08.02.2012, 02:17 Uhr

Wo ist Bambergs Mitte?

Scheint ja heiß diskutiert worden zu sein, wo denn die genaue geographische Mitte unserer Stadt liegt. Das Planungsamt meint, dass man sie in der Schützenstrasse finden könnte, genauer gesagt bei den Hausnummern 22-24. – Da wir von Natur aus etwas misstrauisch sind, haben wir uns eine Zweitmeinung von einem unabhängigen Sachverständigen eingeholt. Durch seine langjährige Erfahrung und spezielle Vorgehensweise, kam er zu folgendem Ergebnis:

 

 

Viele haben es ja eigentlich schon immer geahnt.

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Unterjoch

Während die eine Hälfte der Redaktion der RundfunkAnstalten Franken (RAF) dem heimischen Wetter trotzt und die Stellung im verregneten Bamberg hält, hat es sich die andere Hälfte nicht nehmen lassen, einen Kurzurlaub in den sonnigen Süden anzutreten. In Ruhe und Einsamkeit und nahezu abgeschnitten von der Außenwelt tankt unser Redaktionsmitglied Florian Herrnleben Kraft für die anstehenden Aufgaben. Die RundfunkAnstalten Franken haben aber keine Kosten und Mühen gescheut, um ein Interview (geführt über Buschtrommeln und Rauchzeichen) möglich zu machen.

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4.Teil

UNTERJOCH (Oberallgäu)

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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.

 

Red.: Hallo Florian!

Florian: Hallo nach Bamberg.

Red.: Du hast Dich ja wieder mal verdrückt, weil Dir das hiesige Wetter gewaltig auf den Sack geht. – In welches exotische, südeuropäische Land hat es Dich denn genau verschlagen?

Florian: Ins Oberallgäu, nach Unterjoch.

Red.: Aha. – Und? Schön da?

Florian: Ja, wir fühlen uns sehr wohl. – Es ist besser als daheim.

Red.: Tatsächlich?

Florian: Ja, es gibt hier kaum Touristen, keine Hassfurther, keine einzige Baustelle und nur theoretisch mehr ”Bäuerla”.

Red.: Theoretisch?

Florian: Ja, praktisch schaut es so aus, dass die alle ständig zum Einkaufen in die Stadt fahren, deshalb trifft man hier kaum Menschen an.

Red.: Hört sich ja ziemlich tot an!?

Florian: Ganz im Gegenteil. Man hört überall Kuhglocken…

Red: Ist ja idyllisch! – Kühe kennt man in Bamberg ja maximal vom Schlachthof.

Florian: Also die Kühe selbst konnten wir bisher noch nicht entdecken. Wir haben ja so den Verdacht, dass die Kuhgeräusche entweder  vom Band kommen oder ein 1,50-Euro-Jobber hinter einem Hügel steht und den ganzen Tag klingeln muss.

Red.: Ahja, wär ja auch mal eine Idee für Bamberg! – Gibt es irgendwelche Sehenswürdigkeiten?

Florian: Ich glaube, die größte Attraktion sind wir. – Seitdem wir angekommen sind, hängen die Nachbarinnen links und gegenüber nur noch am Balkon und glotzen uns in die Wohnung.

Red.: Vielleicht haben die ja auch einfach keinen Fernseher!?

Florian: Ich glaube, die sehen hier einfach selten Fremde.

Red.: Du bist ja nun schon zwei Tage da. Was willst Du Dir denn unbedingt noch ansehen?

Florian: Also, der Ortsfriedhof hier wurde mir wärmstens empfohlen. Den muss man wohl unbedingt mal gesehen haben.

Red.: Den Friedhof…!?

Florian: Ja – 200 Gräber mit nur drei verschiedenen Familiennamen: Klehrung, Klehring und Klahring. – Angeblich sind alle weder verwandt noch verschwägert.

Red.: Kulturell ist aber nichts geboten, nehme ich mal an?

Florian: Von wegen. Heute Abend spielt eine Laiengruppe im Feuerhaus-Theater. Da kommen wir mit unserem Stadttheater-Ticket bestimmt auch rein. “Bauerntheater ist Bauerntheater”, sagte schon E.T.A. Hoffmann.

Red.: Was wird denn gezeigt?

Florian: Keine Ahnung. Irgendwas mit Hamlet. Solll wohl die ganze Nacht gehen. Ich bin mal gespannt.

Red.: Na dann, viel Spaß noch und gute Erholung! – Bei uns ist übrigens strahlend blauer Himmel.

Florian: Na subber! – Danke und Gruß nach Bamberg!

 

Dieses Foto einer Grabstelle wurde uns nach dem Interview von unserem Redaktionsmitglied zur Verfügung gestellt.

Stützpunkte für Sonnenanbeter

Wenn man an so einem sonnigen Tag wie heute, durch die Bamberger Innenstadt geht, herrscht ungeordnetes und turbulentes Treiben unzähliger Sonnenanbeter. Es ist natürlich verständlich, dass die wenigen Sonnenstrahlen, die man uns heutzutage gönnt, jedermann ins Freie zieht. Doch gerade zur Rush-Hour, zwischen 11.30 und 15 Uhr, nehmen diese Menschenmassen in der Fußgängerzone und im näheren Umkreis dramatisch überhand. Wenn man hier nicht eingreift, können Panikanfälle, Aggressionen und katastrophale Menschenschlachten die Folgen sein. Um Mittagspäuslern der innerstädtischen Unternehmen freie Bahn in der Fußgängerzone zu gewähren, wird gebeten, dass sich folgende Gruppen an ihrem jeweiligen Stützpunkt treffen und dort die Sonne genießen:

  • Bamberger A-Promis: Innenhof der Gaststätte “Sternla”
  • Bamberger B- und C-Promis: Café Rondo
  • Studenten der Geistes- und Kulturwissenschaften: Hain-Liegewiese oder eigene Uni-Innenhöfe
  • Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik, sowie Schüler des Dientzenhofer Gymnasiums, der Heidelsteig- und Pestalozzischule: Troppauplatz
  • Studenten der Humanwissenschaften: Uferwiesen am Schiffbauplatz
  • Schüler der Domschule: Brüstung der Unteren Brücke
  • Schüler des Claviusgymnasiums und der Maria-Ward-Schule: Pausenhof des Claviusgymnasiums
  • Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums: Jahnwiese
  • Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums: Stillgelegter Garten des ehem. Mahrs-Bräu-Kellers
  • Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums: Altenburg
  • Schüler der Rupprecht- und Erlöserschule: Bahnhofsvorplatz
  • Schüler der Graf-Stauffenberg-Schulen und des Eichdorff-Gymnasiums: Munteres Mischen auf beiden Schulhöfen
  • Schüler der Luitpoldschule: Böhmerwiese
  • Schüler der Gangolfsschule: ZOB
  • Schüler der Kaulbergschule, des Theresianum und Marianum: Kreuzgang des Karmelitenklosters
  • Hartz-IV-Empfänger und Schülerinnen der Englischen Fräulein: Gabelmann

Die Stützpunkte dürfen nach 15 Uhr, bitte in sauberem Zustand, wieder verlassen werden!

Außerdem gibt es noch Folgendes zu beachten:

  • Freibäder dürfen natürlich genutzt werden. Allerdings wird gebeten, sich 2 Tage vorher bei den Stadtwerken anzumelden!
  • Kinder im Vorschulalter sollten in dieser Zeit in ihrer Kindertagesstätte oder zu Hause verweilen!
  • Senioren werden gebeten sich während der Rush-Hour in ihren Pflegeeinrichtungen, zu Hause oder im Rosengarten-Cafè zu verstecken!
  • Falls nach 15 Uhr immer noch unkontrolliertes Treiben in der Innenstadt herrscht, werden die Vernünftigen gebeten, sich auf Bierkeller in Stadt und Landkreis zu verteilen!
  • Berufsschüler nehmen bitte den Stützpunkt ihrer ehemaligen Schule!
  • Auswärtige Schüler mögen bitte die Landbusse nehmen und in ihr Kaff fahren!

Ganz wichtig ist noch:

Der Maxplatz sollte bitte menschenleer sein. Zum einen, um Touristen nicht den Blick auf den schönsten Platz der Stadt zu verstellen, und zum anderen weiß man nie, wie schnell man sich für ein Event auf dem Rathausvorplatz entscheidet und in windeseile etwas aufgebaut werden muss.

Picknick für Jedermann

Eine gute Idee mit dem Picknickkorb-Verleih, mit der Studenten bei dem Wettbewerb “5-Euro-Business” an den Start gehen wollen. Allerdings suchen die jungen Versuchsunternehmer noch Sponsoren um einen gewissen Standard an Equipment zur Verfügung zu haben, denn mit nur 5 Euro ist nicht viel hinterm Ofen vorzulocken.
Doch vielleicht könnte man ja die Geschäftsidee etwas weiter spinnen und das Sortiment, neben dem Standard-Korb, erweitern.
Für wohlhabende Kundschaft gibt es Luxusausführungen, die selbstverständlich dementsprechend teurer sind und die quasi Körbe, Decken, Geschirr, Gläser und natürlich die Nahrungsmittel einfach nebenher mit finanzieren, ohne dass es jemandem weh tut. Im Gegenzug kann man den nicht so vermögenden Interessenten preislich entgegen kommen.

Wir haben hier nun mal ein paar Beispiele aufgeführt, welche gerne in das Sortiment mit aufgenommen werden können (Preis jeweils für einen Zwei-Personen-Korb):

High-Society-Basket

Kosten: 200 €

Inhalt: 1 Flasche Rotkäppchen-Sekt, 1 Baguette, 100g Räucherlachs, 2 x 20g Butter, 1 Honigmelone, 2 Ferrero Raffaello Kokos-Milchcreme-Konfekt

Zubehör: Rattan-Korb, Kaschmir-Decke, Stoff-Servietten, 1 rote Kerze, Hutschenreuther Geschirr, Silber-Imitations-Besteck, Sektgläser

Bemerkung: Das Zubehör ist von der Kundschaft selbst mitzubringen.

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Standard-Korb

Kosten: 20 €

Inhalt: 2 Piccolo, 0,5 Liter Orangensaft, 1 Baguette, 50g Wacholderschinken, 50g Salami, 50g Camembert, 50g Emmentaler, 2 x 20g Butter, 300g Weintrauben, 2 Ferrero Rocher Haselnuss-Kakaocreme-Kugel

Zubehör: Weiden-Korb, Fleece-Decke, Zellstoffservietten (3-lagig), Petroleum-Lampe, IKEA-Geschirr und -Trinkgefäße, Besteck

Bemerkung: Das Geschirr ist gespült wieder zurückzubringen.

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Hartz-IV-Tüte

Kosten: 1,50 €

Inhalt: 2 x 0,3 Liter Mineralwasser (in Einwegflasche oder -dose), 2 Scheiben Brot vom Vortag, 10g Margarine, 30g Formfleisch-Vorderschinken, 1 Banane, 2 Stück Kinderschokolade Milchcreme-Schoko-Riegel

Zubehör: Plastik-Einkaufstüte, 2 FT-Doppelseiten, 2 Blatt Küchenrolle, 1 Teelicht, 1 Pappteller, 1 Einweg-Messer

Bemerkung:

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Daneben kann man selbstverständlich auch noch Specials anbieten, wie z.B.

EHEC-Korb

Einfach ein Korb voller spanischer Schlangengurken. Etwas für die ganz harten Typen, welche ihrer neuen Liebschaft auf ganz besondere Weise imponieren wollen.

Luft-und-Liebe-Korb

Für alle, die beim ersten Rendezvous das Essen einfach überspringen möchten und gleich zur Sachen kommen wollen. Inhalt: Eine Großpackung Kondome, ein Schächtelchen Viagra, Gleitcreme, Pornoheft und zwei Zigaretten für danach.

Für die Kleinen

Am besten eine Junior-Tüte von ………. oder ………. . Damit machen sie dem Nachwuchs eine Freude und mit was anderem sind sie eh nicht ins Freie zu locken.

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Wir hoffen, dass wir ein paar Anregungen geben konnten und wünschen den geschäftstüchtigen Studenten viel Erfolg!

Wird die Picknick-Idee ein Erfolg, könnte es auf der Hainwiese schon bald so aussehen.

Wird die Picknick-Idee ein Erfolg, könnte es auf der Hainwiese schon bald so aussehen.

Vorschlag für Themengarten

Die Landesgartenschau gewinnt immer mehr an Form und Gestaltung. An einst morastigen Stellen sprießen bereits die ersten Halme, wo sich vor gar nicht allzu langer Zeit ein paar verwahrloste Rehe tummelten, werden Bäumchen gepflanzt und wo vor einigen Jahren noch halbwüchsige Gaustadter Gras rauchten, wird ebensolches angebaut.

Muss ja auch so sein, denn in gut einem Jahr öffnen sich die Pforten zum neuen Bamberger Stadtteil und dann soll ja der ein oder andere Besucher auch etwas zu sehen bekommen.

Kleine Projektgärten sollen dem “i” dann noch das “Tüpfelchen” aufsetzen.

Die Redaktion der RundfunkAnstalten ist der Ansicht, wenn die Landesausstellung schon in Bamberg stattfindet, dann dürfte auch ein Projektgarten “Bier” nicht fehlen, denn was wäre Bamberg ohne sein Hauptnahrungsmittel? Es wäre quasi wie Löcher ohne Käse oder der Papst ohne Rom oder Haar ohne Suppe. – Also geht net!

Falls wir nun einen findigen Kopf auf eine Idee bringen, hier ein paar Gedanken von uns, wie so ein Themengarten “Bier” aussehen könnte:

  • Hauptaugenmerk des Ganzen, ist der zentrale Biersee. Ein etwa 2 Meter tiefer Tümpel, gefüllt mit Braukunst aller städtischen Brauereien. Eine unterirdische Zentrifuge sorgt dafür, dass auf dem Gewässer stets ein hellgelber Schaum schwimmt.
  • Als besondere Attraktion dürfen sich Kinder, bis zum Alter von 5 Jahren, in schwimmenden Bierfässern auf dem See treiben lassen. Den Erwachsenen ist es gestattet, täglich 1 Stunde vor Schließung des Geländes, den See mit Trinkhalmen zu leeren, denn die Grube wird selbstverständlich jeden Tag frisch befüllt.
  • Die Bepflanzung soll überwiegend aus Hopfen, Gerste, Weizen und vereinzelten Kastanienbäumen bestehen.
  • Selbstverständlich dürfen auch Tiere nicht fehlen. Geeignet für den Bier-Projektgarten wären: Blaukehlchen, Schnapsdrossel, der phlegmatische Biertümpel, Bierschnegel, Hopfkuckuck und Schluckspecht. 

 

Ein fast detailgetreuer Entwurf unseres Vorschlags

 

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Krakau

Solangsam bekommt man wieder das Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern kann mit dem Frühling. Die Sonne scheint nun wieder öfter, die ersten Blümchen sprießen aus den noch schlafenden Wiesen und auch das ein oder andere Bier genießt der Bamberger bereits vor einem Lokal. Der Winter wird also hier bald vergessen sein. Und weil wir wissen wollen, ob dies auch in anderen Ländern so ist, haben die RundfunkAnstalten Franken wieder einen ihrer Redaktionsmitglieder (diesmal den anderen) mit der Lufthansa verschickt und ihn interviewt.

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3.Teil

KRAKAU (Polen)

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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Albert Herrnleben.

Red.: Hallo Albert.

Albert: Tach!

Red.: Und? Guten Flug gehabt?

Albert: Ja, bissl stressig. Man kommt ja zu nix. Sind ja nur 1 1/2 Stunden Flugzeit. Hatte gerade mal eine Zahl im Sudoku herausgefunden.

Red.: Verstehe. – Wie sieht es denn nun so mit dem Frühling in Polen aus?

Albert: Noch keine Spur. Hier ist es ca. 10 Grad kälter, wie in Bamberg. – Man könnte fast glauben, dass die hier überhaupt keinen Frühling automatisch kriegen. Wahrscheinlich kriegen die ihn erst mit der ersten Sperrmüll-Fuhre aus Deutschland.

Red.: Stimmt. – Polen ist ja das Endlager für Deutschen Sperrmüll. Hast Du schon irgendwo was wieder erkannt?

Albert: Bin mir nicht ganz sicher. Also, das Bett in meiner Unterkunft könnte mal mein alter Kleiderständer gewesen sein.

Red.: Und wie sind die Leute so drauf?

Albert: Erinnern bissl an Bamberger. Auch sehr wortkarg. Aber das stört mich jetzt auch net so – ich versteh eh kein Polnisch.

Red.: Sonst noch irgendwie Ähnlichkeiten mit Bamberg, oder Unterschiede?

Albert: Also, die Burg ist hier schon zentraler als bei uns und Baustellen sind hier auch net so gehäuft präsent. Aber hier ist es auch ziemlich Katholisch. Naja, und der Johannes Paul II. ist hier Nationalheiliger. Der war ja mal Bischof in Krakau bevor er dann irgendwann nach Rom auswanderte. Bin mal gespannt, ob uns der Schick in Bamberg auch so an jeder Ecke mal verfolgen wird.

Red.: Und essenstechnisch?

Albert: Weiß schon was Dich interessiert: Nein, Schäuferla findet man hier nicht, aber schon auch deftige Sachen und das Bier ist auch trinkbar. Glaub, da habe ich es besser als Du in Deinem Andallia odä Fordewenndura. Und billiger ist es auch.

Red.: Jaja. – Und die Kneipen so?

Albert: Also die Kneipen an sich sind alle recht winzig. Man kommt sich oft vor wie in einem Wohnzimmer.

Red.: Das heißt, da kann man mit Jogginghose und Pantoffeln ‘rumlungern?

Albert: Quasi.

Red.: Okay.

Albert.: Gibt’s was Neues aus Bamberg?

Red.: Man kann Sperrmüll anmelden.

Albert: Ah, gut. Mach’ das mal, dann fahr’ ich mit den polnischen Kumpels in ihren weißen Bussen wieder nach Hause.

Red.: Alles klar. – Hoffentlich vergess’ ich’s net.

Albert: Falls doch, ich hab ja Deinen Wohnungsschlüssel, wenn die Kumpels dann mal wieder in Bamberg sind.

Red.: Ok ok. Ich melde an. – Dann bis die Tage. Tschö.

Albert: Cześć!

Unser Korrespondent reiste nicht alleine. Unser Bandmitglied begleitete ihn und nutzte die Freizeit zum Shoppen.

 

Aufruf an Bambergs Bürger

Einen ähnlich hochkarätigen Besuch eines Staatsmannes hat Bamberg seit “Bamberg zaubert” und Dr. a.D. zu Guttenberg nicht mehr gesehen. Der amtierende Bundespräsident Wulff möchte sich ein Bild vom einstigen Zentrum der Welt machen. Kurz vor dessen Eintreffen läuft nun im Rathaus die Zeit davon, weswegen die Bewohner der Welterbestadt um ihre Mithilfe gebeten werden. Folgende Maßnahmen wurden bereits getroffen bzw. müssen noch abgearbeitet werden. Freiwillige Helfer sollten sich bitte schnellstens mit uns in Verbindung setzen, wir leiten Sie dann entsprechend weiter.

  • Da der Maxplatz bis heute abend nicht mehr ansehnlich zu bekommen ist, wurde der Eintrag ins goldene Buch der Stadt ins alte Rathaus verlegt. Im dortigen Durchgang wäre es nur wichtig, dass eine Ladung Klosteine bzw. Dutfbäume ausgelegt werden.
  • Bis ins letzte Detail soll alles fein hübsch werden. Deshalb sind die städtischen Mitarbeiter schon seit den Morgenstunden unterwegs, um wirklich alle Straßenschilder im Blickfeld des Bundespräsidenten aufzupolieren. Die Stadtverwaltung bittet die Bürger der Stadt in diesem Zusammenhang darum, sich um Kaugummireste auf der Straße zu kümmern und diese gewissenhaft zu entfernen.
  • Damit die Fahrt durch Bamberg möglichst störungsfrei verläuft, bittet die Stadtverwaltung darum, Schlaglöcher vor der eigenen Haustür im Bereich der Sandstraße und des Dombergs provisorisch zu stopfen. Nehmen Sie hierfür Bauschaum oder feuchtes Katzenstreu.
  • Alle übrigen Bamberger Bürger werden gebeten, sich an und um den Baustellen der Stadt zu versammeln, dort die Straßen zu säumen und zu winken, um damit unser aller Staatsoberhaupt von dem einen oder anderen Schaden und Mangel abzulenken und diese zu verdecken.

Vielen Dank!

Perfektionismus, wo es perfekt sein muss! - Bambergs Stadtverwaltung lässt für den Präsidenten säubern.

Tipps zum Besuch des Bundespräsidenten

Am kommenden Dienstag besucht der Bundespräsident unsere kleine Provinzstadt. Sowas ist sicherlich nicht alltäglich und so mancher Bamberger ist jetzt schon ganz aufgeregt. Da das Staatsoberhaupt ja noch ziemlich frisch in seinem Amt und die Bevölkerung noch nicht ausreichend informiert ist, hier ein paar Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Ihnen der Bundespräsident über den Weg läuft:

  • Unser neuer Bundespräsident heißt Christian Wulff ! – Nicht, dass Sie ihn mit Herrn von Weizsäcker, Herrn Scheel oder gar Herrn Heuss ansprechen.
  • Die Frau an seiner Seite ist nicht Monika Wulf-Mathies. Offiziell heißt sie Bettina Wulff. Wenn allerdings die Chemie zwischen Ihnen und ihr stimmt, können Sie sie auch Bettina nennen bzw. wenn sie ganz dicke mit ihr sind auch Tini.
  • Verwechseln Sie ihn nicht mit (Dr.) Klaus-Theodor zu Guttenberg. Er ist es nicht, der angeblich bei seiner Doktorabreit abgeschrieben hat. Er hat überhaupt keinen Doktortitel.
  • Fragen Sie ihn nicht, ob sein Friseur schon hinter Gittern sitzt.
  • Fragen Sie ihn auch nicht, ob er der Mann aus der blend-a-med-Werbung oder der Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer ist.
  • Versuchen Sie einigermaßen Hochdeutsch zu sprechen. Der Mann ist gebürtiger Osnabrücker.
  • Auch wenn Sie es gut meinen, drücken Sie ihm nicht auf offener Straße einen Geschenkkarton (oder gar einen ganzen Kasten) vom Schlenkerla in die Hand.
  • Sollten Sie dem Bundespräsidenten in der Stechert-Arena begegnen: Nein, er sitzt nicht auf der falschen Seite. – Nein, er ist nicht ein neuer Aufbau-Spieler. – Nein, er ist nicht der Bruder von Chris Fleming.
  • Auch wenn sich zahlreiche Polizeibeamte in seiner Nähe aufhalten, der Mann ist kein Schwerverbrecher. Werfen Sie nicht mit Tomaten o.ä.
  • Halten Sie japanische Touristen mit ihren Kameras von ihm fern!
  • Gratulieren Sie ihm nicht zum Amt des Bamberger Oberbürgermeisters. Erst recht nicht, wenn Herr Starke daneben steht.

Und zum Schluss noch eine Fotografie des Deutschen Bundespräsidenten. Prägen Sie es sich gut ein!

 

Links: Das ist er nicht !! - Rechts: Das ist er: Christian Wulff.

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Bamberger Frühlingsgedanken

Wenn dä Himml longsom widder blau wärd
Und Dich die örschdn Sunnastrohln ausm Bedd kitzln
Wenn dä Nochbä den Rollsblidd vum Gehsteich kehrt
Und Du Deine Winterboods aufn Dochbodn raamst
Wärds solongsom Frühling

Wenn aaner vu die drei Könich an Ausfluch noch Gaustod mächt
Und die Baustell’ omm Wilhelmsblods widder zäm lebn oofängt
Wenn der Maxblods widder leer aussicht
Und die Glüweinbudn abgrissen wärn
Wärds solongsom Frühling

Wennsd Sehnsuchd hosd, Deina Fensdä zä budsen
Und Du die örschdn Reddichsooma auf Deim Balgon oobflansd
Wennsd schausd, ob Dir Dei Bikini nuch basst
Und Du Dir die Stechmuggnbadschn bereidlegst
Wärds solongsom Frühling

Wennsd vum Winderschloof nei die Frühjahrsmüdichkeit schlorchst
Und die örschd Amsel versuchd an Doon rauszäquätschn
Wennsd Deina Garrdnsdühl saubär mächst
Und Du des Verdägg vu Deim Cabrio aufmächsd
Wärds solongsom Frühling

Wennsd Dich auf die örschd Mooß aufm Spedsi-Källä freusd
Und Deina ressdlichn Weihnachdsblädsla auf dä Ärbärd verdaalsd
Wenn die Kuni auf der Undern Brüggn widder zä Grinsn beginnt
Und Dir scho wechä die nächsdn Weihnachtsgschängla Gedangn mächsd
Wärds solongsom Frühling

Stecherter Geruch in der Arena

Wenn in der Bamberger Arena ein Spiel der Brose Baskets auf dem Parkett dargeboten wird, brodelt es in der Spielstätte und die Stimmung wird angeheizt. Altbekannte Spielkommentatoren bemerken dann auch gerne während einer Begegnung: “Heute brennt die Halle wieder!”. Und nicht zu Unrecht wird die Zentrale Freak Citys, auch Frankenhölle genannt.

Dies nun als kleines Vorwort!

Am vergangenen Montag traten die Bamberger Basketballer gegen die Mannschaft aus Oldenburg an und in der Spielpause bemerkte man einen nicht unbedingt angenehmen Geruch. Experten fanden schnell heraus, dass Ammoniak-Gas mit im Spiel sein soll. Doch wie konnte es dazu kommen?

→ Ammoniak (ein Wasserstoff/Stickstoff-Gemisch) wird u.a. als Grundstoff für Düngemittel verwendet, welches die Pflanzen in sich aufsaugen und in pflanzliches Eiweiß umwandeln. Der Mensch wiederrum verspeist diese Pflanze und scheidet besagtes Eiweiß wieder aus. → Das Bundesligaspiel wurde von ca. 7000 Fans besucht. Jeder Freak hält sich durchschnittlich 135 Minuten in der Halle auf und geht ebenfalls durchschnittlich 1,5 mal pro Begegnung auf’s Stille Örtchen. Mannschaft, Trainer, Betreuerstab, Cheerleader, Security, Gastroleute, Verantwortliche, VIPs  etc., also Leute, die sich gratis in der Halle aufhalten, müssen verständlicherweise auch mal. Addieren wir also nochmal so an die 200 Personen dazu, die sich durchschnittlich 210 Minuten in der Arena aufhalten und 1,96667 mal auf’s Klo rennen. → Durch den reklametechnischen Ansporn der Stadtwerke Bamberg auf den Toiletten “Nutze Deine Energie!”, gibt sich natürlich jeder die beste Mühe und tut feuereifrig was er kann, denn man will ja einen der Hauptsponsoren nicht enttäuschen. → In der Halbzeitpause werden die Türen (sowohl die von den Toiletten, als auch die der Halle) geöffnet. Aus den Lokusräumen dringt das Gas in das Foyer und trifft dort auf die frische Luft von Außen und auf den Schwefel aus dem Höllen-Inneren. Und schon → brodelt es mehr denn je.

Eine andere Theorie: Die Mannschaft aus Oldenburg hat den Energielieferanten EWE als Hauptsponsor. Vielleicht war es nur eine natürliche chemische Reaktion, als die EWEs’ auf die Stadtwerke trafen. Warten wir ab, ob es morgen in Ludwigsburg zu einem ähnlichen Zwischenfall kommt, denn dann trifft die Bamberger Mannschaft auf EnBW. Leider ist dort nur die Anzahl der Bamberger Höllenbewohner geringer. Aber sie werden sicherlich wieder ihr Bestes tun und gehörig einheizen und unsere Mannschaft anfeuern.

Als Schlusswort verwende ich den legendären Satz des ehemaligen Hallensprechers Rudi Schultze:

“So, jetzt geben wir mal Gassss !!!”

Die chemische Strukturformel von Ammoniak. Vielleicht schon bald als Logo auf den Trikots der Brose Baskets.

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