06.02.2012, 02:52 Uhr

Symphoniker müssen ausgetauscht werden

Am heutigen Samstag wurde eine weitere Peinlichkeit um die Neugestaltung der Konzert- und Kongresshalle bekannt. Nachdem im Herbst vergangenen Jahres bereits an allen Stühlen Nachbesserungsarbeiten nötig wurden und man in der vergangenen Woche festgestellt hat, dass auch das Licht im Eingangsbereich wegen eines “Projektsteuerungsfehlers” zu hell ausgefallen ist und deshalb ausgetauscht werden muss, geht es nun noch den Symphonikern selbst an den Kragen. Wie der städtische Mitarbeiter Schorsch B. festgestellt hat, sind nicht alle Vorzeigemusiker der Domstadt groß genug, um beim Publikum die von den Bauplanern erdachte Wirkung zu erzielen. Grund dafür ist wohl ein Datenerfassungs- und Berechnungsfehler der Körpergrößen.

Deshalb werden alle Symphoniker mit einer Größe unter 1,94 m mit sofortiger Wirkung suspendiert. Die übrigen fünf Musiker verteilen sich dann gleichmäßig auf alle Instrumentengruppen, um die gewohnte, musikalische Klang-Bandbreite abdecken zu können.

Das Gerücht, das künftig nur noch afroamerikanische Musiker als Bamberger Symphoniker auftreten dürfen, wurde allerdings heftigst dementiert: Die blendenden Lichtreflexionen bei hellhäutigen Symphonikern wären noch unterhalb der zulässigen Höchstgrenzen, so dass man sich von solch abstrusen Ideen distanziere.

Viele international angesehene Instrumentalisten freuen sich ein Bamberger Symphoniker zu werden und machen sich bereits auf den Weg bzw. üben schon eifrigst.

Viele international angesehene Instrumentalisten freuen sich ein Bamberger Symphoniker zu werden und machen sich bereits auf den Weg bzw. üben schon eifrigst.

E.T.A.-Hoffmann-Theater kündigt spontan eine Neuinszenierung an

Was für Autofahrer durchaus ärgerlich ist, könnte nun zum Highlight Bambergs werden. Wie das Stadttheater, besser bekannt als E.T.A-Hoffmann-Theater, heute ankündigte, plant man eine Inszenierung passend zur Situation in der Domstadt. Weil durch den langanhaltenden Frost viele Straßen in Bamberg schwer beschädigt und von Schlaglöchern übersäht sind, möchte der Indendant des Theaters nun aus der Not eine Tugend machen und schreibt an einem neuen Fragment. Das Stück, das in der Kraterlandschaft eines fremden Planeten spielt, soll auf den Straßen Bambergs aufgeführt werden. Dafür wird für die Aufführungszeit der Bereich zwischen Augusten- und Hainstraße komplett für den Verkehr gesperrt. Die Zuschauer, die, so die Hoffnung der Theaterleitung, zu tausenden die Gehsteige säumen könnten, kämen somit erstmals und endlich in eine Art ganzheitlichen Theatergenuss, bei dem sie sich noch mehr mitten im Geschehen fühlen dürfen.

Die Stadt Bamberg begrüßt diese Idee, denn als groben Premierenzeitpunkt gab das Theater den Spätherbst an. Somit müsste mit den Straßenbauarbeiten frühestens in einem Jahr begonnen werden.

Doch noch Ersatz für geplatzte Indiana-Ausstellung?

Ein schwerer Schlag für Künstlerhaus-Chef Bernd Goldmann. Die siebte Ausstellung der Villa Concordia mit Großplastiken des amerikanischen Künstlers Robert Indiana wurde kurzfristig abgesagt. Fünfzehn tonnenschwere Cor-Ten-Stahl-Werke des Pop-Art-Künstlers hätten ab 14.März die Weltkulturerbestadt schmücken sollen, doch die Skulpturen, welche aus Zürich hätten angeliefert werden müssen, stehen plötzlich in New York. Und von dort kommt der Transfer in die Domstadt zu teuer. – Jammerschade!
Doch Goldmann ließ sich nicht unterkriegen und wollte noch schnell Ersatz beschaffen. Wenn also jetzt alles gut läuft, haben wir in Bamberg, eventuell mit etwas Verzögerung, eine Ausstellung nicht von Indiana, sondern aus Indiana.
Über folgende Ausstellungsstücke wird bereits verhandelt:

Das Fulton Country Courthouse aus Rochester könnte Platz auf der Hainwiese finden.

Das Fulton Country Courthouse aus Rochester könnte Platz auf der Hainwiese finden.

Das Soldiers' and Sailors' Monument aus Indianapolis würde gut auf den Maxplatz passen.

Das Soldiers' and Sailors' Monument aus Indianapolis muss auf den Maxplatz.

An der Breitenau wäre Platz für die Vorhalle des Regional Airport von South Bend.

An der Breitenau wäre Platz für die Vorhalle des Regional Airport von South Bend.

Das Lucas Oil Stadium von Indianapolis könnte man neben die JAKO-Arena platzieren.

Das Lucas Oil Stadium von Indianapolis könnte man neben die JAKO-Arena platzieren.

Passt wunderbar auf den Heumarkt: Das Indiana-Courthouse aus Fort Wayne.

Passt wunderbar auf den Heumarkt: Das Indiana-Courthouse aus Fort Wayne.

Auf dem Troppauplatz findet die  University of Evensville ihren Ort.

Auf dem Troppauplatz findet die University of Evensville ihren Ort.

Bamberger Bierkeller bald nur noch für Besserverdienende?

Kaum hat die Stadt Bamberg dem Hotelbetrieb auf dem Mahrs-Bräu-Keller zugestimmt, denkt man darüber nach, ob nicht jedem Bamberger Bierkeller eine solche Genehmigung gut tun würde.
Hotels auf den Kellern hätten für die Besucher den Vorteil, dass sie nach ihrem Vollrausch nicht mehr stundenlang durch die Gegend schwanken müssten, sondern gleich vor Ort in die Daunenkissen fallen könnten. Und für die Wirte wäre es ein lukratives Nebengeschäft. Was verdient man schon an einer Brotzeit? Man muss es eben nur richtig anstellen. Exklusiv ausgestattete Zimmer mit Sieben-Hügel-Blick, Mini-Bar mit 0,2-Liter-Fläschchen Bamberger Braukunst, Flat-Screen-TV, Internetanschluss, Hosenbügler (aber nur in den Suiten), Original Gemälde von Stipendanten der Villa Concordia, Handtuchwärmer im Bad, Zimmersafe, und und und. Dazu kommt natürlich noch Sauna mit Hopfenaufguss, Wellnessbereich mit Masseurin (hier könnten sich Original Bamberger Bedienungen nebenbei noch ein kleines Zubrot verdienen), Frühstücksbuffet, 24-Stunden-Zimmerservice, Wäscheservice, Animationsprogramme, Billiardzimmer, Café-Lounge, Fitnessraum, Spielcasino…
Also hier sind der Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt.
Selbstverständlich hat so ein Luxus auch seinen Preis. Für die Nacht pro Person im Doppelzimmer muss man dann schon mind. 180 Euro hinblättern. Wenn man allerdings ein solches “Bier-Luxus”-Erlebniswochenende über den Tourismus-Service bucht, bekommt man 2% Ermäßigung.
Natürlich wird man dann auch den Standard auf dem bereits vorhanden Bierkeller erhöhen: Damasttischwäsche, Silberbesteck, Blumendeko etc.
Und die Speisenkarte wird unter anderem folgende Highlights bieten:

  • Variationen von Preßsack an Senfschaum
  • Backstaakäs’-Carpaccio mit Schalotten-Kreuzkümmel-Dressing
  • Bauernleberwurst-Terrine mit einer leichten Gewürzgurkenkruste gratiniert
  • Ziebelescremesüppchen mit Schnittlauch-Sahne-Häubchen
  • Göttinger mit Trüffelfüllung

Für den kleinen Geldbeutel ist das dann natürlich nichts mehr, aber die Bamberger lieben ja ihre Stadt. Und warum in fremde Länder schweifen? – Sieh’, das Gute liegt (dann) sooo nah!

In den Hotelzimmern darf natürlich auch ein kleiner Begrüßungsteller mit heimischen Spezialitäten nicht fehlen.

In den Hotelzimmern darf natürlich auch ein kleiner Begrüßungsteller mit heimischen Spezialitäten nicht fehlen.

Glückwunsch an Rainer Lewandowski! – Vertragsverlängerung bis 2015.

lewan_energyDa wir schon sein 20jähriges Dienstjubiläum verschlafen haben, möchten wir seine Vertragsverlängerung bis 2015 nutzen und Rainer Lewandowski auf diesem Weg herzlichst dazu gratulieren.

Schon zum jetzigen Zeitpunkt bricht der Bamberger Intendant einige Rekorde: Kein Theaterchef hat es so lange an der Spitze des Stadttheaters und mit dem kritischen Bamberger Publikum ausgehalten, keiner hatte solch einen großen Personalstamm, keinen solch großen Etat, niemand konnte durch seine Inszenierungen aus zwei locker gefühlte sechs Stunden machen.

Gleichzeitig fällt uns natürlich auch ein großer Stein vom Herzen, da wir ja erst kürzlich eine Figur für unser Liveprogramm angefertigt haben. Ihm zu Ehren schreiben wir aktuell auch an einer Szene, die wir ihm im Rahmen unserer Premiere am 23.1. im ATRIUM widmen möchten. Viel möchten wir noch nicht verraten, aber in unserem zwölfstündigen Werk für einen Schauspieler dreht sich um spannende Themen wie Bauchpinseln, Brandstiftung und katastrophale Budgetknappheit. Wir hoffen, und daran hängt die Vorführung der neuen Szene, dass es unser Darsteller noch schafft, den Text bis Samstag auswendig zu lernen.

Restposten vom Künstlermarkt

Viele Besucher kamen am Wochenende zum Künstlermarkt ins Alte Rathaus. Zwischen 12 und 1200 Euro konnte man sich dort sogenannte Last Minute – Geschenke für Weihnachten besorgen. Und die Ausstellungsstücke aus Keramik und Filz, und auch Gemälde und Fotografien fanden begeisterte Käufer. Dennoch blieben einige Exponate nach dem Künstlermarkt noch zurück. Für den, der keine Gelegenheit hatte, die Ausstellung am Wochenende zu besuchen und trotzdem interessiert an künstlerischen Werken ist, haben wir hier noch einmal einige Kunstwerke aufgelistet, die für den Verkauf (unter dem Ladentisch versteht sich) zur Verfügung stehen. Die Preise zu den jeweiligen Exponaten sind schon drastisch reduziert und wer sich zum Kauf von zwei Ausstellungsstücken überwinden kann, bekommt noch einen Glühweingutschein vom Weihnachtsmarkt obendrauf. Interessierte wenden sich bitte an die Museen der Stadt Bamberg.

Eine Bleistiftzeichnung des bekannten Stegauracher Künstlers Martin Reinfelder (Maße: 20cm x 20cm) zum Vorzugspreis von 950 Euro.

Eine Bleistiftzeichnung des bekannten Stegauracher Künstlers Martin Reinfelder (Maße: 20cm x 20cm) zum Vorzugspreis von 950 Euro.

Eine Pocket-Fotografie aus den 70er Jahren des Oberhaider Fotografen Schorsch Dotterweich mit dem Titel "Moderne Kommunikation in Grün" zum Preis von 1033 Euro (Maße: 13cm x 18 cm)

Eine Pocket-Fotografie aus den 70er Jahren des Oberhaider Fotografen Schorsch Dotterweich mit dem Titel "Moderne Kommunikation in Grün" zum Preis von 1033 Euro (Maße: 13cm x 18 cm)

Ein süßer Filzschmetterling von der 8-jährigen Chantal-Theres Aumüller aus Gefrees für nur 777 Euro

Ein süßer Filzschmetterling von der 8-jährigen Chantal-Theres Aumüller aus Gefrees für nur 777 Euro.

Eine Keramik des tolpatschigen Töpfers Quirin Meier aus Trunstadt zum Mängelexemplarpreis von 403, 20 Euro

Eine Keramik des tolpatschigen Töpfers Quirin Meier aus Trunstadt zum Mängelexemplarpreis
von 403,20 Euro

Ein Originalgemälde (Öl auf Holz) eines unbekannten Künstlers zum Schnäppchenpreis von 2,99 Euro

Ein Originalgemälde (Öl auf Holz) eines unbekannten Künstlers zum Schnäppchenpreis von 2,99 Euro

“Eine Kulturstätte für alle” – Versprecher oder Versprechen?

Am vergangenen Wochenende wurde die umgebaute Konzerthallte mit einem Tag der offenen Tür allen Freunden der gepflegten, ernsten Musik präsentiert. Für einen ersten Eklat sorgte aber kein geringerer als Oberbürgermeister Starke selbst. Ein Raunen ging durch die anwesende Prominenz, als er in seiner Begrüßungsrede von einer “Kulturstätte für alle” sprach, die die Konzerthalle nun werden soll. Nach vorliegenden Informationen wurde nämlich eine Anfrage für das jährlich stattfindende, europaweite Punkrockfestival “Destruction” seitens der Stadt abgelehnt. Die Lokalmatadoren, die Punkband “Bagger-Bangerdn” hatten sich für dieses Großevent der Punkmusik-Szene beworben und tatsächlich den Zuschlag der Organisatoren erhalten. Mit der Ausrichtung könnte Bamberg, laut Aussage der Band, zur Hochburg der Punkmusik werden.

Doch die Stadt möchte die jungen Musikanten nicht im Regen stehen lassen und bietet deshalb das Hallenbad an. Das, was nach dem Festival davon noch übrig ist, würde die Stadt auf eigene Kosten abreißen lassen.

Sandkirchweih bietet neues Highlight zum Jubiläum

Sechzig Jahre wird die Bamberger Sandkirchweih im kommenden Jahr und dies muss auch ausschweifend gefeiert werden. Eine ganze Woche lang soll Bierdunst und Grilldüfte über das Sandgebiet hinwegziehen. Natürlich dürfen auch die bekannten Highlights, wie Schützenumzug, Fischerstechen, Hahnenschlag, Entenrennen, Italienische Nacht, usw. nicht fehlen.
Doch damit nicht genug. Ein besonderes Jubiläum braucht ein besonderes Event und hierfür hat man sich den Dienstag Abend ausgesucht. Und dies nicht ohne Grund, denn der Tag nach der Sandkirchweih galt bisher immer der traditionellen Schlussprozession des Muttergottesfestes der Oberen Pfarre. Und das soll auch so bleiben. Allerdings zum Kirchweihjubiläum plant man einen gemeischaftlichen Festzug der beiden Eventgeber mit Blasmusik, Percussiongruppen, Schützenvereinen, Bürgervereinen, Sambatänzerinnen und der Heiligen Mutter Gottes. Schön, dass in unserer fränkischen Kleinstadt die geistliche und die bürgerliche Welt so gut miteinander harmonieren. Dies zeigt sich auch in der Bereitschaft des Karmelitenpaters Klemens August Droste, der zur Eröffnung der Jubiläumssandkirchweih, den traditionellen Fassanstich vornehmen will.

Glücklich vereint:<br />
 Katholische Bamberger und leichtbekleidete Brasilianerinnen.

Glücklich vereint: Katholische Bamberger und leichtbekleidete Brasilianerinnen.

Einladung zum Tag der offenen Tür in die Konzerthalle

Am kommenden Samstag findet in der neu gestalteten Konzert- und Kongresshalle ein Tag der offenen Tür statt, zu dem die Stadthallen GmbH sowie die Bamberger Symphoniker herzlich einladen. Lernen Sie das neue Foyer in seiner Farbenpracht mit Blick auf den Michaelsberg kennen und freuen Sie sich auf bunte, musikalische Unterhaltung. Allen Interessierten stehen die Symponiker auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Und wer sich selbst einmal an dem einen oder anderen Instrument ausprobieren möchte, für den stehen die Geigen und Posaunen des Orchesters bereit. Ganz Mutigen bietet sich dann auch die Möglichkeit, an modernen Interpretationen verschiedener Orchesterwerke mitzuwirken. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Wir wurden außerdem gebeten, alle Interessenten an die Promiurkunden zu erinnern. Diese sind am Eingang unaufgefordert vorzuzeigen. Übrigens werden für das kostenlose Buffet noch Sponsoren gesucht, da es sonst mangels Zuschuss statt geplantem Kaviar, Lachsschnittchen und Hummerzangen nur halbe Leberkäsebrötchen gibt.

Fränkischer Bierversand soll ausgebaut werden

Für den Fränkischen-Internet-Bierversand erhielten Ursl Blenk, Robert Pawelczak und Frank Wetzel in München, aus den Händen des Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes Michael Weiß, die Auszeichnung Goldene Bieridee 2009. Aus über 270 fränkischen Brauereien verschicken die drei den goldenen Gerstensaft in die ganze Welt. Das Geschäft floriert zwar, aber es könnte natürlich auch mehr sein. Im Anbetracht der ziemlich hohen Portokosten, welche anfallen, wenn man sich 9 Kästen Bamberger Brauereikunst nach Neuseeland schicken lässt, ist die Zahl der trinkfesten Kunden im Ausland schon sehr gering. Aber wieso sollte man eine so gute Idee nicht weiterentwickeln? Der Bedarf scheint ja gegeben zu sein (wie könnte es auch anders sein), denn auch Nicht-Franken wollen sich nicht mit irgendeiner Plörre abgeben. Ist es vielleicht schon die Goldene Bieridee 2010, die Welt mit Piplines aus Franken zu vernetzen? Gekühlte, unterirdische Rohre durch die das fränkische Hauptnahrungsmittel direkt in andere Kontinente gespühlt wird. Und selbst freut man sich auch, wenn man auf den Malediven oder in Chile Urlaub macht und eine Getränkekarte mit 270 Sorten fränkischer Biere vorgelegt bekommt. Via Internet oder Hotline bestellt der Kneipenbesitzer direkt bei der gewünschten Brauerei und nach einer Weile steht dann ein frischgerohrtes Keesmann oder Buttenheimer Georgenbräu vor einem.

Aus Bamberg gehen Hauptrohre in ausgewählte Länder. Von dort aus werden sie noch weiterverzweigt.

Aus Bamberg gehen Hauptrohre in ausgewählte Länder. Von dort aus werden sie noch weiterverzweigt.

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