticketservice oder online unter www.figurenkabarett.de sowie an der Abendkasse erhältlich.


Zentrum Welterbe Bamberg unter neuer Leitung

Donnerstag, 24. Februar 2011

Das Zentrum Welterbe Bamberg ist unter neuer Führung. Nach dem Ausscheiden von Dr. Karin Dengler-Schreiber tritt eine Frau deren Nachfolge an, die Bamberg bereits aus Studienzeiten gut kennt: Dr.-Ing. Ulrike Laible, 47 Jahre, koordinierte von 1997 bis 1999 das Graduiertenkolleg Kunstwissenschaft-Bauforschung-Denkmalpflege an der hiesigen Universität. Gestern wurde sie dem Stadtrat vorgestellt, schon heute hatten die Rundfunkanstalten Franken die Möglichkeit, die neue Leiterin des Welterbes Bamberg zu interviewen:

RundfunkAnstalten Franken:
Frau Dr. Laible, Sie sind seit einigen Tagen in Amt und Würden. Zuletzt waren Sie in Berlin tätig. Ihr erster Eindruck von Bamberg?

Dr. Ulrike Laible:
Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Viel hat sich seit Ende der 90er-Jahre nicht verändert. Der Maxplatz sieht aus wie damals und auch an der Baustelle am Wilhelmsplatz habe ich mich sofort wieder heimisch gefühlt.

RundfunkAnstalten Franken:
Doch nun zu Ihrem neuen Amt. Sie treten in die großen Fußstapfen von Dr. Karin Dengler-Schreiber. Welchen Eindruck auf Sie macht die aktuelle Situation des Zentrums Welterbe Bamberg?

Dr. Ulrike Laible:
Die Arbeit meiner Vorgängerin war sicher nicht leicht. Über Jahre hinweg hat sie versucht, Themen der Vergangenheit und der Zukunft, wie zum Beispiel, zu verbinden. Menschen sollten verstehen, warum. Und letztlich ging es ihr immer um die drei wesentlichen Säulen, auf denen Bamberg steht. Es mussten Konzepte geschaffen und Wege gefunden werden, auf denen man wichtige Ziele für die Zukunft erreichen konnte.

RundfunkAnstalten Franken:
Welche Aufgaben sehen Sie für sich und Ihre Arbeit in den nächsten Jahren?

Dr. Ulrike Laible:
Es wird nach wie vor wichtig sein, Themen der Vergangenheit und der Zukunft sowie die Vergangenheit und die Zukunft selbst miteinander zu verbinden, wie zum Beispiel die einen. Zum anderen sollten die Menschen auch verstehen, warum. Und wenn ich es dann noch schaffe, die drei wesentlichen Säulen, auf denen Bamberg steht, zu etablieren, haben wir alle zusammen viel erreicht. Wir müssen eine Diskussionsplattform schaffen, um Konzepte und Wege in die eine und andere Richtung zu finden. Daran sollten auch die Bürger beteiligt werden.

RundfunkAnstalten Franken:
Aha. Was meinen Sie, wird die größte Herausforderung?

Dr. Ulrike Laible:
Gerade das Verständnis dafür, wie man Themen der Vergangenheit mit denen der Zukunft verknüpft, gehört zu den schwierigsten Aufgabengebieten der Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg. Die Menschen müssen verstehen, warum. Eine weitere Herausforderung wird sein, die drei wesentlichen Säulen, auf denen Bamberg steht, zu etablieren, nachdem nun endlich die Grundlagen für diese geschaffen wurden. Uns stehen definitiv große Herausforderungen bevor, alleine wenn man bedenkt, dass wir eine Diskussionsplattform schaffen müssen, auf der Bürger beteiligt werden können. Gemeinsam müssen Wege und Konzepte für viele Dinge, unter anderem wichtige, gefunden werden, die dann gemeinsam begangen werden können.

RundfunkAnstalten Franken:
Vielen Dank für das informative Interview!


Aufruf an Bambergs Bürger

Dienstag, 22. Februar 2011

Einen ähnlich hochkarätigen Besuch eines Staatsmannes hat Bamberg seit “Bamberg zaubert” und Dr. a.D. zu Guttenberg nicht mehr gesehen. Der amtierende Bundespräsident Wulff möchte sich ein Bild vom einstigen Zentrum der Welt machen. Kurz vor dessen Eintreffen läuft nun im Rathaus die Zeit davon, weswegen die Bewohner der Welterbestadt um ihre Mithilfe gebeten werden. Folgende Maßnahmen wurden bereits getroffen bzw. müssen noch abgearbeitet werden. Freiwillige Helfer sollten sich bitte schnellstens mit uns in Verbindung setzen, wir leiten Sie dann entsprechend weiter.

  • Da der Maxplatz bis heute abend nicht mehr ansehnlich zu bekommen ist, wurde der Eintrag ins goldene Buch der Stadt ins alte Rathaus verlegt. Im dortigen Durchgang wäre es nur wichtig, dass eine Ladung Klosteine bzw. Dutfbäume ausgelegt werden.
  • Bis ins letzte Detail soll alles fein hübsch werden. Deshalb sind die städtischen Mitarbeiter schon seit den Morgenstunden unterwegs, um wirklich alle Straßenschilder im Blickfeld des Bundespräsidenten aufzupolieren. Die Stadtverwaltung bittet die Bürger der Stadt in diesem Zusammenhang darum, sich um Kaugummireste auf der Straße zu kümmern und diese gewissenhaft zu entfernen.
  • Damit die Fahrt durch Bamberg möglichst störungsfrei verläuft, bittet die Stadtverwaltung darum, Schlaglöcher vor der eigenen Haustür im Bereich der Sandstraße und des Dombergs provisorisch zu stopfen. Nehmen Sie hierfür Bauschaum oder feuchtes Katzenstreu.
  • Alle übrigen Bamberger Bürger werden gebeten, sich an und um den Baustellen der Stadt zu versammeln, dort die Straßen zu säumen und zu winken, um damit unser aller Staatsoberhaupt von dem einen oder anderen Schaden und Mangel abzulenken und diese zu verdecken.

Vielen Dank!

Perfektionismus, wo es perfekt sein muss! - Bambergs Stadtverwaltung lässt für den Präsidenten säubern.


Dementis zum Montag – Ausgabe 71

Montag, 21. Februar 2011
  • Es stimmt nicht, dass auf Wunsch von Klaus Stieringer die Fußgängerzone abgeschafft werden und dort bald der Verkehr rollen soll.
  • Es stimmt nicht, dass mittellose Menschen ihre Leichensäcke kostenlos beim Ordnungsamt bekommen.
  • Es stimmt auch nicht, dass man diese immer mittwochs zur Abholung auf die Straße stellen kann.
  • Es stimmt nicht, dass die Mitarbeiter des Stadtmarketings an der nördlichen Promenade parken.
  • Es stimmt nicht, dass Bundespräsident Wulff von Oberbürgermeister Andreas Starke persönlich durch die Bamberger Kneipenwelt geführt wird.
  • Es stimmt nicht, dass im Erzbistum Bamberg aus guter Tradition ab sofort wieder Watschn an Firmlinge verteilt werden.

Tipps zum Besuch des Bundespräsidenten

Freitag, 18. Februar 2011

Am kommenden Dienstag besucht der Bundespräsident unsere kleine Provinzstadt. Sowas ist sicherlich nicht alltäglich und so mancher Bamberger ist jetzt schon ganz aufgeregt. Da das Staatsoberhaupt ja noch ziemlich frisch in seinem Amt und die Bevölkerung noch nicht ausreichend informiert ist, hier ein paar Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Ihnen der Bundespräsident über den Weg läuft:

  • Unser neuer Bundespräsident heißt Christian Wulff ! – Nicht, dass Sie ihn mit Herrn von Weizsäcker, Herrn Scheel oder gar Herrn Heuss ansprechen.
  • Die Frau an seiner Seite ist nicht Monika Wulf-Mathies. Offiziell heißt sie Bettina Wulff. Wenn allerdings die Chemie zwischen Ihnen und ihr stimmt, können Sie sie auch Bettina nennen bzw. wenn sie ganz dicke mit ihr sind auch Tini.
  • Verwechseln Sie ihn nicht mit (Dr.) Klaus-Theodor zu Guttenberg. Er ist es nicht, der angeblich bei seiner Doktorabreit abgeschrieben hat. Er hat überhaupt keinen Doktortitel.
  • Fragen Sie ihn nicht, ob sein Friseur schon hinter Gittern sitzt.
  • Fragen Sie ihn auch nicht, ob er der Mann aus der blend-a-med-Werbung oder der Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer ist.
  • Versuchen Sie einigermaßen Hochdeutsch zu sprechen. Der Mann ist gebürtiger Osnabrücker.
  • Auch wenn Sie es gut meinen, drücken Sie ihm nicht auf offener Straße einen Geschenkkarton (oder gar einen ganzen Kasten) vom Schlenkerla in die Hand.
  • Sollten Sie dem Bundespräsidenten in der Stechert-Arena begegnen: Nein, er sitzt nicht auf der falschen Seite. – Nein, er ist nicht ein neuer Aufbau-Spieler. – Nein, er ist nicht der Bruder von Chris Fleming.
  • Auch wenn sich zahlreiche Polizeibeamte in seiner Nähe aufhalten, der Mann ist kein Schwerverbrecher. Werfen Sie nicht mit Tomaten o.ä.
  • Halten Sie japanische Touristen mit ihren Kameras von ihm fern!
  • Gratulieren Sie ihm nicht zum Amt des Bamberger Oberbürgermeisters. Erst recht nicht, wenn Herr Starke daneben steht.

Und zum Schluss noch eine Fotografie des Deutschen Bundespräsidenten. Prägen Sie es sich gut ein!

 

Links: Das ist er nicht !! - Rechts: Das ist er: Christian Wulff.

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Dementis zum Montag – Ausgabe 70

Sonntag, 13. Februar 2011
  • Es stimmt nicht, dass Rainer Lewandowski das Leben von Paul Breitner, unter dem Titel “Der Rebell aus Kolbermoor”, als Fecht- und Degenstück in der Alten Hofhaltung inszenieren will.
  • Es stimmt nicht, dass sich die Bamberger Gastronomen um das tote Erba-Reh zanken.
  • Es stimmt nicht, dass das Haingebiet zukünftig als Baggerübungsplatz dienen soll.
  • Es stimmt nicht, dass die Glashäuser in der Südflur neuen Studenten als Unterkunft dienen sollen.
  • Es stimmt nicht, dass in Bamberg-Ost die nächste Big-Brother-Staffel gedreht werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass in der Langen Strasse wieder eine Straßenbahn fahren soll.
  • Es stimmt nicht, dass der Bamberger Bäckerchor auf große Welttournee geht, um seine Brötchen zu verdienen.
  • Es stimmt nicht, dass die Stadt, um Schwarzbordelle besser unter Kontrolle zu haben, Dienstzimmer im Rathaus zur Verfügung stellen will.
  • Es stimmt nicht, dass Thomas Gottschalk bei Wetten dass…? aufhören will, weil er für das Amt des Bamberger Oberbürgermeisters kandidieren möchte, damit die Stadt mal wieder von einem echten Bamberger regiert wird.

Akteure von Herrnlebens Figurenkabarett / Teil 1

Montag, 7. Februar 2011

Es wird endlich mal Zeit, dass wir in loser Folge die eigentlichen Stars unseres Figurenkabaretts vorstellen. Man sieht sie immer wieder, aber weiß doch so wenig über sie.

In unserem ersten Teil konzetrieren wir uns mal auf typische Bamberger:

MAGDA & SCHORSCH DOTTERWEICH (obere Reihe)

Die beiden sind seit 50 Jahren verheiratet und haben 2 Kinder.

Magda ist Gärtnerin und verkauft ihr Obst. Sie verkauft unter anderem auch einheimische Exoten. Das kommt daher, dass Magdas Bruder Oskar Seefahrer ist und von der ganzen Welt Früchte mitbringt, welche Magda dann auf ihrem Feld anbaut.

Magda ist selbstverständlich die Bilderbuch-Tratschn. Sie weiß alles (behauptet sie jedenfalls) und gibt dies auch gern weiter.

Mit Touristen hat sie etwas ihre Probleme, lässt ihnen dies aber nicht (gleich) anmerken. Im Winter steht sie mit ihrem Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt und verkauft ihren Punsch (altes Familienrezept).

Aktuell hat sie etwas Probleme mit dem Unterleib.

Schorsch ist eher der Gemütliche. Arbeiten ist nicht so sein Ding. Anzutreffen ist er am häufigsten in Bambergs berühmtester Brauereigaststätte, dem Schlenkerla. Touristen gegenüber ist er (meist) freundlich und hilfsbereit und er findet es auch nicht sonderlich ungewöhnlich, wenn Außerirdische an seinem Stammtisch Platz nehmen. In letzter Zeit wird er häufig in der Nähe des Schlachthofes gesehen. Ob dies etwas mit dem kürzlich eröffneten Wellness-Tempel für Männer zu tun hat, ist noch nicht bewiesen.

Robert, der älteste Sohn, betreibt einen Puff in Hannover. Er ist ein wenig das Schwarze Schaf der Famile, vorallem seitdem er eine Angestellte seines Unternehmens (Name unbekannt) geschwängert hat, die ihm das Kind hinterließ und dann verschwand.

Evelyn, die Tochter, lungert den ganzen Tag im elterlichen Haus herum und flirtet mit den polnischen Männern, welche auf den Feldern ihrer Mutter arbeiten. Sie ist zwar grottenhässlich, aber willig.

Sophia, Enkelin (Tochter von Robert), ist Magdas Ein und Alles. Durch gute Beziehungen zum Stadtmarketing, schaffte es Magda sogar, dass ihre Enkelin jetzt schon zweimal zum Bamberger Christkind gewählt wurde.

LISBETH & FRANZ EICHFELDER (mittlere Reihe)

Die Beiden sind seit 54 Jahren verheiratet und haben eine Tochter.

Lisbeth ist ebenfalls wie Magda Gärtnerin und hat sich auf Gemüse spezialisiert. Lisbeth und Magda haben ihre Stände direkt nebeneinander. Sie können zwar nicht sonderlich gut miteinander, aber ohneeinander können sie erst recht nicht. Lisbeth ist eine treue Seele und ist mit sich und ihrem Leben zufrieden. Sie arbeitet gerne und Sonntags lässt sie sich gerne von ihrem Mann zum Essen ausführen. Zudem ist sie sehr kulturinteressiert und verreist gerne mit Franz.

Franz ist zwar schon Rentner, hilft aber ab und zu noch bei seinem früheren Arbeitgeber (Bosch GmbH) aus. Seiner Frau hilft er auf dem Feld, wo er kann. Modernen Kommunikationsgeräten gegenüber ist er aufgeschlossen, aber unbeholfen.

Hilde, die Tochter, ist mit einem Zahnarzt (Dr. Christian Hoffmann) verheiratet und wohnt in Würzburg. Sie besuchen ihre Eltern zu den üblichen Feiertagen und telefonieren regelmäßig.

Schakeline ist die Enkelin. Sie spielt gerne mit Barbies und man sagt, dass sie für ihr Alter (4 Jahre) schon hochintelligent sein soll.

AGNES REIBACH (untere Reihe, links)

Agnes ist eine Bambergerin mittleren Alters. Sie ist in zweiter Ehe verheiratet mit Truktruk Kapresi, einem Schwarzafrikaner, welchen sie auf einer Safari-Tour in Namibia kennen gelernt hat. Ihr erster Mann Vinzenz starb vor5 Jahren an einem Herzinfarkt, den er beim Böhnlein-Bambini-Lauf erlitten hat. Agnes arbeitet Halbtags und bei freier Zeiteinteilung als Avon-Beraterin. Ihr großes Hobby ist Sex.

GUNDA DECHANT (untere Reihe, rechts)

Ist beruflich seit vielen Jahren als Bedienung im Schlenkerla tätig und ist so, wie man sie sich vorstellt: ohne Scheu und net auf’s Maul gefallen.Sie kann Touristen net ausstehen und Einheimische auch net besonders. Wenn man aber weiß, wie man mit ihr umzugehen hat, kann man sie halbwegs ertragen. Als junges Mädchen hatte sie mal einen kleinen Flirt mit einem Bierkutscher (Name unbekannt), voraus ein Sohn, Manfred (genannt Ferdl), hervorging. Ferdl ist Betriebsschlossermeister, verheiratet mit Jessica (angestellt bei einem Steuerberater) und hat einen Sohn, Kevin, mit Rastalocken. Gunda hat einen Hammerzeh und gerade eine Qualitätsmanagement-Fortblidung in Hannover hinter sich. Selbstverständlich ist sie wie die meisten Bamberger “gut” katholisch und besucht regelmäßig mit Lisbeth Eichfelder die Abendandacht im Dom.


Dementis zum Montag – Ausgabe 69

Montag, 7. Februar 2011
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke, wegen ihrer 24 Schlafmöglichkeiten, ins Hotelverzeichnis aufgenommen wird.
  • Es stimmt nicht, dass es nach Errichtung der Bamberger Mauer auf der Ostseite keine Bananen mehr zu kaufen gibt.
  • Es stimmt nicht, dass im Clavius Gymnasium das Fach Hausbau in den Unterricht mit aufgenommen werden soll, damit die Schüler ihr Schulgebäude selber wieder auf Vordermann bringen können.
  • Es stimmt nicht, dass die nächste “Dschungl Camp”-Reihe auf dem Erba-Gelände gedreht wird.
  • Es stimmt nicht, dass man sich für eine Führung durch den Chapeau-Claque-Fundus eine Woche Urlaub nehmen muss.
  • Es stimmt nicht, dass bei den nächsten Calderon-Spielen eine nasse Scheibe Schwarzbrot im Vordergrund steht.
  • Es stimmt nicht, dass man bei den Renovierungsarbeiten im Schlenkerla auf ein Michelangelo-Fresko unter der Rauchschicht gestoßen ist.

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