Es wird endlich mal Zeit, dass wir in loser Folge die eigentlichen Stars unseres Figurenkabaretts vorstellen. Man sieht sie immer wieder, aber weiß doch so wenig über sie.
In unserem ersten Teil konzetrieren wir uns mal auf typische Bamberger:

MAGDA & SCHORSCH DOTTERWEICH (obere Reihe)
Die beiden sind seit 50 Jahren verheiratet und haben 2 Kinder.
Magda ist Gärtnerin und verkauft ihr Obst. Sie verkauft unter anderem auch einheimische Exoten. Das kommt daher, dass Magdas Bruder Oskar Seefahrer ist und von der ganzen Welt Früchte mitbringt, welche Magda dann auf ihrem Feld anbaut.
Magda ist selbstverständlich die Bilderbuch-Tratschn. Sie weiß alles (behauptet sie jedenfalls) und gibt dies auch gern weiter.
Mit Touristen hat sie etwas ihre Probleme, lässt ihnen dies aber nicht (gleich) anmerken. Im Winter steht sie mit ihrem Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt und verkauft ihren Punsch (altes Familienrezept).
Aktuell hat sie etwas Probleme mit dem Unterleib.
Schorsch ist eher der Gemütliche. Arbeiten ist nicht so sein Ding. Anzutreffen ist er am häufigsten in Bambergs berühmtester Brauereigaststätte, dem Schlenkerla. Touristen gegenüber ist er (meist) freundlich und hilfsbereit und er findet es auch nicht sonderlich ungewöhnlich, wenn Außerirdische an seinem Stammtisch Platz nehmen. In letzter Zeit wird er häufig in der Nähe des Schlachthofes gesehen. Ob dies etwas mit dem kürzlich eröffneten Wellness-Tempel für Männer zu tun hat, ist noch nicht bewiesen.
Robert, der älteste Sohn, betreibt einen Puff in Hannover. Er ist ein wenig das Schwarze Schaf der Famile, vorallem seitdem er eine Angestellte seines Unternehmens (Name unbekannt) geschwängert hat, die ihm das Kind hinterließ und dann verschwand.
Evelyn, die Tochter, lungert den ganzen Tag im elterlichen Haus herum und flirtet mit den polnischen Männern, welche auf den Feldern ihrer Mutter arbeiten. Sie ist zwar grottenhässlich, aber willig.
Sophia, Enkelin (Tochter von Robert), ist Magdas Ein und Alles. Durch gute Beziehungen zum Stadtmarketing, schaffte es Magda sogar, dass ihre Enkelin jetzt schon zweimal zum Bamberger Christkind gewählt wurde.
LISBETH & FRANZ EICHFELDER (mittlere Reihe)
Die Beiden sind seit 54 Jahren verheiratet und haben eine Tochter.
Lisbeth ist ebenfalls wie Magda Gärtnerin und hat sich auf Gemüse spezialisiert. Lisbeth und Magda haben ihre Stände direkt nebeneinander. Sie können zwar nicht sonderlich gut miteinander, aber ohneeinander können sie erst recht nicht. Lisbeth ist eine treue Seele und ist mit sich und ihrem Leben zufrieden. Sie arbeitet gerne und Sonntags lässt sie sich gerne von ihrem Mann zum Essen ausführen. Zudem ist sie sehr kulturinteressiert und verreist gerne mit Franz.
Franz ist zwar schon Rentner, hilft aber ab und zu noch bei seinem früheren Arbeitgeber (Bosch GmbH) aus. Seiner Frau hilft er auf dem Feld, wo er kann. Modernen Kommunikationsgeräten gegenüber ist er aufgeschlossen, aber unbeholfen.
Hilde, die Tochter, ist mit einem Zahnarzt (Dr. Christian Hoffmann) verheiratet und wohnt in Würzburg. Sie besuchen ihre Eltern zu den üblichen Feiertagen und telefonieren regelmäßig.
Schakeline ist die Enkelin. Sie spielt gerne mit Barbies und man sagt, dass sie für ihr Alter (4 Jahre) schon hochintelligent sein soll.
AGNES REIBACH (untere Reihe, links)
Agnes ist eine Bambergerin mittleren Alters. Sie ist in zweiter Ehe verheiratet mit Truktruk Kapresi, einem Schwarzafrikaner, welchen sie auf einer Safari-Tour in Namibia kennen gelernt hat. Ihr erster Mann Vinzenz starb vor5 Jahren an einem Herzinfarkt, den er beim Böhnlein-Bambini-Lauf erlitten hat. Agnes arbeitet Halbtags und bei freier Zeiteinteilung als Avon-Beraterin. Ihr großes Hobby ist Sex.
GUNDA DECHANT (untere Reihe, rechts)
Ist beruflich seit vielen Jahren als Bedienung im Schlenkerla tätig und ist so, wie man sie sich vorstellt: ohne Scheu und net auf’s Maul gefallen.Sie kann Touristen net ausstehen und Einheimische auch net besonders. Wenn man aber weiß, wie man mit ihr umzugehen hat, kann man sie halbwegs ertragen. Als junges Mädchen hatte sie mal einen kleinen Flirt mit einem Bierkutscher (Name unbekannt), voraus ein Sohn, Manfred (genannt Ferdl), hervorging. Ferdl ist Betriebsschlossermeister, verheiratet mit Jessica (angestellt bei einem Steuerberater) und hat einen Sohn, Kevin, mit Rastalocken. Gunda hat einen Hammerzeh und gerade eine Qualitätsmanagement-Fortblidung in Hannover hinter sich. Selbstverständlich ist sie wie die meisten Bamberger “gut” katholisch und besucht regelmäßig mit Lisbeth Eichfelder die Abendandacht im Dom.
Herrnlebens Figurenkabarett weiterhin im ATRIUM am Bahnhof

Durch das Programm führt ein Mitarbeiter des PÜD
Was passiert, wenn eine normale Bamberger Familie in einen Allinclusive-Urlaub in die Türkei fliegt? – Warum ist der Marktstand von Lisbeth Eichfelder unbesetzt? – Warum fühlt man sich plötzlich in der berühmtesten Gastwirtschaft Bambergs so unwohl? Und wieso steht das Rathaus am Maxplatz leer und wer hat dort nun eigentlich das Sagen? – Fragen über Fragen, zu deren Klärung Herrnlebens Figurenkabarett beitragen möchte. Das neue Programm feiert am kommenden Samstag um 20 Uhr Premiere im ATRIUM am Bahnhof.
Nach nicht einmal zwei Jahren gehört Herrnlebens Figurenkabarett zum festen Kulturprogramm Bambergs. Die beiden Puppenspieler Florian und Albert Herrnleben präsentieren nun ihr drittes Programm und damit gleichzeitig den Nachfolger von „Bamberg auf Sendung“: Gewohnt satirisch nehmen sie auch in „Fei Obochd!“ wieder Geschehnisse aus der Weltkulturerbestadt aufs Korn. Mit dabei sind selbstverständlich wieder alle Lieblinge aus vergangenen Programmen: Die „normalen“ Bamberger Familien Dotterweich und Eichfelder, die Gunda aus dem Schlenkerla und der Fernsehansager. Aber auch viele Bamberger Promis treten in holzköpfiger Form im Live-Programm der beiden Figurenkabarettisten auf. In ihrem neuen Programm konzentrieren sich Florian und Albert Herrnleben auf den gemeinen Bamberger Bürger, sein Leben, seine Freizeitbeschäftigungen und seine Probleme im Alltag. Durch das Programm führt ein Mitarbeiter des städtischen Parküberwachungsdienstes.
Der Vorhang öffnet sich am kommenden Samstag, 5.Februar, um 20 Uhr im ehemaligen Chinesen des ATRIUMS Bamberg. Der Eintritt beträgt 10,00 Euro. Karten sind im Vorverkauf beim BVD Ticketservice oder online unter www.figurenkabarett.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

Florian und Albert Herrnleben freuen sich mit den Äh-Werker, Helpless Light, Mirjam Drewniak und Roman Tick auf viele Zuschauer
Auftakt im ATRIUM mit vielen Gästen aus der Bamberger Kulturlandschaft
Es war sicherlich ein krönender Abschluss, den Herrnlebens Figurenkabarett all seinen Zuschauern im vergangenen Dezember bot. Die beliebtesten Szenen des vergangenen Jahres wurden noch einmal gezeigt, die holzköpfigen Zuschauerlieblinge durften in neuen Programmpunkten auf die Bühne und Künstlerkollegen aus Bamberg umrahmten das Programm mit eigenen Songs, Kabarettszenen und Vorträgen. “Die Rückmeldungen des Publikums waren durchweg positiv, so dass wir beschlossen haben, den Jahrsrückblick zu wiederholen”, so die Herrnlebens. Am 15. Januar öffnet sich der Vorhang um 20 Uhr im ehemaligen Chinesen im ATRIUM.
Viel ist passiert im Jahr 2010, auch in Bamberg. Und die beiden Protagonisten von Herrnlebens Figurenkabarett Florian und Albert Herrnleben nutzen die Zeit, in der ganz Deutschland zurückschaut, um auch in Bamberg all das Revue zu passieren lassen, was 2010 die Gemüter erregte oder für Kopfschütteln sorgte. Präsentiert wird alles selbstverständlich wieder von den liebgewonnen Holzkopf-Stars: Die Marktfrauen zanken sich adventszeitlich, die Fremdenführerin treibt die Touristen über den Weihnachtsmarkt und die Abendandacht der beiden Bambergerinnen wurde in die Christmette verlegt. Erstmals lässt sich Herrnlebens Figurenkabarett auch von mehreren Künstlerkollegen aus Bamberg unterstützen, die gemeinsam mit den Figuren der Puppenspieler, aber auch in eigenen Szenen auftreten. Die Kabarettgruppe Äh-Werker ist ebenso mit von der Partie wie Mirjam Drewniak und Roman Tick. Musikalisch umrahmt wird der Abend von der Band Helpless Light. Beginn ist um 20 Uhr, Aufführungsort ist weiterhin der ehemalige Chinese im ATRIUM am Bahnhof. Karten gibt es für 10 Euro im Vorverkauf unter www.figurenkabarett.de sowie an der Abendkasse.
Wir freuen uns, mit unseren Lesern bereits den zweiten Jahreswechsel seit Bestehen der RundfunkAnstalten Franken feiern zu dürfen. Und damit Sie alle vernünftig und garantiert gut informiert in das neue Jahr starten können, möchten wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben:
- Nicht alles, was in Bamberg geflutet wird, ist gleich ein Erlebnisbad.
- Bunkern Sie Streusalz möglicht schon ab März.
- Wen seine Kinder daheim nerven, sollte nicht in einen Stadtbus fliehen.
- Wer gar nicht weiß, wohin mit seiner Zeit, kann auch mal ins Theater gehen.
- Innenstadtbewohner sollten – auf Empfehlung des Stadtmarketings – bei der Urlaubsplanung folgende Termine berücksichtigen: Bamberg zaubert, das Blues- und Jazzfestival, Bamberg zaubert, die Sandkerwa, Bamberg zaubert und die Zeit der Basketballplayoffs.
- Machen Sie Fotos von historischen Gebäuden, weil man nie weiß, wie lange es sie noch gibt.
- Bleiben Sie cool! – Nicht jeder Wichtigtuer mit Videokamera dreht einen Hollywoodfilm.
- Legen Sie sich ein motorisiertes Fahrrad zu, damit Sie vor dem OB am Bierausschank sind.
- Laden Sie keine LGS-Gegner zum Rehbratenessen ein.
- Zeigen Sie sich medieninteressiert: Rufen Sie bei Radio Bamberg an und fragen Sie nach der Telefonnummer von Rubina69.
- Gründen Sie die Initiative “Leberkäs statt Döner in der Langen Straße”.
- Erzählen Sie Ihren Enkeln vom einstigen Wilhelmsplatz.
- Schmücken Sie auch den Max- sowie den Schönleinsplatz mit rot-weißem Plastik.
- UND GANZ WICHTIG! – Besorgen Sie sich Karten für Herrnlebens Figurenkabarett: 15.1. – Wiederholung des Jahresrückblicks im Atrium am Bahnhof.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr, was heuer auch nicht schwer fallen dürfte, wünschen wir Ihnen und freuen uns auf ein garantiert unterhaltsames Jahr 2011. Florian und Albert Herrnleben
Aufgrund aktuellen Anlasses dürfen wir unseren Lesern nachfolgend einen Artikel aus dem vergangenen Jahr ans Herz legen und damit im Namen des gesamten Teams der RundfunkAnstalten Franken ein schönes Weihnachtsfest wünschen!
Die beiden Weihnachtsfeiertage finden ja hierzulande meist im Kreise der so sehr geliebten Verwandtschaft statt. Deshalb hier unsere zehn Tipps, mit denen Sie jede Feier garantiert erfolgreich überstehen:
- Seien Sie gut vorbereitet! – Füllen Sie Ihre teuren Alkoholika übergangsweise in leere Mineralwasserflaschen und ersetzen Sie sie durch billigem Supermarktfusel. Ihrer Verwandtschaft stellen Sie selbstverständlich die teuer anmutenden Flaschen auf den Tisch.
- Auch beim Essen können Sie sparen: Statt Weihnachtsgans empfehlen wir Hähnchen. Wenn Sie die 8 halben Hähnchen bereits in der Küche tranchieren, dürfte das niemandem auffallen.
- Besorgen Sie nur einen Kasten Schlenkerla Rauchbier. Behaupten Sie vehement, dass Sie nur diese Sorte trinken und dass es ab dem 4. wundervoll schmeckt. Der Bierkonsum auf Ihrer Feier wird sich in Grenzen halten.
- Als Nachspeise servieren Sie ihre nicht ganz so gelungenen Weihnachtsplätzchen. Behaupten Sie, sie hätten das Rezept aus dem Internet und heuer zum ersten Mal probiert. Kosten Sie ein Plätzchen und seien Sie begeistert.
- Zum Nachmittagskaffee produzieren Sie am besten Glühwein aus 2-Liter-Flaschen Rotwein. Nutzen Sie fertig erhältliches Glühweingewürz nach dem Motto “Viel hilft viel” und geben Sie reichlich Zucker hinzu. Wichtig ist, dass Sie den Glühwein sehr heiß servieren.
- Auch wenn Sie selbst Raucher sind, schicken Sie Ihre Verwandtschaft wegen der anwesenden Kinder zum Rauchen aus dem zweiten Stock auf die Straße nach unten.
- Dass Ihre Nichten und Neffen schlecht erzogen und ungebildet sind, wissen Sie schon lange. Beweisen Sie Ihre Behauptung durch Sätze wie “Ihr habt in der Schule doch sicher ein schönes Weihnachtsgedicht gelernt. Sagt doch mal auf!”
- Reagieren Sie auf Fragen wie “Soll ich Dir in der Küche helfen?” sehr überlegt. Denken Sie einerseits an die Hähnchen, die Sie noch als Gans servieren möchten und andererseits an die Möglichkeit, dass die Verwandtschaft ansonsten unbeobachtet in ihrer Wohnung herumschnüffelt.
- Passen Sie bei der Geschenkewahl auf, nichts zu verschenken, was Sie selbst erst im letzten Jahr bekommen haben und verlangen Sie von ihrer Verwandtschaft die Kassenzettel für die Geschenke, damit Sie sie – selbstverständlich nur im Garantiefall – umtauschen können. Ihren Nichten und Neffen schenken Sie am besten Trommeln, Trompeten oder Rasseln.
- Nutzen Sie die Verabschiedung an der Tür, ihrer Verwandtschaft noch schnell die hübsch verpackten, übrigen Plätzchen vom letzten Jahr unterzujubeln, die Sie in den Blechdosen wiedergefunden hatten.
Wir wünschen gesegnete Weihnachten!
Bereits im vergangenen Jahr wurde seitens der Stadt das Zünden von Feuerwerk zum Beispiel auf dem Domberg aus Brandschutzgründen untersagt. In diesem Jahr geht die Stadt noch einen Schritt weiter. Wie die Pressestelle bekannt gab, darf zu Beginn des neuen Jahres nur noch an genau definierten Orten der Welterbestadt geböllert werden. Dies sind: Der Maxplatz, der Wilhelmsplatz, das alte Schwimmbad, das alte Glaskontorgebäude, rund um das übrige Schleusenhaus sowie in den Stadtteilen Gaustadt und Gereuth.
Hinter Türchen 17 versteckt sich:
Eine Blankourkunde zum Aufhängen im Eingangsbereich des Rathauses am Maxplatz…

… auf der alle erreichten Erfolge des vergangenen Jahres verewigt werden können. Wenn nach “Städtevergleich Initiative Neue Marktwirtschaft”, “Zwei Erwähnungen im Schwarzbuch der Steuerzahler” und “Gewinner des Komasaufen-Wettbewerbs” noch Platz ist, darf sie gern auch im kommenden Jahr weitergenutzt werden.
Hinter Türchen 15 versteckt sich:
Ein Gästebuch für die Bamberg Congress + Event GmbH / die Konzerthalle Bamberg…

.. damit sich auch zukünftig alle Gäste dankbar verewigen können und man noch in Jahren stolz darin schmökern kann.
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