Gerade einmal drei Wochen erstrahlte der Bamberger Maxplatz in überarbeitetem Glanz, nun ist schon wieder damit Schluss. Wie gestern bekannt wurde, mussten die Kübelbäume auf den benachbarten Heumarkt umziehen, weil der Maxplatz zur Public Viewing Area wird. Ob und wenn ja, wann die Kugelahoren zurückkehren, stand gestern noch in den Sternen.
Seit heute ist auch der Brunnen am Maxplatz verschwunden. Vor rund 40 Jahren musste dieser bereits von der Mitte des Platzes an den Rand weichen, nun wurde er auch entfernt, wie uns die Stadt auf Nachfrage mitteilte. Wie die Bäume stört auch er auf der Fläche, die ab Sonntag Basketball- und Fußball-Live-Übertragungen genutzt werden soll. Man hätte ihn in die Absperrungen integrieren müssen und auf 50 Zuschauer verzichten müssen, so die Aussage der Organisatoren.
Doch wo ist der Brunnen geblieben?
Auch hier musste unsere Redaktion nicht lange suchen. In direkter Nähe zu den Kübelpfanzen steht der beliebte Wasserspender nun mitten auf dem Heumarkt.
Auf unsere Frage nach einem langfristigen Plan für den Heumarkt, antwortete uns die Stadtverwaltung:
Man überlege bereits, weitere störende Objekte dorthin zu verlagern. Neben dem Luitpolddenkmal und der Mitoraj-Skulptur könne man sich aktuell auch vorstellen, den Bamberger Reiter, den Gabelmann und einen Teil von Klein Venedig dorthin zu verlegen. Wenn man es dann noch schaffen würde, am Rand des Heumarktes einen Busparkplatz für Tagestouristen einzurichten, wären sogar den leidgeprüften Bambergern geholfen.

Bambergs Maxplatz - Endlich wieder leer!

Der Heumarkt könnte bald zur Touristenattraktion werden.
Seit einigen Tagen kursiert ein Gerücht in Bamberg, das die hiesige, kleine, politische Welt sprichwörtlich ins Wanken bringt: Die Stadträtin Daniela Reinfelder soll als OB-Kandidatin 2012 ins Rennen um den Sessel im Rathaus geschickt werden. In Anbetracht der großartigen Erfolge für Bamberg und der keine Grenzen kennenden Beliebtheit des amtierenden Stadtoberhaupts wird dies zwar wohl ein schier aussichtlosloses Unterfangen, doch mit unseren Tipps besteht vielleicht eine Chance für die CSU-Frau.
Unsere 10 ultimativen Tipps, um Oberbürgermeister in Bamberg zu werden:
- Die Dauerkarte für Brose-Basketball-Spiele in der Jakoarena.
Lassen Sie sich bei möglichst jedem Heimspiel im Zentrum von Freak-City sehen. Versprechen Sie jegliche, vor allem finanzielle Unterstützung für Mannschaft, Halle und Neubauten, denn Bamberg ist die Basketballstadt Europas.
- Erlauben Sie Silvesterfeuerwerk auf dem Domberg. Die Jugend Bamberg wird es Ihnen durch ihre Stimmen danken.
- Versprechen Sie kostenlosen Bambados-Eintritt für Bewohner der Stadtteile Gereuth und Wunderburg. Verbesserte Hygienebedingungen sorgen garantiert für Wählerstimmen.
- Halten Sie sich konservativ bei der Gestaltung des Maxplatzes. Der gemeine Bamberger will hier sicher keine Veränderungen.
- Bauen Sie sich schon vor der Wahl ein Denkmal. Zumindest ein Supermarkt könnte als Namensträger und somit Prestigeobjekt herhalten.
- Geben Sie als Ihr größtes Ziel nach der Wahl die Unabhängigkeit Gaustadts aus. Wahrscheinlich empfiehlt es sich aus finanzieller Sicht, die Landesgartenschau mit an Gaustadt zu geben.
- Apropos Landesgartenschau: Sagen Sie, dass die CSU immer gegen einen Abriss des Schleusenhäuschens war und das über Nacht passiert ist.
- Versteigern Sie die Stadtratsstühle zu einem guten Zweck und ersetzen Sie sie durch ähnliche Modelle einer schwedischen Einrichtungskette.
- Machen Sie sich bekannt: Drucken Sie circa 10.000 Plakate vom gleichen Motiv, die Sie dann – möglichst mindestens paarweise – an jeden Baum der Stadt hängen. Lassen Sie sich möglichst jeden Spätabend in Bambergs Nachtleben sehen und diskutieren Sie dort engagiert und ausreichend polemisch mit den Einwohnern über die Bundespolitik.
- Und zuletzt der ultimative Tipp: Wenn es mit der Wahl zur Oberbürgermeisterin trotzdem nicht klappt, probieren Sie es einfach auch zwei-, drei- oder viermal. Irgendwann ist der Gegenkandidat schon schlecht genug.
Die öffentliche Sicherheit liegt im allgemeinen Interesse. Kaum eine Massenveranstaltung ist vor terroristischen Anschlägen sicher, denn gerade in Bamberg treibt bekanntlich seit längerem auch die BBB (Bambercher Bombn Bagaasch) ihr Unwesen.
Das größte, regelmäßige Menschenaufkommen findet man in Bamberg sicherlich bei den Basketball-Heimspielen der Brose Baskets. Gerade diese Veranstaltungen könnten das Ziel diverser Terrorgruppen werden. Deshalb plant das Hallenmanagement nun – ähnlich wie an Flughäfen – den Einsatz von Nacktscannern an allen Eingängen. Dieses Sicherheitssystem soll die bisher üblichen Taschenkontrollen ergänzen und gilt für alle Zuschauer (VIPs und normales Volk), Spieler, Trainer und Journalisten. Lediglich die Cheerleaders der Brose Baskets dürfen dem Security-Personal zuliebe ohne Nacktscan in die Jako-Arena.
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