Bamberg. Gaustadt. Der Streit um den zu kurz geratenen Fünferlessteg auf dem Erba-Gelände scheint beigelegt. Wie der Baureferent der Stadt Bamberg mitteilte, konnte man sich mit der Stahlbaufirma auf eine Lösung einigen. Die Stahlbaufirma wird, so der Baureferent weiter, für den Zeitraum der Landesgartenschau in ausreichender Menge Chlor spendieren, das unterhalb der Brücke dem Fischpass zugesetzt werden kann. Damit können, so sind sich Stahlbaufirma und Stadt Bamberg einig, die beiden Brückenhälften als 10 Meter Sprungbrett für einen darunter entstehenden Schwimmbereich genutzt werden.
Die Landesgartenschau gewinnt immer mehr an Form und Gestaltung. An einst morastigen Stellen sprießen bereits die ersten Halme, wo sich vor gar nicht allzu langer Zeit ein paar verwahrloste Rehe tummelten, werden Bäumchen gepflanzt und wo vor einigen Jahren noch halbwüchsige Gaustadter Gras rauchten, wird ebensolches angebaut.
Muss ja auch so sein, denn in gut einem Jahr öffnen sich die Pforten zum neuen Bamberger Stadtteil und dann soll ja der ein oder andere Besucher auch etwas zu sehen bekommen.
Kleine Projektgärten sollen dem “i” dann noch das “Tüpfelchen” aufsetzen.
Die Redaktion der RundfunkAnstalten ist der Ansicht, wenn die Landesausstellung schon in Bamberg stattfindet, dann dürfte auch ein Projektgarten “Bier” nicht fehlen, denn was wäre Bamberg ohne sein Hauptnahrungsmittel? Es wäre quasi wie Löcher ohne Käse oder der Papst ohne Rom oder Haar ohne Suppe. – Also geht net!
Falls wir nun einen findigen Kopf auf eine Idee bringen, hier ein paar Gedanken von uns, wie so ein Themengarten “Bier” aussehen könnte:
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Empörung im Bamberger Stadtteil Gaustadt. Wie man den Bewohnern des LGS-Viertels mitteilte, werden die Baumaßnahmen noch bis Mitte Dezember andauern. Wir wollten wissen, ob es tatsächlich wegen der andauernden Regenfälle zu dieser Verzögerung kommt und machten uns auf den Weg ins Rathaus, um Infos aus erster Hand zu bekommen. Doch man verwehrte uns den Zutritt. Wieder in unserer Redaktion angekommen, fanden wir ein anonymes Kuvert in unserem Briefkasten. Darin enthalten eine Kopie eines Schreibens der Baufirma an die Stadt. Wir haben festgestellt, dass die örtliche Tagespresse mit Ihrer Angabe “Fertigstellung bis Mitte Dezember” durchaus korrekt berichtet hat, allerdings hat das Organ ganz geschickt die Jahreszahl verschwiegen.
Auf dem beiliegendem Zettel stand, dass man den Bewohnern Gaustadts insofern entgegen kommen möchte, in dem man Ihnen kostenfreien Verbleib, während der Bauarbeiten, in einen der folgenden Objekte anbietet:
Um auch dem stadtteilansässigen Bäcker zu unterstützen, stiftet die Stadt jedem Gaustadter täglich ein Brötchen, welches persönlich vom Bäckermeister gegen Unterschrift ausgehändigt werden soll.
Am gestrigen Mittwoch unterzeichneten OB Andreas Starke, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Hans Hemmerlein und der Geschäftsführer der Landesgartenschau 2012 GmbH Harald Lang die Gestattungsverträge für den umstrittenen Uferweg zwischen Markus- und Friedensbrücke. Gerade der Weg entlang des Schiffbauplatzes sorgte in den vergangenen Monaten für heftige Widerstände aus der Bürgerschaft. Doch Hans Hemmerlein beschließt nach der Vertragsunterzeichnung: Ein Schlusszeichen unter die Debatte ist nun gesetzt! Die Bürger hätten sich schon genug beschwert.
Über 1000 Bürger hatten in Form von Unterschriftenlisten ihren Unmut über die Zerstörung des letzten erhaltenen Uferstücks an der Regnitz bekundet. Sie wollten die über eine Million Euro teure und sinnlose Baumaßnahme verhindern. Sollen all die Bemühungen der Bürger nun umsonst gewesen sein? – Und was passiert nun mit den Unterschriftenlisten?
Von der Stadt erhielten wir die Antworten auf unsere Fragen: Man bedanke sich für das Engagement der Bamberger Bürger und möchte die Unterschriftenlisten natürlich schon auf Grund knapper Stadtkassen sinnvoll nutzen: Als Klopapier! Damit war die Unterschriftenaktion nicht für die Katz’, sondern für den Arsch.
Noch steht nicht einmal fest, ob die Landesgartenschau pünktlich fertig wird, da wird schon über die Eröffnungswochen und -monate diskutiert. Auf Grund des zu erwartenden Besucheransturms befürchtet man, dass die Parkplatzkapazitäten in Gaustadt nicht ausreichen. Deshalb soll in dieser Zeit der Plärrerplatz an der Breitenau zu einem Großparkplatz mit Shuttleservice umfunktioniert werden. Der Frühjahrsplärrer, so die Folge daraus, kann deshalb möglicherweise nicht stattfinden. Dabei gibt es bereits zahlreiche Vorschläge, die eine Durchführung durchaus möglich machen würden.
Einige Pläne sehen vor, den Frühjahrsplärrer komplett zu verlegen. Örtlich. Als mögliche Alternativplätze stehen das Fuchsparkstadion (dort könnte dann auch erstmals ein Nachtplärrer unter Flutlicht stattfinden), das Atrium Einkaufszentrum (sogar das Riesenrad geht unter die Kuppel) oder das Hallenbad zur Verfügung. Doch jeder dieser Orte hat auch diverse Nachteile und Probleme bei genauer Betrachtung.
Deshalb sehen andere Konzepte vor, die Attraktionen des Plärrers in die verschiedenen Stadtteile Bambergs zu verteilen. Während der Maxplatz für die Geisterbahn wie geschaffen scheint, könnte die Schiffschaukel direkt nebenan im Rathaushof stehen. Das Bierzelt könnte eventuell direkt in der Gereuth aufgebaut werden (genau genommen reichen auch ein paar Bierbänke), die Losbude auf dem Parkplatz vor der Jako-Arena. Die Fischbude würde hervorragend in die Jäckstraße passen (Warum? – Keine Ahnung!) und für das Riesenrad könnte die Gaustadter Hauptstraße gesperrt werden. Das klappt jetzt schon hervorragend und bis 2012 haben sich die Gaustadter an Sperren und Umleitungen gewöhnt. Und die Anwohner könnten während dieser Zeit ja auf dem Gelände der Landesgartenschau parken.
Während Städte und Gemeinde wegen fehlenden Steuereinnahmen von rund 15 Milliarden dem Ruin entgegenschwanken, landet die Stadt Bamberg sowohl finanziell als auch organisatorisch einen Volltreffer. “Projektsymbiose” heißt das Zauberwort, mit dem Bambergs Politiker Dinge miteinander verbinden, die irgendwie zusammengehören. Auch das wohl größte Projekt des kommenden Jahrzehnts, die Landesgartenschau, fällt nun unter dieses brandneue Konzept einer schwäbischen Universität. Da auf dem für die Landesgartenschau geplanten ERBA-Gelände ohnehin nichts so richtig vorwärtsgeht, lädt die Stadt Bamberg spontan für heute Nachmittag auf den frischbegrünten Maxplatz ein, um dort – getreu dem Motto “Simplify your life” – vorzeitig die Landesgartenschau zu eröffnen.
2012. Das Jahr der Landesgartenschau nähert sich unaufhaltsam. Und Bamberg wäre eigentlich nicht Bamberg, wenn sich nicht auf dem Weg dorthin die eine oder andere Schwierigkeit in den Weg werfen würde. Doch bei der Landesgartenschau, die im Jahr 2012 auf dem ehemaligen ERBA-Gelände stattfinden soll, ist alles anderes. Man hat aus Brückenbauten gelernt und ist deshalb schon lange im Besitz eines Konzepts, dass die Landesgartenschau auf jeden Fall durchführbar macht. Und nicht nur das: Eine ganz besondere Landesgartenschau soll es werden, die allen Besuchern in Erinnerung bleiben und in die Geschichte eingehen soll: Die erste interaktive Landesgartenschau zum Mitmachen.
Während Landesgartenschauen bisher als Etepetete-Blümchen-Shows bekannt sind, wird es in der Gärtner- und Häckerstadt ursprünglicher zugehen. Am Eingang erhält jeder Besucher zunächst eine Gärtnerschürze und wahlweise Schaufel, Schubkarre, Saatgut oder Setzblumen. Auf dem Gelände werden die Besucher dann durch fachkundiges Personal bei den verschiedenen Arbeiten betreut, so dass dann spätestens im Frühjahr 2013 alles grünt und blüht.
Auch für Mitglieder des Stadtrats gilt es dann, das Jahr über als Teamleiter von Besuchergruppen kräftig mitanzupacken. Ob und wenn ja, welche Aufgaben der Oberbürgermeister übernimmt, steht wegen der in diesem Jahr ebenfalls stattfindenden OB-Wahl noch in den Sternen. Aber Andreas Starke kündigte im Falle eines Wahlsiegs bereits an, auch das eine oder andere Blümlein in den Sand setzen zu wollen.
So titeln die einschlägigen Zeitungen Bambergs in den vergangenen Tagen. Unseren Quellen zufolge gibt es bereits einige Interessenten, die den Stadtrat mit verschiedensten Konzepten überzeugen möchten:
Wie soeben bekannt wurde, steht die Baustelle “Kettenbrücke” ein weiteres Mal still. Doch diesmal sind es nicht die niedrigen Temperaturen, die die Bauarbeiter zum Pausieren zwingen. Die Pressestelle der Stadt Bamberg gab bekannt, dass sämtlicher Arbeiter auf das Erba-Gelände abgezogen wurden, wo in den nächsten Monaten sechs Brücken gebaut werden sollen. Dort besuchen die Mitarbeiter der beteiligten Baufirmen nun verschiedene Seminare zum Thema “Brückenbau” und lernen anhand von konkreten, realen Beispielen vieles zum Thema Effizienz und Effektivität bei Baumaßnamen über dem Wasser. Der Kettenbrückenbau soll nach Abschluss der Arbeiten auf dem Erba-Gelände fortgesetzt werden. Wann diese dann fertiggestellt wird, steht noch in den Sternen.
Feststehen inzwischen allerdings die Namen der sechs Brücken auf dem Erba-Gelände. Bisher offiziell noch geheim gehalten, konnten wir die Namen über eine führende Persönlichkeit der Stadt am gestrigen Abend in einer der zahllosen Bierkneipen Bambergs in Erfahrung bringen:
Seit einigen Stunden häufen sich die Anrufe bei der Bamberger Polizei, denn wie Augenzeugen berichten, besteht der ursprünglich rund 50 Meter breite Rhein-Main-Donau-Kanal nur noch aus einem kleinen, traurigen Rinnsal. Nachfragen bei der städtischen Pressestelle, beim Wasserwirtschaftsamt Kronach und beim Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg brachten noch keine sichere Erkenntnis über den Verbleib des Wassers. Verdächtig erscheint nur, dass am heutigen Morgen der Fischpass auf dem Erba-Gelände geflutet wurde. Ob dieses Ereignis, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, Grund für das Fehlen des Wassers im rechten Regnitzarm ist, wird von den Verantwortlichen noch diskutert.
Der Bau der Kettenbrücke wurde nun zunächst gestoppt. Man möchte abwarten, ob das Wasser wieder zurückkehrt. Anderenfalls würde man den Brückenneubau komplett einstellen und stattdessen ohnehin kostengünstigere Treppenab- und -aufgänge ins ehemalige Flussbett installieren. Wichtig sei nun zunächst, so die verschiedenen Pressestellen übereinstimmend, dass die Landesgartenschau pünktlich bis zum Jahr 2012 fertig gestellt wird. Danach könne man sich um eventuelle, kleinere Kollateralschäden kümmern.
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