Posts Tagged ‘Michelsberg’
Sonntag, 25. Juli 2010
- Es stimmt nicht, dass ein Erpresserbrief bei der Stadt zum Thema Basketball eingegangen ist.
- Es stimmt nicht, dass auch die Hainbadestelle bei schlechtem Wetter in die Jako-Arena verlegt werden soll, um sie finanziell rentabel zu machen.
- Es stimmt nicht, dass unterhalb der Friedensbrücke nun bald eine Fortsetzung von “Die blaue Lagune” mit Bamberger Promis in den Hauptrollen gedreht werden soll.
- Es stimmt nicht, dass Lichtgestalt Andreas Starke nach der Sommerpause genauso fort bleibt wie das Licht am Michelsberg, weil es ohnehin keiner merkt.
- Es stimmt nicht, dass es in Bamberg etwas Ungewöhnliches ist, dass man Posten mit inkompetenten, fachfremden Personen besetzt.
- Es stimmt auch nicht, dass ein Baureferent in Bamberg mehr Ahnung von der Juristerei als vom Häuschenbauen braucht.
- Es stimmt auch nicht, dass man bisher schon auf kompetente Besetzung des Baureferentenposten geachtet hätte.
- Es stimmt nicht, dass es üblich ist, dass Angestellte des TKS, fremdenverkehrsdienliche Hinweise von den Touristen bekommen.
- Es stimmt nicht, dass Queen Elizabeth, samt Gefolge, am Sonntag in einem Stadtbus vom Forchheimer Annafest wieder in den Buckingham-Palace chauffiert wurde.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Leicht hatten es die Stadtoberen Bambergs in den letzten Jahren wahrlich nicht. Gescheiterte Bauvorhaben, knappe Kassen, kleine Skandale (Skandäla, quasi) und viele Peinlichkeiten in vierlei Belangen. Seit gestern ist aber zumindest am Michelsberg die Welt wieder in Ordnung….
Das Licht leuchtet wieder! – Was für eine frohe Botschaft, die von den Stadtwerke gemeldet werden konnte. Seit gestern erstrahlt das Kloster Michelsberg mit seiner Kirche wieder als Wahrzeichen über Bamberg. Zwar wird das Licht auch künftig nur für eine Stunde, also zwischen 22 und 23 Uhr eingeschalten, doch der kleinliche Bamberger hat schnell nachgerechnet: Das ist wenigstens dreimal so lang wie bisher in diesem Jahr. Man sieht: Beschweren kann sich sogar in der Domstadt lohnen!
Gut, auch wir stellen uns die Sinnfrage nach einem Licht, von dem bisher niemand gemerkt hatte, dass es fehlt. Aber das soll nicht Thema dieses Berichts sein. Vielmehr wollen wir in diesem Zusammenhang Bambergs außergewöhnlichste Beleuchtungskonzepte vorstellen:
- Am Maxplatz leuchten die Leucht deutlich länger. Dafür sind sie auch nicht ganz so hübsch wie das Kloster Michelsberg.
- Im Stadion gäbe es nun Leuchten, aber sie sind für die Katz’.
- Die Löwenbrücke leuchtet auch als Art “Wahrzeichen”, denn vielleicht wird der Traum einer komplett fertigen Löwenbrücke irgendwann einmal wahr.
- Nur mit Beleuchtungskonzept in Bamberg-Nord ist die Stadtverwaltung recht unglücklich: Zuviel Rotlicht, heißt es, käme aus dem FKK Germania.
- [EDIT]In Andis Lampenladen an der Konzerthalle ist es zwar hell, aber angesichts knapper Stadtkassen zeigt sich dort, dass bei der Planung nicht allzu viel Helligkeit am Start war. Danke an Sissi für den Hinweis.[/EDIT]
Nun, vielleicht geht der einen oder anderen Leuchte in Bamberg nun auch bald noch ein weiteres, möglicherweise helleres Licht auf, über das wir dann gerne berichten. Aber eines lehrt uns die Geschichte mit dem Michelsberg auf jeden Fall: Die größten Armleuchter brauchen aus der Sommerpause nicht zurückkommen. Es bestehen Chancen, dass es nicht einmal auffällt.
Donnerstag, 7. Januar 2010
Soeben erreichte uns die Meldung, dass in der Stadt Bamberg die Streusalzvorräte angesichts des anhaltenden Winters knapp werden. Deshalb bitten die Stadt sowie die EBB um Materialspenden in Form von Salz, um wenigstens auf den Straßen und Plätze der Dringlichkeitsstufe 1 ausreichend streuen zu können.
Nach den momentanen Berechnungen der Experten reichen die städtischen Reserven nur noch für den Maxplatz und dessen Zufahrtswege zum Rathaus. Die Bevölkerung Bambergs wird deshalb gebeten, ihre Spenden selbst vorrangig auf dem Berliner und dem Münchner Ring zu verteilen. Für katholische Kirchgänger stellt das Erzbistum am kommenden Wochenende Schneeschuhe, Eispickel und Seile am Fuße des Dom-, Kaul- und Michelsberg zur Verfügung.
Die Stadt bedauert den aktuellen Zustand, möchte aber gleichzeitig zu bedenken geben, dass im Dezember und Januar nicht mit einem derartigen Wintereinbruch gerechnet werden konnte. Sollten manche Straßen oder Brücken gar nicht mehr begeh- oder befahrbar sein, werden diese gesperrt.
Dienstag, 8. Dezember 2009
Die Bürgerspitalstiftung Bamberg ist stolz, denn sie gehört nun zu den Körperschaften mit dem größten Waldbesitz. Nach Kauf der rund 60 Hektar großen Fläche summiert sich der Besitz der Stiftung, die das Seniorenheim am Michelsberg finanziert, auf rund 1000 Hektar.
Der Sprecher des Altenheims äußert sich begeistert: Mit der Erweiterung lassen sich Probleme, die in letzter Zeit immer häufiger auftraten, hoffentlich leichter umgehen. Das sogenannte “Kellerholz” bei Breitengüßbach, um das die Wälder erweitert wurden, wurde seit Kriegsende kaum abgeholzt, ist sehr dicht und nur schwer zu durchdringen. Auch die Entfernung von rund 10km nach Bamberg sprach für diese Investition. Das schafft für die kommenden Jahre hervorragende Voraussetzungen und Raumflexibilität in Bambergs Altenpflege. Gerade in jüngster Vergangenheit war es oft ärgerlich, gerade betuchte Senioren mangels Räumlichkeiten abweisen zu müssen.
Der Bund der Deutschen Rentenversicherung lobt das Konzept aus Bamberg ebenfalls. Es schaffe in Zeiten knapper Rentenkassen und demographischer Probleme kurzfristig die nötige, finanzielle Luft im Rentenhaushalt.
Bis die Umsetzung in wenigen Wochen beginnen kann, müssen nur noch wenige Details geklärt werden: Wie funktioniert das Auswahlverfahren, was bekommen die ausgewählten Senioren in ihr Lunch-Paket und wer bringt sie in den Wald?
Freitag, 13. November 2009

Bambergs Berggebiet - Herrlich, wie vor 2000 Jahren!
Bamberg darf sich freuen. Schon die Ernennung zum Weltkulturerbe Bamberg spült jährlich Unsummen an Geld in die Stadtkassen und bringt gleichzeitig Bürger, die ihr Eigenheim im Rahmen des Ensembleschutzes renovieren wollen, an den Rand der Verzweiflung (profilierte Schlagleisten, Kapitälchen, profilierte Wasserschenkel und Sohlbänke, Kämpferabdeckungen mit integrierter Regenschiene…). Aber für den Vorteil der Steuerersparnis nimmt man die Diskussionen mit Bauordnungsamt und Denkmalpfleger gerne auf sich. Nun dürfte ein weiteres Kapitel des Erbeschutzes für Frohsinn und Heiterkeit bei Bambergs Bürgern sorgen. Es soll im Bereich Michelsberg grünen und blühen wie vor 2000 Jahren.
Jedes Heuhaufen, der bisher noch nicht geschützt war, wird nun im Rahmen des Welterbeparkschutzes endlich auch unter besondere Obhut gestellt. Außerdem wird das Verkehrschaos in Bamberg bald ein Ende haben, denn Verkehr wird es im Bamberger Berggebiet in naher Zukunft auch nicht mehr geben. Dieser wird nun komplett um Bamberg herum durch Wildensorg gelotst, damit sich auch wirklich jedes Gestrüpp so ungestört entwickeln kann wie vor 1000 Jahren. Langfristig planen die Denkmal-Landschafts-Welterbebauschützer auch den Abriss der Klosterkirche St. Michael, da damals keine Baugenehmigung in freier Natur für den einst modernen romanischen Stil erteilt wurde. Außerdem würde man dadurch die Gegend auch endlich wieder in die erhaltenswerten Originalzustand von 500 v. Chr. zurückversetzen können.
Wem das alles zu viel wird mit Denkmal-, Ensemble- und Gemüseschutz sowie praktischer Steuerersparnis, dem bleibt am Michelsberg wenigstens ausreichend Alkohol in Form von Bamberger Wein und zuletzt St. Getreu. Dorthin muss er sich allerdings mit Sense und Machete selbst durchkämpfen.
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