06.02.2012, 01:53 Uhr

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Aufruf an Bambergs Bürger

Dienstag, 22. Februar 2011

Einen ähnlich hochkarätigen Besuch eines Staatsmannes hat Bamberg seit “Bamberg zaubert” und Dr. a.D. zu Guttenberg nicht mehr gesehen. Der amtierende Bundespräsident Wulff möchte sich ein Bild vom einstigen Zentrum der Welt machen. Kurz vor dessen Eintreffen läuft nun im Rathaus die Zeit davon, weswegen die Bewohner der Welterbestadt um ihre Mithilfe gebeten werden. Folgende Maßnahmen wurden bereits getroffen bzw. müssen noch abgearbeitet werden. Freiwillige Helfer sollten sich bitte schnellstens mit uns in Verbindung setzen, wir leiten Sie dann entsprechend weiter.

  • Da der Maxplatz bis heute abend nicht mehr ansehnlich zu bekommen ist, wurde der Eintrag ins goldene Buch der Stadt ins alte Rathaus verlegt. Im dortigen Durchgang wäre es nur wichtig, dass eine Ladung Klosteine bzw. Dutfbäume ausgelegt werden.
  • Bis ins letzte Detail soll alles fein hübsch werden. Deshalb sind die städtischen Mitarbeiter schon seit den Morgenstunden unterwegs, um wirklich alle Straßenschilder im Blickfeld des Bundespräsidenten aufzupolieren. Die Stadtverwaltung bittet die Bürger der Stadt in diesem Zusammenhang darum, sich um Kaugummireste auf der Straße zu kümmern und diese gewissenhaft zu entfernen.
  • Damit die Fahrt durch Bamberg möglichst störungsfrei verläuft, bittet die Stadtverwaltung darum, Schlaglöcher vor der eigenen Haustür im Bereich der Sandstraße und des Dombergs provisorisch zu stopfen. Nehmen Sie hierfür Bauschaum oder feuchtes Katzenstreu.
  • Alle übrigen Bamberger Bürger werden gebeten, sich an und um den Baustellen der Stadt zu versammeln, dort die Straßen zu säumen und zu winken, um damit unser aller Staatsoberhaupt von dem einen oder anderen Schaden und Mangel abzulenken und diese zu verdecken.

Vielen Dank!

Perfektionismus, wo es perfekt sein muss! - Bambergs Stadtverwaltung lässt für den Präsidenten säubern.


Fußgängerwege sollen geschont werden

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Es ist aber auch eine Zumutung für unsere schönen Gassen, Straßen und Wege. Täglich trampeln tausende Bürger und Touristen arglos über Kopfsteinpflaster, Erde und Asphalt, und das anschauliche Bild unserer Weltkulturerbestadt geht immer mehr den Bach hinunter.
Da ist es nur mehr als verständlich, dass der neue Uferweg am Schiffbauplatz erst im April 2012 freigegeben wird, denn sonst ist er bis zur Eröffnung der LGS wahrscheinlich nicht mehr ansehbar, weil mal wieder alles niedergestapft und versaut wurde.
Wir finden, was mit dem Weg zwischen Konzerthalle und Markusbrücke realisiert wird, muss sich doch auch für andere Fußgängerbereiche umsetzen lassen. Eine Schonzeit für unsere Weltkulturerbewege ist längst überfällig und muss endlich in die Tat umgesetzt werden.
Wir haben da schon mal ein paar Vorschläge:

  • Uneingeschränkte Sperrung der Lugbank (für Fußgänger und Fahrzeuge) von Januar 2011 bis November 2013.
  • Fußgängerverbot für die Obere Brücke von März 2012 bis August 2014. – Eine Aufhebung des Verbots ist nur während der Weltkulturerbeläufe vorgesehen.
  • Marien-, Luitpold-, Ketten- und Löwenbrücke werden im monatlichen Wechsel bis vorerst 2022 für Passanten und Fahrzeuge gesperrt.
  • Der Maxplatz wird von 1.Oktober 2011 bis 30.September 2015 unzugänglich gemacht. Ausnahmen: Frühjahrsmesse, “Bamberg zaubert”, “Jazz- und Bluesfestival”, Biertage, Weihnachtsmarkt und evtl. Brose-Baskets-Events. (Sperrung hält sich also in Grenzen).
  • Bamberger Krippenweg: jeweils von November bis Januar.
  • Komplettsperrung der Sandstraße von 8.00 Uhr früh bis 2.00 Uhr nachts.

Solche Warnschilder sollen an den jeweiligen Stellen angebracht werden


Wenn’s den Promenadlern stinkt…

Dienstag, 2. November 2010

…gehen sie auf die Straße und sammeln Unterschriften. Für was? Gegen was? – Gegen, natürlich. Und zwar gegen die momentane Verkehrssituation in ihrem Wohngebiet. Im vergangenen November beschloss der Stadtrat die Umsetzung eines neuen Parkraumbewirtschaftungskonzeptes (Anm.d.Red.: Die wäre ein grandioses Wort für das Galgenmännchenspiel), welches seit April in Kraft ist. Ziel dieses Konzeptes: Verlagerung der Regional- und Schulbus-Haltestellen von der Willy-Lessing-Straße an die südliche Promenade.

Wer kannte das Problem nicht, wenn man um die frühe Nachmittagszeit vom Schönleinsplatz Richtung Bahnhof wollte. Zig-tausende Schüler lungerten an den Haltestellen herum und versperrten mit sich und ihren Schulutensilien den Gehweg, so dass einem als “gemeiner” Fußgänger nichts anderes übrig blieb, die Busfahrspur als Geisterläufer zu benutzen.

Aber, man kennt es ja, was dem einen Freud, ist dem anderen Leid. Der Verkehr an der Promenade und somit auch die Lärm-, Geruchs- und Schadstoffbelastung nahmen zu. Und dies wollten sich die Anwohner nicht bieten lassen und sammelten Unterschriften für das goldene Buch der Stadt.

Wir finden ja auch: Omnibusse haben an einem ZOB (Zunkunft ohne Busse) wirklich nichts zu suchen. Und deshalb ein Vorschlag unsererseits. Man lästert zwar immer über unser Nachbarland Österreich, aber was Verkehrskonzept und Umweltschutz angeht, liegen sie uns Deutschen um Nasenlängen voraus. Was ihn Wien geht, müsste doch bei uns in Bamberg erst recht klappen, oder nicht?

Wäre vielleicht auch für Bamberg eine Lösung: der umweltvertägliche Personennahverkehr.

Und falls die Geruchsbelästigung immer noch zu hoch ist - auch da gibt es Abhilfe.


Super-Schnäppchen-Woche

Samstag, 31. Juli 2010

Natürlich fällt es schwer, bei den zur Zeit hochsommerlichen Temperaturen, schon an Weihnachten zu denken. Aber warum sich immer zwei Wochen vor dem Fest den Stress machen und mühsam Geschenke für die Lieben zu finden? Dies kann man doch auch schon in aller Ruhe im Sommer erledigen.
Und gerade in dieser Woche gibt es ganz tolle Schnäppchen im Angebot, die sich sicherlich unterm Weihnachtsbaum besonders gut machen.
Wir konnten schonmal einen Blick in den Werbeprospekt des neuen Bamberg-Discount-Marktes werfen, der in der kommenden Woche als Beilage im FT zu finden sein wird (also haben wir von jemandem gehört, der es von jemandem anders gehört haben soll).

Weitere attraktive Angebote (wie z.B. Atrium, Löwenbrücke und Raucherkneipen) findet man auf den Folgeseiten.

Weitere attraktive Angebote (wie z.B. Atrium, Löwenbrücke und Raucherkneipen) findet man auf den Folgeseiten.


Flutlichtmasten da! – Und nun?

Freitag, 16. Juli 2010

Endlich sind sie angekommen, die sündhaft teuren Flutlichtmasten für das Volksparkstadion. Jetzt könnte man endlich jeden einzelnen Pickel der Fußballspieler des 1. FC Eintracht Bamberg aus weiter Ferne betrachten, wenn es da nicht das Problem gäbe, dass es die Konkurs-Mannschaft überhaupt nicht mehr gibt. Jetzt steht man also ratlos vor den auf dem Rasen liegenden Stahltürmen. Wieder zurück geben will man sie aber scheinbar auch nicht. Was also machen mit 120 000 Watt?

  • Konzerte mit Mega-Stars auf dem Gelände anbieten, geht nicht, so Wolfgang Heyder. Aus sicherheitstechnischen Gründen dürften maximal nur 5000 Zuschauer auf das Areal, welche zu wenig wären, wenn man wirklich einen Super-Promi nach Bamberg locken möchte. Durchaus vorstellbar wären allerdings Sommer-Open-Airs mit BAMBERGER KLEINKÜNSTLERN. Erstens hätten die dann auch mal eine feste Stätte und zweitens sind die mit einer Kulisse von 5000 Zuschauern bestimmt mehr als zufrieden.
  • Eine andere Möglichkeit wäre, die Flutlichter auf dem MAXPLATZ zu installieren. Der Vorteil hier wäre, dass man bei angeschalteten 120 000 Watt dermaßen geblendet würde, dass man das Herzstück der City  nur erahnen und sich attraktiv vorstellen kann.
  • Praktisch wären die Leuchtstoffrohre auch auf dem LANDESGARTENSCHAU-Gelände. Mit Sicherheit werden viele Gäste von auswärts wieder hilflos umher fahren und die Blumenausstellung suchen. Wenn man allerdings die Flutlichter auf dem Erbagelände gen Himmel richtet, sieht man sein Ziel bereits in Frankfurt oder München.
  • Hilfreich für Fremde ist bestimmt auch das Beleuchten von fehlenden BRÜCKEN. Und nachbestellen kann man die Dinger garantiert, falls sie nicht genügen sollten.
  • Oder man lässt sie einfach auf der Wiese im Volksparkstadion liegen und nutzt sie für andere SPORTVERANSTALTUNGEN, wie Hürdenlauf, Springreiten oder Bockspringen. Das Gute daran wäre: Man käme ohne Strom aus.

Nun denn, irgendetwas Sinnvolles wird den Verantwortlichen schon einfallen. Und falls ihnen doch kein Licht aufgeht, kann man die Flulichter immer noch bei ebay versteigern.

Wir hätten das ebay-Angebot schon mal vorbereitet.

Wir hätten das ebay-Angebot schon mal vorbereitet.


Unterschriftenaktion nicht für die Katz’!

Donnerstag, 15. Juli 2010
Der Besitzer möchte unerkannt bleiben....

Der Besitzer möchte unerkannt bleiben....

Am gestrigen Mittwoch unterzeichneten OB Andreas Starke, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Hans Hemmerlein und der Geschäftsführer der Landesgartenschau 2012 GmbH Harald Lang die Gestattungsverträge für den umstrittenen Uferweg zwischen Markus- und Friedensbrücke. Gerade der Weg entlang des Schiffbauplatzes sorgte in den vergangenen Monaten für heftige Widerstände aus der Bürgerschaft. Doch Hans Hemmerlein beschließt nach der Vertragsunterzeichnung: Ein Schlusszeichen unter die Debatte ist nun gesetzt! Die Bürger hätten sich schon genug beschwert.

Über 1000 Bürger hatten in Form von Unterschriftenlisten ihren Unmut über die Zerstörung des letzten erhaltenen Uferstücks an der Regnitz bekundet. Sie wollten die über eine Million Euro teure und sinnlose Baumaßnahme verhindern. Sollen all die Bemühungen der Bürger nun umsonst gewesen sein? – Und was passiert nun mit den Unterschriftenlisten?

Von der Stadt erhielten wir die Antworten auf unsere Fragen: Man bedanke sich für das Engagement der Bamberger Bürger und möchte die Unterschriftenlisten natürlich schon auf Grund knapper Stadtkassen sinnvoll nutzen: Als Klopapier! Damit war die Unterschriftenaktion nicht für die Katz’, sondern für den Arsch.


Freizeittipp für das Wochenende

Freitag, 9. Juli 2010

Ein trostloses Wochenende liegt vor uns, denn seit Mittwoch ist nichts mehr, wie es war. Zwar können alle Bamberger morgen Abend noch einmal mitfiebern, damit es mit dem Spiel um Platz 3 noch einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss der Fußballweltmeisterschaft gibt, doch so richtig Lust hat darauf wohl nach dem Halbfinal-Aus niemand mehr. Deshalb hier nun unser Freizeittipp für das Wochenende:

Bauen Sie sich einfach mal einen
FISCHPASS!

  • Suchen Sie sich ein passendes Gelände. Achten Sie dabei auf Nähe zum Wasser. Fluss oder Leitung? – Egal!
    Wir empfehlen hierfür öffentliches Brachland (Wir wollen nicht schon wieder auf dem Maxplatz herumhacken) oder den Garten des Nachbarn.
  • Heben Sie von Ihrem Konto ca. 1.000.000 Euro ab. Soviel wird der Bau verschlingen…
  • Fahren Sie in den Baumarkt Ihrer Wahl. Besorgen Sie: Schwimmflügel, Sprengstoff, viel Sprengstoff, Schaufel und Eimer.
  • Graben und sprengen Sie zunächst den theoretischen Lauf des Wassers. Ziehen Sie sich dabei Schwimmflügel an.
  • Beauftragen Sie Ihre gesamte Nachbarschaft mit gefüllten Gießkannen anzurücken, um den vorgefertigten Pass zu fluten.
  • Laden Sie für Sonntagabend Freunde, Bekannte und sonstige Menschen ein (Vergessen Sie Ihre Nachbarn nicht!), um bei einem gemütlichen Glas Sekt oder Aal-Bowle den Fischpass zu eröffnen.
Ihr eigener Fischpass von morgen sorgt schon bald für Ihr Mittagessen von übermorgen.

Ihr eigener Fischpass von morgen sorgt schon bald für Ihr Mittagessen von übermorgen.


Bayerische Bierschau muss nach Bamberg!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Da hat die CSU ja mal wieder eine tolle Idee! – Die Bayerische Bierschau, die anlässlich des 500jährigen Jubiläums des Reinheitsgebots stattfinden soll, muss nach Bamberg geholt werden, so die christsoziale Stadtratsfraktion. Keine andere Stadt, kein anderer Landkreis steht bayernweit mehr für den Gerstensaft als die Weltkulturerbestadt, heißt es in der Begründung.

Und tatsächlich sind es ja nicht nur die unzähligen, verschiedenen Biersorten, die lange Tradition und der hohe Bekanntheitsgrad, die eine Bierschau in Bamberg rechtfertigen. Hauptgrund sind die Bamberger und deren hiesige Jugend, wie die jüngste Studie zum Alkoholkonsum beweist. Bundesweit belegten die Bamberger Platz 1, als es darum ging, möglichst betrunken ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen. (Die RundfunkAnstalten berichteten…)

Und nun steht Bamberg der Lohn für das jahrelange Bemühung ins Haus, auch wenn die üblichen, spöttischen Besserwisser schon jetzt behaupten, dass Bamberg ja nur mit viel Bier zu ertragen wäre. Also wir freuen uns auf die Bierschau, die – mit 200.000 Euro bezuschusst aus dem Kulturetat – deutlich günstiger wäre als die jährlichen Kosten des Stadttheaters oder der Symphoniker. Und was könnte man sonst schon  mit 200.000 Euro schon erreichen? – Kaum lohnende Kulturförderung hier, Anschubfinanzierung eines Kulturprojekts da … Nein. Bierschau! …

Hmmmm ….. Oder doch ausnahmsweise mal was direkt für alle Bamberger? – Den Liter Kulmbacher gibt’s mit ein bißchen Verhandlungsgeschick bereits für weniger als einen Euro. Das würde für jeden Bamberger durchschnittlich fast drei Liter Freibier bedeuten … Ha, ob mit diesem Versprechen nicht die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen wäre?! – Prost!

Wir sind dabei! (Foto: eraffe.de)

Wir sind dabei! (Foto: eraffe.de)


Wie das mit dem Denkmalschutz genau funktioniert…

Sonntag, 4. Juli 2010

Der Denkmalschutz ist seit Jahren und Jahrzehnten ein strittiges Thema in Bamberg. Und auch in der vergangenen Woche beschäftigte sich die hiesige Politik mit zwei Themen, die auch Bambergs Bürgerschaft in zwei Lager spalten. Mangels Knowhow können wir zwar den Denkmalschutzwert von Haingebiet oder altem Hallenbad nicht beurteilen (Gut, da geht’s uns wie manchem Entscheider), aber wir können zumindest einige Fragen aufwerfen, die es wohl früher oder später in Bamberg zu klären gilt.

  • Wenn die Wehrplficht abgeschafft wird, kann dann das Kreiswehrersatzamt abgerissen werden oder steht der Vorzeigebau ebenso unter Denkmalschutz wie der Zentralsaal auf der gegenüberliegenden Straßenseite?
  • Ist der ZOB in Bamberg wegen seines Klohäuschens auch denkmalgeschützt?
  • Wenn das Hallenbad unter Denkmalschutz steht, gilt das dann auch für das ATRIUM?
  • Ist das “Herold”-Hochhaus im Haingebiet der Grund dafür, dass der Stadtverwaltung dort nun alles egal ist und weitere, alte Hinterhofhäuser irgendwelchen Betonklötzen weichen müssen?
  • Ist Maxplatz denkmalgeschützt und wird deshalb dort nichts verändert?
  • Warum darf ein Schleusenwärterhaus im Fachwerkstil abgerissen werden, während auf dem Inselgebiet im dritten Stock eines Altbauhauses Holzfenster mit profilierten Kämpfern eingebaut werden müssen?
  • Wurden die Dachgauben auf dem Oberlandesgericht deshalb genehmigt, weil sie sich im vierten Stock  befinden?
  • Sind die rot-weißen Baustellengitter aus Plastik am Wilhelmsplatz inzwischen auch denkmalgeschützt?
  • Und: Welche Stadtratsmitglieder dürfen aus Denkmalschutzgründen nicht entfernt werden, bis sie von selbst zerbröseln?

Fragen über Fragen …. Vielleicht haben ja unsere Leser die Antworten darauf…

Fragen über Fragen...

Fragen über Fragen...


Bamberg steht vor großer Plage

Donnerstag, 24. Juni 2010

Ob Mücken, Hornissen, Heuschrecken oder Zikaden – viele Länder arbeiten seit Jahren an der Bekämpfung von Tierplagen. Ganze Schwärme von Millionen dieser Individuen überfallen Städte und Regionen in Afrika, Asien, Amerika und Australien. Europa blieb bisher größtenteils verschont. Erst recht unser Bamberg. Unsere Stadt liegt ja auch hübsch versteckt zwischen sieben Hügeln. Selbst Unwetter und andere Naturkatastrophen finden selten in die 70.000-Einwohner-Stadt. Die Prophezeiungen des Nostradamus verkünden allerdings Schreckliches für die kommenden Jahre. Es werden ganze Schwärme dieser Lebewesen vorausgesagt, welche die Stadt mit ihrer penetranten Art zunichte machen wollen. Man kann diese besondere Spezies zwar schon seit vielen Jahren bei uns beobachten, aber bisher traten sie noch nicht so aggresiv auf, und man bekam den Mehrzeller schnell in den Griff, bzw. konnte sich ganz gut mit ihm arrangieren.
Wir sprechen vom gemeinen Touristen. Millionenfach wird er unsere Stadt heimsuchen, sich überall breit machen und unsere Grundnahrungsmittel (z.B. Rauchbier und Schäuferla) rauben.
Das Problem liegt auch darin, dass man diese Lebewesen nicht immer auf den ersten Blick erkennt, denn viele haben die besondere Fähigkeit, sich ihrer Umwelt anzupassen (ähnlich wie bei einem Chamäleon) und die Gestalt von Menschen annehmen zu können.
Gezielt kann man gegen diese Plage auch nicht vorgehen, denn die Heimat dieser Zweibeiner ist ebenso unterschiedlich wie die Töne, die sie von sich geben.
Unsere Redaktion fühlt sich trotzdem irgendwie verpflichtet, einige Arten hier zu erwähnen, damit Sie, liebe Bamberger Bürger, eine Vorstellung dieser Allesfresser bekommen und gegebenfalls eigenmächtig handeln können:

Il turista italiano brutto (Herkunft: Italien)
Dunkler Hauttyp, meist schwarze Behaarung, laut.

共通の日本のツーリスト (Herkunft: Japan)
Kleinwüchsig und schlitzäugig. Tritt meist mit Digitalkameras um den Hals in Erscheinung.

De nare Nederlandse toerist (Herkunft: Holland)
Vom Aussehen her sehr anpassungsfähig. Bringt oft eigene Behausung mit.

The horrid American tourist (Herkunft: USA)
Oft beleibt. Ausgeflipptes Äußeres. Kaut Kaugummi.

Und hier noch ein paar Eindrücke in Bildern:

Ein Beispiel der japanischen (links) und amerikanischen (Mitte) Gattung.    Zum Vergleich ein typischer Bamberger (rechts.)

Ein Beispiel der japanischen (links) und amerikanischen (Mitte) Gattung. Zum Vergleich ein typischer Bamberger (rechts.)

Das Positive an diesem Lebewesen: Es bringt viel Geld in und für unsere Stadt mit.
Wir hoffen, dass unsere Stadtväter den richtigen Weg wählen, um dieser Plage Herr zu werden.


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