Erzbischof Ludwig Schick war in den vergangenen Tagen häufig in der bundesweiten Presse. In einem Spiegelinterview hatte er ein kritisches Nachdenken über das Zölibat gefordert, das seiner Meinung nach gerade für niederklassigere Geistliche aufgeweicht werden könnte. Am Rande des ökumenischen Kirchentags ruderte das Oberhaupt der Diözese nun zurück: Das Zölibat als solches wäre für die katholische Kirche nach wie vor unverzichtbar. Er habe jedoch ein Konzept ausgearbeitet, dass er bald in Rom vorstellen möchte und das gerade Priestern in Bamberg das Leben und anderes erleichtern soll. Dieses Konzept umfasst im wesentlichen folgende Ausnahmen für das zölibatäre Dasein:
Bamberg. Rathaus. Domberg.
In der Jäckstraße eröffnet ein neuer Puff. Unter dem Namen FKK Germania erwartet Freunde des sinnlichen Genusses ein Wellness- und Erholungstempel der ganz besonderen Art. Wir hatten Gelegenheit, mit der Geschäftsführung über konkrete Services des Etablissements zu sprechen, die speziell für Bamberg konzipiert wurden. Bei der “Bamberer Brücke” handelt es sich beispielsweise um eine Stellung, bei der sie eine Brücke macht und er nicht fertig wird. Bei der Stellung “Maxplatz” legt er sich nackt hin und nix passiert. Auch für Sadomasochisten hat das Bordell etwas im Angebot: Im Raum “Fuchs-Park-Stadion” kann er sich ein FC Eintracht Trikot anziehen und bekommt dann von ihr die Hucke voll. Wer auf wüste Beschimpfungen steht, wird im Raum “Schlenkerla” mit Dirne Gunda wahre Freudennächte erleben. Das Rubina69, bekannt durch Radio Bamberg, möchte nun auch nachziehen und eine “Radio Bamberg-Stellung” anbieten. Da geht’s dann gemäß des ehemaligen Slogans des Senders “ohrentief rein”.
Nach 208 Jahren gibt der Staat die Domherrenhöfe wieder an die Kirche ab. Wie kommt es zu dem plötzlichen Wandel? Hat der Freistaat Bayern Angst, die Missbrauchsvorfälle in der katholischen Kirche weiten sich noch weiter aus? Gar in Bamberg?
Kann schon sein. Und deshalb wollen sie nun in letzter Sekunde einen Rückzieher machen, um etwaigen Verdächtigungen aus dem Weg zu gehen, nicht das es am Ende heißt, dass das saubere Land Bayern in den Domherrenhöfen irgendwelche pädophilen Handlungen geduldet haben soll. Gut, hat es dann zwar schon, aber es kann dann wenigstens sagen, dass es sich eh schon mal von der Kirche distanziert hat.
Aber wir wollen ja nicht den Teufel an die Wand malen. Bisher gibt es ja noch keine Verdächtigungen diesbezüglich gegen den Domberg und man will es ja auch nicht hoffen.
Wie ist das eigentlich, wenn sich der Freistaat von der Kirche absondert? Sind wir dann noch Papst?
Kaum eine Frau steht in Bamberg mehr für die Freiheit und die Selbstbestimmung des weiblichen Geschlechts als die heilige Kunigunde. Kaum verwunderlich, dass am Tag der Schutzpatronin Bambergs der allgemeinen Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft gedacht wird. Selbst in der heutigen Zeit ist die Rolle der Frau noch nicht in allen Bereichen klar definiert.
Erzbischof Schick hat große Ziele. So hält er die Frau, so sagt er in seiner Rede, durchaus für wichtig für der Gesellschaft. Und so möchte er ihre gesellschaftliche Stellung stärken. Zunächst würde er sich wünschen, wenn Frauen auch in der Wirtschaft Führungspositionen einnehmen könnten. Er selbst setze seine Ideen bereits seit Jahren auch in die Tat um. So sei die Teamleiterin der Putzkolonne im Bamberger Dom seit Jahren weiblich, ebenso seien auf den Toiletten im Diözesanmuseum weibliche Fachkräfte für die Hygiene verantwortlich.
Er könne sich vorstellen, so Schick weiter, dass weibliche Besucher des Doms künftig sogar einen eigenen Eingang sowie einen separaten, abgesperrten Bereich innerhalb des Doms zugewiesen bekommen. Das Fürstenportal oder die Veitspforte wären sicher hervorragend geeignet, so das Diözesanoberhaupt weiter. Der komplette Seitenschiff könnte seiner Meinung nach für weibliche Kirchenbesucher zur Verfügung stehen.
Auf die Frage, wie die Zukunftsplanungen der katholischen Kirche aussehen, antwortete Schick begeistert: Auch wenn man nur langsam kleine Schritte machen könne, so sehe er gute Chancen, dass Frauen schon in den nächsten 400 Jahren wie Männer am Kirchenleben teilnehmen können. Sämtliche Konzepte müssen aber mit Bedacht geplant und umgesetzt werden, ermahnt der Erzbischof. Man darf hier – natürlich – nichts überstürzen.
Wegen des aufziehenden Sturms Xynthia und eines drohenden Gewitters musste die Veranstaltung nach der Rede von Erzbischof Schick abgebrochen werden. Man fürchtete einen Blitzeinschlag am Rednerpult…
Mit dem Abiturjahrgang 2011 rechnet man in Bamberg mit Wohnungsknappheit, denn durch das G8 werden im kommenden Jahr zwei Jahrgänge zusammen ihre Abiturprüfungen schreiben. In Bamberg möchte man sich dafür rechtzeitig wappnen. Da aber die Zeit für Bauvorhaben in Bamberg erfahrungsgemäß jenseits der sechs Jahre liegt, hat man sich zu Trick entschlossen. Das Kloster Michaelsberg, seit vielen Jahren größtenteils leerstehend, könnte bald Heimat vieler Studenten werden. Einzige Bedingung: Rege Teilnahme am Klosterleben. So muss jeder Bewohner noch vor dem Besuch der ersten Vorlesung einen Gottesdienst besuchen, was angesichts der geplanten Uhrzeit von 13.30 Uhr aber sehr schwer fallen wird. Außerdem hat sich jeder Student im Kloster zu engagieren. Arbeit findet sich in der Bücherei, in den Außenanlagen, in der Verwaltung und an vielen weiteren Stellen. Diese Bedinungen stoßen auf herbe Kritik, denn immerhin hat ein Student ja jeden Tag schon mindestens zwei Vorlesungen. Laut der Studentenvertreter ist eine Pflichtarbeit neben dem Studium grundsätzlich nicht zu schultern. Nur für die Arbeit im Kräutergarten haben sich bereits jetzt viele Studenten freiwillig gemeldet.
Wie gestern bekannt wurde, hat das Bamberger Müllheizkraftwerk seine Preise gesenkt. Während Hausmüll künftig mit 5 Euro pro Tonne weniger berechnet wird, können sich Gewerbetreibende auf richtige Preisnächlässe ab 2010 freuen: Um 50 Euro werden die Preise gesenkt, so dass die Tonne Gewerbemüll nun nur noch 120 Euro kostet.
Großes Lob für diese Entscheidung hört man vor allem seitens der Kirche, die in der Vergangenheit häufig mit hohen Kosten zu kämpfen hatte. Wie uns das Erzbistum mitteilte, freue man sich über die Preissenkung, denn gerade in Bamberg sollten Traditionen bewahrt werden. Deshalb denke man darüber nach, die Hexenverbrennung wieder einzuführen, denn Bamberg galt lange Zeit als Hochburg der Verfolgung. Die gesenkten Kosten wären natürlich nur ein Vorteil. Die zu erwartende Energiegewinnung, an der die Kirche finanziell beteiligt werden soll, ist ein zweiter, großer Vorteil im Vergleich zum klassischen Scheiterhaufen.
Um die Idee anzukurbeln, denkt die Kirche gleichzeitig darüber nach, Gläubige mit Schuldenerlass zu belohnen, die auf Freunde der schwarzen Magie hinweisen. Entsprechende Formulare werden in der nächsten Ausgabe des Heinrichsblatts abgedruckt.
Sechzig Jahre wird die Bamberger Sandkirchweih im kommenden Jahr und dies muss auch ausschweifend gefeiert werden. Eine ganze Woche lang soll Bierdunst und Grilldüfte über das Sandgebiet hinwegziehen. Natürlich dürfen auch die bekannten Highlights, wie Schützenumzug, Fischerstechen, Hahnenschlag, Entenrennen, Italienische Nacht, usw. nicht fehlen.
Doch damit nicht genug. Ein besonderes Jubiläum braucht ein besonderes Event und hierfür hat man sich den Dienstag Abend ausgesucht. Und dies nicht ohne Grund, denn der Tag nach der Sandkirchweih galt bisher immer der traditionellen Schlussprozession des Muttergottesfestes der Oberen Pfarre. Und das soll auch so bleiben. Allerdings zum Kirchweihjubiläum plant man einen gemeischaftlichen Festzug der beiden Eventgeber mit Blasmusik, Percussiongruppen, Schützenvereinen, Bürgervereinen, Sambatänzerinnen und der Heiligen Mutter Gottes. Schön, dass in unserer fränkischen Kleinstadt die geistliche und die bürgerliche Welt so gut miteinander harmonieren. Dies zeigt sich auch in der Bereitschaft des Karmelitenpaters Klemens August Droste, der zur Eröffnung der Jubiläumssandkirchweih, den traditionellen Fassanstich vornehmen will.
Ludwig Schick, seines Zeichens geistliches Oberhaupt der Stadt, eröffnete am heutigen Sonntag die Weihnachtsaktion “Adveniat” im Bamberger Dom. Er fand es gerade passend, dass der Spendenaufruf dieses Jahr aus seinem Erzbistum kommt, denn sein Anliegen sei, sich für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Verteilung der Reichtümer einzusetzen. Als Gast war der haitianische Amtskollege Louis Kébreau anwesend, welcher das Ansinnen des Bamberger Oberhirten sehr begrüßte. “Die vorhandenen Reichtümer müssten besser genutzt werden, um den Armen im Hier und Jetzt konkrete Verbesserungen zu bringen”, so Schick. Mit der Aussage ‘im Hier und Jetzt’, meinte er, wie soll es auch anders sein, den Bamberger Haushaltsetat. Bleibt nur zu hoffen, dass das karibische Volk ein Einsehen mit einem armen Provinzstädtchen im fernen Oberfranken hat und fleißig für unsere Stadtkasse sammelt.
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