Archive for Juli, 2011
Sonntag, 31. Juli 2011
- Es stimmt nicht, dass Werner Kohn einen Bildband über die Tiefgarage am Georgendamm herausbringen möchte.
- Es stimmt nicht, dass das komplette Gärtnerviertel unter ein Glasflachdach kommen soll, damit man jedem einzelnen Radieschen beim Wachsen zuschauen kann.
- Es stimmt nicht, dass OB Starke mit dem Fahrrad den Jakobsweg abfahren möchte.
- Es stimmt nicht, dass die Sterzermühle, ohne jegliche Renovierung, als Studentenwohnheim dienen soll.
- Es stimmt nicht, dass Studierende in Bamberg, bis ihre neuen Behausungen fertig sind, Baumhäuser auf der Erbainsel errichten dürfen.
- Es stimmt nicht, dass das Kulturamt dem Kindertheater Chapeau Claque eine Einzusgermächtigung von seinem Konto erteilt hat, um der jährlichen Förderungsnachfrage aus dem Weg zu gehen.
- Es stimmt nicht, dass wenn die Bamberger Silvaner-Trauben keine Sonne mehr abbekommen, der Ertrag als St.Michaels Essig-Essenz in den Verkaufsregalen angeboten werden soll.
- Es stimmt nicht, dass Rainer Lewandowski, nach Rückkehr der Altenburg-Vampire, über ein Musical nachdenkt, welches Dracula und seine Zeit in Bamberg veranschaulichen soll.
- Es stimmt nicht, dass der Buger Trinkbrunnen extra für Menschen in Pakistan errichtet wurde.
- Es stimmt nicht, dass die Gebeine der Heiligen Kunigunde nach Kaufungen umgebettet werden sollen
Mittwoch, 27. Juli 2011
Kein ganzes Jahr bleibt mehr Zeit bis zur nächsten Oberbürgermeisterwahl. Während die SPD wohl grundsätzlich hinter dem amtierenden OB Andreas Starke steht, weiß man bei der CSU bisher nur, wer es sicher nicht machen will oder soll. Grüne und Freie Wähler wollen wohl, so sieht es aus, die Sommerpause nutzen, um noch einen aussichtsreichen Überraschungskandidaten zu malen.
Die Redaktion der RundfunkAnstalten Franken möchte die ruhigere Sommerzeit dazu nutzen, um selbst mögliche Kandidaten zu finden und sie in unregelmäßiger Folge sachlich und journalistisch sauber hier auf unserer Webseite vorzustellen. Ob diese am Ende wirklich im Wahlkampf gegen Andreas Starke um den berühmten Bamberger Thron kämpfen, bleibt abzuwarten, doch Chancen dürften alle unsere Kandidaten wohl sicher haben.
Unser erster Kandidat ist Georg (Schorsch) Dotterweich.
Wir trafen ihn zu einem kurzen Interview in einer berühmten Bamberger Brauereigaststätte.

Schorsch Dotterweich. - OB-Kandidat 2012?
RAF: Sehr geehrter Herr Dotterweich, …
G.D.: Sie könna ah Schorsch soong..
RAF: Lieber Schorsch! – Sie wollen also Oberbürgermeister werden?
G.D.: Wos hast wolln? Ich hob hald ghört, dess die kann annern alsn Starke findn, naja, und nocherd hob ich mer gedochd, dess ich des notfalls ah machen könnert.
RAF: Notfalls?
G.D.: Naja, mein Draumberuf is des net unbedingt. Am liebstn hädd ich ja mei Ruh. Obä ich hob ah ghört, dass mer die scho ah hod als OB. Für’s stressicha Zeuch hod der Starke ja ah zäm Beispeil sein zweidn.
RAF: Bürgermeister Hipelius.
G.D.: Naa, ich maan den Lauer.
RAF: Der sitzt nur noch einfach so im Stadtrat.
G.D.: Mer däff einfach so im Stodtrod hockn?! – Macht ah nix, bei mir krächerd der scho widder wos zäm doh.
RAF: Und was wären ihre politische Ziele für die ja doch recht lange Amtszeit von 8 Jahren?
G.D.: Waaß ich doch etz nuch net. Müsstmer dann halt mol schaua. Ich hob mer überlecht, des vielleicht der Starke des donn nuch a weng mit mir gemeinsam machn könnt, bis ich halt waaß, wer und woss und wo. Maana Sie, der kennt sich doh überhaupts aus?
RAF: Vielen Dank für das Interview!
G.D.: Däff ich nuch jemandn grüßn?
Dienstag, 26. Juli 2011
Wenn man an so einem sonnigen Tag wie heute, durch die Bamberger Innenstadt geht, herrscht ungeordnetes und turbulentes Treiben unzähliger Sonnenanbeter. Es ist natürlich verständlich, dass die wenigen Sonnenstrahlen, die man uns heutzutage gönnt, jedermann ins Freie zieht. Doch gerade zur Rush-Hour, zwischen 11.30 und 15 Uhr, nehmen diese Menschenmassen in der Fußgängerzone und im näheren Umkreis dramatisch überhand. Wenn man hier nicht eingreift, können Panikanfälle, Aggressionen und katastrophale Menschenschlachten die Folgen sein. Um Mittagspäuslern der innerstädtischen Unternehmen freie Bahn in der Fußgängerzone zu gewähren, wird gebeten, dass sich folgende Gruppen an ihrem jeweiligen Stützpunkt treffen und dort die Sonne genießen:

- Bamberger A-Promis: Innenhof der Gaststätte “Sternla”
- Bamberger B- und C-Promis: Café Rondo
- Studenten der Geistes- und Kulturwissenschaften: Hain-Liegewiese oder eigene Uni-Innenhöfe
- Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik, sowie Schüler des Dientzenhofer Gymnasiums, der Heidelsteig- und Pestalozzischule: Troppauplatz
- Studenten der Humanwissenschaften: Uferwiesen am Schiffbauplatz
- Schüler der Domschule: Brüstung der Unteren Brücke
- Schüler des Claviusgymnasiums und der Maria-Ward-Schule: Pausenhof des Claviusgymnasiums
- Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums: Jahnwiese
- Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums: Stillgelegter Garten des ehem. Mahrs-Bräu-Kellers
- Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums: Altenburg
- Schüler der Rupprecht- und Erlöserschule: Bahnhofsvorplatz
- Schüler der Graf-Stauffenberg-Schulen und des Eichdorff-Gymnasiums: Munteres Mischen auf beiden Schulhöfen
- Schüler der Luitpoldschule: Böhmerwiese
- Schüler der Gangolfsschule: ZOB
- Schüler der Kaulbergschule, des Theresianum und Marianum: Kreuzgang des Karmelitenklosters
- Hartz-IV-Empfänger und Schülerinnen der Englischen Fräulein: Gabelmann
Die Stützpunkte dürfen nach 15 Uhr, bitte in sauberem Zustand, wieder verlassen werden!
Außerdem gibt es noch Folgendes zu beachten:
- Freibäder dürfen natürlich genutzt werden. Allerdings wird gebeten, sich 2 Tage vorher bei den Stadtwerken anzumelden!
- Kinder im Vorschulalter sollten in dieser Zeit in ihrer Kindertagesstätte oder zu Hause verweilen!
- Senioren werden gebeten sich während der Rush-Hour in ihren Pflegeeinrichtungen, zu Hause oder im Rosengarten-Cafè zu verstecken!
- Falls nach 15 Uhr immer noch unkontrolliertes Treiben in der Innenstadt herrscht, werden die Vernünftigen gebeten, sich auf Bierkeller in Stadt und Landkreis zu verteilen!
- Berufsschüler nehmen bitte den Stützpunkt ihrer ehemaligen Schule!
- Auswärtige Schüler mögen bitte die Landbusse nehmen und in ihr Kaff fahren!
Ganz wichtig ist noch:
Der Maxplatz sollte bitte menschenleer sein. Zum einen, um Touristen nicht den Blick auf den schönsten Platz der Stadt zu verstellen, und zum anderen weiß man nie, wie schnell man sich für ein Event auf dem Rathausvorplatz entscheidet und in windeseile etwas aufgebaut werden muss.
Sonntag, 24. Juli 2011
- Es stimmt nicht, dass Wilhelm Tell im Berggebiet sein Unwesen treibt.
- Es stimmt nicht, dass man sich am Wilhelmsplatz, aus Kostengründen, für einen Halbkreisverkehr entschieden hat.
- Es stimmt nicht, dass man auf dem LGS-Gelände auch ein Beet mit versteckten Kosten anlegen will.
- Es stimmt nicht, dass Queen Elizabeth höchstpersönlich die Werner-Kohn-Ausstellung eröffnet hat.
- Es STIMMT aber, dass man für die Werner-Kohn-Ausstellung in der Georgendamm-Tiefgarage ein Navi braucht, um alle Fotos zu sehen.
- Es stimmt nicht, dass Werner Kohn als Lohn statt Geld einen Elektrorasierer bekommen hat.
- Es stimmt nicht, dass man als Kraftfahrer auf der A73, am besten immer ein Schlauchboot mitführen sollte.
- Es stimmt nicht, dass man den Zustand der Sterzermühle so belassen und das Bauwerk in den Skulpturenweg integrieren möchte.
- Es stimmt nicht, dass man sich aufgrund der Wetterlage, schon jetzt mit Streusalz eindecken sollte.
Sonntag, 17. Juli 2011
- Es stimmt nicht, dass “Bamberg zaubert” nächstes Jahr in Hallstadt stattfindet.
- Es stimmt auch nicht, dass OB Starke als Hauptact auf der großen Showbühne aufgetreten ist und gesungen hat.
- Es stimmt nicht, dass Radio Bamberg für den Sonntag sicherheitshalber 34°C und herrlichen Sonnenschein gemeldet hat.
- Es stimmt nicht, dass Innenstadtanwohner vom Stadtmarketing gebeten wurden, die P&R-Parkplätze an der Breitenau zu nutzen.
- Es stimmt nicht, dass die Sparkasse zu einem Treffen mit ETA-Hoffmann-Theater und Vedag eingeladen hat, um über moderne Sanierungsvarianten zu sprechen.
- Es stimmt nicht, dass der Tourismus & Kongress Serice vorgeschlagen hat, die neue Bahnstrecke an den Sehenswürdigkeiten Bambergs vorbeizuführen.
- Es stimmt nicht, dass das Stadtmarketing fordert, dass bis nächstes Jahr die komplette Bamberger Innenstadt überdacht wird.
Mittwoch, 13. Juli 2011
Es scheint zu Ende, noch bevor es richtig begonnen hat. Wie heute bekannt wurde, haben die Investoren in den letzten Tagen nicht nur aus der Bürgerschaft Bambergs rauhen Gegenwind erfahren. Nachdem man sich nun erstmals auch direkt in Bamberg ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat, stellte man überrascht fest, dass bereits direkt gegenüber der geplanten neuen Citypassage ein hervorragendes Einkaufsparadies liegt. Die Bamberger Theatergassen scheinen für einen jahrelangen Konkurrenzkampf gewappnet, den es kaum aufzunehmen lohnt.
Das ist aber nur der Anfang. Wir haben versucht, die verschiedenen Gerüchte, Ideen und Konzepte der letzten Stunden für unsere Leser zusammenzufassen:
- Da der Investor festgestellt hat, dass eben gegenüber bereits die Theatergassen florieren, möchte er stattdessen im Bereich zwischen Lange Straße und Frank Ludwig Straße ein zwölfstöckiges Parkhaus nach dem architektonischen Vorbild des Kreiswehrersatzamtes bauen.
- Peter Klappan gab bekannt, dass, sollte dort ein Parkhaus genehmigt und gebaut werden, er seine Tiefgarage, die er unter Schönleinsplatz bauen wollte, in Hallstadt vergräbt.
- Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, fragt, ob in den geplanten Parkhäusern und Tiefgaragen auch gastronomische Angebote gutbürgerlicher Art angesiedelt werden würden, weil er sich wünschen würde, dass dort dann auch…..
- Die Pressestelle des OB sagte, der OB würde meinen, dass er es wichtig fände, wenn man nach langer Parkplatzsuche dann auch die Möglichkeit geboten bekäme, sich direkt vor Ort zu stärken.
- CSU- und SPD-Fraktion meinen, dass es für sie nur darauf ankäme, dass es dem Oberbürgermeister gefällt.
- Freie Wähler und Grüne sind dagegen! (Rückfrage der Redaktion: Wogegen? – Antwort: Dagegen!)
- Das Stadtmarketing würde gerne eine “Abrissparty an der Stadtmauer” organisieren. Klaus Stieringer geht bereits fest davon aus, dass er bei einem derartigen Event mit rund 200.000 Gästen in Bamberg rechnen würde.
- Radio Bamberg hat bereits ein vom Betreiber eines Bordells auf 5 Jahre festgesetztes Werbebudget, falls dort ein Edelpuff entsteht.
- Der Baureferent würde gar nichts abreißen, sondern über das Gebiet eine Brücke von der Langen Straße zur Franz-Ludwig-Straße bauen. Übung kann ja nicht schaden, meint er.
Wir hören uns selbstverständlich weiter um….
Montag, 11. Juli 2011
Wie einer aktuellen Pressemitteilung zu entnehmen war, verabschiedet sich die Fraktion der CSU nicht nur vorübergehend in die Sommerpause. Die Fraktionsspitze sieht nach dem plötzlichen Ausstieg von Daniela Reinfelder keinen Sinn mehr darin, die Oppositionsarbeit fortzusetzen. Deshalb würden sich die übrigen Fraktionsmitglieder ab dem Herbst nutzbringenderen Aufgaben wie dem Vertrieb von Weichspülmittel oder dem Hin- und Herwerfen von Softbällen widmen. Damit könnten sie sich, so die Pressemitteilung weiter, problemlos bis zum Ausscheiden Starkes aus dem Amt des Oberbürgermeisters beschäftigen, um dann frühestens 2020 gestärkt in den Stadtrat zurückzukehren.
Oberbürgermeister Andreas Starke begrüßte über seine Pressestelle diese Entscheidung. Das Stimmrecht der CSU würde er weiterhin selbstverständlich verantwortungsbewusst wahrnehmen. Eine Stellungnahme der zweitstärksten Fraktion im Bamberger Stadtrat, der SPD, war leider nicht zu bekommen, weil deren Mitglieder sich noch im Winterschlaf befinden.
Ade, CSU!
Sonntag, 10. Juli 2011
- Es stimmt nicht, dass Daniela Reinfelder nun für das Oberbürgermeisteramt in Gaustadt kandidiert.
- Es stimmt nicht, dass der Dom in Notre Dame umbenannt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass der Erba-Steg nun Teil eines Klettergartens werden soll.
- Es stimmt nicht, dass man zukünftig in Bamberg ganz auf Brücken verzichten möchte.
- Es stimmt nicht, dass die NPD ihren Parteitag nun im Asta-Vereinsheim “Balthasar” abhalten möchte.
- Es stimmt nicht, dass man an der Jahn-Spitze dauerhaft einen City-Beach einrichten möchte.
- Es stimmt nicht, dass sich Erzbischof Schick drei Esel als Haustiere hält.
Dienstag, 5. Juli 2011

Heute vor 61 Jahren wurde Luitpold Rupprecht Heinrich Prinz von Bayern (* 14. April 1951 in Schloss Leutstetten, Starnberg) gezeugt. Er ist ein Urenkel des letzten Königs von Bayern, Ludwig III. und damit auch Ururenkel des berühmten Bamberger Reiters. Hier ein Originalautogramm vom Ururopa.
Sonntag, 3. Juli 2011
- Es stimmt nicht, dass Erzbischof Schick, nachdem er jetzt nicht zum neuen Kirchenoberhaupt in Berlin gewählt wurde, zusammen mit seiner Tochter, eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnet.
- Es stimmt nicht, dass Oberbürgermeister Starke nach Monaco gereist ist, damit sich das neue Fürstenpaar in das Goldene Buch der Stadt Bamberg einträgt.
- Es stimmt nicht, dass die Bamberger Symphoniker obdachlos sind, weil sie auf dem Maxplatz spielten.
- Es stimmt nicht, dass die erst in der Langen Strasse geplante Flaniermeile, nun kurzerhand in die Hallstadter Strasse verlegt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass sich Bamberg nun die 440-Hügel-Stadt nennt.
- Es stimmt nicht, dass aus Dankbarkeit an die Brose-Fans, jeder Dauerkartenbesitzer einmal im Jahr die Stechert-Arena für eigene Zwecke kostenfrei nutzen darf.
- Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke speziell, aufgrund ihres Wertes, von der Unesco zum Weltkulturerbe-Einzeldenkmal ernannt wird.
- Es stimmt nicht, dass man in der Brauerei Spezial 475 Jahre altes Bier ausschenkt.
- Es stimmt nicht, dass alle Besucher von Canalissimo bis zum Kanal voll waren.
- Es stimmt nicht, dass die Pläne für das Quartier an der Stadtmauer, äh – nun – ja, also: Es stimmt halt einfach nicht!
Und hier noch Sonderdementis zur heutigen Podiumsdiskussion “Kultur in Bamberg” mit Staatsminister Heubisch:
- Es stimmt nicht, dass Nora E. Gomringer im Staatsministerium für Wissenschaft gezeugt wurde.
- Es stimmt nicht, dass OB Starke die vierte Säule der Bamberger Kulturlandschaft vergessen hat.
- Es stimmt auch nicht, dass er das alte Hallenbad zu einem Kulturzentrum umbauen möchte.
- Es stimmt auch nicht, dass er eine Souffleuse hatte, die ihm über einen Knopf im Ohr seine Statements einflüsterte.
- Es stimmt nicht, dass die FDP Edeka-Prospekte ausgelegt hatte.
- Es stimmt nicht, dass die Alte Hofhaltung abgerissen und das Historische Museum ins Kreiswehrersatzamt verlagert werden soll.
- Es stimmt nicht, dass OB Starke deshalb nicht nach dem Domschatz fragte, weil Staatsminister Heubisch einen Domplatzmanager bezahlt.
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