Posts Tagged ‘Baustelle’
Donnerstag, 24. Februar 2011
Das Zentrum Welterbe Bamberg ist unter neuer Führung. Nach dem Ausscheiden von Dr. Karin Dengler-Schreiber tritt eine Frau deren Nachfolge an, die Bamberg bereits aus Studienzeiten gut kennt: Dr.-Ing. Ulrike Laible, 47 Jahre, koordinierte von 1997 bis 1999 das Graduiertenkolleg Kunstwissenschaft-Bauforschung-Denkmalpflege an der hiesigen Universität. Gestern wurde sie dem Stadtrat vorgestellt, schon heute hatten die Rundfunkanstalten Franken die Möglichkeit, die neue Leiterin des Welterbes Bamberg zu interviewen:
RundfunkAnstalten Franken:
Frau Dr. Laible, Sie sind seit einigen Tagen in Amt und Würden. Zuletzt waren Sie in Berlin tätig. Ihr erster Eindruck von Bamberg?
Dr. Ulrike Laible:
Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Viel hat sich seit Ende der 90er-Jahre nicht verändert. Der Maxplatz sieht aus wie damals und auch an der Baustelle am Wilhelmsplatz habe ich mich sofort wieder heimisch gefühlt.
RundfunkAnstalten Franken:
Doch nun zu Ihrem neuen Amt. Sie treten in die großen Fußstapfen von Dr. Karin Dengler-Schreiber. Welchen Eindruck auf Sie macht die aktuelle Situation des Zentrums Welterbe Bamberg?
Dr. Ulrike Laible:
Die Arbeit meiner Vorgängerin war sicher nicht leicht. Über Jahre hinweg hat sie versucht, Themen der Vergangenheit und der Zukunft, wie zum Beispiel, zu verbinden. Menschen sollten verstehen, warum. Und letztlich ging es ihr immer um die drei wesentlichen Säulen, auf denen Bamberg steht. Es mussten Konzepte geschaffen und Wege gefunden werden, auf denen man wichtige Ziele für die Zukunft erreichen konnte.
RundfunkAnstalten Franken:
Welche Aufgaben sehen Sie für sich und Ihre Arbeit in den nächsten Jahren?
Dr. Ulrike Laible:
Es wird nach wie vor wichtig sein, Themen der Vergangenheit und der Zukunft sowie die Vergangenheit und die Zukunft selbst miteinander zu verbinden, wie zum Beispiel die einen. Zum anderen sollten die Menschen auch verstehen, warum. Und wenn ich es dann noch schaffe, die drei wesentlichen Säulen, auf denen Bamberg steht, zu etablieren, haben wir alle zusammen viel erreicht. Wir müssen eine Diskussionsplattform schaffen, um Konzepte und Wege in die eine und andere Richtung zu finden. Daran sollten auch die Bürger beteiligt werden.
RundfunkAnstalten Franken:
Aha. Was meinen Sie, wird die größte Herausforderung?
Dr. Ulrike Laible:
Gerade das Verständnis dafür, wie man Themen der Vergangenheit mit denen der Zukunft verknüpft, gehört zu den schwierigsten Aufgabengebieten der Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg. Die Menschen müssen verstehen, warum. Eine weitere Herausforderung wird sein, die drei wesentlichen Säulen, auf denen Bamberg steht, zu etablieren, nachdem nun endlich die Grundlagen für diese geschaffen wurden. Uns stehen definitiv große Herausforderungen bevor, alleine wenn man bedenkt, dass wir eine Diskussionsplattform schaffen müssen, auf der Bürger beteiligt werden können. Gemeinsam müssen Wege und Konzepte für viele Dinge, unter anderem wichtige, gefunden werden, die dann gemeinsam begangen werden können.
RundfunkAnstalten Franken:
Vielen Dank für das informative Interview!
Mittwoch, 4. August 2010
… so die Überschrift im Lokalteil des heutigen FT. Als wir dies gelesen haben, waren wir sehr erfreut, denn welch’ andere Baustelle in Bamberg kann schon von sich behaupten, dass sie trotz jahrelangen Umbaumaßnahmen, sich bemüht attraktiv zu wirken. Klingt doch romantisch, so eine Begrünung zwischen Bagger und Warnbaken, dachten wir und wollten dies mit eigenen Augen bewundern.
Wir gingen also los und kamen ab der Friedrichsstraße nur noch schwer voran, denn ganze Menschentrauben, bestehend aus Studenten und Alt-68ern, zogen vor uns her. Die Leute, welche uns freudig entgegen kamen, schwenkten vollgepackte Plastiktüten und Jutentaschen in ihren Händen. Wir schauten uns verblüfft an und gingen zielstrebig, so gut es ging, weiter. Als wir dann endlich bis zur Einfahrt Augustenstrasse vordrangen, sahen wir, dass das von uns bewundertwollende Grün, von den Birkenstock-Individuen, rücksichtslos aus dem Kopfsteinpflaster gerissen wurde. Wir erspähten noch eines der letzten Biotope und verstanden dann, warum der Platz vor dem Justizgebäude so plötzlich Verehrer gefunden hatte.

Tatsächlich: Auf dem Wilhelmsplatz wächst Gras.
Sonntag, 18. Juli 2010
- Es stimmt nicht, dass sich das FKK-Germania zwischen Luitpoldschule und Ottokirche befindet.
- Es stimmt nicht, dass bei “Bamberg zaubert” sämtliche Bamberger Baustellen weggezaubert wurden.
- Es stimmt nicht, dass aus den Flutlichtröhren ein neuer Röhrenbrunnen auf dem Maxplatz entstehen soll.
- Es stimmt nicht, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg beim Pettstadter Schützenjubiläum treffsichere Leute für Afghanistan suchte.
- Es stimmt nicht, dass Krake Paul zukünftig die Entscheidungen des Stadtrats trifft.
- Es stimmt nicht, dass man, um von Gaustadt nach Bischberg zu kommen, über Eltmann-Ebelsbach fahren muss.
- Es stimmt nicht, dass das Bamberger Schleusentor durchsichtig ist.
- Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke ___________________________________ . (Platz für eigene Ideen)
Donnerstag, 1. April 2010
Wir überlegen schon lange, ob es das bringt, nur aus Bamberg zu berichten. Seit Wochen immer die gleichen Themen.
Baustellen, Landesgartenschau, Künstlerhaus, Kurzzeitparkplätze, Maxplatz… – Bäh!
Mal ehrlich, das macht doch keinen Spaß mehr.
Darum hat unsere Zwei-Mann-Redaktion beschlossen, dass sich immer einer von uns auf große Reise begibt und aus nahen und fernen Ländern berichtet.
Aber keine Sorge! Bamberg werden wir dadurch nicht vergessen. Im Gegenteil. Wir wollen mit den Reiseberichterstattungen Bamberg mit anderen Städten/Orten/Landschaften vergleichen.
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1.Teil
FUERTEVENTURA (Kanaren/Spanien)
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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.
Red.: Hallo Florian!
Florian: Hoi!
Red.: Schon bereut, dass Du als erster von uns beiden weg musstest?
Florian: Nö.
Red.: Gut. Jetzt so auf den ersten Blick, wie ist es auf Fuerteventura so im Vergleich zu Bamberg?
Florian: Andersch.
Red.: Ahja. Was vermisst Du dort am meisten?
Florian: Das Bier.
Red.: Verstehe. Ist also dort net so der Brüller?
Florian: Das Atlantikwasser ist nahrhafter und billiger.
Red.: Das heißt, beim Bierpreis und bei der -qualität ist Bamberg klar im Vorteil?
Florian: Genau.
Red.: Ok. Nächste Frage: Was würdest Du sagen, ist auf Fuerteventura ähnlich wie in Bamberg? Gibt es da Gemeinsamkeiten?
Florian: Nun zunächst einmal der Sand. In Bamberg ist es zwar mehr Bausand und hier liegt er mehr so natürlich herum, aber in den Schuhen hat man ihn hier genauso.
Red.: Aber von Baustellen sieht man dort nichts?
Florian: Bis jetzt noch nicht, aber in Bamberg reißt man ja auch über Nacht alles nieder. Bis heute wurde ich vom Meeresrauschen wach, morgen ist es vielleicht schon ein Preßlufthammer.
Red.: Oh, höre ich da so leicht heraus, dass Du den Baulärm schon vermisst?
Florian: Naja, es fehlt schon was.
Red.: Und wie ist das so mit den Bauwerken? Historisch interessant?
Florian: Also das mächtigste Gebäude ist der Flughafen. Sonst sieht man hier nur ab und zu mal ne Windmühle und nen Leuchtturm.
Red.: Hm, meinst Du, das Fuerteventura im Krieg ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde?
Florian: Glaub ich net. Des schaut hier, denke ich, schon immer so aus.
Red.: Wie ist so die Wassertemperatur? Ist sie schon angenehm?
Florian: Es ist ein sehr gutes Hotel. Da kann man unter der Dusche die Temperatur nach seinen Wünschen regulieren.
Red.: Irgendwelches Ungeziefer?
Florian: Viele Deutsche…
Red.: Also so alles in allem, könntest Du Dir schon vorstellen, länger zu bleiben, oder sogar dorthin auszuwandern?
Florian: Warum nicht! – Hier ist es schön warm und man muss nicht ständig mit Wintermantel oder/und Regenschirm herumlaufen. Das ist halt der große Vorteil hier. Aber ansonsten ist es auch nicht viel anders als in Bamberg.
Red.: Nun gut. – Dann wünsche ich Dir noch nen schönen Aufenthalt. Ich muss jetzt dann mal los. Bin gleich zum Schäuferla-Essen mit lecker Rauchbier eingeladen.
Florian: Hm. – Ich schau mal, wann der nächste Flieger zurückgeht…

Unser Auslandskorrespondent Florian Herrnleben in Barcelo Jandia Playa.
Sonntag, 10. Januar 2010
- Es stimmt nicht, dass die Baustelle am Wilhelmsplatz deshalb still steht, weil die Mitarbeiter an der Kettenbrücke aushelfen müssen.
Übrigens hatten wir dieses Dementi schon vor dem Bekanntwerden des Baustops an der Kettenbrücke verfasst.
- Es stimmt nicht, dass die Heiligen Drei Könige die Stadtkasse wieder aufgefüllt haben.
- Es stimmt nicht, dass unser origineller Weihnachtsbaum bereits vom Umweltamt zertifiziert wurde.
- Es stimmt nicht, dass die Nacktscanner auch bei der nächsten Sandkirchweih eingesetzt werden sollen.
- Es stimmt nicht, dass die Doktoren Helmut Müller und Günther Denzler auf den erfolgreichen VGN-Start angestoßen haben, den sie gemeinsam so zielstrebig vorangetrieben haben.
- Es stimmt nicht, dass der Winterdienst nun mangels Salz Winterpause macht.
- Es stimmt nicht, dass JAKO deshalb als Hallensponsor zurücktritt, weil der Chefsportreporter immer noch versucht, “Jako” englisch, also “Tschäggo” auszusprechen.
- Es stimmt nicht, dass die RundfunkAnstalten Franken und Radio Bamberg (vormals Radio Antenne Franken), beide also RAF, etwas miteinander zu tun haben.
Dienstag, 5. Januar 2010
Dass die Bauvorhaben Bambergs auf sehr unkonventionelle Weise durchgeführt werden, ist lange kein Geheimnis mehr. Bei Finanzierung, Planung und Realisierung geht man eigene, neue Wege. Aber während sich viele erfahrene Heimwerker über den Fortgang auf den verschiedenen Baustellen nur wundern, ärgern sich betroffene Anwohner vor allem über zeitliche Verzögerungen.
Heute gab die Pressestelle der Stadt bekannt, dass die Baustelle am Wilhelmsplatz eine kleine Pause einlegt, eine passende Begründung wurde aber nicht geliefert. Wahrscheinlich, so vermuten wir, befindet sich die Abteilung “Ausreden” der Stadt Bamberg gerade noch im Weihnachtsurlaub…
Deshalb möchten wir mit ein paar möglichen Gründen für den Baustop aushelfen:
Hoffentlich konnten wir helfen….
Dienstag, 1. Dezember 2009
Hinter Türchen 1 versteckt sich:
Ein Pflasterstein für die Sandstraße
an das Baureferat der Stadt Bamberg.

Damit die Baustelle bis zur kommenden Sandkerwa mangels Geld nicht stillsteht, möchten wir einen Stein beisteuern, der an der Baustelle am Wilhelmsplatz übrig war.
Donnerstag, 12. November 2009
Das waren noch Zeiten anno 2005 und 2007, als sich die Bamberger Basketballmannschaft am Maxplatz (und nicht nur hier) als Deutscher Meister feiern ließen. Jetzt allerdings befinden sich die Bamberger Vorzeigesportler auf dem absteigenden Ast. – Ist es ein Formtief?
Fit schauen die Jungs ja eigentlich aus. Aber am Ende zählt eben das Ergebnis. Schon lange vor dem Schlusspfiff verließen gestern reihenweise die Fans die JAKO-Arena, um sich vergnüglicheren Dingen zu widmen. Auch Wolfgang Heyder wäre am liebsten gegangen, aber als Manager kann man das natürlich nicht bringen.
Als Hallenmanager fragt man sich schon, ob es das noch bringt. Was nützt in der Zukunft eine mittelprächtige Zweitligamannschaft, wenn die Zuschauer aus bleiben!?
Trainerwechsel oder Spielerwechsel? Ob das die Lösung ist!?
Warum denn nicht gleich Mannschaftswechsel? In Bamberg muss es doch noch andere Sportgruppen geben, die auch so eine Halle verdient hätten.
Wie wäre es denn zum Beispiel mit der Unterwasserrugbymannschaft des Tauchclubs Bamberg. Neben zahlreichen Preisen in nationalen und internationalen Wettkämpfen, gewannen die Jungs 2007, 2008 und 2009 die Deutsche Meisterschaft. Und wo ist das Zuhause der Atlethen? Hallenbad Forchheim, Südbad Nürnberg, Freibad Zapfendorf – na super!
Wieso gibt man so einer Mannschaft, die dermaßen auf Erfolgskurs schwimmt, nicht eine adäquatere Spielstätte?
Man kann ja ruhig weiterhin den Brose Baskets (oder wie immer sie nach dem Abstieg heißen mögen. Vielleicht Gramss-Brösels) oder den Eschenbacher Volleys die Spiele in der Arena erlauben, aber man sollte eine so teure Spielstätte auch den wirklich erfolgreichen Sportlern zur Verfügung stellen.
Und die Halle wäre doch schnell dafür geflutet. Käme halt auf den Hauptsponsor an, mit was die Arena befüllt wird. Würden es die Stadtwerke, könnte man das überschüssige Grundwasser der Bambados-Baustelle dafür verwenden. Wäre es die Brauerei Keesmann, könnte das beliebte Herren Pils zum sportlichen Erfolg beitragen (was den Spielern wahrscheinlich auch lieber wäre).
Nun Herr Heyder, denken Sie mal drüber nach! Es gibt in Bamberg nicht nur Basketball. Und wie man die letzten Wochen über beobachten konnte, selbst das nicht so richtig.

Unterwasserrugby - bald auch in der JAKO-Arena?
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