Endlich sind sie angekommen, die sündhaft teuren Flutlichtmasten für das Volksparkstadion. Jetzt könnte man endlich jeden einzelnen Pickel der Fußballspieler des 1. FC Eintracht Bamberg aus weiter Ferne betrachten, wenn es da nicht das Problem gäbe, dass es die Konkurs-Mannschaft überhaupt nicht mehr gibt. Jetzt steht man also ratlos vor den auf dem Rasen liegenden Stahltürmen. Wieder zurück geben will man sie aber scheinbar auch nicht. Was also machen mit 120 000 Watt?
- Konzerte mit Mega-Stars auf dem Gelände anbieten, geht nicht, so Wolfgang Heyder. Aus sicherheitstechnischen Gründen dürften maximal nur 5000 Zuschauer auf das Areal, welche zu wenig wären, wenn man wirklich einen Super-Promi nach Bamberg locken möchte. Durchaus vorstellbar wären allerdings Sommer-Open-Airs mit BAMBERGER KLEINKÜNSTLERN. Erstens hätten die dann auch mal eine feste Stätte und zweitens sind die mit einer Kulisse von 5000 Zuschauern bestimmt mehr als zufrieden.
- Eine andere Möglichkeit wäre, die Flutlichter auf dem MAXPLATZ zu installieren. Der Vorteil hier wäre, dass man bei angeschalteten 120 000 Watt dermaßen geblendet würde, dass man das Herzstück der City nur erahnen und sich attraktiv vorstellen kann.
- Praktisch wären die Leuchtstoffrohre auch auf dem LANDESGARTENSCHAU-Gelände. Mit Sicherheit werden viele Gäste von auswärts wieder hilflos umher fahren und die Blumenausstellung suchen. Wenn man allerdings die Flutlichter auf dem Erbagelände gen Himmel richtet, sieht man sein Ziel bereits in Frankfurt oder München.
- Hilfreich für Fremde ist bestimmt auch das Beleuchten von fehlenden BRÜCKEN. Und nachbestellen kann man die Dinger garantiert, falls sie nicht genügen sollten.
- Oder man lässt sie einfach auf der Wiese im Volksparkstadion liegen und nutzt sie für andere SPORTVERANSTALTUNGEN, wie Hürdenlauf, Springreiten oder Bockspringen. Das Gute daran wäre: Man käme ohne Strom aus.
Nun denn, irgendetwas Sinnvolles wird den Verantwortlichen schon einfallen. Und falls ihnen doch kein Licht aufgeht, kann man die Flulichter immer noch bei ebay versteigern.

Wir hätten das ebay-Angebot schon mal vorbereitet.
Hinter Türchen 13 versteckt sich:
Ein mysteriöser Zettel….

… für den 1. FC Eintracht Bamberg. Auf dem Zettel stehen aber keine Hinweise für den Torwart, sondern geheime Telefonnummern aus Asien und Russland. Bei Kontaktaufnahme, so unser Informant, klappt’s auch mit dem Klassenerhalt.

Panem et circenses für das Bamberger Volk - Kaiser Trajan machte es vor.
Seit dem “Ja, aber” des Finanzsenats zum Bau der millionenteuren Flutlichtanlage im Bamberger Fuchs-Park-Stadion jauchzt das Fußballerherz. Egal wie es finanziell um den 1. FC Eintracht oder nur um Starkes Bamberg steht, es darf fröhlich investiert werden! Da interessiert plötzlich auch der ernüchternde Tabellenstand des Regionalligisten nicht, der dafür sorgen könnte, dass dem DFB das harte Mittel des Zwangsabstiegs wegen fehlender Flutlichtanlage erspart bleibt.
Aber wer darf sich in Bamberg über teure Baumaßnahmen beschweren, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden? – Die Theaterbesucher haben eine Komplettsanierung inklusive Anbau geschenkt bekommen, alle Basketballfans die Jakoarena und für Konzertgänger gibt es den neuen, zoologisch anmutenden Vorbau vor der Konzert- und Kongresshalle. Alle Hobbygärtner freuen sich auf das Großereignis “Landesgartenschau”. Die Fußballfraktion ist nun nur die letzte in der Reihe, die neben grundsaniertem Stadion nun noch neues Licht zu Weihnachten geschenkt bekommen könnte. Wenn man alle Interessensgruppen zusammennimmt, hat man sicherlich schon einen großen Teil der Bamberger Bevölkerung abgedeckt und OB Starke kann sich seiner Wiederwahl in knapp drei Jahren sicher sein. Die übrigen wählen ihn einfach nicht und vergleichen ihn lieber wegen seiner eigenmächtigen Baumaßnahmen mit dem italienischen Ministerpräsidenten, aber haben damit auch nur bedingt recht. Die Methoden der Bamberger Oberbürgermeister sind viel älter als Silvio Berlusconi aussieht. Das Instrument “Massenunterhaltung” war bereits in der römischen Kaiserzeit ein beliebtes, politisches Mittel, um von sozialen, finanziellen und innenpolitischen Problemen abzulenken. Bambergs Verbindung zu Rom sind eben nicht nur die sieben Hügel. Roms altes Motto “Brot und Spiele” scheint auch das der Bamberger Politik zu sein.
Viel Spaß beim nächsten “Event” in Bamberg!
Schon im Frühjahr blamierte sich die Stadt Bamberg, als der FC Bayern München in Weismain auswärts gegen den 1. FC Eintracht Bamberg antreten musste. Nun erleben alle Fußballfans ein bitteres Déjà -vu. Wie das Ordnungsamt der Stadt Bamberg bei Prüfungen vor Ort festgestellt hat, kann auch das für Freitag geplante “Franken-Derby” wegen irgendwelcher Mängel einer Würstelbude nicht im neuen Fuchsparkstadion nicht stattfinden. Aber es wurde kurzfristig eine gute Lösung gefunden: Diesmal möchte man keinem Fan eine 40km-Reise zumuten. Deshalb wird das Spiel in das momentan schwächelnde Atrium am Bahnhof verlegt. Da sich beide Vereine momentan ohnehin in einem Formtief befinden und ihre jeweils letzten Spiele mit 3:0 bzw. 4:0 verloren haben, braucht sich auch das Centermanagement keine Sorgen um die Inneneinrichtung zu machen, da es wohl eher nicht zu gefährlichen Torschüssen kommen wird. Das Spiel findet unter der Glaskuppel statt. Zum “Atrium-Stadionsprecher” wurde einer der Hausmeister ernannt.
Übrigens hat das ganze noch einen weiteren Vorteil: Wem das Spiel zu langweilig wird, dem empfehlen wir einen Kinobesuch.
letzte Kommentare
tutulla
KlaRa
KlaRa
Mario
KlaRa