06.02.2012, 02:41 Uhr

Stützpunkte für Sonnenanbeter

Wenn man an so einem sonnigen Tag wie heute, durch die Bamberger Innenstadt geht, herrscht ungeordnetes und turbulentes Treiben unzähliger Sonnenanbeter. Es ist natürlich verständlich, dass die wenigen Sonnenstrahlen, die man uns heutzutage gönnt, jedermann ins Freie zieht. Doch gerade zur Rush-Hour, zwischen 11.30 und 15 Uhr, nehmen diese Menschenmassen in der Fußgängerzone und im näheren Umkreis dramatisch überhand. Wenn man hier nicht eingreift, können Panikanfälle, Aggressionen und katastrophale Menschenschlachten die Folgen sein. Um Mittagspäuslern der innerstädtischen Unternehmen freie Bahn in der Fußgängerzone zu gewähren, wird gebeten, dass sich folgende Gruppen an ihrem jeweiligen Stützpunkt treffen und dort die Sonne genießen:

  • Bamberger A-Promis: Innenhof der Gaststätte “Sternla”
  • Bamberger B- und C-Promis: Café Rondo
  • Studenten der Geistes- und Kulturwissenschaften: Hain-Liegewiese oder eigene Uni-Innenhöfe
  • Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik, sowie Schüler des Dientzenhofer Gymnasiums, der Heidelsteig- und Pestalozzischule: Troppauplatz
  • Studenten der Humanwissenschaften: Uferwiesen am Schiffbauplatz
  • Schüler der Domschule: Brüstung der Unteren Brücke
  • Schüler des Claviusgymnasiums und der Maria-Ward-Schule: Pausenhof des Claviusgymnasiums
  • Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums: Jahnwiese
  • Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums: Stillgelegter Garten des ehem. Mahrs-Bräu-Kellers
  • Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums: Altenburg
  • Schüler der Rupprecht- und Erlöserschule: Bahnhofsvorplatz
  • Schüler der Graf-Stauffenberg-Schulen und des Eichdorff-Gymnasiums: Munteres Mischen auf beiden Schulhöfen
  • Schüler der Luitpoldschule: Böhmerwiese
  • Schüler der Gangolfsschule: ZOB
  • Schüler der Kaulbergschule, des Theresianum und Marianum: Kreuzgang des Karmelitenklosters
  • Hartz-IV-Empfänger und Schülerinnen der Englischen Fräulein: Gabelmann

Die Stützpunkte dürfen nach 15 Uhr, bitte in sauberem Zustand, wieder verlassen werden!

Außerdem gibt es noch Folgendes zu beachten:

  • Freibäder dürfen natürlich genutzt werden. Allerdings wird gebeten, sich 2 Tage vorher bei den Stadtwerken anzumelden!
  • Kinder im Vorschulalter sollten in dieser Zeit in ihrer Kindertagesstätte oder zu Hause verweilen!
  • Senioren werden gebeten sich während der Rush-Hour in ihren Pflegeeinrichtungen, zu Hause oder im Rosengarten-Cafè zu verstecken!
  • Falls nach 15 Uhr immer noch unkontrolliertes Treiben in der Innenstadt herrscht, werden die Vernünftigen gebeten, sich auf Bierkeller in Stadt und Landkreis zu verteilen!
  • Berufsschüler nehmen bitte den Stützpunkt ihrer ehemaligen Schule!
  • Auswärtige Schüler mögen bitte die Landbusse nehmen und in ihr Kaff fahren!

Ganz wichtig ist noch:

Der Maxplatz sollte bitte menschenleer sein. Zum einen, um Touristen nicht den Blick auf den schönsten Platz der Stadt zu verstellen, und zum anderen weiß man nie, wie schnell man sich für ein Event auf dem Rathausvorplatz entscheidet und in windeseile etwas aufgebaut werden muss.

Picknick für Jedermann

Eine gute Idee mit dem Picknickkorb-Verleih, mit der Studenten bei dem Wettbewerb “5-Euro-Business” an den Start gehen wollen. Allerdings suchen die jungen Versuchsunternehmer noch Sponsoren um einen gewissen Standard an Equipment zur Verfügung zu haben, denn mit nur 5 Euro ist nicht viel hinterm Ofen vorzulocken.
Doch vielleicht könnte man ja die Geschäftsidee etwas weiter spinnen und das Sortiment, neben dem Standard-Korb, erweitern.
Für wohlhabende Kundschaft gibt es Luxusausführungen, die selbstverständlich dementsprechend teurer sind und die quasi Körbe, Decken, Geschirr, Gläser und natürlich die Nahrungsmittel einfach nebenher mit finanzieren, ohne dass es jemandem weh tut. Im Gegenzug kann man den nicht so vermögenden Interessenten preislich entgegen kommen.

Wir haben hier nun mal ein paar Beispiele aufgeführt, welche gerne in das Sortiment mit aufgenommen werden können (Preis jeweils für einen Zwei-Personen-Korb):

High-Society-Basket

Kosten: 200 €

Inhalt: 1 Flasche Rotkäppchen-Sekt, 1 Baguette, 100g Räucherlachs, 2 x 20g Butter, 1 Honigmelone, 2 Ferrero Raffaello Kokos-Milchcreme-Konfekt

Zubehör: Rattan-Korb, Kaschmir-Decke, Stoff-Servietten, 1 rote Kerze, Hutschenreuther Geschirr, Silber-Imitations-Besteck, Sektgläser

Bemerkung: Das Zubehör ist von der Kundschaft selbst mitzubringen.

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Standard-Korb

Kosten: 20 €

Inhalt: 2 Piccolo, 0,5 Liter Orangensaft, 1 Baguette, 50g Wacholderschinken, 50g Salami, 50g Camembert, 50g Emmentaler, 2 x 20g Butter, 300g Weintrauben, 2 Ferrero Rocher Haselnuss-Kakaocreme-Kugel

Zubehör: Weiden-Korb, Fleece-Decke, Zellstoffservietten (3-lagig), Petroleum-Lampe, IKEA-Geschirr und -Trinkgefäße, Besteck

Bemerkung: Das Geschirr ist gespült wieder zurückzubringen.

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Hartz-IV-Tüte

Kosten: 1,50 €

Inhalt: 2 x 0,3 Liter Mineralwasser (in Einwegflasche oder -dose), 2 Scheiben Brot vom Vortag, 10g Margarine, 30g Formfleisch-Vorderschinken, 1 Banane, 2 Stück Kinderschokolade Milchcreme-Schoko-Riegel

Zubehör: Plastik-Einkaufstüte, 2 FT-Doppelseiten, 2 Blatt Küchenrolle, 1 Teelicht, 1 Pappteller, 1 Einweg-Messer

Bemerkung:

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Daneben kann man selbstverständlich auch noch Specials anbieten, wie z.B.

EHEC-Korb

Einfach ein Korb voller spanischer Schlangengurken. Etwas für die ganz harten Typen, welche ihrer neuen Liebschaft auf ganz besondere Weise imponieren wollen.

Luft-und-Liebe-Korb

Für alle, die beim ersten Rendezvous das Essen einfach überspringen möchten und gleich zur Sachen kommen wollen. Inhalt: Eine Großpackung Kondome, ein Schächtelchen Viagra, Gleitcreme, Pornoheft und zwei Zigaretten für danach.

Für die Kleinen

Am besten eine Junior-Tüte von ………. oder ………. . Damit machen sie dem Nachwuchs eine Freude und mit was anderem sind sie eh nicht ins Freie zu locken.

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Wir hoffen, dass wir ein paar Anregungen geben konnten und wünschen den geschäftstüchtigen Studenten viel Erfolg!

Wird die Picknick-Idee ein Erfolg, könnte es auf der Hainwiese schon bald so aussehen.

Wird die Picknick-Idee ein Erfolg, könnte es auf der Hainwiese schon bald so aussehen.

Tipps zum Besuch des Bundespräsidenten

Am kommenden Dienstag besucht der Bundespräsident unsere kleine Provinzstadt. Sowas ist sicherlich nicht alltäglich und so mancher Bamberger ist jetzt schon ganz aufgeregt. Da das Staatsoberhaupt ja noch ziemlich frisch in seinem Amt und die Bevölkerung noch nicht ausreichend informiert ist, hier ein paar Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Ihnen der Bundespräsident über den Weg läuft:

  • Unser neuer Bundespräsident heißt Christian Wulff ! – Nicht, dass Sie ihn mit Herrn von Weizsäcker, Herrn Scheel oder gar Herrn Heuss ansprechen.
  • Die Frau an seiner Seite ist nicht Monika Wulf-Mathies. Offiziell heißt sie Bettina Wulff. Wenn allerdings die Chemie zwischen Ihnen und ihr stimmt, können Sie sie auch Bettina nennen bzw. wenn sie ganz dicke mit ihr sind auch Tini.
  • Verwechseln Sie ihn nicht mit (Dr.) Klaus-Theodor zu Guttenberg. Er ist es nicht, der angeblich bei seiner Doktorabreit abgeschrieben hat. Er hat überhaupt keinen Doktortitel.
  • Fragen Sie ihn nicht, ob sein Friseur schon hinter Gittern sitzt.
  • Fragen Sie ihn auch nicht, ob er der Mann aus der blend-a-med-Werbung oder der Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer ist.
  • Versuchen Sie einigermaßen Hochdeutsch zu sprechen. Der Mann ist gebürtiger Osnabrücker.
  • Auch wenn Sie es gut meinen, drücken Sie ihm nicht auf offener Straße einen Geschenkkarton (oder gar einen ganzen Kasten) vom Schlenkerla in die Hand.
  • Sollten Sie dem Bundespräsidenten in der Stechert-Arena begegnen: Nein, er sitzt nicht auf der falschen Seite. – Nein, er ist nicht ein neuer Aufbau-Spieler. – Nein, er ist nicht der Bruder von Chris Fleming.
  • Auch wenn sich zahlreiche Polizeibeamte in seiner Nähe aufhalten, der Mann ist kein Schwerverbrecher. Werfen Sie nicht mit Tomaten o.ä.
  • Halten Sie japanische Touristen mit ihren Kameras von ihm fern!
  • Gratulieren Sie ihm nicht zum Amt des Bamberger Oberbürgermeisters. Erst recht nicht, wenn Herr Starke daneben steht.

Und zum Schluss noch eine Fotografie des Deutschen Bundespräsidenten. Prägen Sie es sich gut ein!

 

Links: Das ist er nicht !! - Rechts: Das ist er: Christian Wulff.

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Bamberger Frühlingsgedanken

Wenn dä Himml longsom widder blau wärd
Und Dich die örschdn Sunnastrohln ausm Bedd kitzln
Wenn dä Nochbä den Rollsblidd vum Gehsteich kehrt
Und Du Deine Winterboods aufn Dochbodn raamst
Wärds solongsom Frühling

Wenn aaner vu die drei Könich an Ausfluch noch Gaustod mächt
Und die Baustell’ omm Wilhelmsblods widder zäm lebn oofängt
Wenn der Maxblods widder leer aussicht
Und die Glüweinbudn abgrissen wärn
Wärds solongsom Frühling

Wennsd Sehnsuchd hosd, Deina Fensdä zä budsen
Und Du die örschdn Reddichsooma auf Deim Balgon oobflansd
Wennsd schausd, ob Dir Dei Bikini nuch basst
Und Du Dir die Stechmuggnbadschn bereidlegst
Wärds solongsom Frühling

Wennsd vum Winderschloof nei die Frühjahrsmüdichkeit schlorchst
Und die örschd Amsel versuchd an Doon rauszäquätschn
Wennsd Deina Garrdnsdühl saubär mächst
Und Du des Verdägg vu Deim Cabrio aufmächsd
Wärds solongsom Frühling

Wennsd Dich auf die örschd Mooß aufm Spedsi-Källä freusd
Und Deina ressdlichn Weihnachdsblädsla auf dä Ärbärd verdaalsd
Wenn die Kuni auf der Undern Brüggn widder zä Grinsn beginnt
Und Dir scho wechä die nächsdn Weihnachtsgschängla Gedangn mächsd
Wärds solongsom Frühling

Stecherter Geruch in der Arena

Wenn in der Bamberger Arena ein Spiel der Brose Baskets auf dem Parkett dargeboten wird, brodelt es in der Spielstätte und die Stimmung wird angeheizt. Altbekannte Spielkommentatoren bemerken dann auch gerne während einer Begegnung: “Heute brennt die Halle wieder!”. Und nicht zu Unrecht wird die Zentrale Freak Citys, auch Frankenhölle genannt.

Dies nun als kleines Vorwort!

Am vergangenen Montag traten die Bamberger Basketballer gegen die Mannschaft aus Oldenburg an und in der Spielpause bemerkte man einen nicht unbedingt angenehmen Geruch. Experten fanden schnell heraus, dass Ammoniak-Gas mit im Spiel sein soll. Doch wie konnte es dazu kommen?

→ Ammoniak (ein Wasserstoff/Stickstoff-Gemisch) wird u.a. als Grundstoff für Düngemittel verwendet, welches die Pflanzen in sich aufsaugen und in pflanzliches Eiweiß umwandeln. Der Mensch wiederrum verspeist diese Pflanze und scheidet besagtes Eiweiß wieder aus. → Das Bundesligaspiel wurde von ca. 7000 Fans besucht. Jeder Freak hält sich durchschnittlich 135 Minuten in der Halle auf und geht ebenfalls durchschnittlich 1,5 mal pro Begegnung auf’s Stille Örtchen. Mannschaft, Trainer, Betreuerstab, Cheerleader, Security, Gastroleute, Verantwortliche, VIPs  etc., also Leute, die sich gratis in der Halle aufhalten, müssen verständlicherweise auch mal. Addieren wir also nochmal so an die 200 Personen dazu, die sich durchschnittlich 210 Minuten in der Arena aufhalten und 1,96667 mal auf’s Klo rennen. → Durch den reklametechnischen Ansporn der Stadtwerke Bamberg auf den Toiletten “Nutze Deine Energie!”, gibt sich natürlich jeder die beste Mühe und tut feuereifrig was er kann, denn man will ja einen der Hauptsponsoren nicht enttäuschen. → In der Halbzeitpause werden die Türen (sowohl die von den Toiletten, als auch die der Halle) geöffnet. Aus den Lokusräumen dringt das Gas in das Foyer und trifft dort auf die frische Luft von Außen und auf den Schwefel aus dem Höllen-Inneren. Und schon → brodelt es mehr denn je.

Eine andere Theorie: Die Mannschaft aus Oldenburg hat den Energielieferanten EWE als Hauptsponsor. Vielleicht war es nur eine natürliche chemische Reaktion, als die EWEs’ auf die Stadtwerke trafen. Warten wir ab, ob es morgen in Ludwigsburg zu einem ähnlichen Zwischenfall kommt, denn dann trifft die Bamberger Mannschaft auf EnBW. Leider ist dort nur die Anzahl der Bamberger Höllenbewohner geringer. Aber sie werden sicherlich wieder ihr Bestes tun und gehörig einheizen und unsere Mannschaft anfeuern.

Als Schlusswort verwende ich den legendären Satz des ehemaligen Hallensprechers Rudi Schultze:

“So, jetzt geben wir mal Gassss !!!”

Die chemische Strukturformel von Ammoniak. Vielleicht schon bald als Logo auf den Trikots der Brose Baskets.

Fußgängerwege sollen geschont werden

Es ist aber auch eine Zumutung für unsere schönen Gassen, Straßen und Wege. Täglich trampeln tausende Bürger und Touristen arglos über Kopfsteinpflaster, Erde und Asphalt, und das anschauliche Bild unserer Weltkulturerbestadt geht immer mehr den Bach hinunter.
Da ist es nur mehr als verständlich, dass der neue Uferweg am Schiffbauplatz erst im April 2012 freigegeben wird, denn sonst ist er bis zur Eröffnung der LGS wahrscheinlich nicht mehr ansehbar, weil mal wieder alles niedergestapft und versaut wurde.
Wir finden, was mit dem Weg zwischen Konzerthalle und Markusbrücke realisiert wird, muss sich doch auch für andere Fußgängerbereiche umsetzen lassen. Eine Schonzeit für unsere Weltkulturerbewege ist längst überfällig und muss endlich in die Tat umgesetzt werden.
Wir haben da schon mal ein paar Vorschläge:

  • Uneingeschränkte Sperrung der Lugbank (für Fußgänger und Fahrzeuge) von Januar 2011 bis November 2013.
  • Fußgängerverbot für die Obere Brücke von März 2012 bis August 2014. – Eine Aufhebung des Verbots ist nur während der Weltkulturerbeläufe vorgesehen.
  • Marien-, Luitpold-, Ketten- und Löwenbrücke werden im monatlichen Wechsel bis vorerst 2022 für Passanten und Fahrzeuge gesperrt.
  • Der Maxplatz wird von 1.Oktober 2011 bis 30.September 2015 unzugänglich gemacht. Ausnahmen: Frühjahrsmesse, “Bamberg zaubert”, “Jazz- und Bluesfestival”, Biertage, Weihnachtsmarkt und evtl. Brose-Baskets-Events. (Sperrung hält sich also in Grenzen).
  • Bamberger Krippenweg: jeweils von November bis Januar.
  • Komplettsperrung der Sandstraße von 8.00 Uhr früh bis 2.00 Uhr nachts.

Solche Warnschilder sollen an den jeweiligen Stellen angebracht werden

Gaustadter müssen sich noch ein wenig gedulden

Empörung im Bamberger Stadtteil Gaustadt. Wie man den Bewohnern des LGS-Viertels mitteilte, werden die Baumaßnahmen noch bis Mitte Dezember andauern. Wir wollten wissen, ob es tatsächlich wegen der andauernden Regenfälle zu dieser Verzögerung kommt und machten uns auf den Weg ins Rathaus, um Infos aus erster Hand zu bekommen. Doch man verwehrte uns den Zutritt. Wieder in unserer Redaktion angekommen, fanden wir ein anonymes Kuvert in unserem Briefkasten. Darin enthalten eine Kopie eines Schreibens der Baufirma an die Stadt. Wir haben festgestellt, dass die örtliche Tagespresse mit Ihrer Angabe “Fertigstellung bis Mitte Dezember” durchaus korrekt berichtet hat, allerdings hat das Organ ganz geschickt die Jahreszahl verschwiegen.

Auf dem beiliegendem Zettel stand, dass man den Bewohnern Gaustadts insofern entgegen kommen möchte, in dem man Ihnen kostenfreien Verbleib, während der Bauarbeiten, in einen der folgenden Objekte anbietet:

  • ATRIUM – Hier ist momentan am meisten Platz. Man wünscht sich hier kleinere Wohngemeinschaften, die sich vielleicht nach Interessen einzelner Gruppen bilden. Man bittet aber um Verständis, dass, wer sein Auto im Parkhaus abstellen möchte, eine kleine Gebühr entrichten muss.
  • STECHERT-ARENA – Vorallem für die Jüngeren wird die Unterbringung hier sicherlich ein Riesenspaß. Der Boden der Arena wird mit Matratzen ausgelegt und lädt zu ausgelassenen Orgien ein. Während einer Veranstaltung oder eines Basketballspieles muss die Halle allerdings geräumt werden.
  • FKK-GERMANIA – Dieses Etablissement bietet verschiedene Räume für die unterschiedlichsten Vorlieben an. Da das Angebot dort eh nicht wie erwartet genutzt wird, erhofft man sich von der vorübergehenden Unterbringung der Gaustadter, einen Kundenneugewinn nach den Baumaßnahmen.
  • MAXPLATZ – Auf dem zentralen Platz der Stadt soll ein Riesenzelt mit Showbühne aufgebaut werden, in dem sich Gaustadter Campingfreunde, mit von Karstadt zur Verfügung gestellten Gaskochern und Isomatten, eine schöne Zeit machen können. Das Zelt wird allerdings erst nach dem Weihnachtsmarkt dort errichtet.

Um auch dem stadtteilansässigen Bäcker zu unterstützen, stiftet die Stadt jedem Gaustadter täglich ein Brötchen, welches persönlich vom Bäckermeister gegen Unterschrift ausgehändigt werden soll.

Alles auf einen Blick

Keine schlechte Idee, von der Fraktion der Freien Wähler, dass mit der “netten Toilette“. Man muss nicht mehr sinnlos mit Harndrang in der Stadt umhertrippeln, bis ein stilles Örtchen gefunden wird, in dem man seine Blase entleeren kann. Nette Geschäftsleute bekommen einfach einen netten Aufkleber auf ihre nette Tür und schon weiß jeder “Ah, hier ist mein Urin willkommen!”.
Es wäre überhaupt praktisch, wenn Läden und Lokale ihre Türen mit weiteren, für den Kunden nützliche, Aufkleber zieren könnten, damit man gleich weiß, wie man dran ist.
Gerade in der Gastronomie könnte man die ständige Fragerei von einfallenden Gästen unterbinden, welche so manche in der Rush-Hour steckende Bedienung nerven und die dementsprechend auch wortlos, pampig oder schreiend reagieren.
Zufriedene Gäste und zufriedenes Servicepersonal, dank der neuen, nützlichen, dekorativen und netten Hinweis-Aufkleber.

Alles auf einem Blick

Unterwegs mit den RundfunkAnstalten Franken – Heute: Antalya

Während in unseren Gebieten nass-kaltes Wetter herrscht und die Stadtpolitik auch nicht gerade für Sonnenschein sorgt, zieht es unsere Redaktion wieder in ferne Länder. Wir (also ich) haben einen unserer Redaktionsmitglieder (also den anderen) ins Flugzeug gestopft um zu erkundschaften, was denn so woanders gerade abgeht.

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2.Teil

ANTALYA (Türkei)

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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.

Red.: Hallo Florian!
Florian: Hoi!
Red.: Na, gut gelandet?
Florian: Halbwegs.
Red.: Wieso, gab es unvorhersehbare Zwischenfälle?
Florian: Bis auf eine nervige Familie im Flugzeug nicht. Deutsche natürlich.
Red.: Ahja. – Gut, jetzt bist Du also in der Türkei. Wie wurdest Du empfangen?
Florian: Sehr freundlich. Hier geht man mit Touristen wirklich sehr hilfsbereit um. Immer mit einem Lächeln im Gesicht. – Also anders als in Bamberg.
Red.: Verstehe. – Du bist ja in Begleitung der Lebensgefährtin. Drängt sich natürlich die Frage auf, da sie ja blond ist, ob sich die türkischen Männer ganz besonders um sie bemühen?
Florian: Denen hängt der Gaafer aus dem Gesicht. Aber auf diese Art und Weise hab ich auch bissl Erholung.
Red.: Na, lass sie das mal nicht hören ;-) – Hat man Dir schon Kamele für sie geboten?
Florian: Schon, aber was will ich mit einem Kamel? Jetzt versuchen sie Rauchbier zu organisieren.
Red.: Und meinst, das klappt?
Florian: Die tun hier alles Menschenmögliche. – Wenn du hier Deinen Arsch nach dem Frühstück vergisst, tragen sie ihn Dir auch hinterher.
Red.: Die Döner, sind die in der Türkei besser, als bei uns?
Florian: Nun, man merkt schon, dass das Fleisch hier frisch ist.

Red.: Ich hab ja Fotos von Eurem Hotel gesehen. Ist ja echt nobel.

Florian: Stimmt. Man hat hier sogar ein bißchen Wilhelmsplatz-Feeling.

Red.: Wie soll ich das verstehen?

Florian: Auch noch net ganz fertig. 

Red.: Achso. Und gibt es irgendwas, auf das Du verzichten musst?
Florian: Also bis auf das Rauchbier (bis jetzt) und Schäuferla mit Wirsing, eigentlich net. –
Red.: Aber Extras kosten bestimmt auch extra, oder?
Florian: Am Arsch. Garnix kostet extra. Sogar das Bier in der Minibar  und Internet ist frei. Von den Massage-Tanten ganz zu schweigen. Man sieht sie zwar nicht, was vielleicht auch manchmal besser ist, aber sie machen ihre Sache gut.
Red.: Achso, stimmt. Dort laufen ja die Frauen verhüllt herum.                                                                                  

Florian: Jo, das sollte man bei uns auch einführen. Zumindest bei Manchen wäre das oft besser.
Red.: Schlenkerla-Bedienungen mit Burka?
Florian: Da sag ich jetzt nichts dazu. – Obwohl, man kommt sich schon auch bissl wie im Schlenkerla vor. Lauter blöde Touris.

Red.: Und die werden auch dementsprechend behandelt? – Also, ich meine, wie im Schlenkerla?

Florian: Och, wenn Du die mit ‘nem Euro bestichst, ist’s schon ok. Dann spuren die schon.

Red.: Sonst noch irgendwelche Ähnlichkeiten mit Bamberg?

Florian: Nun, hier ist quasi alles Königsstrasse.

Red.: Nett.

Florian: Jo.

Red.: Also, bei uns waren heute 15°C. – Neidisch?

Florian: Hehe. Nee ;-)  Hier ist es so um die 25°C.

Red.: Vielen Dank für das Gespräch. 
                                                                                    

 

Unser Auslandskorrespondent vermisst ein bißchen das Bamberger Rauchbier in seiner türkischen Hotel Mini-Bar.

Wenn’s den Promenadlern stinkt…

…gehen sie auf die Straße und sammeln Unterschriften. Für was? Gegen was? – Gegen, natürlich. Und zwar gegen die momentane Verkehrssituation in ihrem Wohngebiet. Im vergangenen November beschloss der Stadtrat die Umsetzung eines neuen Parkraumbewirtschaftungskonzeptes (Anm.d.Red.: Die wäre ein grandioses Wort für das Galgenmännchenspiel), welches seit April in Kraft ist. Ziel dieses Konzeptes: Verlagerung der Regional- und Schulbus-Haltestellen von der Willy-Lessing-Straße an die südliche Promenade.

Wer kannte das Problem nicht, wenn man um die frühe Nachmittagszeit vom Schönleinsplatz Richtung Bahnhof wollte. Zig-tausende Schüler lungerten an den Haltestellen herum und versperrten mit sich und ihren Schulutensilien den Gehweg, so dass einem als “gemeiner” Fußgänger nichts anderes übrig blieb, die Busfahrspur als Geisterläufer zu benutzen.

Aber, man kennt es ja, was dem einen Freud, ist dem anderen Leid. Der Verkehr an der Promenade und somit auch die Lärm-, Geruchs- und Schadstoffbelastung nahmen zu. Und dies wollten sich die Anwohner nicht bieten lassen und sammelten Unterschriften für das goldene Buch der Stadt.

Wir finden ja auch: Omnibusse haben an einem ZOB (Zunkunft ohne Busse) wirklich nichts zu suchen. Und deshalb ein Vorschlag unsererseits. Man lästert zwar immer über unser Nachbarland Österreich, aber was Verkehrskonzept und Umweltschutz angeht, liegen sie uns Deutschen um Nasenlängen voraus. Was ihn Wien geht, müsste doch bei uns in Bamberg erst recht klappen, oder nicht?

Wäre vielleicht auch für Bamberg eine Lösung: der umweltvertägliche Personennahverkehr.

Und falls die Geruchsbelästigung immer noch zu hoch ist - auch da gibt es Abhilfe.

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