Die Jako-Arena ist pleite! – Diese Schlagzeile tickerte gestern durch die bundesweite Presse. Gut, das Interesse an dieser Meldung hielt sich deutschlandweit zwar in Grenzen, doch in Bamberg versetzte sie alle Freaks in Schockstarre. Bamberg, die Hochburg des europäischen Spitzenbasketballs ohne Zukunft? – Was sollen alle Fans ab kommender Saison tun, wenn Spitzenbasketball dann nur noch in Nürnberg oder gar in München stattfindet? – Natürlich, das sind kaum vorstellbare Horrorszenarien, wie man sie nur seinem ärgsten Feind wünscht. Aber immerhin steht die Stadt notfalls noch mit 2,5 Millionen Euro in der Kreide und könnte damit den Sport-Standort Bamberg retten.
Unserer Information nach wird die Stadt das auch tun, denn hierzulande geht man erfahrungsgemäß sehr verantwortungsbewusst mit dem höchsten demokratischen Gut, also Wählerstimmen, um. Deshalb arbeiten pfiffige Köpfe in der Stadtspitze bereits an einem Sanierungskonzept, genauer gesagt einem Punkteplan, bei dem alle Bamberger Bürger in die Pflicht genommen werden sollen. Vor allem die, die in den letzten Jahren nur kassiert haben ohne wirkliche Gegenleistung erbracht zu haben, sollen sich nun am Betrieb der Jako-Arena engagieren, um vor allem den großen Posten der Personalkosten zu senken.
Seit dem gestrigen Finanzsenat ist klar: Bamberg möchte sich auch bereit erklären, den Münchnern als Filialstadt bei der Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2018 zur Seite zu stehen. Dank Einsparung bei der Kindertagesstättenförderung von 365.000 Euro und nur 350.000 Euro ungeplanter Mehrausgaben bei der Konzert- und Kongresshalle hätte man bereits in diesem Jahr einen Gewinn von 15.000 Euro erwirtschaften können, der Klimmzüge dieser Art problemlos möglich machen würde. Die Domstadt sei nicht erst seit dem Januar als Winterstadt bekannt, teilte man aus dem Rathaus mit, und so wolle man sich noch in dieser Woche mit den Altbayern aus München in Verbindung setzen. Parteipolitische Probleme zwischen den beiden Oberbürgermeistern gelten ohnehin als unwahrscheinlich.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden auch einige Details diskutiert, mit deren Organisation entweder das Stadtmarketing oder Sportmanagementspezialist Jan Vetter beauftragt werden soll:
Wie der Finanzsenat gestern auch feststellte, kann die Stadt sogar Gewinn bei der Durchführung der Winterspiele erzielen. Wenn man, wie im vergangenen Winter, einfach auf das Schneeräumen und Streuen von Salz verzichten könnte, würde man jährlich bis zu 400.000 Euro sparen. Und weil man üben muss, um sich 2018 nicht zu blamieren, fängt man bereits jetzt damit an…. Das macht 8 x 400.000 Euro, also 3,2 Millionen Euro. Damit lässt sich doch locker fast noch ein Glasfoyer vor das Glasfoyer bauen.
Aber natürlich gab es auch gestern kritische Stimmen aus verschiedenen Fraktionen zum Thema Olympiabewerbung: Wenn Bamberg etwas mit der Durchführung 2018 zu tun haben sollte, müsste man bereits jetzt darüber nachdenken, die Spiele auf 2028 zu verlegen, damit alles rechtzeitig fertig wird.
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Endlich sind sie angekommen, die sündhaft teuren Flutlichtmasten für das Volksparkstadion. Jetzt könnte man endlich jeden einzelnen Pickel der Fußballspieler des 1. FC Eintracht Bamberg aus weiter Ferne betrachten, wenn es da nicht das Problem gäbe, dass es die Konkurs-Mannschaft überhaupt nicht mehr gibt. Jetzt steht man also ratlos vor den auf dem Rasen liegenden Stahltürmen. Wieder zurück geben will man sie aber scheinbar auch nicht. Was also machen mit 120 000 Watt?
Nun denn, irgendetwas Sinnvolles wird den Verantwortlichen schon einfallen. Und falls ihnen doch kein Licht aufgeht, kann man die Flulichter immer noch bei ebay versteigern.
Achtung. Der folgende Artikel entspricht nur der Meinung der halben RAF-Redaktion. Er könnte zu einer Spaltung führen, aber journalistische Freiheit ist nun mal auch wichtig. Außerdem streicht mir mein Onkel dafür wahrscheinlich das Taschengeld….
Von unserem Redaktionsmitglied Florian Herrnleben. Heute Abend könnten die Brose Baskets zum 3., 4., 5… (keine Ahnung, jedenfalls schon zu oft) Mal Deutscher Meister der Basketball-Bundesliga werden. Damit stünde Bamberg wieder ein gefühltes, halbes Jahr Hupkonzert und Party bevor.
Doch es soll ja auch andere geben. Bamberger, die dem Basketball nicht ganz so verfallen sind, denen Frankfurt zwar eigentlich ebenso egal wäre, aber die sich aus Eigeninteresse und angesichts des drohenden Weltuntergangs in Bamberg etwas mehr für die Stadt am Main als die an der Regnitz freuen würden. Für all die, haben wir ein paar Freizeittipps zusammengestellt, die schon bei einem Sieg der Frankfurter heute Abend ausprobiert werden könnten, aber spätestens beim Gewinn der Meisterschaft durch die Bankenstadt ausführlichst zelebriert werden sollten:
Wir, also ich, also wir würden uns jedenfalls über weitere Tipps unserer Leserschaft freuen. So, ich geh mich jetzt von meiner Familie enterben lassen….
Vor einigen Tagen verschwand quasi über Nacht der ERBA-Schriftzug, der über Jahrzehnte als Art Wahrzeichen über dem künftigen Gelände der Landesgartenschau thronte. Während sich bislang weder Stadt noch Investoren zum Verschwinden äußerten, konnte die Öffentlichkeit über den Verbleib der blauen ERBA-Lettern nur spekulieren. In der vergangenen Nacht ging nun in unserer Redaktion ein Schreiben ein, das wir über unsere Internetseite veröffentlichen sollten:
Bamberg. Bamberg. Bamberg.
Der Weltkulturerbelauf 2011 wird um ein weiteres Rennen ergänzt. Wie die Organisatoren mitteilten, findet am frühen Nachmittag zusätzlich ein sogenannter Biermarathon statt. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren, die als Dreier-Team auf einer Strecke von 4 Kilometern einen Kasten Bier ihrer Wahl leertrinken müssen. Die Gruppe, die das Ziel als erste mit einem leeren Kasten Bier erreicht, gewinnt einen zweitägigen Krankenhausaufenthalt gesponsert von einer Bamberger Brauerei. Disqualifiziert wird, wer unterwegs ins Koma fällt. Aus der Stadtverwaltung heißt es offiziell: Der Oberbürgermeister begrüße den neuen Wettbewerb, setze fest auf die Bamberger Jugend und freue sich darauf, im Ziel mit den Gewinnern anzustoßen.
Wir überlegen schon lange, ob es das bringt, nur aus Bamberg zu berichten. Seit Wochen immer die gleichen Themen.
Baustellen, Landesgartenschau, Künstlerhaus, Kurzzeitparkplätze, Maxplatz… – Bäh!
Mal ehrlich, das macht doch keinen Spaß mehr.
Darum hat unsere Zwei-Mann-Redaktion beschlossen, dass sich immer einer von uns auf große Reise begibt und aus nahen und fernen Ländern berichtet.
Aber keine Sorge! Bamberg werden wir dadurch nicht vergessen. Im Gegenteil. Wir wollen mit den Reiseberichterstattungen Bamberg mit anderen Städten/Orten/Landschaften vergleichen.
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1.Teil
FUERTEVENTURA (Kanaren/Spanien)
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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.
Red.: Hallo Florian!
Florian: Hoi!
Red.: Schon bereut, dass Du als erster von uns beiden weg musstest?
Florian: Nö.
Red.: Gut. Jetzt so auf den ersten Blick, wie ist es auf Fuerteventura so im Vergleich zu Bamberg?
Florian: Andersch.
Red.: Ahja. Was vermisst Du dort am meisten?
Florian: Das Bier.
Red.: Verstehe. Ist also dort net so der Brüller?
Florian: Das Atlantikwasser ist nahrhafter und billiger.
Red.: Das heißt, beim Bierpreis und bei der -qualität ist Bamberg klar im Vorteil?
Florian: Genau.
Red.: Ok. Nächste Frage: Was würdest Du sagen, ist auf Fuerteventura ähnlich wie in Bamberg? Gibt es da Gemeinsamkeiten?
Florian: Nun zunächst einmal der Sand. In Bamberg ist es zwar mehr Bausand und hier liegt er mehr so natürlich herum, aber in den Schuhen hat man ihn hier genauso.
Red.: Aber von Baustellen sieht man dort nichts?
Florian: Bis jetzt noch nicht, aber in Bamberg reißt man ja auch über Nacht alles nieder. Bis heute wurde ich vom Meeresrauschen wach, morgen ist es vielleicht schon ein Preßlufthammer.
Red.: Oh, höre ich da so leicht heraus, dass Du den Baulärm schon vermisst?
Florian: Naja, es fehlt schon was.
Red.: Und wie ist das so mit den Bauwerken? Historisch interessant?
Florian: Also das mächtigste Gebäude ist der Flughafen. Sonst sieht man hier nur ab und zu mal ne Windmühle und nen Leuchtturm.
Red.: Hm, meinst Du, das Fuerteventura im Krieg ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde?
Florian: Glaub ich net. Des schaut hier, denke ich, schon immer so aus.
Red.: Wie ist so die Wassertemperatur? Ist sie schon angenehm?
Florian: Es ist ein sehr gutes Hotel. Da kann man unter der Dusche die Temperatur nach seinen Wünschen regulieren.
Red.: Irgendwelches Ungeziefer?
Florian: Viele Deutsche…
Red.: Also so alles in allem, könntest Du Dir schon vorstellen, länger zu bleiben, oder sogar dorthin auszuwandern?
Florian: Warum nicht! – Hier ist es schön warm und man muss nicht ständig mit Wintermantel oder/und Regenschirm herumlaufen. Das ist halt der große Vorteil hier. Aber ansonsten ist es auch nicht viel anders als in Bamberg.
Red.: Nun gut. – Dann wünsche ich Dir noch nen schönen Aufenthalt. Ich muss jetzt dann mal los. Bin gleich zum Schäuferla-Essen mit lecker Rauchbier eingeladen.
Florian: Hm. – Ich schau mal, wann der nächste Flieger zurückgeht…
Als im Jahre 2000 in der Forchheimer Straße eine Multifunktionshalle für Sportevents, Konzerte und Messen eröffnet wurde, gab man ihr den Namen Forum. Vor vier Jahren hat sich ein zugkräftiger Werbepartner aus dem Bereich Sportbekleidung gefunden und das Forum wurde kurzerhand in JAKO-Arena umgetauft. Doch kaum hat man sich an diesen Namen gewöhnt, steigt der Sponsor aus. Bis Juni noch soll die Halle den Schriftzug des Geldgebers tragen. Und dann?
Ob sich vielleicht die Hochtief-Gesellschaft dazu hinreißen lässt, nachdem schon die Betreiberoptionen flach vielen? Mit dem Namen könnte sich auf jedenfall die Basketballmannschaft gut identifizieren.
Oder biedert sich eventuell die Bäckerei Gramms an, nachdem sie schon beim ehemaligen Volksparkstadion den Kürzen zog?
Vielleicht wäre ein ortsansässiger Sponsor tatsächlich die beste Lösung. Jemanden, mit dem die Hallenbesucher auch etwas anfangen können. Einer aus dem Volk. Einer von uns.
Wir hätten da schon mal folgende Vorschläge:
Liebe Leser,
heute ging bei uns folgende Bewerbung ein. Wir bitten dringendst um Beachtung, vielleicht wissen Sie ja einen freien Trainerposten.
Danke!
Die Redaktion
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie suchen einen schon relativ erfolgreichen Trainer für Ihre Fußballmannschaft? – Dann sind Sie bei mir genau richtig.
Nach einer Umorientierung meines bisherigen Arbeitgebers sowie der schlechten Wirtschaftslage stand mir mein Arbeitsplatz plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Deshalb bewerbe ich mich nun bei Ihnen.
Ich biete neben meinen hervorragenden Kenntnissen und meiner langjährigen Erfahrung vor allem politischen Einfluss und Geschick beim Fordern von neuen Stadien inklusive Peripherie. Gerade auf diesem Gebiet habe ich schon kleinsten und unbedeutendsten Fußballmannschaften zu einer Generalsanierung der Spielstätte verholfen. Meine Ziele reichen von Klassenerhalt bis Aufstieg, ich bin da recht flexibel. Fußballwettbetrügereien konnten mir bisher nicht nachgewiesen werden. Mein bestes Argument dagegen ist unser aktueller Tabellenplatz.
Sollten Sie momentan keinen Job zu vergeben haben, würde ich mich halt engagiert um meine politische Laufbahn kümmern.
Vielen Dank!
Zur Einstimmung auf die Weihnachtsgedanken 2009, hier die Ausgabe aus dem vergangenen Jahr (Anm.d.Red.):
Also, des Jahr war ja mal wieder schnell vorbei. Für Bamberg, genau genommen, viel zu schnell. Hätte unsere fränkische Provinzstadt ein paar Tage mehr g’schenkt gekriegt, hätt’ man noch mehr prominente Besucher unterbringa könna. Der Gysi war da, der Goppel war da, der Beckstein war da, die Merkel war da, der Dalai Lama war da, der Nowitzki war da, die NPD war da – also alle mit „Rang und Namen“ und „Drang zu Dramen“. Na schön, fast alle.
Wieso war eigentlich der US-Präsidentschaftskandidat net in Bamberg? Die Berliner hab’n doch eh bloß `rum gezickt und wollten ihn net vor dem Brandenburger Tor sei Red’n halten lassen. Also, wir hätten ihm gerne am Torschuster a Rednerpult hing’stellt.
Und der Papst? – Also angedacht war doch da a Besuch, oder net? Vielleicht wollte er ja auch nur das Domordinäriat nicht besuchen, weil er sonst zu den Vorkommnissen im Ottonianum befragt worden wär’. Dabei hat unser Sex…- äh Ex-Domkapitular doch nur seine Wirkungsstätte wörtlich genommen. Ottonianum : Ottos neue intime Ausbildung naiver unschuldiger Männer.
Apropos, wo steckt denn eigentlich gerade unser Erzä? Gibt’s den noch? Seit dem Weltkulturerbe-Gerenne ist der doch wie vom Kopfsteinpflaster verschluckt. Oder hat er sich in sei ruhiges Kämmerlein zurückgezogen und tüftelt gerade an einem Bamberg-Krimi? Also, von ihm würde jedenfalls noch einer fehlen. Was ist das eigentlich gerade für eine Epidemie, dass jeder Bamberger B- und C-Promi einen Thriller schreiben muss? Die Touristen trauen sich ja bald nimmer in unsere Stadt. „Das Haus am Nonnengraben“, „Tod in Klein-Venedig“, „Eine Leiche im Gärkeller“, „Mord im Sand“. – Huuhh, da wird’s einem ja ganz anders. So schlimm geht’s ja net amol am Frankfurter Bahnhof oder in Berlin Wedding zu. Jetzt kommen bestimmt bald noch so Schmoeker wie, „Der Zinker Wörth“, „Der schwarze Dabb“ oder „Sponsel – Der Frosch ohne Maske“. Dabei finde ich dass einzige Kriminelle in Bamberg die Verkehrssituation im Haingebiet. Verkehrsregeln gibt es do ja net, außer Rechts vor Links – und des wird hier auch eher politisch g’sehen. Kurzum: Bamberg braucht keine Krimis mehr. Schreibt doch mal paar Gruselschocker oder Arztromane!
Heilichers, fast hätt’ ich’s vergessen: Den Krischker sei Tasch’n woär weg. Aber jetzt hat er sie ja wieder. Sogar gleich drei Stück hat er zurückgekriegt. Ist der Fall eigentlich auch in „XY“ ausgestrahlt worden? – Na, auf jedenfall war’s groß und breit und immer präsent im Effdee. Aber eine g’scheite Kulturwerbung bringen sie net hin.
Jaja, unser Stadt und ihra Promis. Die Heidi Friedrich lässt sich mit ihra Möps ablichten, als wenn’s net so scho schlimm genug wär’, und der Mäc Härder will jetzt „König von Franken“ werden, dabei langt’s mit seina Jonglierkünste grod amol zum Hofgaukler. Vom schwindigen Gerd hat man heuer gar nix g’hört. Oder steht der scho bei Madame Tussaud? Mit was der alles ei’g’schmiert is, schaut er doch eh aus wie a Wachsfigur.
200 Jahre E.T.A.Hoffmann in Bamberg. Na, des ist doch mal wieder ein Ereignis. Für das, dass er damals als Musikdirektor net gerade geglänzt hat, wird er jetzt ganz schön groß geehrt. Und das leider nicht nur mit eigenen Stücken. Ach, was kann sich da das Bamberger Künstlertum wieder austoben. Wir werden auch dies überstehen. Was mich mehr beunruhigt ist das Jubiläum im nächsten Jahr: 20 Jahre Lewandowski in Bamberg. Ich ahne Schlimmes.
Kommen wir zu einem erfreulicheren Thema:
„Heiderdei !“ – mein absolutes Lieblingswort des Jahres. Warum? – Na, „Haider die“. Kurzum, Österreich ist etwas weniger braun geworden. Ein buntes Ableben, finde ich: Brauner Politiker, fährt blau durchs Grüne, sieht rot und dann wird’s schwarz.
Wo wir gerade bei schwarz sind:
Bleibt es jetzt eigentlich beim „Weißen Haus“? Oder bekommt der Sitz des neuen Amichefs einen frischen Anstrich? Heißt es dann vielleicht demnächst in den Nachrichten: „US-Präsident Obama empfing in der Schwarzen Baracke die Deutsche Bundesdackeldame?“
Das Schwarze Bayern hat dagegen einen leichten Gelbstich bekommen. Obwohl ja durch den Kauf der BayernLB auch ein wenig blau mit neispielt. Heißt es jetzt eigentlich noch Freistaat Bayern oder doch eher Freibank Bayern. Also passen würde es ja: Nach dem Beschau wurde die Bank als bedingt tauglich eingestuft. Nur mit der Verwertung älterer Tiere hapert es etwas.
„Seehofer“, find ich, ist jetzt auch net gerade ein typisch bayerischer Name, oder? Auf jedenfall schaut er nicht bayerisch aus. Unter einem rustikalen Landesvater stell ich mir was anders vor.
Vor einem bayerischen Ministerpräsidenten muss man doch a weng Angst haben. Also, da haben wir scho ganz andere Kaliber g’habt. Vom Strauß seiner Erscheinung hat man das Gruseln gekriegt, vom Beckstein seim Grinsen hat man gezittert und beim Stoiber ist einem scho Himmelangst word’n, wenn er bloß sei Mà i aufg’rissen hot.
Aber der Seehofer…?! – I waaß net. Des einzige was bei ihm an Bayern erinnert ist sei Föhn-Frisur.
Aber was kümmern wir uns um Bayern. Wir leben ja Gott-sei-Dank in Franken.
Genauer gesagt – in Bamberg!
„Bamberg – die Wetterstadt“
Also von Unwetterkatastrophen bleiben wir ja weitestgehend verschont, bis auf einen plötzlichen Wintereinbruch Ende November. Wer konnte damit auch rechnen, wo doch die Erderwärmung den Schnee eigentlich schon in die Analen g’schrieben hat.
„Bamberg – die Bierstadt“
Von ursprünglich 65 Brauereien sind jetzt noch 9 übrig geblieben. Ich meine, das langt auch. Stellen Sie sich mal vor, es wären immer noch 65. Das wären 1 ¼ Bockbieranstiche in der Woche. Theoretisch. Denn praktisch findet die Starkbiersaison ja nur im Oktober und November statt. Das würde bedeuten, dass täglich ein Anstich wäre. – Hm, vielleicht doch kein so schlechter Gedanke. Aber jetzt wo die Politiker gegen das Komasaufen vorgehen wollen, bleibt’s wohl doch nur Utopie.
„Bamberg – die Weinstadt“
Wir werden sehen…
„Bamberg – Weltkulturerbestadt“
Schon wieder eine neue Figur für den Skulpturenweg. Wieso man ausgerechnet von dem Lüpertz was nimmt. Den seine Teile leiden doch bekanntlich an Osteoporose. Des Ding vorm Alten Rathaus hat doch vor zwei Jahren net amol die Ausstellung überstanden.
„Bamberg – die Brückenstadt“
Zu dem Thema möchte ich mich jetzt nicht äußern.
„Bamberg – ist bunt“
Zuerst hab ich ja gedacht „Hm, die Fronleichnamsprozession wird ah immer mehr zum Event“, dabei war das die Demo gegen den NPD-Parteitag. Soviele Mitgänger hätt’ sich der Schick zwei Tage vorher bestimmt a gewünscht.
„Bamberg – Freak City“
Soso – einen Quakenbrücker haben wir jetzt als Trainer. Eigentlich viel zu sympathisch für die Bamberger Basketballszene. Zumindest werden wir mit ihm im nächsten Jahr der Meister der Herzen.
Mist, jetz is mei Blatt zu End. Na, es langt aber auch.
Ich hoffe für alle, das des Weihnachten so schnell wie möglich wieder `rum geht und
wünsche jedem, dass er net nein Winterblues fällt. A gut’s Neu’s!
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