08.02.2012, 03:36 Uhr

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Unterjoch

Während die eine Hälfte der Redaktion der RundfunkAnstalten Franken (RAF) dem heimischen Wetter trotzt und die Stellung im verregneten Bamberg hält, hat es sich die andere Hälfte nicht nehmen lassen, einen Kurzurlaub in den sonnigen Süden anzutreten. In Ruhe und Einsamkeit und nahezu abgeschnitten von der Außenwelt tankt unser Redaktionsmitglied Florian Herrnleben Kraft für die anstehenden Aufgaben. Die RundfunkAnstalten Franken haben aber keine Kosten und Mühen gescheut, um ein Interview (geführt über Buschtrommeln und Rauchzeichen) möglich zu machen.

______________________________________________________________

4.Teil

UNTERJOCH (Oberallgäu)

_________________________

Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.

 

Red.: Hallo Florian!

Florian: Hallo nach Bamberg.

Red.: Du hast Dich ja wieder mal verdrückt, weil Dir das hiesige Wetter gewaltig auf den Sack geht. – In welches exotische, südeuropäische Land hat es Dich denn genau verschlagen?

Florian: Ins Oberallgäu, nach Unterjoch.

Red.: Aha. – Und? Schön da?

Florian: Ja, wir fühlen uns sehr wohl. – Es ist besser als daheim.

Red.: Tatsächlich?

Florian: Ja, es gibt hier kaum Touristen, keine Hassfurther, keine einzige Baustelle und nur theoretisch mehr ”Bäuerla”.

Red.: Theoretisch?

Florian: Ja, praktisch schaut es so aus, dass die alle ständig zum Einkaufen in die Stadt fahren, deshalb trifft man hier kaum Menschen an.

Red.: Hört sich ja ziemlich tot an!?

Florian: Ganz im Gegenteil. Man hört überall Kuhglocken…

Red: Ist ja idyllisch! – Kühe kennt man in Bamberg ja maximal vom Schlachthof.

Florian: Also die Kühe selbst konnten wir bisher noch nicht entdecken. Wir haben ja so den Verdacht, dass die Kuhgeräusche entweder  vom Band kommen oder ein 1,50-Euro-Jobber hinter einem Hügel steht und den ganzen Tag klingeln muss.

Red.: Ahja, wär ja auch mal eine Idee für Bamberg! – Gibt es irgendwelche Sehenswürdigkeiten?

Florian: Ich glaube, die größte Attraktion sind wir. – Seitdem wir angekommen sind, hängen die Nachbarinnen links und gegenüber nur noch am Balkon und glotzen uns in die Wohnung.

Red.: Vielleicht haben die ja auch einfach keinen Fernseher!?

Florian: Ich glaube, die sehen hier einfach selten Fremde.

Red.: Du bist ja nun schon zwei Tage da. Was willst Du Dir denn unbedingt noch ansehen?

Florian: Also, der Ortsfriedhof hier wurde mir wärmstens empfohlen. Den muss man wohl unbedingt mal gesehen haben.

Red.: Den Friedhof…!?

Florian: Ja – 200 Gräber mit nur drei verschiedenen Familiennamen: Klehrung, Klehring und Klahring. – Angeblich sind alle weder verwandt noch verschwägert.

Red.: Kulturell ist aber nichts geboten, nehme ich mal an?

Florian: Von wegen. Heute Abend spielt eine Laiengruppe im Feuerhaus-Theater. Da kommen wir mit unserem Stadttheater-Ticket bestimmt auch rein. “Bauerntheater ist Bauerntheater”, sagte schon E.T.A. Hoffmann.

Red.: Was wird denn gezeigt?

Florian: Keine Ahnung. Irgendwas mit Hamlet. Solll wohl die ganze Nacht gehen. Ich bin mal gespannt.

Red.: Na dann, viel Spaß noch und gute Erholung! – Bei uns ist übrigens strahlend blauer Himmel.

Florian: Na subber! – Danke und Gruß nach Bamberg!

 

Dieses Foto einer Grabstelle wurde uns nach dem Interview von unserem Redaktionsmitglied zur Verfügung gestellt.

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Krakau

Solangsam bekommt man wieder das Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern kann mit dem Frühling. Die Sonne scheint nun wieder öfter, die ersten Blümchen sprießen aus den noch schlafenden Wiesen und auch das ein oder andere Bier genießt der Bamberger bereits vor einem Lokal. Der Winter wird also hier bald vergessen sein. Und weil wir wissen wollen, ob dies auch in anderen Ländern so ist, haben die RundfunkAnstalten Franken wieder einen ihrer Redaktionsmitglieder (diesmal den anderen) mit der Lufthansa verschickt und ihn interviewt.

______________________________________________________________

3.Teil

KRAKAU (Polen)

_________________________


Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Albert Herrnleben.

Red.: Hallo Albert.

Albert: Tach!

Red.: Und? Guten Flug gehabt?

Albert: Ja, bissl stressig. Man kommt ja zu nix. Sind ja nur 1 1/2 Stunden Flugzeit. Hatte gerade mal eine Zahl im Sudoku herausgefunden.

Red.: Verstehe. – Wie sieht es denn nun so mit dem Frühling in Polen aus?

Albert: Noch keine Spur. Hier ist es ca. 10 Grad kälter, wie in Bamberg. – Man könnte fast glauben, dass die hier überhaupt keinen Frühling automatisch kriegen. Wahrscheinlich kriegen die ihn erst mit der ersten Sperrmüll-Fuhre aus Deutschland.

Red.: Stimmt. – Polen ist ja das Endlager für Deutschen Sperrmüll. Hast Du schon irgendwo was wieder erkannt?

Albert: Bin mir nicht ganz sicher. Also, das Bett in meiner Unterkunft könnte mal mein alter Kleiderständer gewesen sein.

Red.: Und wie sind die Leute so drauf?

Albert: Erinnern bissl an Bamberger. Auch sehr wortkarg. Aber das stört mich jetzt auch net so – ich versteh eh kein Polnisch.

Red.: Sonst noch irgendwie Ähnlichkeiten mit Bamberg, oder Unterschiede?

Albert: Also, die Burg ist hier schon zentraler als bei uns und Baustellen sind hier auch net so gehäuft präsent. Aber hier ist es auch ziemlich Katholisch. Naja, und der Johannes Paul II. ist hier Nationalheiliger. Der war ja mal Bischof in Krakau bevor er dann irgendwann nach Rom auswanderte. Bin mal gespannt, ob uns der Schick in Bamberg auch so an jeder Ecke mal verfolgen wird.

Red.: Und essenstechnisch?

Albert: Weiß schon was Dich interessiert: Nein, Schäuferla findet man hier nicht, aber schon auch deftige Sachen und das Bier ist auch trinkbar. Glaub, da habe ich es besser als Du in Deinem Andallia odä Fordewenndura. Und billiger ist es auch.

Red.: Jaja. – Und die Kneipen so?

Albert: Also die Kneipen an sich sind alle recht winzig. Man kommt sich oft vor wie in einem Wohnzimmer.

Red.: Das heißt, da kann man mit Jogginghose und Pantoffeln ‘rumlungern?

Albert: Quasi.

Red.: Okay.

Albert.: Gibt’s was Neues aus Bamberg?

Red.: Man kann Sperrmüll anmelden.

Albert: Ah, gut. Mach’ das mal, dann fahr’ ich mit den polnischen Kumpels in ihren weißen Bussen wieder nach Hause.

Red.: Alles klar. – Hoffentlich vergess’ ich’s net.

Albert: Falls doch, ich hab ja Deinen Wohnungsschlüssel, wenn die Kumpels dann mal wieder in Bamberg sind.

Red.: Ok ok. Ich melde an. – Dann bis die Tage. Tschö.

Albert: Cześć!

Unser Korrespondent reiste nicht alleine. Unser Bandmitglied begleitete ihn und nutzte die Freizeit zum Shoppen.

 

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Antalya

Während in unseren Gebieten nass-kaltes Wetter herrscht und die Stadtpolitik auch nicht gerade für Sonnenschein sorgt, zieht es unsere Redaktion wieder in ferne Länder. Wir (also ich) haben einen unserer Redaktionsmitglieder (also den anderen) ins Flugzeug gestopft um zu erkundschaften, was denn so woanders gerade abgeht.

______________________________________________________________

2.Teil

ANTALYA (Türkei)

_________________________


Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.

Red.: Hallo Florian!
Florian: Hoi!
Red.: Na, gut gelandet?
Florian: Halbwegs.
Red.: Wieso, gab es unvorhersehbare Zwischenfälle?
Florian: Bis auf eine nervige Familie im Flugzeug nicht. Deutsche natürlich.
Red.: Ahja. – Gut, jetzt bist Du also in der Türkei. Wie wurdest Du empfangen?
Florian: Sehr freundlich. Hier geht man mit Touristen wirklich sehr hilfsbereit um. Immer mit einem Lächeln im Gesicht. – Also anders als in Bamberg.
Red.: Verstehe. – Du bist ja in Begleitung der Lebensgefährtin. Drängt sich natürlich die Frage auf, da sie ja blond ist, ob sich die türkischen Männer ganz besonders um sie bemühen?
Florian: Denen hängt der Gaafer aus dem Gesicht. Aber auf diese Art und Weise hab ich auch bissl Erholung.
Red.: Na, lass sie das mal nicht hören ;-) – Hat man Dir schon Kamele für sie geboten?
Florian: Schon, aber was will ich mit einem Kamel? Jetzt versuchen sie Rauchbier zu organisieren.
Red.: Und meinst, das klappt?
Florian: Die tun hier alles Menschenmögliche. – Wenn du hier Deinen Arsch nach dem Frühstück vergisst, tragen sie ihn Dir auch hinterher.
Red.: Die Döner, sind die in der Türkei besser, als bei uns?
Florian: Nun, man merkt schon, dass das Fleisch hier frisch ist.

Red.: Ich hab ja Fotos von Eurem Hotel gesehen. Ist ja echt nobel.

Florian: Stimmt. Man hat hier sogar ein bißchen Wilhelmsplatz-Feeling.

Red.: Wie soll ich das verstehen?

Florian: Auch noch net ganz fertig. 

Red.: Achso. Und gibt es irgendwas, auf das Du verzichten musst?
Florian: Also bis auf das Rauchbier (bis jetzt) und Schäuferla mit Wirsing, eigentlich net. –
Red.: Aber Extras kosten bestimmt auch extra, oder?
Florian: Am Arsch. Garnix kostet extra. Sogar das Bier in der Minibar  und Internet ist frei. Von den Massage-Tanten ganz zu schweigen. Man sieht sie zwar nicht, was vielleicht auch manchmal besser ist, aber sie machen ihre Sache gut.
Red.: Achso, stimmt. Dort laufen ja die Frauen verhüllt herum.                                                                                  

Florian: Jo, das sollte man bei uns auch einführen. Zumindest bei Manchen wäre das oft besser.
Red.: Schlenkerla-Bedienungen mit Burka?
Florian: Da sag ich jetzt nichts dazu. – Obwohl, man kommt sich schon auch bissl wie im Schlenkerla vor. Lauter blöde Touris.

Red.: Und die werden auch dementsprechend behandelt? – Also, ich meine, wie im Schlenkerla?

Florian: Och, wenn Du die mit ‘nem Euro bestichst, ist’s schon ok. Dann spuren die schon.

Red.: Sonst noch irgendwelche Ähnlichkeiten mit Bamberg?

Florian: Nun, hier ist quasi alles Königsstrasse.

Red.: Nett.

Florian: Jo.

Red.: Also, bei uns waren heute 15°C. – Neidisch?

Florian: Hehe. Nee ;-)  Hier ist es so um die 25°C.

Red.: Vielen Dank für das Gespräch. 
                                                                                    

 

Unser Auslandskorrespondent vermisst ein bißchen das Bamberger Rauchbier in seiner türkischen Hotel Mini-Bar.

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Fuerteventura

Wir überlegen schon lange, ob es das bringt, nur aus Bamberg zu berichten. Seit Wochen immer die gleichen Themen.
Baustellen, Landesgartenschau, Künstlerhaus, Kurzzeitparkplätze, Maxplatz… – Bäh!
Mal ehrlich, das macht doch keinen Spaß mehr.
Darum hat unsere Zwei-Mann-Redaktion beschlossen, dass sich immer einer von uns auf große Reise begibt und aus nahen und fernen Ländern berichtet.
Aber keine Sorge! Bamberg werden wir dadurch nicht vergessen. Im Gegenteil. Wir wollen mit den Reiseberichterstattungen Bamberg mit anderen Städten/Orten/Landschaften vergleichen.
______________________________________________________________

1.Teil

FUERTEVENTURA (Kanaren/Spanien)

_________________________

408px-Escudo_de_Fuenteventura
Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.

Red.: Hallo Florian!
Florian: Hoi!
Red.: Schon bereut, dass Du als erster von uns beiden weg musstest?
Florian: Nö.
Red.: Gut. Jetzt so auf den ersten Blick, wie ist es auf Fuerteventura so im Vergleich zu Bamberg?
Florian: Andersch.
Red.: Ahja. Was vermisst Du dort am meisten?
Florian: Das Bier.
Red.: Verstehe. Ist also dort net so der Brüller?
Florian: Das Atlantikwasser ist nahrhafter und billiger.
Red.: Das heißt, beim Bierpreis und bei der -qualität ist Bamberg klar im Vorteil?
Florian: Genau.
Red.: Ok. Nächste Frage: Was würdest Du sagen, ist auf Fuerteventura ähnlich wie in Bamberg? Gibt es da Gemeinsamkeiten?
Florian: Nun zunächst einmal der Sand. In Bamberg ist es zwar mehr Bausand und hier liegt er mehr so natürlich herum, aber in den Schuhen hat man ihn hier genauso.
Red.: Aber von Baustellen sieht man dort nichts?
Florian: Bis jetzt noch nicht, aber in Bamberg reißt man ja auch über Nacht alles nieder. Bis heute wurde ich vom Meeresrauschen wach, morgen ist es vielleicht schon ein Preßlufthammer.
Red.: Oh, höre ich da so leicht heraus, dass Du den Baulärm schon vermisst?
Florian: Naja, es fehlt schon was.
Red.: Und wie ist das so mit den Bauwerken? Historisch interessant?
Florian: Also das mächtigste Gebäude ist der Flughafen. Sonst sieht man hier nur ab und zu mal ne Windmühle und nen Leuchtturm.
Red.: Hm, meinst Du, das Fuerteventura im Krieg ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde?
Florian: Glaub ich net. Des schaut hier, denke ich, schon immer so aus.
Red.: Wie ist so die Wassertemperatur? Ist sie schon angenehm?
Florian: Es ist ein sehr gutes Hotel. Da kann man unter der Dusche die Temperatur nach seinen Wünschen regulieren.
Red.: Irgendwelches Ungeziefer?
Florian: Viele Deutsche…
Red.: Also so alles in allem, könntest Du Dir schon vorstellen, länger zu bleiben, oder sogar dorthin auszuwandern?
Florian: Warum nicht! – Hier ist es schön warm und man muss nicht ständig mit Wintermantel oder/und Regenschirm herumlaufen. Das ist halt der große Vorteil hier. Aber ansonsten ist es auch nicht viel anders als in Bamberg.
Red.: Nun gut. – Dann wünsche ich Dir noch nen schönen Aufenthalt. Ich muss jetzt dann mal los. Bin gleich zum Schäuferla-Essen mit lecker Rauchbier eingeladen.
Florian: Hm. – Ich schau mal, wann der nächste Flieger zurückgeht…

Unser Auslandskorrespondent Florian Herrnleben in Barcelo Jandia Playa.

Unser Auslandskorrespondent Florian Herrnleben in Barcelo Jandia Playa.

WP SlimStat