19.05.2012, 19:57 Uhr

Lösung für Problemschulen in Bamberg


Wenn man in Großstädten wie Berlin oder Hamburg von Problemschulen spricht, meint man bekanntlich damit vor allem Bildungseinrichtungen innerhalb sozialer Brennpunkte. Diese mag es zwar in Bamberg vielleicht auch geben, doch in erster Linie gelten hier für eine solche Bezeichnung andere Kriterien. Die durchschnittliche, bausubstanzliche Situation an den Schulen der Weltkulturerbestadt entspricht einer Mischung aus Wilhelmsplatz und dem abgerissenen Schleusenhaus. Bei der Statik manchen Schulturnhallen-Flachdachs wünscht man sich als Bamberger Schüler wohl sogar auf die Nordtribüne der Stechert-Arena, wo ohne Bedenken normal nur Fans von Gastmannschaften sitzen dürfen. Und auch wenn kritische Themen wie Bildung und Schule im Zweifelsfall immer im Verantwortungsbereich von Bürgermeister Hipelius liegen, lässt es sich OB Starke nicht nehmen, großartige Ideen selbst zu präsentieren.

Über die Pressestelle der Stadt erreichte uns ein Schreiben des Oberbürgermeisters. In diesem schlägt er vor, den Unterricht baufälliger Bamberger Schulen, wie zum Beispiel der Graf-Stauffenberg-Realschule, unter die Kettenbrücke zu verlegen. Das als faktisch reine Fußgängerbrücke ohnehin zu breit geratene Bauwerk biete Sommer wie Winter Schutz vor Niederschlägen, die Temperaturen im Hochsommer sind dort auch erträglicher als in asbestisolierten Flachdachbauten und der Schwimmunterricht könnte direkt vor Ort stattfinden.

Mit dieser Verlegung könnten, so das Stadtoberhaupt weiter, die Kosten des Kettenbrückeneubaus nicht nur deutlich reduziert werden, denn selbst wenn man die Kettenbrückenkosten vom Investitionsstau an Bamberger Schulen abzieht, bleibt ein Plus von ca. 80 Millionen Euro. Und diese 80 Millionen Euro könnten dann für sinnvolle Dinge ausgegeben werden.

Wir empfehlen nun auch dem einen oder anderen Stadtrat Bambergs die Teilnahme am Unterricht unter der Kettenbrücke, denn frische Luft hat noch keiner Gehirnzelle geschadet. Und vielleicht hilft sie bei der nächsten Prioritätensetzung….

One Response auf “Lösung für Problemschulen in Bamberg”

    KlaRa sagt:

    Da braucht es schon ein bißchen mehr als frische Luft…
    LAUER Wind und STARKE Flaute bringen nix!

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