Posts Tagged ‘Kasse’
Samstag, 18. September 2010
Was wird doch in den letzten Wochen alles so durch den Stadtrat, die Presse und den Kakao gezogen. Leerstehende Läden in der Innenstadt, zu viele Puffs, eine Menge Spielcasions. Warum denn gleich alles so schwarz sehen in einer roten Stadt!?
Man muss die Sache nur positiv sehen und das Beste daraus machen. Unser Vorschlag: Es müssen noch viel mehr Bordelle und Spielhöllen her. Flächen sind ja, wie schon erwähnt, genügend vorhanden. Es würde jedenfalls die Innenstadt wieder beleben und Geld in die Kassen bringen. Und die Regnitz wäre hierbei die natürliche Grenze. Auf der einen Seite die katholische Altstadt mit den historischen Gebäuden und auf der anderen Seite Klein-Las-Vegas. In der größten Stadt Nevadas funktioniert es doch auch. Warum denn dann nicht auch bei uns? Warum aus der Tugend ein Laster machen und nicht umgekehrt?

So könnte die Bamberger Innenstadt, nach dem Vorbild Las Vegas, bald aussehen.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Leicht hatten es die Stadtoberen Bambergs in den letzten Jahren wahrlich nicht. Gescheiterte Bauvorhaben, knappe Kassen, kleine Skandale (Skandäla, quasi) und viele Peinlichkeiten in vierlei Belangen. Seit gestern ist aber zumindest am Michelsberg die Welt wieder in Ordnung….
Das Licht leuchtet wieder! – Was für eine frohe Botschaft, die von den Stadtwerke gemeldet werden konnte. Seit gestern erstrahlt das Kloster Michelsberg mit seiner Kirche wieder als Wahrzeichen über Bamberg. Zwar wird das Licht auch künftig nur für eine Stunde, also zwischen 22 und 23 Uhr eingeschalten, doch der kleinliche Bamberger hat schnell nachgerechnet: Das ist wenigstens dreimal so lang wie bisher in diesem Jahr. Man sieht: Beschweren kann sich sogar in der Domstadt lohnen!
Gut, auch wir stellen uns die Sinnfrage nach einem Licht, von dem bisher niemand gemerkt hatte, dass es fehlt. Aber das soll nicht Thema dieses Berichts sein. Vielmehr wollen wir in diesem Zusammenhang Bambergs außergewöhnlichste Beleuchtungskonzepte vorstellen:
- Am Maxplatz leuchten die Leucht deutlich länger. Dafür sind sie auch nicht ganz so hübsch wie das Kloster Michelsberg.
- Im Stadion gäbe es nun Leuchten, aber sie sind für die Katz’.
- Die Löwenbrücke leuchtet auch als Art “Wahrzeichen”, denn vielleicht wird der Traum einer komplett fertigen Löwenbrücke irgendwann einmal wahr.
- Nur mit Beleuchtungskonzept in Bamberg-Nord ist die Stadtverwaltung recht unglücklich: Zuviel Rotlicht, heißt es, käme aus dem FKK Germania.
- [EDIT]In Andis Lampenladen an der Konzerthalle ist es zwar hell, aber angesichts knapper Stadtkassen zeigt sich dort, dass bei der Planung nicht allzu viel Helligkeit am Start war. Danke an Sissi für den Hinweis.[/EDIT]
Nun, vielleicht geht der einen oder anderen Leuchte in Bamberg nun auch bald noch ein weiteres, möglicherweise helleres Licht auf, über das wir dann gerne berichten. Aber eines lehrt uns die Geschichte mit dem Michelsberg auf jeden Fall: Die größten Armleuchter brauchen aus der Sommerpause nicht zurückkommen. Es bestehen Chancen, dass es nicht einmal auffällt.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Man muss sich an den Weihnachtstagen nicht immer die Bäuche vollstopfen mit knusprigen Gänsen und gefüllten Enten. Gerade jetzt nicht, wo es doch der Stadt Bamberg finanziell nicht so gut geht.
Ruhig mal an den Heiligen Tagen an die leeren Kassen der Stadt denken und sich nahrungstechnisch etwas zurücknehmen. Es tut doch bestimmt keinem weh, wenn die Festtagstafel mal nicht so üppig ausgestattet ist, wie die Jahre zuvor. Wenn man das eingesparte Budget, welches man sonst immer für die eigenen Kalorien verwendet hat, diesmal dem städtischen Haushalt stiftet, hat man zu Weihnachten eine gute Tat getan. Und außerdem profitieren wir Bürger am Ende ja selbst wieder vom gefüllten Stadtsäckel.
Dies soll aber nicht heißen, dass das Weihnachtsessen nicht trotzdem ein Gaumen- und Augenschmaus werden kann. Deshalb möchten wir Ihnen hier eine Menüempfehlung für die Feiertage geben:
Aperitif
Schabeso On The Rocks
bestehend aus 2cl Zitronenlimonade und 500g Crushed-IceÂ
Kalte Vorspeise
Gefülltes Feldsalatblatt
mit einer Farce vom letzten Sonntagsbraten Warme Vorspeise
Trüffelcremesuppe
Mehlschwitze mit Wasser aufgießen, glattrühren und mit zerhackten, verbrannten Champignons verfeinernÂ
Fischgang
Dreierlei vom Kaviar
je ein Ei vom Europäischen Hausen, russischen Stör und deutschen Seehasen; garniert mit 2 bis 3 Dillspitzen
Fleischgang
Gratiniertes Filet der Weinbergschnecke
als Beilage empfehlen wir Püree einer mittelgroßen ErbseÂ
Dessert
Ein Hauch von Bratapfel
Apfelmus und Zimträucherstäbchen
Â
Nach unten sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Guten Appetit!
Mittwoch, 25. November 2009
Die Nachricht schlug im Hause Herrnleben ein wie eine Bombe. Trotz leerer Kassen hat sich der Stadtrat dazu entschieden, Herrnlebens Figurenkabarett ab 2010 jährlich mit 250.000 EUR zu unterstützen. Damit erhält die Puppenbühne Herrnleben mit dem Bamberger Kasperl erstmals in ihrer 65jährigen Geschichte einen finanziellen Zuschuss aus öffentlichen Kassen. Ausschlaggebend, so die Pressesprecherin der Stadt, ist sicherlich ihr neuestes Projekt “Herrnlebens Figurenkabarett”, in dem die beiden Hauptakteure Florian und Albert Herrnleben im kommenden Jahr in mindestens 15 Aufführungen aktuelle lokal- und kommunalpolitische Themen kabarettistisch aufarbeiten wollen und dabei vor kaum etwas in Bamberg haltmachen. Alles, was in Bamberg Rang und Namen hat, taucht im bissigen Programm der Herrnlebens auf: Von normalen Stadtratsmitgliedern über Kulturtreibende, Sportler, Jornalisten bis hin zum Oberbürgermeister. Dieser hat nun in Absprache mit seinem Wahlkampfabteilung auch die Förderung angeregt, um wie er sagt “die Qualität der Darbietungen und Mitteilungen zu gewährleisten”. Seine Pressesprecherin solle in Zukunft alle Veröffentlichungen im Vorfeld vorgelegt bekommen und “inhaltlich beratend tätig sein”.
Woher das Geld angesichts knapper Kassen kommen soll, blieb noch offen. Doch bereits jetzt haben sich einige Institutionen Bambergs bereit erklärt, notfalls auch aus eigenen Mitteln Geld bereitzustellen, um auf die versprochenen 250.000 EUR zu kommen und so die Förderung zu ermöglichen: Rainer Lewandowski (E.T.A.-Hoffmann-Theater), Jonathan Nott (Symphoniker), das Stadtmarketing, die LGS2010 GmbH, verschiedene Stadtratsfraktionen, der Bausenat, Radio Bamberg sowie das Rubina69.
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