06.02.2012, 01:23 Uhr

Posts Tagged ‘gron’

Neue Aktion des Stadtmarketings: Der Fünferlesweg

Donnerstag, 13. Januar 2011

Die Entrüstung ist groß. Die Aussagen reichen von “Schilda-Weg” bis “Bürgerveräppelung”. Die Rede ist von den bereits gebauten bzw. fast fertiggestellten Uferwegen, die im Rahmen der Landesgartensschau entstehen sollen. Der Treidelpfad südlich der Nonnenbrücke soll nun – trotz Fertigstellung – bis 2012 gesperrt bleiben, um die anfallende Vorsteuer ziehen zu können.

Nun meldet sich einer zu Wort, der in solchen Situationen immer eine Lösung in der Tasche zu haben scheint: Citymanager und Stadtmarketingchef Klaus Stieringer. Er möchte ganz nach Vorbild “Kettenbrücke” nun auch hier dem Allgemeinwohl dienen und aus dem Treidelpfad einen “Fünferles-Weg” machen. Bürgerinnen und Bürger sollen demnach bei Benutzung des Weges ein paar Taler locker machen, die dann Klaus Stieringer persönlich – möglichst wöchentlich – im Rahmen einer großen Veranstaltung (evtl. auf einer Bühne am Maxplatz) an hilfsbedürftige Einrichtungen übergibt. Dazu wird es natürlich jeweils eine Pressemitteilung (mit Bild!) geben, die in allen Bamberger Medien veröffentlicht werden sollte. Natürlich steht er jederzeit auch für Interviews bereit. Wir möchten uns an dieser Stelle schon herzlich für die uneigennützige Hilfsbereitschaft des Stadtmarketings bedanken.


Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres: Adventskalender 2010

Donnerstag, 18. November 2010

Die Reaktionen des letzten Jahres waren absolut überwältigend. Alle Stellen lobten unsere Idee des Adventskalenders (OK, fast alle) und alle, die etwas geschenkt bekamen, bedankten sich auch höflichst (OK, fast alle). Einziger Wehrmutstropfen: Niemandem durften wir unser Geschenk auch persönlich überreichen. Aber vielleicht ändert sich das in diesem Jahr, denn natürlich möchten wir auch 2010 wieder an jedem Dezembertag bis zum Heiligen Abend ein Türchen an unserem virtuellen Bamberger Adventskalender öffnen und damit Kultur-, Würden- und Amtsträger der Weltkulturerbestadt überraschen.

Wer Ideen oder Vorschläge für kleine Präsente an die Promis der Stadt hat, darf uns diese gerne per eMail (info@figurenkabarett.de) mitteilen. Dafür bitte ausnahmsweise nicht die Kommentarfunktion der Seite nutzen, denn es soll ja eine Überraschung für jeden einzelnen sein. Bei der Wahl der Geschenke achten Sie bitte auf Finanzierbarkeit und Transportfähigkeit. Und wer sich noch ein paar Inspirationen holen möchte, unser letztjähriger Kalender ist nach wie hier online. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften.


Alkoholfreie Zone auch in Bamberg

Mittwoch, 21. Juli 2010

Bamberg belegte den zweifelhaften Platz 1, als es darum ging, möglichst viele komatös besoffene Jugendliche ins Klinikum einzuliefern. Bambergs Politiker waren erstaunt und entsetzt, leben sie doch Bambergs Jugendlichen bereits bei den diversen Mega-Events der Stadt vor, wie man es eben nicht machen sollte und wie man sich auf Alkoholkonsum einstellt, ohne selbst im Übermaß darunter zu leiden.

Nun droht aber auch die anstehende Jubiläumssandkerwa – wie das Forchheimer Annafest -  zum großen Besäufnis für Jung und Alt zu werden, was in diesem Jahr erstmals wirkungsvoll eingeschränkt werden soll. In Forchheim berät man deshalb bereits über sogenannte “Alkoholfreie Zonen”, die nun auch von den Stadtvätern der Domstadt diskutiert werden. Im Unterschied zur Nachbargemeinde Forchheim möchte die Stadtverwaltung Bamberg aber sogenannte “Erigierende Zonen” einrichten, die sich – je später der Abend – automatisch ausweiten. Bis 17 Uhr gilt das Alkoholverbot nur in Zone 1, dem Festzelt am Leinritt, anschließend bis 1 Uhr im kompletten Sandgebiet. Nach der Sperrzeit um 1 soll die alkoholfreie Zone auf die Fläche bis zur Zollner-Unterführung, dem Regensburger Ring, der Memmelsdorfer Straße und zum Berggebiet ausgeweitet werden. Nach 3 Uhr und bis 16:30 Uhr herrscht dann überall in Bamberg Alkoholverbot.

Das Stadtmarketing begrüßt diese Idee, immerhin sei die Sandkerwa ja kein Event, sondern nur eine Kirchweih. Man möchte die Chance aber gleich nutzen, auf dem Maxplatz eine kontrollierte Alkoholzone einrichten. Hinter Absperrgittern und mit 24-Stunden-Public-Viewing- rea (gezeigt wird irgendeine Liveshow aus Bamberg-Nord) hofft man auf viele Nutzer des Angebots. Neben Kulmbacher soll dort auch Becks und Kölsch ausgeschenkt werden.


Einzigartiges Straßennetz in Bamberg

Donnerstag, 13. Mai 2010
Bamberg - Bald ganz wie beim großen Vorbild?

Bamberg - Bald ganz wie beim großen Vorbild?

Bamberg hat ein weiteres Highlight. Neben Dom, altem Rathaus und vielen anderen Sehenswürdigkeiten gehört nun auch das Straßennetz der Domstadt offiziell zum erhaltenswerten Weltkulturerbe. Wie im vergangenen Bausenat beschlossen, dürfen ab sofort keine Arbeiten mehr an öffentlichen Straßen und Wegen des Inselgebiets durchgeführt werden. Die Straßen, die sich dank des frostigen Winters im Zustand des Jahres 1850 befinden, sollen ein authentisches Bamberg-Bild des 19. Jahrhunderts vermitteln. Großes Lob für diese Entscheidung kam aus allen Fraktionen, denn sie sorgt im Unterschied zu sonstigen Denkmalmaßnahmen für jährliche Kosteneinsparungen von rund 5 Millionen Euro, die die Stadt gut für prestigträchtige Bauvorhaben nutzen kann. Doch die aktuelle Entscheidung ist nur der erste Schritt. Man hofft, dass sich die Straßen langfristig noch in den Zustand des Jahres 100 n. Chr. zurückversetzen lassen können, um dem Anspruch eines “Fränkischen Roms” auch wirklich gerecht zu werden.


Google StreetView in Bamberg

Montag, 10. Mai 2010

In den vergangenen Wochen konnte man auch in Bamberg häufig das “Kamera-Auto” des Internetkonzerns sehen, dass für seinen Kartendienst GoogleMaps Straßen und Häuser in Städten und Dörfern fotografiert. Wie die Freien Wähler mitteilten, haben sie deshalb eine Anfrage an die Stadt und OB Starke gestellt, ob sie bereits im Vorfeld informiert worden waren, ob Bürger bei Einsprüchen gegen das Abfotografieren des eigenen Hauses unterstützt werden und ob Kosten auf die Stadt zukommen würden. Die Antwort der Stadtverwaltung war überraschend:

Man stehe in direktem und engem Kontakt mit der Firma Google und konnte deshalb erreichen, dass vorerst keine Bilder aus der Weltkulturerbestadt veröffentlicht werden. Man möchte zunächst den Abschluss aller Bauarbeiten in Bamberg abwarten. Nach einer anschließenden, erneuten Fotorunde sollen alle Bilder durch die Stadt gesichtet und einzeln freigegeben werden. Man möchte hierbei auch entscheiden, ob für bestimmte Stellen die alten oder die neuen Bilder verwendet werden sollen, denn bekanntlich gibt es Orte in Bamberg, die inzwischen oder bald nicht mehr “weltkulturerbekompatibel” sind. Ob wegen des Bereichs um die Geyerwörthstraße, wegen des Haingebiets mit seinen geplanten Wohncontainern mit dem Charme eines Atomkraftwerks oder auf Grund des Maxplatzes, man möchte durch die weltweite Bildveröffentlichung auf keinen Fall schlafende Hunde bei der UNESCO wecken und dadurch den Weltkulturerbestatus riskieren. Für besonders kritische Fälle würde man alte Postkarten der Jahrhundertwende um 1900 bei Google einreichen, die dann miteingearbeitet werden sollen.

Großen Widerspruch erntete diese Idee vom BR-Stadtrat Stieringer: Bamberg sei kein Museum, sondern eine Einkaufsstadt. Und das müsse aus den Bildern eindeutig hervorgehen. Außerdem hatte er sich sehr engagiert darum bemüht, auf möglichst vielen Fotos selbst mit einem “Nächster Parkplatz – HIER”-Schild in der Hand abgelichtet zu werden. Doch die Pressestelle der Stadt beruhigt: Bis Google die Freigabe durch Bamberg zur Veröffentlichung der Bilder erhält, ist sogar die Tiefgarage am Schönleinsplatz fertig.


Glückwunsch an Rainer Lewandowski! – Vertragsverlängerung bis 2015.

Freitag, 15. Januar 2010

lewan_energyDa wir schon sein 20jähriges Dienstjubiläum verschlafen haben, möchten wir seine Vertragsverlängerung bis 2015 nutzen und Rainer Lewandowski auf diesem Weg herzlichst dazu gratulieren.

Schon zum jetzigen Zeitpunkt bricht der Bamberger Intendant einige Rekorde: Kein Theaterchef hat es so lange an der Spitze des Stadttheaters und mit dem kritischen Bamberger Publikum ausgehalten, keiner hatte solch einen großen Personalstamm, keinen solch großen Etat, niemand konnte durch seine Inszenierungen aus zwei locker gefühlte sechs Stunden machen.

Gleichzeitig fällt uns natürlich auch ein großer Stein vom Herzen, da wir ja erst kürzlich eine Figur für unser Liveprogramm angefertigt haben. Ihm zu Ehren schreiben wir aktuell auch an einer Szene, die wir ihm im Rahmen unserer Premiere am 23.1. im ATRIUM widmen möchten. Viel möchten wir noch nicht verraten, aber in unserem zwölfstündigen Werk für einen Schauspieler dreht sich um spannende Themen wie Bauchpinseln, Brandstiftung und katastrophale Budgetknappheit. Wir hoffen, und daran hängt die Vorführung der neuen Szene, dass es unser Darsteller noch schafft, den Text bis Samstag auswendig zu lernen.


Forchheim: Trend geht zu “Königsbad” – Ärger aus Bamberg?

Donnerstag, 14. Januar 2010

Aus dem Landkreis, genauer gesagt aus Forchheim, wurde uns gemeldet, dass sich der Hauptausschuss mit breiter Mehrheit zum Namen “Königsbad” ausgesprochen hat. Nach monatelangen Diskussionen in der Bevölkerung hatte sich gestern das Gremium mit diesem Thema beschäftigt, so dass nun nur noch die Entscheidung des Stadtrats aussteht, die in ein paar Wochen fallen soll.

Beim großen Bruder Bamberg sieht man die Namensfindung in Forchheim kritisch. Der Titel “Königsbad” erhebe zwar richtige, historische Ansprüche, dennoch versuche man sich, so die Meinung der Bamberger Politiker, durch den gewählten Namen von allen anderen Bädern abzusetzen. Er klinge fast etwas überheblich und provokant.
Bamberg sei ja mit seinem gefundenen Schwimmbadnamen “Bambados” eher bescheiden und erinnere damit nur an das berühmte Flussungeheuer in der Nähe des Hainbads.

Um sich mit dem Namen des Bads wieder deutlich von Forchheim abzuheben, werde man auch in der Weltkulturerbestadt eine erneute Namensdiskussion anstoßen. Bamberg brauche mit seinen Titeln nicht zu geizen. Neuer Favorit des Stadtrats sei ein zweisprachiger Name: Für die Bamberger solle das Bad “Kaisersbad”, für unsere ausländischen Gäste “Kaiser’s Dome” heißen.

Und auch mit der PR für das neue Bad in Bamberg wolle man dem kleinen Nachbarn Forchheim in nichts nachstehen. Deshalb sind Stadtverwaltung sowie Stadtwerke auf der Suche nach finanzkäftigen Sponsoren.

Wir haben uns da etwas überlegt:
Als Namenssponsor könnten wir uns gut “Schlenkerla” vorstellen. “Schlenkerlas Kaiser’s Dome” …. klingt doch irgendwie nett. Und wenn es da dann auch noch einen Rauchbieraufguss in der Sauna gibt, geht doch keiner mehr nach Forchheim.


Figurenkabarett im ATRIUM – Premiere und “unsere Wegbeschreibung”

Montag, 11. Januar 2010
Florian und Albert Herrnleben ab 23. Januar im ATRIUM in Bamberg

Florian und Albert Herrnleben ab 23. Januar im ATRIUM in Bamberg

Dass Kabarettisten meist mutig in ihren Aussagen sind, ist weit bekannt. Wenn sie dann ihren Worten auch noch Taten folgen lassen, ist das vielleicht noch bemerkenswerter. Florian und Albert Herrnleben, beide aus der traditionsreichen Puppenspielerfamilie Herrnleben, haben sich für das kommende Jahr viel vorgenommen: Mit 15 Aufführungen wollen sie dem schicksalsgebeutelten ATRIUM wieder zu altem Glanz verhelfen. Mit ihrem Lokalkabarettprogramm „Bamberg auf Sendung“ sowie dem Programm für Touristen „Bamberg vorgeführt“ starten sie am 23. Januar eine Veranstaltungsreihe im Einkaufszentrum am Bahnhof, die sie Ende 2010 mit einem großen Jahresrückblick krönen wollen. Insgeheim wird ja gemunkelt, dass die Investionszusage des Eigentümers nur wegen der bereits feststehenden Kooperationszusage zwischen ATRIUM und Figurenkabarett zustande kam …

(weiterlesen …)


WP SlimStat