19.05.2012, 20:26 Uhr

Posts Tagged ‘Andreas Starke’

9. Ausbildungsmesse in Bamberg – Großer Run auf Zukunftsberufe

Sonntag, 20. Juni 2010

An diesem Wochenende fand in der Konzert- und Kongresshalle die 9. Bamberger Ausbildungsmesse statt, auf der 84 Unternehmen für rund 200 Berufe werben konnten. Neben den klassischen Ausbildungsberufen zeigt die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von OB Andreas Starke und Landrat Dr. Günther Denzler auch viele Berufsbilder, die sich vor allem in der Region großer Beliebtheit erfreuen. Wir haben uns für unsere Leser einmal auf der Messe umgesehen und einige besondere Berufe zusammengestellt:

  • Bierbrauer: Ein seit Jahrzehnten gefragter Berufswunsch der Bamberger Jugend. Sämtliche übrigen Brauereien waren mit Messeständen vor Ort, auf denen man als Interessent sein Durchhaltevermögen beweisen konnte.
  • Fachkraft für Hoch-, Tief- und Abbau: Einer der Berufe in Bamberg, für die es auch künftig garantiert viele Arbeitsplätze gibt. Interessenten am Schwerpunkt “Abriss” treffen sich bereits Anfang nächster Woche zum Probearbeiten am Schleusenhaus auf der Erba-Insel.
  • Pressesprecher/in: Auch die Stadt Bamberg bildet aus. Im an sich noch völlig unterbesetzten Kernressort stehen acht Ausbildungsplätze zur Verfügung.
  • Wellnesskauffrau: Seit einigen Monaten blüht auch in Bamberg eine Branche, die zu den ältesten der Welt zählt. Deshalb bieten die beiden größten Anbieter, das Rubina69 sowie das FKK Germania, Ausbildungsplätze zur Wellnesskauffrau an. Für Unentschlossene soll es einwöchige Praktikumsplätze geben, bei den Verdienstmöglichkeiten dürfen die Auszubildenden bereits im ersten Lehrjahr mit Vergütungen im hohen vierstelligen Bereich rechnen.
  • Sportkauffrau: Der 1. FC Hipphopp Starke (oder wie auch immer er gerade heißt) möchte eine Ausbildungsstelle zur Sportkauffrau anbieten. Die fundierte Ausbildung garantiert eine Übernahme nach drei Jahren als Klomann oder -frau am Stadion.

Mäc Härder soll seine 70 Euro wiederbekommen!

Montag, 14. Juni 2010
Mäc Härder, Albert und Florian Herrnleben in ausgelassener Feierstimmung

Mäc Härder, Albert und Florian Herrnleben in ausgelassener Feierstimmung

Wer am Samstag bei der Jubiläumsfeier des Bamberger Kasperls im Medienhaus des Fränkischen Tags anwesend war, staunte nicht schlecht. Während sich weder Fränkischer Tag noch Melanie Huml als Staatssekretärin lumpen ließen und während ihrer Grußworte zusagten, die Puppenbühne Herrnleben als “Geburtstagsgeschenk” finanziell mit 6500 Euro für Anzeigenwerbung bzw. knapp 7000 Euro für die Produktion einer Umwelthörspiel-CD zu unterstützen, hatte Heinz Kuntke (SPD-Fraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters “nur” sein Grußwort der Stadt im Gepäck.

Doch Mäc Härder, Freund und langjähriger Wegbegleiter der Puppenbühne, zeigte Herz für die Stadt Bamberg und stellte dem Fraktionsvorsitzenden der SPD spontan 70 Euro zur Verfügung, die dieser anschließend Florian Herrnleben als Gastgeschenk der Stadt überreichen konnte.

Wir finden das aller Ehren wert, denn genau genommen unterstützte damit erstmals ein Hallstadter die Stadt Bamberg finanziell bei der Erbringung von freiwilligen Leistungen. Doch keine Sorge … Der Bamberger Kasperl wird sich deswegen auch in Zukunft weder Hallstadter Kasperl nennen müssen, noch fühlt er sich in der Pflicht, das Geld bei Mäc Härder abzustottern.

Wir würden aber alle Leser der News der Rundfunkanstalten Franken bitten, einen freiwilligen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der Stadt zu leisten, damit diese das Geld an Mäc Härder zurückbezahlen kann.

Bitte überweisen Sie uns deshalb bis 31.7. einen Betrag Ihrer Wahl auf das Konto Nr. 300727856 (Inhaber: Puppenbühne Herrnleben) bei der Sparkasse Bamberg (BLZ 77050000) unter dem Stichwort “Stadt Bamberg”. Florian Herrnleben, Leiter der Puppenbühne, wird für persönliche Geldübergaben außerdem bei Mäc Härders Auftritt im Sandschlößchen am Freitag, 18.6. anwesend sein

Wir werden das gesamte Geld dann in möglichst offiziellem Rahmen bei einem gemeinsamen Termin mit Vertretern der Stadt, der Presse und Mäc Härder an Heinz Kuntke oder Oberbürgermeister Andreas Starke übergeben, damit sie ihre Schulden bei Mäc Härder begleichen können.

Kommentar von Mäc Härder:
Ich bin froh und stolz, “meinen Hallstadter Beitrag” geleistet zu haben.
Echte Solidarität bedeutet, dass Bürger reicher Gemeinden Mitleid zeigen
und finanziell angeschlagenen Kommunen unter die Arme greifen.
Auch wenn 70 Euro die Stadt Bamberg nicht retten werden,
ein Anfang ist gemacht.
Weiter so!
Mäc Härder


Bamberg plant eine interaktive Landesgartenschau

Dienstag, 4. Mai 2010

2012. Das Jahr der Landesgartenschau nähert sich unaufhaltsam. Und Bamberg wäre eigentlich nicht Bamberg, wenn sich nicht auf dem Weg dorthin die eine oder andere Schwierigkeit in den Weg werfen würde. Doch bei der Landesgartenschau, die im Jahr 2012 auf dem ehemaligen ERBA-Gelände stattfinden soll, ist alles anderes. Man hat aus Brückenbauten gelernt und ist deshalb schon lange im Besitz eines Konzepts, dass die Landesgartenschau auf jeden Fall durchführbar macht. Und nicht nur das: Eine ganz besondere Landesgartenschau soll es werden, die allen Besuchern in Erinnerung bleiben und in die Geschichte eingehen soll: Die erste interaktive Landesgartenschau zum Mitmachen.

Während Landesgartenschauen bisher als Etepetete-Blümchen-Shows bekannt sind, wird es in der Gärtner- und Häckerstadt ursprünglicher zugehen. Am Eingang erhält jeder Besucher zunächst eine Gärtnerschürze und wahlweise Schaufel, Schubkarre, Saatgut oder Setzblumen. Auf dem Gelände werden die Besucher dann durch fachkundiges Personal bei den verschiedenen Arbeiten betreut, so dass dann spätestens im Frühjahr 2013 alles grünt und blüht.

Auch für Mitglieder des Stadtrats gilt es dann, das Jahr über als Teamleiter von Besuchergruppen kräftig mitanzupacken. Ob und wenn ja, welche Aufgaben der Oberbürgermeister übernimmt, steht wegen der in diesem Jahr ebenfalls stattfindenden OB-Wahl noch in den Sternen. Aber Andreas Starke kündigte im Falle eines Wahlsiegs bereits an, auch das eine oder andere Blümlein in den Sand setzen zu wollen.


Dementis zum Montag – Ausgabe 19

Montag, 22. Februar 2010
  • Es stimmt nicht, dass man den Stadtrat einem weißen Tiger zum Fraß vorwarf.
  • Es stimmt nicht, dass das Atrium auf dem Frühjahrsplärrer nachgebaut und als “Geisterstadt” das Highlight an der Breitenau werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass Radio Bamberg bei der Erotik-Messe in der Jako-Arena auch mit einem Stand vertreten war.
  • Es stimmt nicht, dass sich OB Andreas Starke während des Gaudiwurms in seinem Büro verschanzt hatte.
  • Es stimmt nicht, dass nur Busse, die länger als zehn Jahre im städtischen Dienst sind, ausgesondert werden sollten.
  • Es stimmt nicht, dass es sich bei “Der Volksfeind” im E.T.A.-Hoffmann-Theater um eine Autobiographie des Intendanten handelt.
  • Es stimmt nicht, dass die neue Kettenbrücke aus Versehen nach Bug geliefert wurde.
  • Es stimmt nicht, dass die Dementis erst deshalb am Montagnachmittag veröffentlicht wurden, weil uns nichts eingefallen ist.

Neues Konzept: Weltkulturerbesponsoring

Montag, 22. Februar 2010

Dass die Stadt Bamberg faktisch pleite ist, dürfte kein großes Geheimnis mehr sein. Längst kann man sich seitens der Stadtoberen nur noch um Pflichtaufgaben kümmern und sich auf wichtige Anschaffungen innerhalb des Rathauses konzentieren. Doch OB Starke und sein Stadtkämmerer haben ein neues Konzept in der Schublade, von dem wir aus vertraulichen Quellen erfahren haben. Um die Stadtkasse wieder zu füllen, sollen die etablierten Großplakate an den Zufahrtsstraßen und am Schönleinsplatz um weitere Werbeeinnahmequellen ergänzt werden:

  • Großwerbeflächen an verschiedenen öffentlichen Häuserfassaden: So soll sich Alpina-Weiß für die Werbefläche am gesamten alten Rathaus interessieren.
  • Auf dem Domplatz sollen großflächige Tafeln für ein Onlinespielcasino Werbung machen.
  • FÜr den Maxplatz als Komplettwerbeensemble interessiert sich Garten-Center Dehner.
  • Auch lukrativ für die Stadt ist folgende Idee des Konzepts: Plätze wie der Schönleins- und der Wilhelmsplatz sollen bald andere Namen tragen. Passend zur geplanten Tiefgarage könnte der Schönleinsplatz dann zum Beispiel bald Klappan-Platz heißen.
  • Außerdem soll auch die Landesgartenschau einen Sponsor erhalten. Im Gespräch ist Energieriese Vattenfall.
  • Noch auf der Suche nach einem Sponsor ist man im Bereich Wirtschaftsreferat der Stadt. Dort hat Andreas Starke, OB und Referent in Personalunion, angekündigt, notfalls auch mehrere Gönner aufzunehmen und sie mit aller Kraft zu unterstützen.

Dementis zum Montag – Ausgabe 18

Sonntag, 14. Februar 2010
  • Es stimmt nicht, dass das Rathaus am Faschingsdienstag deshalb geschlossen bleibt, weil die Mitarbeiter der Stadtverwaltung an der Kettenbrückenbaustelle mitarbeiten müssen.
  • Es stimmt nicht, dass jeder Prominente Bambergs, der nicht persönlich am Faschingszug teilnimmt, durch unsere entsprechende Figur ersetzt wird. Auch wird der Zug nicht von einem rollenden, grünen Thron angeführt.
  • Es stimmt nicht, dass Büttenreden in Bamberg von der Pressestelle der Stadt geschrieben werden.
  • Es stimmt nicht, dass OB Andreas Starke bei einem Interview auf einem REWE-Markt-Parkplatz am Stadtrand gesagt hätte, dass der Kupsch am Maxplatz dringend gerettet werden müsste.
  • Es stimmt nicht, dass mit Gaudiwurm Herr Zyste-Schlangenmann gemeint ist.
  • Es stimmt nicht, dass im “Noch”-Kupsch-Markt am Maxplatz zukünftig ein neuer McGeiz-Laden sein Zuhause finden soll.
  • Es stimmt nicht, dass im August der Mahrbräu-Keller in die “Noch”-Blues-Bar umzieht.
  • Es stimmt nicht, dass man zum Aufstellen von ein paar Blumenkübeln auch fast ein Jahrzehnt brauchen kann.
  • Es stimmt nicht, dass das Olympische Motto “Schneller, höher, weiter” für die Stadt Bamberg nur im Zusammenhang mit Finanzmitteln gilt: “Schnellä ausgeem wie geblohnd, höhära Büddschees braung, weidä ka Geld mer homm.”

Es lastet ein Fluch auf dem Maxplatz

Mittwoch, 10. Februar 2010

“Der Maxplatz ist eine Strafe Gottes”
Schon vor etwa über einem halben Jahr sprach Gerd Schwind (CASA MCM Bamberg) aus, was vielen, vor allem älteren Bambergern schon lange klar ist: Es lastet ein Fluch auf dem zentralen Platz in Bamberg. Nicht anders ist es zu erklären, dass sich schon Generationen von Politikern die Zähne an den Betonplatten des Platzes ausgebissen haben, in Mitten dessen noch vor rund 200 Jahren die Martinskirche stand. Seit dem Abriss des Gotteshauses winden sich Politiker aller Fraktionen um eine gestalterische Lösung.

Doch was kann so ein öder Platz schon einer Stadt wie Bamberg anhaben? – Wir haben uns aufgemacht, um bei Bambergs ältesten Bewohnern nachzufragen, was es mit jenem Fluch auf sich haben könnte. Hier nun die Antworten:

Hans A., 94 Jahre:
“Man erzählte sich früher, dass im Rathaus ein geheimes Dokument vorliegt, dass der Stadt sportliche Misserfolge bei Bebauung und Begrünung des Maxplatzes prophezeit.”

Georg B., 89 Jahre:
“Eine Hexe belegte den Maxplatz mit einem Fluch: Sollte sich ein Bamberger Oberbürgermeister der Bebauung widmen, würde er bei der nächsten OB-Wahl verlieren und ein Roter käme an die Macht. Ich glaube aber nicht, dass das stimmt. Also das mit dem Roten. Wer soll den in Bamberg denn wählen?”

Gunda C., 92 Jahre:
“Als Strafe für den Abriss der Kirche wurde das Bamberger Bier mit einem Fluch belegt. So schmecken manche Sorten seither sehr gewöhnungsbedürftig oder sorgen für Kopfschmerzen und können deshalb ausschließlich als Spezialität exportiert werden. Wegen dem überraschenden Erfolg möchte man den Exportschlager Bambergs durch eine Wiederbebauung nicht gefährden.”

Fritz D., 96 Jahre:
“Auf Bamberg lastet seit dem Abriss der Kirche der Fluch des Autokennzeichens HAS, deren Fahrer jeden Bamberger in den Wahnsinn treiben sollen. Sollte der Maxplatz nun mit etwas anderem als einer Kirche bebaut werden, droht Bamberg eine weitere Katastrophe. Eine Gebietsreform würde uns Haßfurt unterordnen und alle Bamberger würden ab diesem Zeitpunkt auch mit dem Autokennzeichen HAS gebrandmarkt werden.”

Die RundfunkAnstalten Franken gehen davon aus, dass der Stadtrat bestens über all diese Thesen informiert wurde. Nur so ist zu verstehen, warum in den vergangenen Jahren die Entscheidung über die Bebauung und Begrünung des Maxplatzes immer wieder vertagt wurde. Die Chronologie der letzten fünf Jahre beweist die These des Fluchs eindeutig:

4.8.2005
Gestaltungsvorschlag “Bauernschmitt”: Letzte Chance für den Maxplatz – Wehner: Maxplatz oder Nacktplatz. Kritik am Zeitlupenarbeitstempo der Stadtverwaltung

27.12.2005
FDP unterstützt Starkes Maxplatz-Initiative: “Steinwüste” soll zu “kreisförmiger Zone mit Pflanzkübeln” werden.

15.2.2006
Tscherners (BBB) OB-Wahlversprechen: “Der Maxplatz soll blühen!”

5.5.2006
Uneinigkeit über Begrünung des Maxplatzes

19.1.2007
Maxplatz auf Platz 1 der Prioritätenliste

9.2.2007
CSU fordert Masterplan “Platzoffensive”

20.7.2007
Die FDP sieht Handlungsbedarf bei der Neugestaltung des Maxplatzes

7.3.2008
Pflanzkübel kommen frühestens im Herbst. Vier Projektgruppen beschäftigen sich mit dem Maxplatz: Pflanzkübel, Spielpunkt, Rathausnutzung, Café-Pavillon

1.5.2008
Stadtrat vertagt Pflanzkübel-Entscheidung

16.7.2008
Senat für Stadtentwicklung sprach sich mehrheitlich für den Bau eines Pavillons an der Tiefgaragenabfahrt des Maxplatzes aus.

1.4.2009
Beschluss des Ältestenrats: Bäume in hölzernen Trögen werden schnellstens aufgestellt.

21.10.2009
IG lebendige Innenstadt: Niedergang des Maxplatzes absehbar.

7.11.2009
Die CSU kritisiert den fehlenden Gestaltungswillen des Oberbürgermeisters am Maxplatz. (siehe 9.2.2007)

9.12.2009 Die SPD möchte die Maxplatzneugestaltung nicht weiter aufschieben. (siehe 27.12.2005)

24.12.2009
Die FDP fordert einen Fahrplan zur Umgestaltung. (siehe 20.7.2007 und 27.12.2005)

Die RundfunkAnstalten Franken hoffen nun, dass es sich Oberbürgermeister Andreas Starke gut und vor allem ausreichend lange überlegt hat mit der Bebauung und Begrünung des Maxplatzes….


Heller oder gar keinen! – Wirtschaftsreferat wird Chefsache

Freitag, 5. Februar 2010

Wie heute bekannt wurde, haben sich der Ältestenrat sowie Oberbürgemeister Andreas Starke entschieden: Der Posten des Wirtschaftsreferenten bleibt unbesetzt.

Um, wie es von offizieller Seite heißt, Personalkosten zu sparen, hat man sich nun nach über einem Jahr des vergeblichen Suchens darauf verständigt, den Posten des Wirtschaftsreferenten mangels Alternativen zu Dr. Franz-Wilhelm Heller nicht zu besetzen. Dieser war ja wegen fehlenden Rückhalts im Stadtrat vor einiger Zeit von allen Ämtern zurückgetreten, obwohl er als Wunschkandidat des Stadtoberhaupts gehandelt wurde.

Um aber dennoch die anfallende Arbeit in ausreichendem Maße abarbeiten zu können, plant der Oberbürgermeister, so die Pressestelle, einen Bereichsleiter “Wirtschaft” innerhalb des Oberbürgermeisteramts einzustellen. Es gäbe wohl auch schon einen aussichtsreichen Bewerber, über den allerdings noch nicht allzu viel bekannt ist. Man ließ lediglich verlauten, dass es sich um einen lokal- und wirtschaftspolitisch erfahrenen Juristen aus Bamberg handeln würde.


Alles halb so wild! – Quote der heimischen Bambados-Handwerker

Mittwoch, 27. Januar 2010

Der Grundstein ist kaum richtig verbuddelt, da erregten die Aussagen einer CSU-Stadträtin zur Vergabepolitik der Aufträge rund um das Bambados großes Aufsehen. Während sich die einen damit schmücken, dass ein Großteil der Lose an heimische Unternehmen vergeben wurden, sieht sie das anders: Weniger als 10% der insgesamten Auftragssumme, knapp 3 Millionen Euro, wurden an regionale Unternehmen vergeben.
Doch die Stadt Bamberg, ihr Bürgermeister Andreas Starke und die Stadtwerke kontern: 76% aller Aufträge wären an Unternehmen im Umkreis von 50km erteilt worden. Die Vorwürfe der Stadträtin wären Ruf schädigend und haltlos.

Wir haben jetzt einmal selbst nachgerechnet:
Bei einem 32-Millionen-Projekt und einem Vergabebudget von 24 Millionen, bei dem 2,7 Millionen Euro, also 8,47% der 32-Millionen Euro sowie irgendwas über 10% der 24 Millionen an heimische Unternehmen vergeben sein könnten und schon vergebenen 14 Millionen Euro, das sind rund 43% des Gesamtprojekts, die einen Rest von 10 bis 18 Millionen Euro vermuten lassen, dann ist es doch ganz nachvollziehbar, dass 76% des Auftragsvolumens an im 50km-Umkreis-liegende Firmen vergeben wurden. Und wenn man die restlichen 10 bis 18 Millionen Euro ebenso zu 2,9 % an lokale und über 75% an Firmen des Großraums vergibt, bedeutet das doch nur, dass man von Glück sprechen kann, weil aus 39 nämlich 59 Lose gemacht wurden. Andere Quellen behaupten allerdings, dass von den 24 Millionen Euro nur 10,8 Millionen Euro an Firmen im Umkreis von 50km vergeben wurden. Das ist wohl weniger als 76%, aber mehr als 8,47%. Wahrscheinlich, und das glauben wir, ist irgendeine Zahl dazwischen schon richtig. Und das finden wir – insgesamt betrachtet – halb so wild. Nur eines macht uns Sorgen: Wenn wir alle Zahlen zusammenzählen, kommen wir auf insgesamte 68,7 Millionen Euro Baukosten für das Bambados.

Aber wenn wir das jetzt jemandem vorrechnen, versteht man uns ja wieder nicht.
Eines steht allerdings fest: Ende 2011 (oder halt nach Fertigstellung) werden wir auf diesen Artikel verlinken und sagen: Wir haben es schon Anfang 2010 gewusst!


Stadt Bamberg will Handwerker unterstützen

Dienstag, 26. Januar 2010

Das Ansehen des traditionellen Handwerks ging in den vergangenen Jahren immer mehr den Bach hinunter. Deshalb startet der Zentralverband des Deutschen Handwerks eine Werbekampagne, um das Image wieder zu verbessern.
Auch auf dem Bamberger Domplatz trafen sich an die 160 Handwerksbetriebe aus Stadt und Landkreis zur Auftaktveranstaltung.
Kaum hallte etwas von 50 Millionen Euro in das Rathaus, fand sich auch Oberbürgermeister Andreas Starke am Domplatz ein und sagte den lokalen Handwerkern ebenfalls seine Unterstützung zu.
Neben Großprojekten wie Landesgartenschau und Erlebnisbad fielen ihm auch spontan kleinere Arbeiten ein, welche gerne sofort erledigt werden können, wie zum Beispiel:

  • Tapetenwechsel im Stadtrat
  • Affen lackieren
  • Holzwege zimmern
  • Nägel mit Köpfen machen
  • kleine Brötchen backen
  • Haushaltsloch stopfen
  • etwas in den Sand setzen
  • Klinken putzen
  • Reden stricken
  • beim Stadtkämmerer nachbohren
  • Pläne schmieden
  • Ausreden zusammenschustern

Als Dank für seine Bereitschaft überreichten die Handwerker dem Stadtoberhaupt ein Buch “Heimwerken für Anfänger” und ein ortsansässiger Schreiner versprach ihm, seine Sitzgelegenheit zu inspizieren. Dazu müsste er allerdings erstmal seinen Stuhl abgeben.

Auch der Bamberger Reiter unterstützt die Kampagne.

Auch der Bamberger Reiter unterstützt die Kampagne.


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