Archive for Juni, 2011
Montag, 27. Juni 2011
- Es stimmt nicht, dass sich die Brose Baskets schonmal pauschal für die nächsten fünf Jahre als Deutscher Basketballmeister ins Goldene Buch der Stadt eingetragen haben.
- Es stimmt nicht, dass Alice Cooper bei seinen Bühnenprogrammen wild mit Bamberger Waffen herumballert.
- Es stimmt nicht, dass das Handelsgebiet um den Laubanger, Fußgängerzone werden soll.
- Es stimmt nicht, dass der Maxplatz auf Dauer hinter Molton versteckt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass die Bamberger Polizei zukünftig Schwerstverbrecher auf ihrem Fahrrad-Gepäckträger in Haft fährt.
- Es stimmt nicht, dass das Stadtmarketing den Bamberger Tornado als jährliches Event etablieren möchte.
- Es stimmt nicht, dass Arnd so heiß ist, dass er inzwischen verkohlt ist.

Es stimmt nicht, dass durch den heftigen Sturm, Teile der Landesgartenschau in Bischberg gelandet sind.
Samstag, 25. Juni 2011
Bamberg ist bereits jetzt bundesweit in aller Munde. Deutscher Basketballmeister, die Landesgartenschau steht vor der Tür und die Kettenbrücke ist inzwischen zum wertvollsten Baukunstwerk nach Dom und Kloster Michelsberg aufgestiegen. Doch was nun ansteht, dürfte weit über die Grenzen Deutschlands, auf jeden Fall bis nach Rom schallen, von wo aus auch das Echo zu erwarten ist.
Pünktlich zu seinem 189. Todestag am heutigen Samstag hat Rainer Lewandowski in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Bamberg ein 857-seitiges Werk veröffentlicht, in dem er bei Papst Benedikt XVI. die Heiligsprechung E.T.A. Hoffmanns fordert. Wie zu erfahren war, macht er in seiner monumentalen Abhandlung über seinen Vorgänger am Stadttheater auch keinen Hehl daraus, dass die Seligsprechung noch fehle. In einem Kapitel begründet er aber ausführlich, warum E.T.A. Hoffmann im Unterschied zu allen anderen Heiligen diese Bedingung auch nicht erfüllen muss. Seit Jahrzehnten, so der Intendant des Stadttheaters weiter, habe er persönlich dafür gesorgt, dass viele Einwohner der Domstadt nicht Heinrich und Kunigunde, sondern E.T.A. Hoffmann für den Stadtheiligen der Weltkulturerbestadt halten.
Im letzten Kapitel seines Buches geht Lewandowski dann noch darauf ein, wie wichtig es für die Kulturlandschaft Europas und der Welt wäre, wenn die Intendanten des Bamberger Theaters in Form einer Art Erbheiligsprechung automatisch mit Tod in den Himmel der Heiligen aufsteigen dürften.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Tag 1 nach dem großen Sturm durch die Weltkulturerbestadt ist fast vorbei. Zahlreiche Schäden im gesamten Stadtgebiet sind, so müssen auch wir eingestehen, nicht Resultat Bamberger Baupolitik, sondern naturbedingt. Noch bevor morgen die großen Aufräumarbeiten beginnen, dringen aus der Stadtverwaltung die ersten Ideen, die man direkt im Zuge der anstehenden Aufräumarbeiten umsetzen möchte. Der Zeitpunkt ist günstig und man möchte für den nächste Orkan gewappnet sein, klingt es gewohnt erfolgsversprechend aus der Pressestelle. Über einen redseligen Kontaktmann zur Stadtspitze konnten wir von folgenden Zukunftsprojekten erfahren:
- Da sich die Wiedererrichtung des schwer verwüsteten Hains kaum rentiert, soll er nun komplett niedergebrannt werden, damit dort Parkplätze für die Stechert-Arena entstehen können.
- Himmel sei Dank habe man seitens der Stadt rechtzeitig baufällige Objekte wie das Schleusenhaus auf dem Gelände der Landesgartenschau abgerissen, denn es hätte den gestrigen Sturm wahrscheinlich ohnehin nicht überstanden. Aus Sicherheitsgründen sollen nun auch kurzfristig baufällige, alte Ruinen im Bereich Lange Straße / Heller Straße abgerissen werden, bevor sie – garantiert – dem nächsten Unwetter zum Opfer fallen.
- Der Wilhelmsplatz, auf dem mehrere Bäume beschädigt wurden, einer sogar völlig entwurzelt quer auf den Heinrichsdamm fiel, soll nach Vorbild des Maxplatzes gestaltet werden, denn dieser habe den Orkan – dank großer politischer Bemühungen bei der jahrzehntelangen Ausgestaltung – schadlos überstanden.
Auch der Bamberger Hauptfriedhof ist völlig zerstört. Da sich von dort aber noch niemand beschwert hat, wird mit den Aufräumarbeiten aber erst nächste Woche begonnen.
Sonntag, 19. Juni 2011
- Es stimmt nicht, dass man im Hain nun seine eigene Bank mitbringen muss.
- Es stimmt nicht, dass Hundehaufen in Bamberg zu Kunst zählen.
- Es stimmt nicht, dass man am Grünen Markt den Salat nachgeschmissen bekommt.
- Es stimmt nicht, dass Magda und Schorsch Dotterweich ab sofort Studioleiter bei Uni-vox-Radio sind.
- Es stimmt nicht, dass man die Mannschaft ALBA-Berlin mit Bamberger-Gratis-Bier bestochen hat, damit sie das Finalspiel verlieren.
- Es stimmt nicht, dass bis Dezember die Meisterschaft gefeiert werden soll, nur um die Sperrzeitverlängerung zu umgehen. (Anm.d.Red.: Schade eigentlich!)
- Es stimmt nicht, dass der Maxplatz in Wolfgang-Heyder-Platz umbenannt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass die Brose Baskets für die kommende Saison keine Sponsoren mehr aufnehmen.
Montag, 13. Juni 2011
- Es stimmt nicht, dass die Schlossallee bei Monopoly durch die Kettenbrücke ersetzt werden soll
- Es stimmt nicht, dass das Weinfest am Maxplatz zum Heulen war.
- Es stimmt nicht, dass die nächste Nationalhymne bei einem Brose-Baskets-Spiel Daniel Kühblböck singt.
- Es stimmt nicht, dass man bei archaeologischen Ausgrabungen in Bamberg, den Bahnhof Stuttgart 21 gefunden hat.
- Es stimmt nicht, dass man die Kettenbrücke bei ebay anbietet.
- Es stimmt nicht, dass jede Mannschaft beim Bamberger Pfingstcup eine Harmoniebeauftragte braucht.
- Es stimmt nicht, dass Herbert Lauer nur deswegen bei der “Grauen Horde” mitspielt, weil er der Namensgeber ist.
- Es stimmt nicht, dass sechs Mannschaften beim Pfingstcup das Turnier vorzeitig verlassen haben, weil Dr. Helmut Müller die Preisverleihung macht..
- Es stimmt nicht, dass Pfingstmontag dieses Jahr auf Sonntag fällt.
![12062011078[1] Es stimmt nicht, dass man im DG großen Wert auf Mundhygiene setzt.](http://news.figurenkabarett.de/wp-content/uploads/2011/06/120620110781-300x225.jpg)
Es stimmt nicht, dass man im DG großen Wert auf Mundhygiene setzt.
Montag, 6. Juni 2011
Auch in unseren Figurenkabarett-Programmen ließen wir den Bamberger SPD-Politiker und Sportmoderator Dieter Pfeifer als Figur in Erscheinung treten, natürlich nie wegen böswilligen Absichten. Dieter Pfeifer war eben eine original Bamberger Type und solche Unikate braucht man in einem Kabarett. Er selbst hat sich als Figur noch bei der Brose-Baskets-Weihnachtsfeier im Dezember 2010 erleben dürfen.
Wir werden die “Figur” Dieter Pfeifer selbstverständlich aus unseren Programmen nehmen.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Albert & Florian Herrnleben
Sonntag, 5. Juni 2011
- Es stimmt nicht, dass der Frühjahrsplärrer ab dem kommenden Jahr auf dem Glaskontorgelände stattfinden soll
- Es stimmt nicht, dass in Bamberg die “Kirche” ins Kleinkunstmilieu abgerutscht ist.
- Es stimmt nicht, dass die Brose Baskets nur deshalb ihr erstes Finalspiel gewonnen haben, weil die Mannschaft von Alba Berlin Mitleid hatte, da sie dachte, Gotthilf Fischer wäre unser Cheerleader.
- Es stimmt nicht, dass sich die Mitglieder der NPD beim diesjährigen Parteitag in Bamberg, ins Goldene Buch der Stadt eintragen dürfen.
- Es stimmt nicht, dass gegenüber von der Konzerthalle ein Schrottplatz eingerichtet wird.
- Es stimmt nicht, dass das Kindertheater Chapeau Claque gegen das Bayerische Kultusministerium klagen will, weil es bei den diesjährigen 66.000 Tausend Euro aus dem Kulturfonds nicht berücksichtigt wurde.
- Es stimmt nicht, dass ein Hobby-Archäologe im Rathaus am Maxplatz auf Spuren von Neandertalern gestoßen ist.
- Es stimmt nicht, dass Frau Hottelmann-Schmidt als Zeitzeugin für den Scherbenfund am Sonnenplätzchen befragt wurde.
- Es stimmt nicht, dass die Stadt Bamberg die Eintrittsgelder an ihre Mitarbeiter erstattet, die Herrnlebens Figurenkabarett besuchen.
- Es stimmt auch nicht, dass Rainer Lewandowski diesmal wegen den Theatertagen keine Rolle übernehmen konnte.
- Es stimmt ebenfalls nicht, dass Herr Rakette ab sofort seine Leserbriefe unter dem Pseudonym “Walter Walther” schreibt.
Mittwoch, 1. Juni 2011
Ein typisches Bamberger Ehepaar? – Sie verkauft heimisches Obst wie Bananen, Mangos und Ananas auf dem Marktplatz in Bamberg. Er verbringt die meiste Zeit in einer Bamberger Brauereigaststätte und kümmert sich um das Marketing. Eingefleischten Fans von Herrnlebens Figurenkabarett dürfte klar sein, um wen es sich handelt. Magda und Schorsch Dotterweich, die Vorzeigebamberger dürfen natürlich auch im neuesten Programm von Florian und Albert Herrnleben nicht fehlen. Am kommenden Samstag feiert „Fei Obochd 2.0“ Premiere im Figurenkabaretttheater im ATRIUM am Bahnhof in Bamberg. Um 20 Uhr öffnet sich der Vorhang im ehemaligen Chinesen am Haupteingang.
Seit zwei Jahren rechnen Florian und Albert Herrnleben charmant, aber deutlich mit der Weltkulturerbestadt und ihren Einwohnern ab, nehmen die hiesige Politik auf Korn und riskieren mit ihren Szenen den Unmut mancher städtischer Einrichtung. Viele Figuren aus ihren Programmen haben zwischenzeitlich fast Kultstatus, ihre Showband mit dem Namen Skelodas (angeblich seit 1523) ist inzwischen weit mehr als nur ein Geheimtipp. Am kommenden Samstag steht nun erstmals das neue Programm auf dem Plan: Fei Obochd 2.0 verspricht – wie auch seine Vorgängerprogramme – wieder zwei Stunden fränkische Kabarettunterhaltung. In vielen Szenen dreht sich diesmal wieder alles um Bamberg, Franken, Baustellen, Brücken, die Landesgartenschau, die Oberbürgermeisterwahl und vieles mehr. Als Fortsetzung des ersten Programms kommen aber natürlich nicht nur Besucher auf ihre Kosten, die auch „Fei Obochd 1.0“ gesehen haben. Extra produzierte Videosequenzen zwischen den Szenen zeigen, warum Lisbeth Eichfelder ein gebrochenes Bein hat und warum sich Franz lieber einen Döner holt als mit seiner Frau zu Hause zu essen. Natürlich werden auch Gunda, Schorsch und Magda, die Stadtführerin, Kasperl und Seppl mit von der Partie sein, wenn sich am Samstag, den 4. Juni um 20 Uhr der Vorhang im ATRIUM öffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro. Und wer wissen will, wer Walter ist, der muss am Samstag selbst kommen ….
Karten kann man am besten direkt hier reservieren. Wir freuen uns!
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