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Samstag, 4. September 2010

Natürlich darf Bambergs Eventmanager Nr. 1 beim Eventspecial nicht fehlen!
Florian und Albert Herrnleben mit Premiere ihres dritten Kabarettprogramms
Am 11. September um 20 Uhr öffnet sich der Vorhang zur dritten Auflage von “Bamberg auf Sendung”. In Version “3.0″ konzentrieren sich die beiden Figurenkabarettisten auf die Bamberger Events und nehmen diese in gewohnter Weise auf die Schippe. Natürlich dürfen auch diesmal die vielen Prominenten der Domstadt nicht fehlen. Zahlreiche Stadträte, Event- und Sportmanager sind neben dem Stadtoberhaupt und seinen Mitarbeitern in Form von Holzköpfen vertreten. Und natürlich ist auch der “Oberholzkopf”, der Bamberger Kasperl, wieder mit von der Partie.
Ein gutes Jahr ist es vergangen, seitdem die junge Generation der Puppenspielerfamilie Herrnleben mit ihrem Kabarettprogramm Premiere feierte. War “Bamberg auf Sendung” zunächst nur als Projekt zum Spaß an der Freude gedacht, hat es inzwischen einen festen Platz im Kulturprogramm der Weltkulturerbestadt. Sogar ein Theater konnten sich Florian und Albert Herrnleben zu Beginn des Jahres im ATRIUM einrichten. Ergänzt haben sie ihr Repertoire noch um das Programm “Bamberg vorgeführt” speziell für Touristen.
Nun steht die dritte Version ihrer Lokalkabarettserie “Bamberg auf Sendung” auf dem Programm. Wie aus den vergangenen Aufführungen gewohnt rechnen die beiden Puppenspieler Florian und Albert Herrnleben auch dieses Mal wieder gnadenlos mit dem fränkischen Rom ab. Besonderes Augenmerk legen sie im aktuellen Programm auf die Eventkultur Bambergs ab. Bamberg zaubert, das Blues- und Jazzfestival, die Sandkerwa, das Public Viewing auf dem Maxplatz u.v.m. werden ebenso beleuchtet wie die “neuen Events” des Oberbürgermeisters: Die Fahrradtouren und die standesamtlichen Hochzeiten.
Erstmals setzen die Herrnlebens auch auf multimediale Effekte in ihrem Programm. Eine extra Software wurde zur gleichzeitigen Steuerung von Licht, Ton und Video entwickelt, was neben den scharfen Pointen sicher zu einem Highlight des Programms wird.
Dieses Mal werden die beiden Figurenspieler auch wieder von einem Gastregisseur unterstützt, wie man ihn bereits aus den vergangenen Programmen kennt. Albert Herrnleben konnte mit Ulf Sowa einen Altbekannten verpflichten. Seit vielen Jahren ist dieser ein Mitglied der Kabarettgruppe “Die Äh-Werker”, deren Leitung er von Albert Herrnleben im vergangenen Herbst übernommen hatte.
Karten sind im Vorverkauf unter www.figurenkabarett.de sowie beim BVD Ticketservice sowie an der Abendkasse für 10,00 Euro erhältlich. Aufführungsort ist der ehemalige Chinese im ATRIUM am Bahnhof.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Bamberg belegte den zweifelhaften Platz 1, als es darum ging, möglichst viele komatös besoffene Jugendliche ins Klinikum einzuliefern. Bambergs Politiker waren erstaunt und entsetzt, leben sie doch Bambergs Jugendlichen bereits bei den diversen Mega-Events der Stadt vor, wie man es eben nicht machen sollte und wie man sich auf Alkoholkonsum einstellt, ohne selbst im Übermaß darunter zu leiden.
Nun droht aber auch die anstehende Jubiläumssandkerwa – wie das Forchheimer Annafest - zum großen Besäufnis für Jung und Alt zu werden, was in diesem Jahr erstmals wirkungsvoll eingeschränkt werden soll. In Forchheim berät man deshalb bereits über sogenannte “Alkoholfreie Zonen”, die nun auch von den Stadtvätern der Domstadt diskutiert werden. Im Unterschied zur Nachbargemeinde Forchheim möchte die Stadtverwaltung Bamberg aber sogenannte “Erigierende Zonen” einrichten, die sich – je später der Abend – automatisch ausweiten. Bis 17 Uhr gilt das Alkoholverbot nur in Zone 1, dem Festzelt am Leinritt, anschließend bis 1 Uhr im kompletten Sandgebiet. Nach der Sperrzeit um 1 soll die alkoholfreie Zone auf die Fläche bis zur Zollner-Unterführung, dem Regensburger Ring, der Memmelsdorfer Straße und zum Berggebiet ausgeweitet werden. Nach 3 Uhr und bis 16:30 Uhr herrscht dann überall in Bamberg Alkoholverbot.
Das Stadtmarketing begrüßt diese Idee, immerhin sei die Sandkerwa ja kein Event, sondern nur eine Kirchweih. Man möchte die Chance aber gleich nutzen, auf dem Maxplatz eine kontrollierte Alkoholzone einrichten. Hinter Absperrgittern und mit 24-Stunden-Public-Viewing- rea (gezeigt wird irgendeine Liveshow aus Bamberg-Nord) hofft man auf viele Nutzer des Angebots. Neben Kulmbacher soll dort auch Becks und Kölsch ausgeschenkt werden.
Dienstag, 29. Juni 2010
Es jagt eine Hiobsbotschaft die andere: FCE-Aus, Touristenplage, Brückenschulden, usw. Wer denkt, dies genügt schon für einen totalen Bamberg-Kollaps, der irrt. Der große Tag der Abrechnung ist erst für 2013 vorgesehen. Er kommt also. Schleichend, brutal und ohne Rücksicht auf Verluste: Der TAG X.
Gut, einige sind wahrscheinlich der Meinung, dass der Tag X in Bamberg schon längst vorbei ist und wir steuern eher auf einen “Tag Z” zu, aber falsch gedacht. Laut eines bekannten Bamberger Anzeigenblattes steht uns dieses Ereignis noch bevor. Grund dieser Prophezeiung ist der Abzug der amerikanischen Armee. Dies wäre alleine kein Grund Sorge, wenn sie uns nicht ihr Areal hier ließen. Eine Fläche von 450 Hektar (größer als das gesamte Stadtdenkmal) werden plötzlich brach liegen. Und dies bereitet unseren Stadtvätern Sorge. Da aber unsere Oberhäupter schon genug mit Sorgen belastet sind, wollen wir in gewohnter Weise mal wieder mit Rat zu Seite stehen. Wie könnte man also das freiwerdende Gelände für Bamberg sinnvoll nutzen.
Hier ein paar Vorschläge:
- 2013 ist natürlich etwas knapp, aber vielleicht kann man ja den Truppenabzug etwas beschleunigen und Gaustadt auf das Gelände verpflanzen, damit man an dessen Stelle noch mehr Platz für die LGS hat.
- Man könnte das Ganze auch so lassen und einen Erlebnispark daraus machen, für all die, die auch zu Hause vorm PC oder Nintendo gerne Krieg spielen. Schießanlage, Panzer – alles da.
- Nachdem ja schon die NPD von Bamberg ganz begeistert ist, hat ja eventuell der Taliban Interesse an dem Grundstück.
- Auch eine Art Jurassic-Park wäre vorstellbar. Und wenn man nicht genügend Dino-Imitate herbekommt, könnte man ja mal bei ausgedienten Stadtratsmitgliedern nachfragen.
- Besonders gut zur Geltung käme auch ein Flutlicht mitten auf der Fläche. Dies macht zwar keinen Sinn, ist aber nicht weiter schlimm.
- Nötig wäre sicherlich für die Sportstadt Bamberg eine Public-Viewing-Zone, wo den ganzen Tag Sportveranstaltungen übertragen werden und man ungestraft zu jeder Tages- und Nachtzeit hupend durch die Gegend fahren darf.
- Die einfachste Lösung wäre eine öffentliche Ausschreibung. Vielleicht findet sich ja ein Interessent, welcher die Liegenschaft in ein Nudisten-Camp mit Bordell unter freiem Himmel umfunktioniert.
Weitere Vorschläge nehmen wir gerne an und geben sie selbstverständlich an die Stadtverwaltung weiter.
Mittwoch, 23. Juni 2010
Sehr geehrter Herr Fifa,
lieber Sepp!
Wir haben da ein Problem und wir hoffen, Sie können Bamberg und uns helfen.
Momentan findet ja die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika statt, zu der die Interessensgemeinschaft Anti-Tote-Innenstadt auf dem Maxplatz zum Public-Viewing eingeladen hat. Leider dürfen dort nur die Spiele mit Deutscher Beteiligung sowie alle Spiele ab dem Halbfinale gezeigt werden.
Da sich der eine oder andere Minigolf-Fan wegen des Fußballs in seiner wohlverdienten Nachtruhe gestört fühlt, haben wir ein paar Vorschläge erarbeitet, die – sogar bei Einhaltung der aktuellen Regeln – dafür sorgen können, dass Bambergs Innenstadt nicht bald schon tot ist:
- Da Vorrundenspiele nur bei Deutscher Beteiligung übertragen werden dürfen, sollte die Deutsche Mannschaft in allen Gruppen spielberechtigt sein. Sie wäre – alles andere wäre ohnehin nicht fair – natürlich auch automatisch gesetzt für die jeweiligen Achtel- und Viertelfinalspiele.
- Wir würden Dich außerdem bitten, beim Gestalten des Spielplans darauf zu achten, dass sich die Spiele über die kompletten 24 Stunden eines Tags verteilen, damit auch Schichtarbeiter die Chance haben, das Public Viewing auf dem Maxplatz zu genießen. Praktisch wäre außerdem, wenn die Spiele größtenteils außerhalb der Ladenöffnungszeiten stattfinden würden, denn da ist in der Einkaufsfußgängerzone nämlich nie etwas los.
- Und da auf dem Maxplatz nur noch Weltmeisterschaften übertragen werden sollen, würden wir Dich bitten, einerseits Europameisterschaften ersatzlos zu streichen und andererseits den Austragungsrhythmus von vier Jahren auf vier Wochen zu reduzieren.
Meinst Du, das ist machbar? – Wenn nicht, wäre nämlich Bambergs Innenstadt bald völlig mausetot und Bambergs Lokalradiosender als Veranstalter müsste wieder für Weiss-der-Geier-wen Werbung machen, damit er finanziell überlebt.
Für Fragen darfst Dich natürlich gerne und jederzeit an uns wenden!
Viele Grüße,
Florian und Albert Herrnleben
Donnerstag, 10. Juni 2010
Gerade einmal drei Wochen erstrahlte der Bamberger Maxplatz in überarbeitetem Glanz, nun ist schon wieder damit Schluss. Wie gestern bekannt wurde, mussten die Kübelbäume auf den benachbarten Heumarkt umziehen, weil der Maxplatz zur Public Viewing Area wird. Ob und wenn ja, wann die Kugelahoren zurückkehren, stand gestern noch in den Sternen.
Seit heute ist auch der Brunnen am Maxplatz verschwunden. Vor rund 40 Jahren musste dieser bereits von der Mitte des Platzes an den Rand weichen, nun wurde er auch entfernt, wie uns die Stadt auf Nachfrage mitteilte. Wie die Bäume stört auch er auf der Fläche, die ab Sonntag Basketball- und Fußball-Live-Übertragungen genutzt werden soll. Man hätte ihn in die Absperrungen integrieren müssen und auf 50 Zuschauer verzichten müssen, so die Aussage der Organisatoren.
Doch wo ist der Brunnen geblieben?
Auch hier musste unsere Redaktion nicht lange suchen. In direkter Nähe zu den Kübelpfanzen steht der beliebte Wasserspender nun mitten auf dem Heumarkt.
Auf unsere Frage nach einem langfristigen Plan für den Heumarkt, antwortete uns die Stadtverwaltung:
Man überlege bereits, weitere störende Objekte dorthin zu verlagern. Neben dem Luitpolddenkmal und der Mitoraj-Skulptur könne man sich aktuell auch vorstellen, den Bamberger Reiter, den Gabelmann und einen Teil von Klein Venedig dorthin zu verlegen. Wenn man es dann noch schaffen würde, am Rand des Heumarktes einen Busparkplatz für Tagestouristen einzurichten, wären sogar den leidgeprüften Bambergern geholfen.

Bambergs Maxplatz - Endlich wieder leer!

Der Heumarkt könnte bald zur Touristenattraktion werden.
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