Posts Tagged ‘Mal’
Montag, 24. Januar 2011
- Es stimmt nicht, dass man die falsche Brücke auf das Erba-Gelände transportiert hat.
- Es stimmt auch nicht, dass die Stadtratsmitglieder auf dem Erba-Gelände zum Arbeitsdienst eingeteilt wurden.
- Es stimmt nicht, dass nach Bug statt Franz-Fischer-Brücke eine Fähre eingerichtet werden soll.
- Es stimmt nicht, dass im Hallenbad ein Studentenwohnheim eingerichtet werden soll.
- Es stimmt nicht, dass sich die Weltkulturerbestadt bei on3-Südwild auf dem Maxplatz von ihrer schönsten Seite gezeigt hat.
- Es stimmt auch nicht, dass der Bayerische Rundfunk nächstes Mal lieber live vom Berliner Ring sendet.
- Es stimmt nicht, dass Brückenverplaner Schäpertöns ein Denkmal gesetzt bekommt.
Samstag, 17. Juli 2010

KANINCHEN NACH MAGIER ART
Zutaten (für 4 Personen):
1 mittelgroßes Kaninchen, 1 Karotten, 2 Knoblauchzehen, 3 Prisen Zaubersalz;
desweiteren: 1 Zylinder, 1 Zauberstab, 1 Augenbinde, 1 Zaubertuch, 1 Teelicht
Zubereitung:
Man nehme das ganze, lebende Kaninchen, verbindet ihm die Augen, stecke ihm jeweils eine Knoblauchzehe in die Löffel und eine Karotte quer in den Mund. Dann setzt man es vorsichtig in den Zylinder, bestreue es mit dem Zaubersalz, gibt noch ein angezündetes Teelicht mit ihn den Hut und deckt diesen mit dem Zaubertuch ab.
Anschließend berührt man mit dem Zauberstab dreimal die Krempe des Zylinders und sagt dann folgenden Zauberspruch auf:
Hokus – Pokus – Fidipus
Mit Dir Kaninchen ist jetzt Schluss
Schmecken sollst Du Jedermann
Dann hast Du Deinen Dienst getan
Anschließend berührt man zum wiederholten Male mit dem Zauberstab drei Mal die Krempe des Zylinders.
Dann nimmt man das Tuch weg und genießt den wohlriechenden Kaninchenbraten.
Sollte das Rezept allerdings nicht gelingen, kann dies nur an Ihrem nicht vorhandenen festen Willen liegen.
Donnerstag, 8. April 2010
Wie bekannt wurde, findet in diesem Jahr der Bamberger Hungermarsch zum letzten Mal statt. Die Teilnehmerzahl sank in den letzten Jahren konstant, so dass kaum Hoffnung für die Zukunft besteht, heißt es von den Veranstaltern. Für die Stadt Bamberg und den Landkreis ist dieser Umstand natürlich bedauerlich, wurden mit dem Hungermarsch doch Jahr für Jahr mehrere tausend Euro für die dritte Welt gesammlt.
Viele Bamberger unterbreiten bereits jetzt Vorschläge, wie man den Hungermarsch zeitgemäßer gestalten und somit am Leben erhalten könnte.
- Ein Bamberger CSU-Politiker regte an, den Hungermarsch künftig als Hungerlauf zweijährig stattfinden zu lassen. Durch so manchen Marathonläufer würde das Thema “Hunger” viel authentischer vermittelt werden können.
- Ein Realisten-Stadtrat schlug vor, den Hungerlauf hin und her über den Stieringer-Steg zu führen. Bei jeder Überquerung würden so automatisch einige Cent zusammenkommen, die dann notleidenden Zauberkünstlern zugute kommen könnten.
- Die IG “Bamberg Brauereien” empfiehlt, das Bierdiplom als Durstlauf wieder aufleben zu lassen. Das altbewährte Konzept von Gastwirtschaft zu Gastwirtschaft zu ziehen würde Geld in die wirtschaftskrisengebeutelte Branche spülen.
Doch von oberster Stelle gibt es für keinen der Vorschläge Unterstützung. Man hätte sich in Bamberg ja nicht auf Marschieren und Laufen, sondern auf Aussitzen spezialisiert.
Freitag, 5. März 2010
Schon zum zweiten Mal binnen weniger Jahre möchte die rechtsextreme NPD unserer Stadt einen Besuch abstatten. Der Oberbürgermeister, seine Pressestelle und die Bewohner stehen Kopf. Keiner möchte das braune Geschwader in Bamberg, noch dazu in der Konzerthalle beherbergt wissen. Zugegeben – es gibt wirklich Dinge, die angenehmer als diese ewiggestrigen Kleingeister sind, z.B. ein eitriges Furunkel mitten auf der Stirn, Hämorrhoiden oder auch Genitalherpes. Aber ist es dauerhaft die beste Lösung, die Versammlung in Bamberg unter allen Umständen zu verhindern?
- Wie wäre es, wenn die Bahnreisenden dieser zweifelhaften Zunft den Bahnhof leider nicht verlassen können, weil sich Bamberg zufällig an diesem Tag zu einer kleinen Feierlichkeit auf der Ludwigstraße trifft? Da davon auszugehen ist, dass der Tunnel in Richtung Brennerstraße bis zum Juni noch nicht fertig ist, dürfte es schwierig für unsere Gäste werden, zum Versammlungsort zu kommen.
- Wie wäre es, wenn diese Tage zum autofreien Wochenende in Bamberg erklärt werden und alle Stadtbusse von den P&R-Parkplätzen völlig mit Bambergern überfüllt sind?
- Wie wäre es, wenn sich die Bamberger Brauereien zusammentun und auf dem Gelände vom Schlachthof Freibier für alle Hirnamputierten anbieten würden? – Dann geht doch niemand von denen mehr zum Parteitag.Â
- Wie wäre es mit einem Brückenfest auf allen Brücken? Mit 70.000 Bambergern sollte man doch die paar entscheidenden Brücken voll bekommen…
- Wie wäre es, wenn an diesem Tag die Tontechnikanlage in der Konzert- und Kongresshalle – sagen wir – zufällig einen Defekt hat und unabschaltbar, ohrenbetäubend laute Klezmermusik spielt?
- Wie wäre es, wenn sich Bamberg während des Parteitags um die Konzert- und Kongresshalle versammelt? – Wenn die geistig Armen in der Konzerthalle festsitzen, verbreitet sich ihr oraler Restmüll wenigstens nicht in der Welt.
Die Stadt Bamberg finanziert so viele “Kreativabteilungen”: Die Pressestelle, das Stadtmarketing, Theaterintendanten, Chefdirigenten und Skulpturenaufsteller…. Da wird man doch locker noch auf zwei oder drei gute Ideen kommen. Und apropos “kommen”: Dann kommt dieses braune Pack in zwei Jahren bestimmt nicht noch einmal nach Bamberg.
Samstag, 5. Dezember 2009
In diesem Jahr findet bereits zum 35. Mal das Nikolausschwimmen auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal statt. 60 Fackelschwimmer begleiten den Hl. Nikolaus von der Marienbrücke ab bis zur Löwenbrücke, wo er wieder an Land gehen wird. Musikalisch umrahmt wird der Abend von der Gundelsheimer Blasmusik, welche angeblich auf der Kettenbrücke platziert werden soll und hoffentlich zünftig aufspielt.
Gleichzeitig findet in der Bamberger Innenstadt die Einkaufsnacht statt. Alle, die traditionell ihre Schuhe und Stiefel auf den Nikolaus werfen möchten, erhalten in den innerstädtischen Schuhgeschäften heute bis 24 Uhr Ersatz. Wer den Nikolaus trifft, erhält vom Stadtmarketing einen “Schecks in the City”-Einkaufsgutschein.
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