Wer hätte das noch vor einem Jahr geglaubt? – Das Hainbad, oder neudeutsch die Hainbadestelle, steht kurz vor der Eröffnung. Ab Samstag, den 17. April, darf es wieder besucht, ab 1. Mai darf sogar offiziell in der Regnitz geschwommen werden. Wir möchten deshalb auf einige, wichtige Regeln aufmerksam machen:
- Das Schwimmen ist auch Erwachsenen nur mit Schwimmreifen und -flügeln erlaubt.
- Das Nacktbaden in der Regnitz ist aus Tierschutzgründen untersagt.
- Bei kritischen Verkehrssituationen mit Kanus und Booten gilt nicht “rechts vor links”, sondern “flussaufwärts vor flussabwärts”
- Urinieren in die Regnitz ist zwar nicht verboten, aber sollte vermieden werden. Es könnte ein Grund für die Stadtwerke sein, das Flussbaden aufgrund von schlechter Wasserqualität wieder zu verbieten.
- Kopfsprünge sind normalen Bamberger Bürgern untersagt.
- Davongespülte Personen können im Fischpass der Landesgartenschau wieder eingesammelt werden.
Die eigentliche Nachricht ist ja eine durchaus positive: Im Hainbad darf bald wieder geschwommen werden. Und das nicht nur im Sand, sondern im Fluss. Damit dies möglich wurde, hat sich ein riesiger Stab von Juristen mit den Voraussetzungen dafür beschäftigt und binnen kürzester Zeit eine Lösung gefunden: Das Hainbad heißt nun offiziell Hainbadestelle. Vor soviel juristischer Korinthenka.. äh… Feinfühligkeit zollen die Rundfunkanstalten Franken ihren tiefsten Respekt.
Vielleicht könnte man, um gewisse Themen und Gremien aus der Schusslinie der Presse sowie der Öffentlichkeit zu bekommen, noch weitere Umbenennungen vornehmen:
- Der Stadtrat könnte in Stadtratestelle umbenannt werden und bräuchte in Zukunft nicht einmal mehr beraten, sondern könnte seine Entscheidungen auswürfeln.
- Die Kettenbrücke könnte zur Kettenbrückenstelle umbenannt werden. Das würde Geld sparen, weil dort bald niemand mehr eine richtige Brücke erwarten würde..
- … und zu guter Letzt werden die Stadtwerke in Stadtwerkelstelle umbenannt. Wer ein ganzes Jahr braucht, um sieben Buchstaben an den Namen “Hainbad” anzuhängen, hat mit “Werk” oder “bewerkstelligen” ohnehin nichts zu tun.
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