Wer hätte das gedacht? – Die Stadtverwaltung nimmt unser Geschenk an Touristen hinter Adventskalendertürchen Nr. 8 auf und hat spontan einen Lösungsvorschlag für die Toilettenproblematik in Bambergs Innenstadt entwickelt. Was für eine Ehre für uns, denn wieder einmal konnten wir zu einer Verbesserung in der Weltkulturerbestadt Bamberg beitragen.
Wie unsere Rundfunkanstalten in Erfahrung bringen konnten, sollen in Bambergs Innenstadt schon bald ca. 150 Tütenspender aufgestellt werden, die man bislang nur aus erfolglosen Versuchen mit Hundehaltern kannte. Aus diesen mit dem Stadtwappen verzierten Blechkästen können Touristen und sonstige Menschen mit Konfirmantenblase für 50 Cent bis 1,00 Euro Tüten in drei unterschiedlichen Größen (1 bis 3 Liter) erhalten, in die dann die jeweils eigene Notdurft entrichtet werden kann. Um die Diskretion bei diesem doch sehr intimen Geschäft zu wahren, werden nun noch geeignete Ladengeschäfte gesucht, die wahlweise Umkleidekabine oder Besenkammer zur Verfügung stellen.
Dafür erhalten diese Geschäfte, so die pfiffige Idee der Stadtverwaltung, kostenlos Werbung auf den eigentlich unbedruckten, transparenten Tütchen. Auch die diversen Brauereien sollen sich hier als potenzielle Sponsoren angesprochen fühlen.
Unklar ist bislang nur noch, was mit den dann unter Umständen prall gefüllten Tüten passieren soll. Während die einen eine Entleerung in einer der vielen, kleinen Gassen Bambers – vorzugsweise im Sandgebiet, da ist man das gewöhnt – bevorzugen, möchten andere die frische Abwärme für den aktuellen Trend des Passivhausstandards nutzen. Es wäre in diesem Zusammenhang denkbar, dass die Tüten kostenlos an jedem Stadtbus Richtung “Bambados” abgegeben werden können, um dort dem Klima- und Umweltschutz zu dienen.
Scheint ja heiß diskutiert worden zu sein, wo denn die genaue geographische Mitte unserer Stadt liegt. Das Planungsamt meint, dass man sie in der Schützenstrasse finden könnte, genauer gesagt bei den Hausnummern 22-24. – Da wir von Natur aus etwas misstrauisch sind, haben wir uns eine Zweitmeinung von einem unabhängigen Sachverständigen eingeholt. Durch seine langjährige Erfahrung und spezielle Vorgehensweise, kam er zu folgendem Ergebnis:
Auf dem Bamberger Maxplatz fand gestern parallel zu unserer Veranstaltung ein Konzert der bekannten Dorfrocker statt. Als sogenannter Support konnten Ballermann-Onkel Jürgen Drews gewonnen werden. Während des bis Mitternacht dauernden Konzertmarathons spendierte das Stadtmarketing kostenlos für alle Zuschauer bis zum Rand gefüllte Sangria-Eimer. Damit, so Stadtmarketingchef Klaus Stieringer, wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sowohl Konzert als auch Maxplatz waren so gut erträglich.
Bamberg. Gaustadt. Der Streit um den zu kurz geratenen Fünferlessteg auf dem Erba-Gelände scheint beigelegt. Wie der Baureferent der Stadt Bamberg mitteilte, konnte man sich mit der Stahlbaufirma auf eine Lösung einigen. Die Stahlbaufirma wird, so der Baureferent weiter, für den Zeitraum der Landesgartenschau in ausreichender Menge Chlor spendieren, das unterhalb der Brücke dem Fischpass zugesetzt werden kann. Damit können, so sind sich Stahlbaufirma und Stadt Bamberg einig, die beiden Brückenhälften als 10 Meter Sprungbrett für einen darunter entstehenden Schwimmbereich genutzt werden.
Wenn man an so einem sonnigen Tag wie heute, durch die Bamberger Innenstadt geht, herrscht ungeordnetes und turbulentes Treiben unzähliger Sonnenanbeter. Es ist natürlich verständlich, dass die wenigen Sonnenstrahlen, die man uns heutzutage gönnt, jedermann ins Freie zieht. Doch gerade zur Rush-Hour, zwischen 11.30 und 15 Uhr, nehmen diese Menschenmassen in der Fußgängerzone und im näheren Umkreis dramatisch überhand. Wenn man hier nicht eingreift, können Panikanfälle, Aggressionen und katastrophale Menschenschlachten die Folgen sein. Um Mittagspäuslern der innerstädtischen Unternehmen freie Bahn in der Fußgängerzone zu gewähren, wird gebeten, dass sich folgende Gruppen an ihrem jeweiligen Stützpunkt treffen und dort die Sonne genießen:
Die Stützpunkte dürfen nach 15 Uhr, bitte in sauberem Zustand, wieder verlassen werden!
Außerdem gibt es noch Folgendes zu beachten:
Ganz wichtig ist noch:
Der Maxplatz sollte bitte menschenleer sein. Zum einen, um Touristen nicht den Blick auf den schönsten Platz der Stadt zu verstellen, und zum anderen weiß man nie, wie schnell man sich für ein Event auf dem Rathausvorplatz entscheidet und in windeseile etwas aufgebaut werden muss.
Es scheint zu Ende, noch bevor es richtig begonnen hat. Wie heute bekannt wurde, haben die Investoren in den letzten Tagen nicht nur aus der Bürgerschaft Bambergs rauhen Gegenwind erfahren. Nachdem man sich nun erstmals auch direkt in Bamberg ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat, stellte man überrascht fest, dass bereits direkt gegenüber der geplanten neuen Citypassage ein hervorragendes Einkaufsparadies liegt. Die Bamberger Theatergassen scheinen für einen jahrelangen Konkurrenzkampf gewappnet, den es kaum aufzunehmen lohnt.
Das ist aber nur der Anfang. Wir haben versucht, die verschiedenen Gerüchte, Ideen und Konzepte der letzten Stunden für unsere Leser zusammenzufassen:
Wir hören uns selbstverständlich weiter um….
Wie einer aktuellen Pressemitteilung zu entnehmen war, verabschiedet sich die Fraktion der CSU nicht nur vorübergehend in die Sommerpause. Die Fraktionsspitze sieht nach dem plötzlichen Ausstieg von Daniela Reinfelder keinen Sinn mehr darin, die Oppositionsarbeit fortzusetzen. Deshalb würden sich die übrigen Fraktionsmitglieder ab dem Herbst nutzbringenderen Aufgaben wie dem Vertrieb von Weichspülmittel oder dem Hin- und Herwerfen von Softbällen widmen. Damit könnten sie sich, so die Pressemitteilung weiter, problemlos bis zum Ausscheiden Starkes aus dem Amt des Oberbürgermeisters beschäftigen, um dann frühestens 2020 gestärkt in den Stadtrat zurückzukehren.
Oberbürgermeister Andreas Starke begrüßte über seine Pressestelle diese Entscheidung. Das Stimmrecht der CSU würde er weiterhin selbstverständlich verantwortungsbewusst wahrnehmen. Eine Stellungnahme der zweitstärksten Fraktion im Bamberger Stadtrat, der SPD, war leider nicht zu bekommen, weil deren Mitglieder sich noch im Winterschlaf befinden.
Ade, CSU!
Tag 1 nach dem großen Sturm durch die Weltkulturerbestadt ist fast vorbei. Zahlreiche Schäden im gesamten Stadtgebiet sind, so müssen auch wir eingestehen, nicht Resultat Bamberger Baupolitik, sondern naturbedingt. Noch bevor morgen die großen Aufräumarbeiten beginnen, dringen aus der Stadtverwaltung die ersten Ideen, die man direkt im Zuge der anstehenden Aufräumarbeiten umsetzen möchte. Der Zeitpunkt ist günstig und man möchte für den nächste Orkan gewappnet sein, klingt es gewohnt erfolgsversprechend aus der Pressestelle. Über einen redseligen Kontaktmann zur Stadtspitze konnten wir von folgenden Zukunftsprojekten erfahren:
Auch der Bamberger Hauptfriedhof ist völlig zerstört. Da sich von dort aber noch niemand beschwert hat, wird mit den Aufräumarbeiten aber erst nächste Woche begonnen.
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