Kaum ein Tag wäre für den Beginn einer Diskussion in dieser Richtung besser geeignet als der heutige internationale Weltfrauentag. Auch im erzkatholischen Bamberg, wo man die Frauen gerne auf runzlige Marktweiber und dicke, liegende Bronzefleischhaufen reduziert, beginnt man nun über weitere, entgegenkommende Schritte beider Geschlechter zu beraten. Vor allem die Frau muss natürlich an Bedeutung gewinnen, weiter integriert werden und gewisse Alleinstellungsmerkmale erhalten. Folgende Vorschläge sind Grundlage der aktuellen Diskussion:
- Eigene Brücken für Frauen.
Gerade in einer Stadt wie Bamberg dürfte dieser Vorschlag leicht umzusetzen sein. Begonnen werden soll am alten Rathaus. Es wird lediglich noch darüber diskutiert, ob die Frauen die obere oder die untere Brücke für sich bekommen.
- Eigene Kindergärten und Grundschulen für Frauen
Die Frau soll bereits von Kindesbeinen an im Mittelpunkt stehen. Und was zwei Gymnasien in Bamberg bereits erfolgreich vorleben, soll nun auch für Kindergärten und Grundschulen eingeführt werden. Damit lernen Mädchen bereits ab jungen Jahren mit Konkurrentinnen im Wettbewerb zu stehen.
- Eigene Biersorte für Mädchen
Der herbe Rauchbiergeschmack ist nicht “jederFRAUs” Geschmack. Deshalb soll sich eine Brauerei nun auf die Zielgruppe Frau spezialisieren und ein Bier herstellen, das möglichst nach Wasser schmeckt, eine leichte Rosafärbung hat und bei dem der Schaum nach Rosen duftet.
- Neue Alleinstellungsmerkmale im Straßeverkehr
Neben festen Farben für die Autos von Frauen sollen auch Straßen in Bamberg zwischen beiden Geschlechtern verteilt werden. Die moderne Frau hat das manchmal rüpelhafte Verhalten männlicher Verkehrsteilnehmer nicht mehr nötig und soll deshalb auf dem Berliner und dem Münchner Ring eine eigene Spur – wahrscheinlich die ganz rechte – erhalten.
- Politisches Gehör für Frauen
Um künftig auf die Belange der Frauen besser eingehen zu können, erklärte sich auch unser Stadtoberhaupt zu Veränderungen bereit. Frauen dürften demnach künftig unangemeldet und zu jeder Tages- und Nackt… äh … Nachtzeit das Gespräch mit dem Oberbürgermeister suchen.
Seit einigen Tagen kursiert ein Gerücht in Bamberg, das die hiesige, kleine, politische Welt sprichwörtlich ins Wanken bringt: Die Stadträtin Daniela Reinfelder soll als OB-Kandidatin 2012 ins Rennen um den Sessel im Rathaus geschickt werden. In Anbetracht der großartigen Erfolge für Bamberg und der keine Grenzen kennenden Beliebtheit des amtierenden Stadtoberhaupts wird dies zwar wohl ein schier aussichtlosloses Unterfangen, doch mit unseren Tipps besteht vielleicht eine Chance für die CSU-Frau.
Unsere 10 ultimativen Tipps, um Oberbürgermeister in Bamberg zu werden:
- Die Dauerkarte für Brose-Basketball-Spiele in der Jakoarena.
Lassen Sie sich bei möglichst jedem Heimspiel im Zentrum von Freak-City sehen. Versprechen Sie jegliche, vor allem finanzielle Unterstützung für Mannschaft, Halle und Neubauten, denn Bamberg ist die Basketballstadt Europas.
- Erlauben Sie Silvesterfeuerwerk auf dem Domberg. Die Jugend Bamberg wird es Ihnen durch ihre Stimmen danken.
- Versprechen Sie kostenlosen Bambados-Eintritt für Bewohner der Stadtteile Gereuth und Wunderburg. Verbesserte Hygienebedingungen sorgen garantiert für Wählerstimmen.
- Halten Sie sich konservativ bei der Gestaltung des Maxplatzes. Der gemeine Bamberger will hier sicher keine Veränderungen.
- Bauen Sie sich schon vor der Wahl ein Denkmal. Zumindest ein Supermarkt könnte als Namensträger und somit Prestigeobjekt herhalten.
- Geben Sie als Ihr größtes Ziel nach der Wahl die Unabhängigkeit Gaustadts aus. Wahrscheinlich empfiehlt es sich aus finanzieller Sicht, die Landesgartenschau mit an Gaustadt zu geben.
- Apropos Landesgartenschau: Sagen Sie, dass die CSU immer gegen einen Abriss des Schleusenhäuschens war und das über Nacht passiert ist.
- Versteigern Sie die Stadtratsstühle zu einem guten Zweck und ersetzen Sie sie durch ähnliche Modelle einer schwedischen Einrichtungskette.
- Machen Sie sich bekannt: Drucken Sie circa 10.000 Plakate vom gleichen Motiv, die Sie dann – möglichst mindestens paarweise – an jeden Baum der Stadt hängen. Lassen Sie sich möglichst jeden Spätabend in Bambergs Nachtleben sehen und diskutieren Sie dort engagiert und ausreichend polemisch mit den Einwohnern über die Bundespolitik.
- Und zuletzt der ultimative Tipp: Wenn es mit der Wahl zur Oberbürgermeisterin trotzdem nicht klappt, probieren Sie es einfach auch zwei-, drei- oder viermal. Irgendwann ist der Gegenkandidat schon schlecht genug.
Gerhard C. Krischker hat eine längst überfällige Diskussion angeregt: Bamberg fehlt ein Slogan. Was in Schweinfurt, Bayreuth und Hof selbstverständlich ist, sollte auch für die Domstadt eingeführt werden. Die momentan vorliegenden Vorschläge passen aber beim besten Willen nicht zu Bamberg. Deshalb haben wir uns einige Gedanken gemacht und stellen folgende Vorschläge zur Abstimmung. Wir werden die Sieger dann zum rechten Zeitpunkt im Rathaus einreichen.
- Bamberg – Die Weltkulturerbe-Unesco-Fränkisches-Rom-Sieben-Hügel-Basketball-Universitäts-Freak-Stadt
- Bamberg – Circa 9 Brauereien, circa 8 Brücken, aber genau 7 Hügel
- Bamberg – Stark und schick
- Bamberg – Reizt mich!
- Uferloses Bamberg
- Bamberg – Wovon Hoffmann noch heute träumt
- Bamberg hat einen Namen: Gereuth
- Bamberg – scho schönner wie Schweinfurt
- Bam…. Wer?
- Bamberg – im Herzen von Bayreuth, Nürnberg und Würzburg
- Bamberg – Über sieben Brücken kannst Du gehen!
- Bamberg – Doh wädd mä Dich helfn
- Bamberg – Traumstadt der Hassfurter
- Bamberg – Come In And Find Out
- Bamberg – Do müss mär hie zum Eikäff foahr
- Bamberg – Direkt am Gewerbegebiet Hallstadt
- Bamberg – Wie ein WC: Seit 65 Jahren besetzt
- Bamberg – In Japan zu Hause
- Bamberg – Rothenburg für Arme
- Bamberg – Hier hat schon Gottschalk in die Windeln geschissen
- Bamberg – katholischer geht’s (n)immer

Dass die Stadt Bamberg faktisch pleite ist, dürfte kein großes Geheimnis mehr sein. Längst kann man sich seitens der Stadtoberen nur noch um Pflichtaufgaben kümmern und sich auf wichtige Anschaffungen innerhalb des Rathauses konzentieren. Doch OB Starke und sein Stadtkämmerer haben ein neues Konzept in der Schublade, von dem wir aus vertraulichen Quellen erfahren haben. Um die Stadtkasse wieder zu füllen, sollen die etablierten Großplakate an den Zufahrtsstraßen und am Schönleinsplatz um weitere Werbeeinnahmequellen ergänzt werden:
- Großwerbeflächen an verschiedenen öffentlichen Häuserfassaden: So soll sich Alpina-Weiß für die Werbefläche am gesamten alten Rathaus interessieren.
- Auf dem Domplatz sollen großflächige Tafeln für ein Onlinespielcasino Werbung machen.
- FÜr den Maxplatz als Komplettwerbeensemble interessiert sich Garten-Center Dehner.
- Auch lukrativ für die Stadt ist folgende Idee des Konzepts: Plätze wie der Schönleins- und der Wilhelmsplatz sollen bald andere Namen tragen. Passend zur geplanten Tiefgarage könnte der Schönleinsplatz dann zum Beispiel bald Klappan-Platz heißen.
- Außerdem soll auch die Landesgartenschau einen Sponsor erhalten. Im Gespräch ist Energieriese Vattenfall.
- Noch auf der Suche nach einem Sponsor ist man im Bereich Wirtschaftsreferat der Stadt. Dort hat Andreas Starke, OB und Referent in Personalunion, angekündigt, notfalls auch mehrere Gönner aufzunehmen und sie mit aller Kraft zu unterstützen.
Wie wir aus Insiderkreisen erfahren haben, erhalten alle Neubürger Bambergs im Rathaus ein Stadt-Starter-Set. Wichtigster und wesentlichster Bestandteil des Pakets ist, neben Begrüßungsgutscheinen, ein ca. 250 Meter langes, ca. 10 cm breites, dreilagiges Faltblatt bedruckt mit den wichtigsten Persönlichkeiten sowie Ansprechpartnern der Stadtverwaltung. Passenderweise hat es kaum Profil und ist gebleicht, chlorfrei selbstverständlich. Aus Gründen des Umweltschutzes werden alle Neubürger gebeten, die Faltblätter nach dem Gebrauch wieder im Rathaus abzugeben.
Aber auch alle langjährigen Bamberger gehen nicht leer aus: Für ein bis fünf Jahre wohnhaft in Bamberg erhält man zehn Kugelschreiber mit dem Schriftzug “Starkes Bamberg”, für sechs bis zehn Jahre einen Betonbrocken von der abgerissenen Kettenbrücke und für alle Bewohner für mehr als 10 Jahre Wohnsitz in Bamberg spendiert die Stadt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken eine Rundfahrt in einer Buslinie nach Wahl.
“Der Maxplatz ist eine Strafe Gottes”
Schon vor etwa über einem halben Jahr sprach Gerd Schwind (CASA MCM Bamberg) aus, was vielen, vor allem älteren Bambergern schon lange klar ist: Es lastet ein Fluch auf dem zentralen Platz in Bamberg. Nicht anders ist es zu erklären, dass sich schon Generationen von Politikern die Zähne an den Betonplatten des Platzes ausgebissen haben, in Mitten dessen noch vor rund 200 Jahren die Martinskirche stand. Seit dem Abriss des Gotteshauses winden sich Politiker aller Fraktionen um eine gestalterische Lösung.
Doch was kann so ein öder Platz schon einer Stadt wie Bamberg anhaben? – Wir haben uns aufgemacht, um bei Bambergs ältesten Bewohnern nachzufragen, was es mit jenem Fluch auf sich haben könnte. Hier nun die Antworten:
Hans A., 94 Jahre:
“Man erzählte sich früher, dass im Rathaus ein geheimes Dokument vorliegt, dass der Stadt sportliche Misserfolge bei Bebauung und Begrünung des Maxplatzes prophezeit.”
Georg B., 89 Jahre:
“Eine Hexe belegte den Maxplatz mit einem Fluch: Sollte sich ein Bamberger Oberbürgermeister der Bebauung widmen, würde er bei der nächsten OB-Wahl verlieren und ein Roter käme an die Macht. Ich glaube aber nicht, dass das stimmt. Also das mit dem Roten. Wer soll den in Bamberg denn wählen?”
Gunda C., 92 Jahre:
“Als Strafe für den Abriss der Kirche wurde das Bamberger Bier mit einem Fluch belegt. So schmecken manche Sorten seither sehr gewöhnungsbedürftig oder sorgen für Kopfschmerzen und können deshalb ausschließlich als Spezialität exportiert werden. Wegen dem überraschenden Erfolg möchte man den Exportschlager Bambergs durch eine Wiederbebauung nicht gefährden.”
Fritz D., 96 Jahre:
“Auf Bamberg lastet seit dem Abriss der Kirche der Fluch des Autokennzeichens HAS, deren Fahrer jeden Bamberger in den Wahnsinn treiben sollen. Sollte der Maxplatz nun mit etwas anderem als einer Kirche bebaut werden, droht Bamberg eine weitere Katastrophe. Eine Gebietsreform würde uns Haßfurt unterordnen und alle Bamberger würden ab diesem Zeitpunkt auch mit dem Autokennzeichen HAS gebrandmarkt werden.”
Die RundfunkAnstalten Franken gehen davon aus, dass der Stadtrat bestens über all diese Thesen informiert wurde. Nur so ist zu verstehen, warum in den vergangenen Jahren die Entscheidung über die Bebauung und Begrünung des Maxplatzes immer wieder vertagt wurde. Die Chronologie der letzten fünf Jahre beweist die These des Fluchs eindeutig:
4.8.2005
Gestaltungsvorschlag “Bauernschmitt”: Letzte Chance für den Maxplatz – Wehner: Maxplatz oder Nacktplatz. Kritik am Zeitlupenarbeitstempo der Stadtverwaltung
27.12.2005
FDP unterstützt Starkes Maxplatz-Initiative: “Steinwüste” soll zu “kreisförmiger Zone mit Pflanzkübeln” werden.
15.2.2006
Tscherners (BBB) OB-Wahlversprechen: “Der Maxplatz soll blühen!”
5.5.2006
Uneinigkeit über Begrünung des Maxplatzes
19.1.2007
Maxplatz auf Platz 1 der Prioritätenliste
9.2.2007
CSU fordert Masterplan “Platzoffensive”
20.7.2007
Die FDP sieht Handlungsbedarf bei der Neugestaltung des Maxplatzes
7.3.2008
Pflanzkübel kommen frühestens im Herbst. Vier Projektgruppen beschäftigen sich mit dem Maxplatz: Pflanzkübel, Spielpunkt, Rathausnutzung, Café-Pavillon
1.5.2008
Stadtrat vertagt Pflanzkübel-Entscheidung
16.7.2008
Senat für Stadtentwicklung sprach sich mehrheitlich für den Bau eines Pavillons an der Tiefgaragenabfahrt des Maxplatzes aus.
1.4.2009
Beschluss des Ältestenrats: Bäume in hölzernen Trögen werden schnellstens aufgestellt.
21.10.2009
IG lebendige Innenstadt: Niedergang des Maxplatzes absehbar.
7.11.2009
Die CSU kritisiert den fehlenden Gestaltungswillen des Oberbürgermeisters am Maxplatz. (siehe 9.2.2007)
9.12.2009 Die SPD möchte die Maxplatzneugestaltung nicht weiter aufschieben. (siehe 27.12.2005)
24.12.2009
Die FDP fordert einen Fahrplan zur Umgestaltung. (siehe 20.7.2007 und 27.12.2005)
Die RundfunkAnstalten Franken hoffen nun, dass es sich Oberbürgermeister Andreas Starke gut und vor allem ausreichend lange überlegt hat mit der Bebauung und Begrünung des Maxplatzes….
Keine 10 Jahre ist es her, seit Hallstadts Verwaltung das sanierte Rathaus beziehen konnte. Nun müssen die Angestellten schon wieder umziehen, damit das komplett schadstoffbelastete Rathaus saniert werden kann, das vom Schimmelpilz befallen ist. Die Planungen des Bürgermeisters und seiner Verwaltung sehen vor, dass man in das nahegelegene Bürgerhaus umzieht. Ob der Platz ausreicht, wird sich noch herausstellen.
Für den Fall von Platzmangel kündigt der große Bruder Bamberg bereits jetzt Hilfe an. In Bamberg stünden, so die Stadtverwaltung, zahlreiche Immobilien leer, die man gerne zur Verfügung stellen würde. Ob Hallenbad, diverse Parkhäuser oder so mancher Laden in der Innenstadt, ausreichend Leerstand gäbe es in Bamberg.
Und vielleicht, so die Hoffnung der Bamberger Verwaltung, würde bei einer Beherbergung der Hallstadter auch hier in Bamberg ähnlich Fruchtbares entstehen wie im Rathaus der Filialgemeinde Hallstadt.
Das Ansehen des traditionellen Handwerks ging in den vergangenen Jahren immer mehr den Bach hinunter. Deshalb startet der Zentralverband des Deutschen Handwerks eine Werbekampagne, um das Image wieder zu verbessern.
Auch auf dem Bamberger Domplatz trafen sich an die 160 Handwerksbetriebe aus Stadt und Landkreis zur Auftaktveranstaltung.
Kaum hallte etwas von 50 Millionen Euro in das Rathaus, fand sich auch Oberbürgermeister Andreas Starke am Domplatz ein und sagte den lokalen Handwerkern ebenfalls seine Unterstützung zu.
Neben Großprojekten wie Landesgartenschau und Erlebnisbad fielen ihm auch spontan kleinere Arbeiten ein, welche gerne sofort erledigt werden können, wie zum Beispiel:
- Tapetenwechsel im Stadtrat
- Affen lackieren
- Holzwege zimmern
- Nägel mit Köpfen machen
- kleine Brötchen backen
- Haushaltsloch stopfen
- etwas in den Sand setzen
- Klinken putzen
- Reden stricken
- beim Stadtkämmerer nachbohren
- Pläne schmieden
- Ausreden zusammenschustern
Als Dank für seine Bereitschaft überreichten die Handwerker dem Stadtoberhaupt ein Buch “Heimwerken für Anfänger” und ein ortsansässiger Schreiner versprach ihm, seine Sitzgelegenheit zu inspizieren. Dazu müsste er allerdings erstmal seinen Stuhl abgeben.

Auch der Bamberger Reiter unterstützt die Kampagne.
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