Posts Tagged ‘Landesgartenschau’
Donnerstag, 25. November 2010
Wie heute bekannt wurde, soll der Fünferlessteg – gerade in Gaustadt angekommen – wieder zurück in die Bamberger Innenstadt transportiert werden. Die Stadtverwaltung und einige Stadtratsmitglieder haben gestern festgestellt, dass der Neubau der Kettenbrücke knapp drei Meter breiter ausgefallen ist als ursprünglich geplant und in dieser Breite gar nicht notwendig, sogar sinnlos ist. Weil aus verkehrsrechtlichen Gründen die ursprungliche, zweispurige Befahrung nicht möglich zu sein scheint, hätte man sich kurzfristig im kleinen Kreis dafür entschieden, die neue, breite Kettenbrücke auf das ERBA-Gelände zu transportieren und in der Innenstadt fest den Fünferlessteg zu installieren. Dies bringe dann auch, so die Pressestelle der Stadt, weitere – vor allem argumentative – Vorteile mit sich:
- Die Kettenbrückenkosten sinken damit von knapp 20 Millionen auf 4 Millionen für den Steg einschließlich Transport. (Gleichzeitig steigen zwar die Kosten für die Landesgartenschau, aber das wird erst 2012 relevant.)
- Der Fünferlessteg kann weiterhin Geld einspielen und für Imagegewinn aller beteiligten Gutmenschen sorgen.
- Bereits am 5. Dezember kann mit einer vollständigen Fertigstellung gerechnet werden.
Die einspurige Verkehrsfreigabe erfolgt wie geplant für Fußgänger am 3.12., für PkWs am 4.12.2010.
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Sonntag, 10. Oktober 2010
- Es stimmt nicht, dass man bei der Aktion “Das ZDF sucht Deinen Schatz” in Schloß Seehof, auf elegante Weise seine Ehefrau loswerden konnte.
- Es stimmt nicht, dass der Bamberger OB, in seinem zusätzlichen Amt als Standesbeamter, bei seiner ersten Trauung die Trauzeugen vermählt hat.
- Es stimmt auch nicht, dass er seinem ersten, vermählten Paar direkt auch eine Anwaltskanzlei für Familienrecht in der Luisenstraße empfohlen hat.
- Es stimmt nicht, dass der Platz für die Landesgartenschau zu knapp wird und man nun ganz Gaustadt einreißen möchte.
- Es stimmt nicht, dass die Kindergärten und Schulen in Bamberg-Ost aus Kostengründen zentral vom Fuchsparkstadion aus beleuchtet werden.
- Es stimmt nicht, dass die Richtlinien für den Verkauf des Schleusenhauses den Betrieb eines Puffs ausschließen.
- Es stimmt nicht, dass die Bekanntheits- und Beliebtheitsskala der Bamberger Politiker hauptsächlich durch unser Programm bestimmt wird.
Donnerstag, 15. Juli 2010

Der Besitzer möchte unerkannt bleiben....
Am gestrigen Mittwoch unterzeichneten OB Andreas Starke, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Hans Hemmerlein und der Geschäftsführer der Landesgartenschau 2012 GmbH Harald Lang die Gestattungsverträge für den umstrittenen Uferweg zwischen Markus- und Friedensbrücke. Gerade der Weg entlang des Schiffbauplatzes sorgte in den vergangenen Monaten für heftige Widerstände aus der Bürgerschaft. Doch Hans Hemmerlein beschließt nach der Vertragsunterzeichnung: Ein Schlusszeichen unter die Debatte ist nun gesetzt! Die Bürger hätten sich schon genug beschwert.
Über 1000 Bürger hatten in Form von Unterschriftenlisten ihren Unmut über die Zerstörung des letzten erhaltenen Uferstücks an der Regnitz bekundet. Sie wollten die über eine Million Euro teure und sinnlose Baumaßnahme verhindern. Sollen all die Bemühungen der Bürger nun umsonst gewesen sein? – Und was passiert nun mit den Unterschriftenlisten?
Von der Stadt erhielten wir die Antworten auf unsere Fragen: Man bedanke sich für das Engagement der Bamberger Bürger und möchte die Unterschriftenlisten natürlich schon auf Grund knapper Stadtkassen sinnvoll nutzen: Als Klopapier! Damit war die Unterschriftenaktion nicht für die Katz’, sondern für den Arsch.
Sonntag, 6. Juni 2010
- Es stimmt nicht, dass die NPD aufgrund der guten und umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit in Bamberg gerne wiederkommen möchte.
- Es stimmt nicht, dass für das dritte Finalspiel der Brose Baskets einfach eine neue Halle gebaut wird.
- Es stimmt nicht, dass während der Fahrradmesse die Parkhäuser in der Innenstadt völlig überlastet waren.
- Es stimmt nicht, dass auch Sandkerwa und “Bamberg zaubert” wegen der Landesgartenschau ausfallen müssen.
- Es stimmt nicht, dass Forchheimer nun keine Angst mehr haben müssen, nach Bamberg überwiesen zu werden.
- Es stimmt nicht, dass die Brose Baskets kommenden Sonntag zum Hochzeitsmarsch von Mendelssohn-Bartholdy in die weiß dekorierte Jako-Arena einziehen.
- Es stimmt nicht, dass Bambergs Favoritin zur Wahl der Bundespräsidentin Gesine Schwan wäre, denn beim dritten Versuch klappt’s immer mit dem Wahlerfolg.
Mittwoch, 2. Juni 2010
Noch steht nicht einmal fest, ob die Landesgartenschau pünktlich fertig wird, da wird schon über die Eröffnungswochen und -monate diskutiert. Auf Grund des zu erwartenden Besucheransturms befürchtet man, dass die Parkplatzkapazitäten in Gaustadt nicht ausreichen. Deshalb soll in dieser Zeit der Plärrerplatz an der Breitenau zu einem Großparkplatz mit Shuttleservice umfunktioniert werden. Der Frühjahrsplärrer, so die Folge daraus, kann deshalb möglicherweise nicht stattfinden. Dabei gibt es bereits zahlreiche Vorschläge, die eine Durchführung durchaus möglich machen würden.
Einige Pläne sehen vor, den Frühjahrsplärrer komplett zu verlegen. Örtlich. Als mögliche Alternativplätze stehen das Fuchsparkstadion (dort könnte dann auch erstmals ein Nachtplärrer unter Flutlicht stattfinden), das Atrium Einkaufszentrum (sogar das Riesenrad geht unter die Kuppel) oder das Hallenbad zur Verfügung. Doch jeder dieser Orte hat auch diverse Nachteile und Probleme bei genauer Betrachtung.
Deshalb sehen andere Konzepte vor, die Attraktionen des Plärrers in die verschiedenen Stadtteile Bambergs zu verteilen. Während der Maxplatz für die Geisterbahn wie geschaffen scheint, könnte die Schiffschaukel direkt nebenan im Rathaushof stehen. Das Bierzelt könnte eventuell direkt in der Gereuth aufgebaut werden (genau genommen reichen auch ein paar Bierbänke), die Losbude auf dem Parkplatz vor der Jako-Arena. Die Fischbude würde hervorragend in die Jäckstraße passen (Warum? – Keine Ahnung!) und für das Riesenrad könnte die Gaustadter Hauptstraße gesperrt werden. Das klappt jetzt schon hervorragend und bis 2012 haben sich die Gaustadter an Sperren und Umleitungen gewöhnt. Und die Anwohner könnten während dieser Zeit ja auf dem Gelände der Landesgartenschau parken.
Donnerstag, 20. Mai 2010
Während Städte und Gemeinde wegen fehlenden Steuereinnahmen von rund 15 Milliarden dem Ruin entgegenschwanken, landet die Stadt Bamberg sowohl finanziell als auch organisatorisch einen Volltreffer. “Projektsymbiose” heißt das Zauberwort, mit dem Bambergs Politiker Dinge miteinander verbinden, die irgendwie zusammengehören. Auch das wohl größte Projekt des kommenden Jahrzehnts, die Landesgartenschau, fällt nun unter dieses brandneue Konzept einer schwäbischen Universität. Da auf dem für die Landesgartenschau geplanten ERBA-Gelände ohnehin nichts so richtig vorwärtsgeht, lädt die Stadt Bamberg spontan für heute Nachmittag auf den frischbegrünten Maxplatz ein, um dort – getreu dem Motto “Simplify your life” – vorzeitig die Landesgartenschau zu eröffnen.
Dienstag, 4. Mai 2010
2012. Das Jahr der Landesgartenschau nähert sich unaufhaltsam. Und Bamberg wäre eigentlich nicht Bamberg, wenn sich nicht auf dem Weg dorthin die eine oder andere Schwierigkeit in den Weg werfen würde. Doch bei der Landesgartenschau, die im Jahr 2012 auf dem ehemaligen ERBA-Gelände stattfinden soll, ist alles anderes. Man hat aus Brückenbauten gelernt und ist deshalb schon lange im Besitz eines Konzepts, dass die Landesgartenschau auf jeden Fall durchführbar macht. Und nicht nur das: Eine ganz besondere Landesgartenschau soll es werden, die allen Besuchern in Erinnerung bleiben und in die Geschichte eingehen soll: Die erste interaktive Landesgartenschau zum Mitmachen.
Während Landesgartenschauen bisher als Etepetete-Blümchen-Shows bekannt sind, wird es in der Gärtner- und Häckerstadt ursprünglicher zugehen. Am Eingang erhält jeder Besucher zunächst eine Gärtnerschürze und wahlweise Schaufel, Schubkarre, Saatgut oder Setzblumen. Auf dem Gelände werden die Besucher dann durch fachkundiges Personal bei den verschiedenen Arbeiten betreut, so dass dann spätestens im Frühjahr 2013 alles grünt und blüht.
Auch für Mitglieder des Stadtrats gilt es dann, das Jahr über als Teamleiter von Besuchergruppen kräftig mitanzupacken. Ob und wenn ja, welche Aufgaben der Oberbürgermeister übernimmt, steht wegen der in diesem Jahr ebenfalls stattfindenden OB-Wahl noch in den Sternen. Aber Andreas Starke kündigte im Falle eines Wahlsiegs bereits an, auch das eine oder andere Blümlein in den Sand setzen zu wollen.
Sonntag, 2. Mai 2010
Sonntag, 18. April 2010
- Es stimmt nicht, dass sich zwei Stadtoberhäupter durch Bekochen der High-Society ein kleines Zubrot verdienen wollen.
- Es stimmt nicht, dass in den Sommermonaten ein lückenloser Bauzaun um Bamberg stehen wird.
- Es stimmt nicht, dass es Überlegungen gibt, die Landesgartenschau auf die Böhmerwiese zu verlegen.
- Es stimmt nicht, dass Bambergs Überflieger ganz schön verstaubt sind.
- Es stimmt nicht, dass der Bereich um die Lange Straße in “Bamberg Brongs” umbenannt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass nun bald auch Führungen über den Wilhelmsplatz angeboten werden.
- Es stimmt nicht, dass die Herzog-Max-Straße künftig den Namen “Trabi-Highway” tragen soll.
- Es stimmt nicht, dass die Stadt bekannt gegeben hat, dass sich die Fertigstellung der Kettenbrücke wegen des Vulkanstaubs um weitere zwei Monate verzögert.
Donnerstag, 1. April 2010
Wir überlegen schon lange, ob es das bringt, nur aus Bamberg zu berichten. Seit Wochen immer die gleichen Themen.
Baustellen, Landesgartenschau, Künstlerhaus, Kurzzeitparkplätze, Maxplatz… – Bäh!
Mal ehrlich, das macht doch keinen Spaß mehr.
Darum hat unsere Zwei-Mann-Redaktion beschlossen, dass sich immer einer von uns auf große Reise begibt und aus nahen und fernen Ländern berichtet.
Aber keine Sorge! Bamberg werden wir dadurch nicht vergessen. Im Gegenteil. Wir wollen mit den Reiseberichterstattungen Bamberg mit anderen Städten/Orten/Landschaften vergleichen.
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1.Teil
FUERTEVENTURA (Kanaren/Spanien)
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Ein Interview mit unserem Auslandskorrespondenten Florian Herrnleben.
Red.: Hallo Florian!
Florian: Hoi!
Red.: Schon bereut, dass Du als erster von uns beiden weg musstest?
Florian: Nö.
Red.: Gut. Jetzt so auf den ersten Blick, wie ist es auf Fuerteventura so im Vergleich zu Bamberg?
Florian: Andersch.
Red.: Ahja. Was vermisst Du dort am meisten?
Florian: Das Bier.
Red.: Verstehe. Ist also dort net so der Brüller?
Florian: Das Atlantikwasser ist nahrhafter und billiger.
Red.: Das heißt, beim Bierpreis und bei der -qualität ist Bamberg klar im Vorteil?
Florian: Genau.
Red.: Ok. Nächste Frage: Was würdest Du sagen, ist auf Fuerteventura ähnlich wie in Bamberg? Gibt es da Gemeinsamkeiten?
Florian: Nun zunächst einmal der Sand. In Bamberg ist es zwar mehr Bausand und hier liegt er mehr so natürlich herum, aber in den Schuhen hat man ihn hier genauso.
Red.: Aber von Baustellen sieht man dort nichts?
Florian: Bis jetzt noch nicht, aber in Bamberg reißt man ja auch über Nacht alles nieder. Bis heute wurde ich vom Meeresrauschen wach, morgen ist es vielleicht schon ein Preßlufthammer.
Red.: Oh, höre ich da so leicht heraus, dass Du den Baulärm schon vermisst?
Florian: Naja, es fehlt schon was.
Red.: Und wie ist das so mit den Bauwerken? Historisch interessant?
Florian: Also das mächtigste Gebäude ist der Flughafen. Sonst sieht man hier nur ab und zu mal ne Windmühle und nen Leuchtturm.
Red.: Hm, meinst Du, das Fuerteventura im Krieg ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde?
Florian: Glaub ich net. Des schaut hier, denke ich, schon immer so aus.
Red.: Wie ist so die Wassertemperatur? Ist sie schon angenehm?
Florian: Es ist ein sehr gutes Hotel. Da kann man unter der Dusche die Temperatur nach seinen Wünschen regulieren.
Red.: Irgendwelches Ungeziefer?
Florian: Viele Deutsche…
Red.: Also so alles in allem, könntest Du Dir schon vorstellen, länger zu bleiben, oder sogar dorthin auszuwandern?
Florian: Warum nicht! – Hier ist es schön warm und man muss nicht ständig mit Wintermantel oder/und Regenschirm herumlaufen. Das ist halt der große Vorteil hier. Aber ansonsten ist es auch nicht viel anders als in Bamberg.
Red.: Nun gut. – Dann wünsche ich Dir noch nen schönen Aufenthalt. Ich muss jetzt dann mal los. Bin gleich zum Schäuferla-Essen mit lecker Rauchbier eingeladen.
Florian: Hm. – Ich schau mal, wann der nächste Flieger zurückgeht…

Unser Auslandskorrespondent Florian Herrnleben in Barcelo Jandia Playa.
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