Posts Tagged ‘Bambergs’
Freitag, 28. Mai 2010
Großes Kino in Bambergs Gemeinde Forchheim: Fünf Tage nach Eröffnung des Königsbad bleibt dieses ab heute für unbestimmte Zeit geschlossen. Grund sind die Bodenfliesen, die in den vergangenen Tagen bereits für einige Unfälle gesorgt hatten. Ob der Lieferant falsch produziert oder geliefert, die Putzkolonne zu heftig gewischt hatte oder sich die Forchheimer – sagen wir – noch zu ungeschickt im aufrechten Gang bewegen, sollen nun Gutachter klären.
Aus Bamberg naht Schützenhilfe: Da der Bau des Bambados ja sowohl finanziell als auch organisatorisch selbstverständlich eine Punktlandung ergeben wird, möchten die Stadtwerke bereits jetzt mit dem Ticketverkauf für das Bamberger Spaßbad beginnen. Alle Forchheimer erhalten die Jahreskarten zum halben Preis, alle mit einer Königsbadjahreskarte bekommen die Bambadoskarte mit 70% Rabatt. Aber das ist nicht alles, womit aus Bamberg zu rechnen ist: Für das Hallenbad besteht nun auch endlich eine Chance auf langfristige Weiternutzung. Die Stadtwerke würden es zu einem günstigen Mietpreis an die Königsstadt vermieten. Die Fliesen taugen dort noch nach Jahrzehnten für unfallfreie Nutzung.
Forchheims Oberbürgermeister Stumpf und sein Bäderchef gingen derweil aus Wut über all diese Peinlichkeiten die Wände hoch. In einer anschließenden Pressekonferenz gab man bekannt, dass das geklappt und man wahrscheinlich beim Einbau die Wand- mit den Bodenfliesen verwechselt hätte.
Donnerstag, 27. Mai 2010

Der perfekte Hintergrund für das eine oder andere Pressebild: Die ERBA-Wüste
Was für eine Nachricht! – Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg übernimmt die Schirmherrschaft für “Bamberg zaubert”. Klaus Stieringer, Chef des Stadtmarketings und damit Cheforganisator des Festivals bezeichnet die Bereitschaft des Verteidigungsministers als große Ehre. Was letztlich den Ausschlag gab, darüber kann nur spekuliert werden. Während die einen seine fränkischen Wurzeln als Grund für die Übernahme der Schirmherrschaft nennen, glauben andere daran, dass es eher die Situation Bambergs ist, die den obersten Feldherrn zu diesem Schritt bewogen hat. Kaum eine andere Deutsche Stadt befindet sich in einem so kriegsähnlichen Zustand wie die oberfränkische Domstadt: Löcher, Krater, Ruinen, Schutt und Asche; in diesem Umfeld kann ein Verteidigungsminister garantiert Wählerpunkte sammeln…
Sonntag, 23. Mai 2010
- Es stimmt nicht, dass das größte Loch Bambergs auf dem Erba-Gelände entsteht.
- Es stimmt nicht, dass die Sozialstiftung angeboten hat, den Bamberger Ärzten am Klinikum statt einer Gehaltserhöhung während der Dienstzeit kostenlos Bamberger Bier zur Verfügung zu stellen.
- Es stimmt nicht, dass der Maxplatz zusätzlich noch grün gestrichen wird. (Sonst wäre es ja ein grüner Markt…Haha!)
- Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke schon bis auf ein paar quergelegte Bretter fertig ist.
- Es stimmt nicht, dass ein bekanntes Bamberger Gasthaus für den kommenden Monat Käsewochen angekündigt hat.
- Es stimmt nicht, dass die Landesgartenschau GmbH um jede positive Schlagzeile froh ist.
- Es stimmt nicht, dass die Hallstadter auch der Meinung sind, sie hätten den Bamberger Dom erfunden.
Donnerstag, 20. Mai 2010
Während Städte und Gemeinde wegen fehlenden Steuereinnahmen von rund 15 Milliarden dem Ruin entgegenschwanken, landet die Stadt Bamberg sowohl finanziell als auch organisatorisch einen Volltreffer. “Projektsymbiose” heißt das Zauberwort, mit dem Bambergs Politiker Dinge miteinander verbinden, die irgendwie zusammengehören. Auch das wohl größte Projekt des kommenden Jahrzehnts, die Landesgartenschau, fällt nun unter dieses brandneue Konzept einer schwäbischen Universität. Da auf dem für die Landesgartenschau geplanten ERBA-Gelände ohnehin nichts so richtig vorwärtsgeht, lädt die Stadt Bamberg spontan für heute Nachmittag auf den frischbegrünten Maxplatz ein, um dort – getreu dem Motto “Simplify your life” – vorzeitig die Landesgartenschau zu eröffnen.
Montag, 17. Mai 2010
- Es stimmt nicht, dass der ERBA-Schriftzug in der Schatzkammer der Münchner Residenz aufbewahrt wird.
- Es stimmt auch nicht, dass unser Oberbürgermeister ebenfalls nach München zieht und wir dafür einen nahezu originalgetreuen Abklatsch bekommen.
- Es stimmt nicht, dass Wolfgang Metzner die GAL-Fraktion deshalb verlassen hat, weil er keine weiteren Frauen neben sich duldet.
- Es stimmt nicht, dass das Flutlicht im Fuchsparkstadion in Ebbelicht umbenannt wird.
- Es stimmt nicht, dass die Stadtverwaltung anstrebt, die Straßen Bambergs als “Fränkischer Schweizerkäse” als Weltkulturerbe bei der UNESCO aufnehmen zu lassen.
- Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke nächste Woche fertig wird.
- Es stimmt nicht, dass man bald auch auf dem Gelände des Schlachthofes standesamtlich heiraten kann.
Mittwoch, 28. April 2010
So titeln die einschlägigen Zeitungen Bambergs in den vergangenen Tagen. Unseren Quellen zufolge gibt es bereits einige Interessenten, die den Stadtrat mit verschiedensten Konzepten überzeugen möchten:
- Das “große, goldene M” möchte studentenorientiert beliebte, deutsche Gerichte anbieten, wie zum Beispiel Pommes, Hamburger oder Cheesburger.
- Ein weiterer Interessent möchte sich auf Wildgerichte spezialisieren. Highlight der Speisenkarte soll das “Erba-Reh im roten Beete” werden.
- Ein Bamberger Unternehmer möchte das Schleusenwärterhaus zum “Wellnesstempel mit Liegefläche im Freien” umbauen. Gastronomisch soll im wesentlichen mit Erdbeeren, Weintrauben, Sahne, Schokosoße und Sekt aufgewartet werden.
- Leichte, fränkische Küche wie Schäuferla und Bierhaxen möchte ein ehemaliger Gastronom aus der Sandstraße anbieten.
- Der Favorit des Stadtrats scheint aber wohl ein Bauunternehmer zu sein, der das Schleusenwärterhaus abreißen und stattdessen ein Hochhaus dorthin bauen will, auf dessen Dachterrasse für die Highsociety Bambergs südländische Speisen und Cocktails serviert werden, ganz nach dem Vorbild “Haingebiet”, quasi.
Montag, 26. April 2010
Herzlichen Dank an alle Einsender, hier nun die Montagsdementis:
- Es stimmt nicht, dass sämtliche Autovermietungen Bambergs durch einen gewissen Klaus S. ausgebucht wurden und deren Autos nun auf dem Schönleinsplatz parken.
- Es stimmt nicht, dass am Schönleinsplatz eine barrierefreie Tiefgarage geplant ist.
- Es stimmt nicht, dass auf dem Gelände des Schlachthofs – verkehrstechnisch praktisch gelegen – ein Truckerparkplatz entstehen soll.
- Es stimmt nicht, dass man festgestellt hat, auch locker ohne die Kettenbrücke klarzukommen.
- Es stimmt nicht, dass Tierschützer bereits eine größere Summe gesammelt haben um den heimatlosen Rehen auf der Erba Insel ein Studentenappartment “Liebe”, 26qm für 100.000 € zu kaufen.
- Es stimmt nicht, dass die Rehe auf der Erba Insel bereits getötet und tiefgekühlt wurden, um zur Eröffnung der Landesgartenschau der hohen Politik Bambergs serviert zu werden.
- Es stimmt nicht, dass die Firma Klappan Stadträten, die die Tiefgarage unterm Schönleinsplatz befürworten, lebenslang einen Stellplatz zugesichert hat.
- Es stimmt nicht, dass unser OB Andi 5 Leute vom Gartenamt am Dienstag Früh an die Konzerthalle und an den Schiffbauplatz schickte, damit dort ALLES schön sauber ist für seine Sight-Seeing-Tour mit der SPD.

Mittwoch, 21. April 2010
Die Stadt Bamberg ist pleite. Damit haben sich inzwischen auch die letzten Zweifler abgefunden. Jüngster Beweis ist der Wilhelmsplatz, dessen Umbau seit Januar still steht. Während die Pressestelle zunächst das Wetter als Grund für den Baustop angab, kristallisierte sich in den letzten Tagen heraus, dass der Stadt definitiv das Geld für weitere Maßnahmen am Wilhelmsplatz ausgegangen ist. Für einen ersten Schritt fehlen mindestens 300.000 Euro in der Stadtkasse. Müssen sich nun Bambergs Bürger an ein rot-weißes Tor zur Innenstadt gewöhnen?
Am gestrigen Tag kam Bewegung in die Diskussion. Der stadtbekannte Investor, die Klappan GmbH, äußerte sich interessiert an einer eigenen, finanziellen Beteiligung am Wilhelmsplatz. Nach Angaben des Unternehmens wäre man bereit, die fehlenden Gelder zur Verfügung zu stellen. Lediglich über die Refinanzierung müsse noch diskutiert werden. Aber auch hier liegen bereits ausgearbeitete Vorschläge vor. So sollen aus Tiefgaragen und Parkhäusern bekannte Schranken an den Ein- und Ausfahrten des Kreisverkehrs angebracht werden, an denen die Autofahrer je nach Nutzung des Kreisels bezahlen sollen. Bekanntlich werden drei Zufahrten gebaut, so dass für eine Drittelumrundung 1 Euro, für eine Zweidrittelumrundung 2 Euro und für ein komplettes Umfahren des Kreisverkehrs 3 Euro an Kosten für den Nutzer fällig werden sollen.
Auch die Stadt ginge dem Konzept nach nicht leer aus: Sie würde mit 5% an den Einnahmen beteiligt werden. Außerdem würden sämtliche Stadtratsmitglieder Ausweise zur kostenlosen Nutzung erhalten. Der Stadtrat möchte nun in seiner nächsten Sitzung entscheiden.
Sonntag, 18. April 2010
- Es stimmt nicht, dass sich zwei Stadtoberhäupter durch Bekochen der High-Society ein kleines Zubrot verdienen wollen.
- Es stimmt nicht, dass in den Sommermonaten ein lückenloser Bauzaun um Bamberg stehen wird.
- Es stimmt nicht, dass es Überlegungen gibt, die Landesgartenschau auf die Böhmerwiese zu verlegen.
- Es stimmt nicht, dass Bambergs Überflieger ganz schön verstaubt sind.
- Es stimmt nicht, dass der Bereich um die Lange Straße in “Bamberg Brongs” umbenannt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass nun bald auch Führungen über den Wilhelmsplatz angeboten werden.
- Es stimmt nicht, dass die Herzog-Max-Straße künftig den Namen “Trabi-Highway” tragen soll.
- Es stimmt nicht, dass die Stadt bekannt gegeben hat, dass sich die Fertigstellung der Kettenbrücke wegen des Vulkanstaubs um weitere zwei Monate verzögert.
Mittwoch, 31. März 2010
Da geht er also nun, der Chef des Bamberger Künstlerhauses Villa Concordia, der Herr Goldmann. Und seine Nachfolgerin, die Frau Gomringer, tritt zwar in seine Fußstapfen, will aber nicht den selben Schuh anziehen. Der weitere Ausbau des Skulpturenweges ist für sie kein Thema. Statt irgendwelche Baulücken in der Stadt mit sündhaft teuren Plastiken zu schmücken, zieht sie es vor, etwas für die Stipendiaten zu tun und ein Klavier (genauer ausgedrückt: einen Flügel) anzuschaffen.
Außerdem soll das Künstlerhaus (den Älteren noch besser bekannt als Wasserschloß Concordia) zukünftig ein Ort der Begegnung werden. Natürlich auf rein künstlerischer Ebene. Ob dies nun musikalische, handwerkliche, literarische, malerische oder sonst-wie-künstlerische Treffen sein sollen, scheint egal zu sein.
Wer sich darunter jetzt nicht viel vorstellen kann, dem geben wir hier einige Beispiele:

Der Handarbeitskunst kann man sich beim gemütlichen Klöppeln widmen.

Die Musikkunst wird durch fröhliches Singen geprägt.

Durch das individuelle Gestalten der Villa-Wände können ware Kunstwerke entstehen.

In Bamberg darf natürlich auch die Bierbraukunst nicht zu kurz kommen.

Das Kunstturnen im Concordia-Garten kann im Sommer noch viel mehr Menschen zum Besuch bewegen.

Auch die Liebeskunst soll in der Gemeinschaft nicht zu kurz kommen.
Man sieht also, es gibt eine Reihe von Kunstformen, die sich tadellos in den Betrieb des “neuen Künstlerhauses” einflechten lassen. Wir denken, Frau Gomringers Idee wird viele Freunde gewinnen und das bisher recht sterile Stipedianten-Big-Brother-Haus wird bald Bambergs zentraler Ort der Begegnungen werden.
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