Posts Tagged ‘Jugendliche’
Mittwoch, 21. Juli 2010
Bamberg belegte den zweifelhaften Platz 1, als es darum ging, möglichst viele komatös besoffene Jugendliche ins Klinikum einzuliefern. Bambergs Politiker waren erstaunt und entsetzt, leben sie doch Bambergs Jugendlichen bereits bei den diversen Mega-Events der Stadt vor, wie man es eben nicht machen sollte und wie man sich auf Alkoholkonsum einstellt, ohne selbst im Übermaß darunter zu leiden.
Nun droht aber auch die anstehende Jubiläumssandkerwa – wie das Forchheimer Annafest - zum großen Besäufnis für Jung und Alt zu werden, was in diesem Jahr erstmals wirkungsvoll eingeschränkt werden soll. In Forchheim berät man deshalb bereits über sogenannte “Alkoholfreie Zonen”, die nun auch von den Stadtvätern der Domstadt diskutiert werden. Im Unterschied zur Nachbargemeinde Forchheim möchte die Stadtverwaltung Bamberg aber sogenannte “Erigierende Zonen” einrichten, die sich – je später der Abend – automatisch ausweiten. Bis 17 Uhr gilt das Alkoholverbot nur in Zone 1, dem Festzelt am Leinritt, anschließend bis 1 Uhr im kompletten Sandgebiet. Nach der Sperrzeit um 1 soll die alkoholfreie Zone auf die Fläche bis zur Zollner-Unterführung, dem Regensburger Ring, der Memmelsdorfer Straße und zum Berggebiet ausgeweitet werden. Nach 3 Uhr und bis 16:30 Uhr herrscht dann überall in Bamberg Alkoholverbot.
Das Stadtmarketing begrüßt diese Idee, immerhin sei die Sandkerwa ja kein Event, sondern nur eine Kirchweih. Man möchte die Chance aber gleich nutzen, auf dem Maxplatz eine kontrollierte Alkoholzone einrichten. Hinter Absperrgittern und mit 24-Stunden-Public-Viewing- rea (gezeigt wird irgendeine Liveshow aus Bamberg-Nord) hofft man auf viele Nutzer des Angebots. Neben Kulmbacher soll dort auch Becks und Kölsch ausgeschenkt werden.
Montag, 3. Mai 2010
Bamberg. Bamberg. Bamberg.
Der Weltkulturerbelauf 2011 wird um ein weiteres Rennen ergänzt. Wie die Organisatoren mitteilten, findet am frühen Nachmittag zusätzlich ein sogenannter Biermarathon statt. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren, die als Dreier-Team auf einer Strecke von 4 Kilometern einen Kasten Bier ihrer Wahl leertrinken müssen. Die Gruppe, die das Ziel als erste mit einem leeren Kasten Bier erreicht, gewinnt einen zweitägigen Krankenhausaufenthalt gesponsert von einer Bamberger Brauerei. Disqualifiziert wird, wer unterwegs ins Koma fällt. Aus der Stadtverwaltung heißt es offiziell: Der Oberbürgermeister begrüße den neuen Wettbewerb, setze fest auf die Bamberger Jugend und freue sich darauf, im Ziel mit den Gewinnern anzustoßen.
Sonntag, 11. April 2010
- Es stimmt nicht, dass es sich beim neuen Roman von Friederike Schmöe um einen Bamberger Brückenkrimi handelt.
- Es stimmt nicht, dass es sogar für Jugendliche in Bamberg ausreichend Gründe für ein Komabesäufnis gibt.
- Es stimmt nicht, dass Daniela Reinfelder die Gaustadter Hauptstraße zur Chefsache (für wen auch immer) erklärt hat.
- Es stimmt nicht, dass der gewonnene Pokal der Brose Baskets zu Gunsten der Stadtkasse verkauft werden soll, damit man sich im Ordnungsamt wieder Toner für die Drucker leisten kann.
- Es stimmt nicht, dass uns das Wobla nun wöchentlich mit seinem Titelthema Konkurrenz als Satiremagazin machen möchte.
- Es stimmt nicht, dass kritische Interessenten an Kettenbrückenführungen durch das Baureferat teilnehmen können.
- Es stimmt nicht, dass der “Hungermarsch” von den Bamberger Symphonikern auf CD aufgenommen wird.
Freitag, 9. April 2010
Gestern wurden Zahlen bekannt, die besagen, dass Bamberg die deutschlandweite Spitzenposition bei komatös betrunkenen Jugendlichen einnimmt. So landen hier laut Statistik knapp 1% aller Jugendlichen pro Jahr wegen Alkoholkonsums im Krankenhaus.
Da diese Zielgruppe wegen dem Hauptaugenmerk auf Touristen und Shoppingbegeisterte fast untergegangen zu sein scheint, möchte das Stadtmarketing nun schnell reagieren und hat nahezu über Nacht eine Werbeaktion aus dem Boden gestampft, die Bamberg nicht nur als Touristen- und Einkaufsstadt interessant machen soll: Bockbieranstiche, Junggesellenabschiede, Biertage, Sandkerwa und Partyweekends ziehen ebenso viele Gäste in unsere Stadt, die hier mehr oder weniger unvergessliche Tage verleben können.
“Die Chance, die Bamberg mit dem bereits erreichten Spitzenplatz einnimmt, ist bundesweit einzigartig. Das ist eine gute Grundlage für unsere Arbeit in den kommenden Jahren”, heißt es in einem offiziellen Statement.
Bereits heute wurde das entsprechende Werbeplakat präsentiert:

Das neue Großflächen-Werbeplakat des Stadtmarketings für die Vollrauschstadt Bamberg steht ab sofort an 50 ausgewählten Standorten.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Wie die Bundesagentur für Arbeit mitgeteilt hat, bleiben für das kommende Ausbildungsjahr nur 20 junge Bamberger ohne Ausbildungsplatz. “Diese Zahl war schon komfortabler”, äußerte sich das Oberbürgermeisteramt, aber man würde schon klar kommen. Damit diese Jugendlichen nicht nur daheim vor dem Fernseher herumlungern, werden sie traditionsgemäß nach einem gewissen Schlüssel auf die Bamberger Prominentenwelt verteilt. Hier ein paar Beispiele:
- OB Starke erhält zwei Jugendliche: Einen zum Reifenwechseln, Rasenmähen und Schneeschieben, der andere soll künftig seine Reden schreiben sowie Presseerklärungen abgeben.
- Auch der Erzbischof erhält zwei Jugendliche. Wofür er sie einsetzt, wollte er uns aber nicht mitteilen.
- Einen Privathelfer erhält Citymanager Klaus Stieringer. Dieser muss bis nächstes Jahr mit einem Nachwuchsmagier den Zaubertrick der zersägten Jungfrau üben.
- Auch Bauunternehmer Georg Pfister erhält einen Jugendlichen, damit es am Wilhelmsplatz endlich etwas schneller voran geht.
- Die übrigen werden auf Fraktionsvorsitzende des Stadtrats sowie die Bürgervereine verteilt.
Dieses in Deutschland einmalige Konzept stammt von der 1-Mann-Stadtratsfraktion der REPs. Herr Blechschmidt räumte aber ein, dass die Idee dazu schon über 60 Jahre alt ist.
letzte Kommentare
tutulla
KlaRa
KlaRa
Mario
KlaRa