Posts Tagged ‘Ring’
Mittwoch, 28. Juli 2010
Seit dem gestrigen Finanzsenat ist klar: Bamberg möchte sich auch bereit erklären, den Münchnern als Filialstadt bei der Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2018 zur Seite zu stehen. Dank Einsparung bei der Kindertagesstättenförderung von 365.000 Euro und nur 350.000 Euro ungeplanter Mehrausgaben bei der Konzert- und Kongresshalle hätte man bereits in diesem Jahr einen Gewinn von 15.000 Euro erwirtschaften können, der Klimmzüge dieser Art problemlos möglich machen würde. Die Domstadt sei nicht erst seit dem Januar als Winterstadt bekannt, teilte man aus dem Rathaus mit, und so wolle man sich noch in dieser Woche mit den Altbayern aus München in Verbindung setzen. Parteipolitische Probleme zwischen den beiden Oberbürgermeistern gelten ohnehin als unwahrscheinlich.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden auch einige Details diskutiert, mit deren Organisation entweder das Stadtmarketing oder Sportmanagementspezialist Jan Vetter beauftragt werden soll:
- Als Eislauffläche wird der Schönleinsplatz genutzt. Einmalig, so ist sich die Stadtspitze einig, wäre das Reiterdenkmal, das in dessen Mitte stehen bleibt.
- Für Abfahrten und Slaloms soll der steile Stephansberg genutzt werden.
- Als Eisschnelllaufbahn könnte der Münchner Ring für ein paar Tage gesperrt werden.
- Um das Volksparkstadion auch überhaupt einmal zu nutzen, könnten dort die Eishockeyspiele stattfinden.
- Als olympisches Dorf soll das Gelände der US-Kaserne genutzt werden. Was? – Da leben noch Soldaten? – Keine Sorge. 2018 nicht mehr.
- Auf dem Maxplatz könnten die Curlingwettbewerbe ausgetragen werden. Im nahegelegenen Rathaus sei man Langatmiges und Rumgeplärre ja gewohnt. Und irgendwie passt es ja auch zum Maxplatz.
- Nur in der Jako-/Stechert-/Stadt Bamberg-Arena kann leider nichts stattfinden. Sie entspricht wieder einmal irgendwelchen Auflagen nicht.
Wie der Finanzsenat gestern auch feststellte, kann die Stadt sogar Gewinn bei der Durchführung der Winterspiele erzielen. Wenn man, wie im vergangenen Winter, einfach auf das Schneeräumen und Streuen von Salz verzichten könnte, würde man jährlich bis zu 400.000 Euro sparen. Und weil man üben muss, um sich 2018 nicht zu blamieren, fängt man bereits jetzt damit an…. Das macht 8 x 400.000 Euro, also 3,2 Millionen Euro. Damit lässt sich doch locker fast noch ein Glasfoyer vor das Glasfoyer bauen.
Aber natürlich gab es auch gestern kritische Stimmen aus verschiedenen Fraktionen zum Thema Olympiabewerbung: Wenn Bamberg etwas mit der Durchführung 2018 zu tun haben sollte, müsste man bereits jetzt darüber nachdenken, die Spiele auf 2028 zu verlegen, damit alles rechtzeitig fertig wird.
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Mittwoch, 21. Juli 2010
Bamberg belegte den zweifelhaften Platz 1, als es darum ging, möglichst viele komatös besoffene Jugendliche ins Klinikum einzuliefern. Bambergs Politiker waren erstaunt und entsetzt, leben sie doch Bambergs Jugendlichen bereits bei den diversen Mega-Events der Stadt vor, wie man es eben nicht machen sollte und wie man sich auf Alkoholkonsum einstellt, ohne selbst im Übermaß darunter zu leiden.
Nun droht aber auch die anstehende Jubiläumssandkerwa – wie das Forchheimer Annafest - zum großen Besäufnis für Jung und Alt zu werden, was in diesem Jahr erstmals wirkungsvoll eingeschränkt werden soll. In Forchheim berät man deshalb bereits über sogenannte “Alkoholfreie Zonen”, die nun auch von den Stadtvätern der Domstadt diskutiert werden. Im Unterschied zur Nachbargemeinde Forchheim möchte die Stadtverwaltung Bamberg aber sogenannte “Erigierende Zonen” einrichten, die sich – je später der Abend – automatisch ausweiten. Bis 17 Uhr gilt das Alkoholverbot nur in Zone 1, dem Festzelt am Leinritt, anschließend bis 1 Uhr im kompletten Sandgebiet. Nach der Sperrzeit um 1 soll die alkoholfreie Zone auf die Fläche bis zur Zollner-Unterführung, dem Regensburger Ring, der Memmelsdorfer Straße und zum Berggebiet ausgeweitet werden. Nach 3 Uhr und bis 16:30 Uhr herrscht dann überall in Bamberg Alkoholverbot.
Das Stadtmarketing begrüßt diese Idee, immerhin sei die Sandkerwa ja kein Event, sondern nur eine Kirchweih. Man möchte die Chance aber gleich nutzen, auf dem Maxplatz eine kontrollierte Alkoholzone einrichten. Hinter Absperrgittern und mit 24-Stunden-Public-Viewing- rea (gezeigt wird irgendeine Liveshow aus Bamberg-Nord) hofft man auf viele Nutzer des Angebots. Neben Kulmbacher soll dort auch Becks und Kölsch ausgeschenkt werden.
Montag, 10. Mai 2010
- Es stimmt nicht, dass Teile des Stadtrats am Freitag irritiert am Schönleinsplatz standen, um dort eine Tiefgarage zu eröffnen.
- Es stimmt nicht, dass die Forchheimer Straße in Strullendorfer Ring umbenannt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass die FDP-Fraktion bald Kurse zum Ausfüllen von HartzIV-Anträgen abietet.
- Es stimmt nicht, dass der Baureferent dank seiner “Herumruder-Kenntnisse” beim Prominentenrennen des Faltbootclubs den vierten Platz belegen konnte.
- Es stimmt nicht, dass die Stadtwerke mit ihren Stadtbussen nun auch “Fahrten ins Blaue” anbieten.
- Es stimmt nicht, dass für Stadtrats- und Senatssitzungen keine Protokollpflicht herrscht.
- Aber: Es stimmt, dass zwei Personen um die 40 am Schönleinsplatz für ihre schwule Mutti Gänseblümchen gepflückt haben.
Montag, 8. März 2010
Kaum ein Tag wäre für den Beginn einer Diskussion in dieser Richtung besser geeignet als der heutige internationale Weltfrauentag. Auch im erzkatholischen Bamberg, wo man die Frauen gerne auf runzlige Marktweiber und dicke, liegende Bronzefleischhaufen reduziert, beginnt man nun über weitere, entgegenkommende Schritte beider Geschlechter zu beraten. Vor allem die Frau muss natürlich an Bedeutung gewinnen, weiter integriert werden und gewisse Alleinstellungsmerkmale erhalten. Folgende Vorschläge sind Grundlage der aktuellen Diskussion:
- Eigene Brücken für Frauen.
Gerade in einer Stadt wie Bamberg dürfte dieser Vorschlag leicht umzusetzen sein. Begonnen werden soll am alten Rathaus. Es wird lediglich noch darüber diskutiert, ob die Frauen die obere oder die untere Brücke für sich bekommen.
- Eigene Kindergärten und Grundschulen für Frauen
Die Frau soll bereits von Kindesbeinen an im Mittelpunkt stehen. Und was zwei Gymnasien in Bamberg bereits erfolgreich vorleben, soll nun auch für Kindergärten und Grundschulen eingeführt werden. Damit lernen Mädchen bereits ab jungen Jahren mit Konkurrentinnen im Wettbewerb zu stehen.
- Eigene Biersorte für Mädchen
Der herbe Rauchbiergeschmack ist nicht “jederFRAUs” Geschmack. Deshalb soll sich eine Brauerei nun auf die Zielgruppe Frau spezialisieren und ein Bier herstellen, das möglichst nach Wasser schmeckt, eine leichte Rosafärbung hat und bei dem der Schaum nach Rosen duftet.
- Neue Alleinstellungsmerkmale im Straßeverkehr
Neben festen Farben für die Autos von Frauen sollen auch Straßen in Bamberg zwischen beiden Geschlechtern verteilt werden. Die moderne Frau hat das manchmal rüpelhafte Verhalten männlicher Verkehrsteilnehmer nicht mehr nötig und soll deshalb auf dem Berliner und dem Münchner Ring eine eigene Spur – wahrscheinlich die ganz rechte – erhalten.
- Politisches Gehör für Frauen
Um künftig auf die Belange der Frauen besser eingehen zu können, erklärte sich auch unser Stadtoberhaupt zu Veränderungen bereit. Frauen dürften demnach künftig unangemeldet und zu jeder Tages- und Nackt… äh … Nachtzeit das Gespräch mit dem Oberbürgermeister suchen.
Donnerstag, 7. Januar 2010
Soeben erreichte uns die Meldung, dass in der Stadt Bamberg die Streusalzvorräte angesichts des anhaltenden Winters knapp werden. Deshalb bitten die Stadt sowie die EBB um Materialspenden in Form von Salz, um wenigstens auf den Straßen und Plätze der Dringlichkeitsstufe 1 ausreichend streuen zu können.
Nach den momentanen Berechnungen der Experten reichen die städtischen Reserven nur noch für den Maxplatz und dessen Zufahrtswege zum Rathaus. Die Bevölkerung Bambergs wird deshalb gebeten, ihre Spenden selbst vorrangig auf dem Berliner und dem Münchner Ring zu verteilen. Für katholische Kirchgänger stellt das Erzbistum am kommenden Wochenende Schneeschuhe, Eispickel und Seile am Fuße des Dom-, Kaul- und Michelsberg zur Verfügung.
Die Stadt bedauert den aktuellen Zustand, möchte aber gleichzeitig zu bedenken geben, dass im Dezember und Januar nicht mit einem derartigen Wintereinbruch gerechnet werden konnte. Sollten manche Straßen oder Brücken gar nicht mehr begeh- oder befahrbar sein, werden diese gesperrt.
Sonntag, 20. Dezember 2009
- Es stimmt nicht, dass ein bekannter Rhetorik-, Lobby-, Verlags-, Marketing- und Spin-Coach sein international agierendes Institut nun auch um den Bereich Fussball erweitert und Trainer beim 1. FCE werden will.
- Es stimmt auch nicht, dass deshalb der Job des Stadionsprechers vakant ist. Er könnte den Spielern nämlich auch von seiner Sprecherkabine aus Anweisungen geben.
- Es stimmt nicht, dass Michael Wehner vom Fränkischen Tag und die Pressestelle der Stadt Bamberg aus Sympathie zueinander zweimal pro Woche zusammen zum Kegeln gehen.
- Es stimmt nicht, dass man uns im neu erschienenen Fränkischen Jahresrückblick absichtlich vergessen hätte.
- Es stimmt nicht, dass auf dem Kleingartenviertel am Regensburger Ring in einer Nacht-und-Nebel-Aktion bereits Bagger angerückt wären und alles niedergerissen hätten.
- Es stimmt nicht, dass man in Bamberg nun alles auf “Unweihnachtlichkeit” prüft und gnadenlos entfernt.
- Es stimmt nicht, dass Klein Venedig abgerissen wird, damit der neue Uferweg am Schiffbauplatz nicht an der Markusbrücke enden muss.
- Es stimmt nicht, dass wir uns vor Bewerbungen nicht mehr retten können.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Die Fronten zwischen der Stadt und den Pächtern am Weidenufer waren eigentlich verhärtet. Die 30 Kleingärtner hatten ihre Kündigung erhalten und sollten ursprünglich ihre Kleingärten bis 31. Dezember räumen, so dass ab kommenden Jahr das Gebiet nördlich vom Regensburger Ring zur Fläche der Landesgartenschau umgearbeitet werden kann. Doch es ist dem Einsatz der Lokalpresse, hunderten Demonstranten und starken Kleingartenlobbyisten zu verdanken, dass die Stadt sowie die Organisatoren der Landesgartenschau nun ein Einsehen mit den Hobbygärtnern haben. “Die Kleingärten dürfen bleiben!” lautet die Eilmeldung, die sich heute morgen wie ein Lauffeuer durch Bamberg verbreitet.
Zu einer Landesgartenschau gehören, so der LGS-Geschäftsführer, auch Gärten und deren Pächter. Für die Besucher ist die Thematik “Kleingärten” ebenso interessant wie beeindruckende Botanik. Und so bleibt für die Kleingärtner nur die Auflage bestehen, sich deutlich von der Fläche der Landesgartenschau abzugrenzen, aber dennoch den Blick in den Garten zu ermöglichen. Es wurde seitens des Architekten folgender Gestaltungsvorschlag gemacht:

Die Kleingärtner sollen mit Zaun und Wachtürmen von den Besuchern der Landesgartenschau getrennt werden. Ein Beobachten traditioneller Gartenarbeit bleibt möglich.
Montag, 23. November 2009
Die Diskussion, ob oder ob nicht ist noch nicht einmal abgeschlossen, da berät man bereits über einige, teils nebensächliche Details des neuen Wegs, der wie Schiffbauplatz, Markusplatz und Weide nun auch die Konzerthalle mit der Markusbrücke verbinden soll.
1. Die Fahrt-/Gangrichtung:
Es existiert in Bamberg das ungeschriebene Gesetz auf Ringverkehrssystem. Deshalb herrscht auch große Einigkeit darüber, dass der neue Weg nur von Markusbrücke aus belaufen und befahren werden darf, also entgegengesetzt zum Schiffbauplatz. Die verkleinerte Breite des Wegs lässt ohnehin keine Zweispurigkeit zu.
2. Der Name des neuen Wegs:
Auch hier gibt es bereits einige Vorschläge aus den Reihen der Stadtratsmitglieder sowie der Landesgartenschau GmbH:
- Fünfhundert-Weg (in Anlehnung an “Fünferlessteg”). Damit möchte man die zu erwartenden Kosten (500.000 EUR) langfristig festhalten.
- Gaustadter Ring, ein Vorschlag von Daniela Reinfelder (Mitglied des Aufsichtsrates der Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH und 1. Vorsitzende des BV Gaustadt)
- Idiotie an der Regnitz, ein Vorschlag der grünen Stadtratsfraktion
3. Die Finanzierung des neuen Wegs angesichts leerer Kassen:
Dieses Thema hielten die anwesenden Stadtratsmitglieder für nicht akut und wollten die Debatte auf die Zeit nach der Landesgartenschau vertagen.
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