19.05.2012, 20:33 Uhr

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Muss der gemeine Bamberger bald Angst haben?

Freitag, 26. November 2010

Galgen

Müssen auch wir uns fürchten?

Auf unserer nächtlichen Recherchetour stießen wir auf eine Neuerung mitten im Welterbe, die uns doch sehr zu denken gab. Auf halben Weg zwischen Bambergs berühmtester Brauereigaststätte und dem alten Rathaus entdeckten wir ein Holzbalkenkonstrukt, das uns das Blut in den Adern gefrieren ließ. Was führen die Stadtoberen hier im Schilde? – Leider war die Pressestelle der Stadt Bamberg um 1:30 Uhr nicht mehr erreichbar, so dass wir Ihnen zunächst nur Spekulationen liefern können.


  • Hat man, während man auf Bundesebene über die Pressefreiheit diskutiert, in Bamberg schon Nägel mit Köpfen gemacht? Sollen hier stadtkritische Vertreter der Presse für immer zum Schweigen gebracht werden?
  • Möchte man dort vielleicht den Schuldigen für das Kettenbrücken-Disaster öffentlich aufhängen?
  • Oder ist der Galgen eine Eigeninitiative der IG Sandstraße, um Zechpreller, Boller-Ignoranten und Wildpinkler zu bestrafen bzw. auszurotten?
  • Ist das Konstrukt für Jugendliche gedacht, die gerne in der Sandstraße rum- und abhängen?
  • Oder ist es am Ende eine gemeinsame Aktion von Stadtmarketing und TKS (Tourismus Kongress Service), die mit den Slogans “Welterbestadt – Weltsterbestadt! Wenn ableben, dann in Bamberg!” und “Shoppen und Sterben mit City Schecks!” suizidgefährdete Touristen und Bevölkerung aus dem Landkreis in die Innenstadt locken möchten?

Fragen über Fragen… Wir recherchieren weiter!

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Dementis zum Montag – Ausgabe 54

Sonntag, 24. Oktober 2010
  • Es stimmt nicht, dass auf dem Stieringer-Steg künftig für die Kettenbrücke gesammelt wird.
  • Es stimmt nicht, dass in der Galerie Sculptur alle Holzköpfe Bambergs zu sehen wären.
  • Es stimmt nicht, dass Hallstadts Bürgermeister parallel die Bauprojektplanungen in Bamberg übernehmen soll.
  • Es stimmt nicht, dass man sich nach dem Bambados-Dach nun um die undichten Kindergartendächer kümmert.
  • Es stimmt nicht, dass ein Bamberger jetzt zum Kardinal berufen wird, weil der Papst unbedingt Rauchbier mitgebracht haben möchte.
  • Es stimmt nicht, dass Urban Priol nach Bamberg kam, weil er dachte, er kann hier neue Insassen für seine Anstalt finden.
  • Es stimmt nicht, dass ab sofort nur noch Sonntags die Läden in der Innenstadt geöffnet haben sollen, weil es der einzige Tag ist, an dem die Einzelhändler frohlocken.

Notfallplan für Studentenansturm

Sonntag, 17. Oktober 2010

Zum neuen Semester meldeten sich wieder tausende Studenten an der hiesigen Otto-Friedrich-Universität an, in diesem Jahr so viele wie noch nie. Doch was zunächst wie eine freudige Nachricht klingt, birgt für die Weltkulturerbestadt doch einige Probleme. Vor allem auf dem Wohnungsmarkt herrscht Knappheit. “Himmel sei Dank hatten wirnoch rechtzeitig reagiert”, so die Stadtverwaltung. Um wirklich allen Stundenten Unterkunft zu bieten, möchte man einige städtische Immobilien zu Studentenwohnheimen umfunktionieren. Neben dem alten Hallenbad, wo pro Student eine Liege zur Verfügung steht, können Freunde des Exhibitionismus kleine Areale im Glasfoyer der Konzert- und Kongresshalle anmieten. “Zukunftsorientiert habe man investiert, denn Bamberg sei die führende Bildungsstadt Deutschlands”, heißt es. Etwas außerhalb, aber vor allem finanziell interessant für Studentinnen, die ihr Studium auch finanzieren müssen, liegt das Wohnheim “FKK Germania”. Nähere Auskünfte über diese und weitere Unterbringungsmöglichkeiten erteilt die Stadt Bamberg. Bewerbung mit Bild und Altersangabe bitte an das Oberbürgermeisteramt.

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Bockbieranstich im Schlenkerla vor Veränderungen?

Samstag, 9. Oktober 2010

Donnerstag, 21.00 Uhr. Im Dominikanerhof direkt an Bambergs bekanntester Brauereigaststätte drängten sich Hunderte zum diesjährigen Bockbieranstich. Viel Geduld musste man mitbringen, wenn man – und deswegen waren die meisten wohl auch da – seinen Durst stillen wollte. Das sorgte natürlich vor allem bei den Stammgästen für viel Verdruss. Während im Schlenkerla das Jahr über hauptsächlich Touristen anzutreffen sind, türmen sich während des Bockbieranstichs gerade solche in der Traditionsgaststätte, die das rauchigste Bamberger Bier sonst eher meiden. Deshalb gab Chef-Kellnerin Gunda bekannt, dass man für das kommende Jahr Regelungen einführen möchte, um Stammgästen und Fans des Rauchbiers gerecht zu werden:

  • Um Einlass zum Bockbieranstich 2011 gewährt zu bekommen, muss man sich im Jahr zuvor auf einer Stempelkarte 10 Schlenkerla-Seidla bestätigen lassen. Man möchte damit all diejenigen draußen halten, denen das Rauchbier sonst nicht schmeckt.
  • Bewohner des Landkreises und Touristen werden nicht zugelassen. Erforderlich ist ein Erstwohnsitz in Bamberg.
  • Am Einlass muss ein Fragebogen ausgefüllt werden. Nur wer mindestens 60% der Fragen richtig beantwortet, darf ins Schlenkerla.
  • Im Jahr zuvor muss man außerdem einen romantischen Abend mit einer Schlenkerla-Bedienung seiner Wahl verbracht haben.
  • Mindestens 4 Schlenkerla auf Ex getrunken haben. (Ggf. auch direkt am Einlass beweisbar)
  • Mindestens ein Leberkäsbrötla vom Liebold außerhalb der erlaubten Zeiten im Schlenkerla verzehrt und die Aktion überlebt haben.
  • Wahlweise entweder ein Spezial oder einen Schnitt bestellt oder sich bei Gunda über das Essen beschwert haben.

Wer eine der Bediungen nicht erfüllt, bekommt von Gunda als Entschädigung einen Gutschein für den Kaiserdombockbieranstich.


Dementis zum Montag – Ausgabe 51

Sonntag, 3. Oktober 2010
  • Es stimmt nicht, dass die NPD bereits zwei Termine für 2011 in der Stechert-Arena reserviert hat.
  • Es stimmt nicht, dass Stadtrat Tscherner die Arena persönlich und auf eigene Kosten abreissen würde.
  • Es stimmt nicht, dass die liberalen Stadtratsfraktionen vorgeschlagen haben, auch das eine oder andere Etablissement Bambergs zu verstaatlichen.
  • Es stimmt nicht, dass der Wilhelmsplatz auf ebay angeboten wird.
  • Es stimmt nicht, dass von jedem Dauerkartenbesitzer pro erzielten Punkt der Brose Baskets eine zusätzliche Gebühr von 1 € verlangt werden muss.
  • Es stimmt nicht, dass der neue Eigentümer des Atriums gerne anonym bleiben möchte.
  • Es stimmt nicht, dass im Atrium ein Konzert der “Toten Hosen” stattfinden soll.
  • Es stimmt nicht, dass der Stadtrat beschlossen hat, dass Dr. Müller zur Kosteneinsparung die Stechert-Arena reinigt.
  • Es stimmt nicht, dass man dem Oberbürgermeister geraten hat, sich künftig ausschließlich auf seinen Job als Standesbeamter zu konzentrieren.
  • Es stimmt nicht, dass die Stechert-Arena eigentlich Forum heißt.

Neues Konzept für Bamberg

Samstag, 18. September 2010

Was wird doch in den letzten Wochen alles so durch den Stadtrat, die Presse und den Kakao gezogen. Leerstehende Läden in der Innenstadt, zu viele Puffs, eine Menge Spielcasions. Warum denn gleich alles so schwarz sehen in einer roten Stadt!?
Man muss die Sache nur positiv sehen und das Beste daraus machen. Unser Vorschlag: Es müssen noch viel mehr Bordelle und Spielhöllen her. Flächen sind ja, wie schon erwähnt, genügend vorhanden. Es würde jedenfalls die Innenstadt wieder beleben und Geld in die Kassen bringen. Und die Regnitz wäre hierbei die natürliche Grenze. Auf der einen Seite die katholische Altstadt mit den historischen Gebäuden und auf der anderen Seite Klein-Las-Vegas. In der größten Stadt Nevadas funktioniert es doch auch. Warum denn dann nicht auch bei uns? Warum aus der Tugend ein Laster machen und nicht umgekehrt?

So könnte die Bamberger Innenstadt, nach dem Vorbild Las Vegas, bald aussehen.


Nur bei Rot, den Kindern ein Vorbild! – Seminarangebote der Stadt

Dienstag, 7. September 2010

Die Stadt Bamberg und ihre oberen nehmen es bekanntlich mit ihrer Vorbildfunktion ja sehr ernst. Der heutige Nachwuchs lernt von ihnen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Taschengeld, die Pflege der Umwelt, wenn es darum geht, die Natur vor allem in Uferbereichen zu erhalten und seit kurzem nun auch wichtige Dinge für den Straßenverkehr. Erst heute demonstierte die Stadtspitze eindrucksvoll, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Vom Rathaus aus radelte die prominenzgespickte Fahrradkolonne quer durch die Fußgängerzone, um das Gärtnerviertel zu erkunden. In ausreichender Anzahl drückt in solch einem Fall die Polizei selbstverständlich mal das eine oder andere Auge zu.

Demnächst erwarten nun Bambergs Kinder und Jugend weitere Seminare, die das Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Andreas Starke, selbst leitet. Die Themen lauten auf seinen Vorschlag hin wie folgt:

  • Nur bei Rot, den Kindern ein Vorbild!
    Für die Tapfersten und Mutigsten unter Bambergs Nachwuchs. Ab 4 Jahren.
  • Bamberg – Die Sieben-Krüge-Stadt!
    Trinkfestigkeit für Anfänger. Ab 6 Jahren.
  • Rodung im Zeichen der Blume!
    Wie man bequeme Uferwege in die Natur baut. Kettensäge erforderlich.
  • Denkmäler setzen ohne Eigenkapital!
    Wie man jeden Euro viermal ausgibt, ohne dass es jemand merkt. Rechenschieber mitbringen!
  • Knackarsch trotz Ausitzen!
    Wie man als Stadtoberhaupt sein An… Aussehen wahrt.

Interessierte können sich selbstverständlich an uns wenden.


Endlich wieder Hinrichtungen!

Donnerstag, 2. September 2010

Bambergs neuer Scharfrichter?Auch wenn man aktuell glauben könnte, dass an unzähligen Stellen Bambergs danach gesucht wird, so war es doch Zufall und nicht geplant. Am heutigen Mittwoch wurde in der Baugrube der Amalienstraße der “Rabenstein” gefunden, den man schon lange verloren geglaubt hatte. Dabei handelt es sich um einzelne, rechteckige Sandsteinblöcke, die zusammen das Schafott, also die öffentliche Hinrichtungsstätte Bambergs, bildeten. Was für ein Fund! – Wo einst zahlreiche Bamberger ihr Leben (oder ihren Kopf) ließen und was nun fast 200 Jahre unter dem Asphalt der Amalienstraße schlummerte, steht nun endlich wieder zur Verfügung. Schon am Abend stritten sich unterschiedlichste Institutionen um die Steinblöcke. Während das Amtsgericht die Steine – naheliegend – auf dem Synagogenplatz platzieren möchte, sieht die Stadt die Steine bereits schön angeordnet in Mitten des Maxplatzes – als Ergänzung des Skulpturenwegs mit praktischem Nutzen. Eins steht aber fest! – Egal, wo der Rabenstein am Ende postiert wird: Bamberg braucht wieder einen Scharfrichter. Die Stellenausschreibung wird bereits vorbereitet, doch eigentlich scheint die Entscheidung bereits gefallen. So soll dieses Amt mit einem Stadtrat besetzt werden, denn mit Kopflosigkeit kennt man sich in diesem Personenkreis hervorragend aus.


Dementis zum Montag – Ausgabe 46

Sonntag, 29. August 2010
  • Es stimmt nicht, dass es sich bei dem Gerüst auf der Oberen Brücke um ein weiteres Bauprojekt der Stadt handelt.
  • Es stimmt nicht, dass die Michaelskirche neuer Austragungsort der Brose-Baskets-Spiele werden soll, nur weil sich hierfür mehr Sponsoren finden, als für die Arena.
  • Es stimmt nicht, dass die Sandkirchweih im kommenden Jahr nur sieben Tage pausieren soll.
  • Es stimmt nicht, dass die 40 leerstehenden Innenstadtläden von FKK-Germania aufgekauft wurden, um dort kleine Filialen einzurichten.
  • Es stimmt nicht, dass Brautpaare, die am 10.10. heiraten wollten, plötzlich ihr Vorhaben um einen Tag verschieben wollen.
  • Es stimmt nicht, dass die Bamberger Feuerwehr während ihrer Jubiläumsveranstaltungen die Einsatzzentrale unbemannt ließen.
  • Es stimmt nicht, dass ein junger Mann eine Bäckerei in Hallstadt überfiel, weil ihm das täglich Brot fehlte.

Überraschende Postkarte aus Mallorca

Dienstag, 24. August 2010

Heute erreichte uns als eines der führenden Presseorgane Bambergs unerwartet eine Postkarte aus der Spanisch-Deutschen Urlaubsinsel schlechthin: Mallorca. Der Absender bat uns um Veröffentlichung.

Liebe Bamberger,

herzliche Urlaubsgrüße aus Mallorca senden alle Mitglieder des Bamberger Parküberwachungsdienstes! Traditionell verlassen wir zur Zeit der Bamberger Sandkerwa unsere Domstadt, um dem Alltagsstress während dieses Großereignisses zu entfliehen.

Falschparker von überall her, Ärger und Frust wegen irgendwelcher Knöllchen, das muss nicht sein, denn tief in unserem inneren sind auch wir herzensgute Menschen. Dafür bitten wir um Verständnis. Auch für uns, die wir ja ohnehin natürlich keine Knöllchenprovision bekommen, ist es wichtig, dass die Sandkerwa auch allen auswärtigen Besuchern in guter Erinnerung bleibt.
Alle Innenstadt-/Inselgebietsbewohner würden wir in unserer Abwesenheit um ein paar Kleinigkeiten bitten:

Nutzen Sie bitte vorrangig die öffentlichen P&R-Parkplätze (Breitenau, Heinrichsdamm) und halten Sie damit ihre Anwohnerparkplätze für Auswärtige frei, die einmal im Jahr zur Sandkerwa kommen und es dabei möglichst bequem haben sollen. Stellen Sie bitte außerdem Ihre Einfahrten und Vorgärten als Parkplätze zur Verfügung und haben Sie Verständnis für beparkte Gehwege im Bereich Haingebiet. Um die eigenen Einkäufe mit dem Auto bis zur Wohnung zu bringen, ist es selbstverständlich erlaubt, kurz auf der Straße stehen zu bleiben.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Leitung. Sie finden sie momentan irgendwo am Ballermann…
Ab Mittwoch, 24.8., 8:00 Uhr, sind wir dann wieder für alle Bamberger da.

Viele Grüße,
der Bamberger Parküberwachungsdienst


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