06.02.2012, 02:43 Uhr

Posts Tagged ‘Schönleinsplatz’

Bamberg im Rennen mit Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Oberstdorf

Mittwoch, 28. Juli 2010

Seit dem gestrigen Finanzsenat ist klar: Bamberg möchte sich auch bereit erklären, den Münchnern als Filialstadt bei der Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2018 zur Seite zu stehen. Dank Einsparung bei der Kindertagesstättenförderung von 365.000 Euro und nur 350.000 Euro ungeplanter Mehrausgaben bei der Konzert- und Kongresshalle hätte man bereits in diesem Jahr einen Gewinn von 15.000 Euro erwirtschaften können, der Klimmzüge dieser Art problemlos möglich machen würde. Die Domstadt sei nicht erst seit dem Januar als Winterstadt bekannt, teilte man aus dem Rathaus mit, und so wolle man sich noch in dieser Woche mit den Altbayern aus München in Verbindung setzen. Parteipolitische Probleme zwischen den beiden Oberbürgermeistern gelten ohnehin als unwahrscheinlich.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden auch einige Details diskutiert, mit deren Organisation entweder das Stadtmarketing oder Sportmanagementspezialist Jan Vetter beauftragt werden soll:

  • Als Eislauffläche wird der Schönleinsplatz genutzt. Einmalig, so ist sich die Stadtspitze einig, wäre das Reiterdenkmal, das in dessen Mitte stehen bleibt.
  • Für Abfahrten und Slaloms soll der steile Stephansberg genutzt werden.
  • Als Eisschnelllaufbahn könnte der Münchner Ring für ein paar Tage gesperrt werden.
  • Um das Volksparkstadion auch überhaupt einmal zu nutzen, könnten dort die Eishockeyspiele stattfinden.
  • Als olympisches Dorf soll das Gelände der US-Kaserne genutzt werden. Was? – Da leben noch Soldaten? – Keine Sorge. 2018 nicht mehr.
  • Auf dem Maxplatz könnten die Curlingwettbewerbe ausgetragen werden. Im nahegelegenen Rathaus sei man Langatmiges und Rumgeplärre ja gewohnt. Und irgendwie passt es ja auch zum Maxplatz.
  • Nur in der Jako-/Stechert-/Stadt Bamberg-Arena kann leider nichts stattfinden. Sie entspricht wieder einmal irgendwelchen Auflagen nicht.

Wie der Finanzsenat gestern auch feststellte, kann die Stadt sogar Gewinn bei der Durchführung der Winterspiele erzielen. Wenn man, wie im vergangenen Winter, einfach auf das Schneeräumen und Streuen von Salz verzichten könnte, würde man jährlich bis zu 400.000 Euro sparen. Und weil man üben muss, um sich 2018 nicht zu blamieren, fängt man bereits jetzt damit an…. Das macht 8 x 400.000 Euro, also 3,2 Millionen Euro. Damit lässt sich doch locker fast noch ein Glasfoyer vor das Glasfoyer bauen.

Aber natürlich gab es auch gestern kritische Stimmen aus verschiedenen Fraktionen zum Thema Olympiabewerbung: Wenn Bamberg etwas mit der Durchführung 2018 zu tun haben sollte, müsste man bereits jetzt darüber nachdenken, die Spiele auf 2028 zu verlegen, damit alles rechtzeitig fertig wird.

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Bamberger Sprichwörter

Mittwoch, 7. Juli 2010

Der gemeine Bamberger ist – meist im Stillen Kämmerlein – durchaus erfinderisch. Und so spottet er, wahrscheinlich auch aus Heimatliebe, gerne in Form von Sprichworten über Bambergs Verhältnisse. Heute stürzte in Erlangen ein Kran auf ein Verwaltungsgebäude. Seither kursiert in Bamberg nicht mehr das Sprichwort vom Sack Reis in China, sondern hier ist es nun der Kran in Erlangen, der umfällt und der niemanden interessiert. In diesem Zusammenhang haben wir nach weiteren Sprichworten mit Bamberg-Bezug gesucht, um diese im Folgenden zusammenzustellen:

  • Spätestens im Winter, wenn am Schönleinsplatz die große Eisfläche eröffnet wird, heißt es nicht mehr “Die Kuh vom Eis holen”, sondern “Den Luitpold vom Eis holen”.
  • Im Bezug auf Rothenburg ob der Tauber sagt der Bamberger nur stolz: “Alter vor Schönheit”
  • Oberbürgermeister Andreas Starke brauchte bekanntermaßen drei Anläufe, bis er gewählt wurde. Deshalb machte der Bamberger aus “Aller guten Dinge sind drei” nun “Aller Dinge sind drei”.
  • Aus “Guter Rat ist teuer” macht der Bamberger “Guter Stadtrat ist teuer” und meint damit die Ausgaben für den Sitzungssaal.
  • Aus “Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut” wurde “Das fränkische Rom wurde auch nicht in 100 Jahren fertig”.
  • Kunst konkurriert in der Weltkulturerbestadt auf höchstem Niveau. Um allem gerecht zu werden, sagt der Bamberger: “Wer Abollo socht, muss aah Bodeera soong.”
  • In der aussterbenden Innenstadt kursiert unter den Geschäftsinhabern das abgewandelte Sprichwort von Schaden und Spott: “Wer einen Laden hat, braucht für den Bankrott nicht zu sorgen.”

Falls unsere Leser weitere Sprichwörter kennen, dürfen diese uns natürlich gerne mitgeteilt werden.


Google StreetView in Bamberg

Montag, 10. Mai 2010

In den vergangenen Wochen konnte man auch in Bamberg häufig das “Kamera-Auto” des Internetkonzerns sehen, dass für seinen Kartendienst GoogleMaps Straßen und Häuser in Städten und Dörfern fotografiert. Wie die Freien Wähler mitteilten, haben sie deshalb eine Anfrage an die Stadt und OB Starke gestellt, ob sie bereits im Vorfeld informiert worden waren, ob Bürger bei Einsprüchen gegen das Abfotografieren des eigenen Hauses unterstützt werden und ob Kosten auf die Stadt zukommen würden. Die Antwort der Stadtverwaltung war überraschend:

Man stehe in direktem und engem Kontakt mit der Firma Google und konnte deshalb erreichen, dass vorerst keine Bilder aus der Weltkulturerbestadt veröffentlicht werden. Man möchte zunächst den Abschluss aller Bauarbeiten in Bamberg abwarten. Nach einer anschließenden, erneuten Fotorunde sollen alle Bilder durch die Stadt gesichtet und einzeln freigegeben werden. Man möchte hierbei auch entscheiden, ob für bestimmte Stellen die alten oder die neuen Bilder verwendet werden sollen, denn bekanntlich gibt es Orte in Bamberg, die inzwischen oder bald nicht mehr “weltkulturerbekompatibel” sind. Ob wegen des Bereichs um die Geyerwörthstraße, wegen des Haingebiets mit seinen geplanten Wohncontainern mit dem Charme eines Atomkraftwerks oder auf Grund des Maxplatzes, man möchte durch die weltweite Bildveröffentlichung auf keinen Fall schlafende Hunde bei der UNESCO wecken und dadurch den Weltkulturerbestatus riskieren. Für besonders kritische Fälle würde man alte Postkarten der Jahrhundertwende um 1900 bei Google einreichen, die dann miteingearbeitet werden sollen.

Großen Widerspruch erntete diese Idee vom BR-Stadtrat Stieringer: Bamberg sei kein Museum, sondern eine Einkaufsstadt. Und das müsse aus den Bildern eindeutig hervorgehen. Außerdem hatte er sich sehr engagiert darum bemüht, auf möglichst vielen Fotos selbst mit einem “Nächster Parkplatz – HIER”-Schild in der Hand abgelichtet zu werden. Doch die Pressestelle der Stadt beruhigt: Bis Google die Freigabe durch Bamberg zur Veröffentlichung der Bilder erhält, ist sogar die Tiefgarage am Schönleinsplatz fertig.


Dementis zum Montag – Ausgabe 30

Montag, 10. Mai 2010
  • Es stimmt nicht, dass Teile des Stadtrats am Freitag irritiert am Schönleinsplatz standen, um dort eine Tiefgarage zu eröffnen.
  • Es stimmt nicht, dass die Forchheimer Straße in Strullendorfer Ring umbenannt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass die FDP-Fraktion bald Kurse zum Ausfüllen von HartzIV-Anträgen abietet.
  • Es stimmt nicht, dass der Baureferent dank seiner “Herumruder-Kenntnisse” beim Prominentenrennen des Faltbootclubs den vierten Platz belegen konnte.
  • Es stimmt nicht, dass die Stadtwerke mit ihren Stadtbussen nun auch “Fahrten ins Blaue” anbieten.
  • Es stimmt nicht, dass für Stadtrats- und Senatssitzungen keine Protokollpflicht herrscht.
  • Aber: Es stimmt, dass zwei Personen um die 40 am Schönleinsplatz für ihre schwule Mutti Gänseblümchen gepflückt haben.

Dementis zum Montag – Ausgabe 28

Montag, 26. April 2010

Herzlichen Dank an alle Einsender, hier nun die Montagsdementis:

  • Es stimmt nicht, dass sämtliche Autovermietungen Bambergs durch einen gewissen Klaus S. ausgebucht wurden und deren Autos nun auf dem Schönleinsplatz parken.
  • Es stimmt nicht, dass am Schönleinsplatz eine barrierefreie Tiefgarage geplant ist.
  • Es stimmt nicht, dass auf dem Gelände des Schlachthofs – verkehrstechnisch praktisch gelegen – ein Truckerparkplatz entstehen soll.
  • Es stimmt nicht, dass man festgestellt hat, auch locker ohne die Kettenbrücke klarzukommen.
  • Es stimmt nicht, dass Tierschützer bereits eine größere Summe gesammelt haben um den heimatlosen Rehen auf der Erba Insel ein Studentenappartment “Liebe”, 26qm für 100.000 € zu kaufen.
  • Es stimmt nicht, dass die Rehe auf der Erba Insel bereits getötet und tiefgekühlt wurden, um zur Eröffnung der Landesgartenschau der hohen Politik Bambergs serviert zu werden.
  • Es stimmt nicht, dass die Firma Klappan Stadträten, die die Tiefgarage unterm Schönleinsplatz befürworten, lebenslang einen Stellplatz zugesichert hat.
  • Es stimmt nicht, dass unser OB Andi 5 Leute vom Gartenamt am Dienstag Früh an die Konzerthalle und an den Schiffbauplatz schickte, damit dort ALLES schön sauber ist für seine Sight-Seeing-Tour mit der SPD.

Frühjahrsputz?


Bedarfsanalyse für Tiefgarage am Schönleinsplatz

Donnerstag, 22. April 2010

In der vergangenen Stadtentwicklungssenat ging es um das wohl beliebteste Streitthema der vergangenen Monate: Parkplätze. Einst initiiert von der CSU-Fraktion diskutierten sämtliche Fraktionen über den möglichen Bau einer Tiefgarage am Schönleinsplatz, für die Stadtinvestor Peter Klappan Geld zur Verfügung stellen würde. Ein wahrlich verlockendes Angebot angesichts leerer Stadtkassen.

Nach gefühlten zwölf Stunden Diskussion einigte man sich auf Vorschlag des Oberbürgermeisters darauf, die endgültige Entscheidung zu vertagen und zunächst zu prüfen, ob überhaupt Bedarf zu einer weiteren Tiefgarage bestünde. Deshalb soll es ab Montag, 26. April, 8.00 Uhr, erlaubt sein, das eigene Auto auf dem Schönleinsplatz rings um das Reiterdenkmal von Prinzregent Luitpold abzustellen. Sollten sich dann dort durchschnittlich mehr als 100 Fahrzeuge befinden, wäre der Bedarf als solcher festgestellt. Anschließend würde der Stadtentwicklungssenat wieder diskutieren.

Noch als Tipp für alle Auswärtigen: Während der achtwöchigen Studie wird der Schönleinsplatz in der Stadt als Park-And-Reit-Platz ausgeschildert.

Das Ergebnis von erfolgreicher Stadtentwicklung: Alter Schönleinsplatz ...

Das Ergebnis von erfolgreicher Stadtentwicklung: Alter Schönleinsplatz ...

.. und neuer Schönleinsplatz. Bedarf natürlich klar vorhanden!

.. und neuer Schönleinsplatz. Bedarf natürlich klar vorhanden!


Dementis zum Montag – Ausgabe 25

Montag, 5. April 2010
  • Es stimmt nicht, dass die Löwenbrücke, aus Kostengründen, zur Hälfte wieder eingerissen wird.
  • Es stimmt nicht, dass Radio Bamberg die Stadtratssitzungen live im Rathaus übertragen möchte.
  • Es stimmt nicht, dass die RundfunkAnstalten Franken nach Spanien umziehen.
  • Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke, wegen Geldnot, aus Styropor fertiggestellt wird.
  • Es stimmt nicht, dass das Künstlerhaus Villa Concordia zukünfitg nur noch Poetry-Slam-Stipendiaten aufnimmt.
  • Es stimmt nicht, dass der Wilhelmsplatz in Luitpoldplatz umbenannt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass der Schönleinsplatz in Bamberger-Reiter-Platz umbenannt werden soll.
  • Es stimmt nicht, dass der Dom in Schick-eria umbenannt werden soll.

Prinzregent auf den Wilhelmplatz

Mittwoch, 31. März 2010

Anno 1899 errichtete man auf dem Domplatz ein Denkmal von Prinzregent Luitpold. 39 Jahre später hat man es dann erstmal aus dem Weg geräumt und in irgendeinem Depot verstaut. Zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Bamberg erinnerte man sich dann plötzlich wieder an den Prinzen (wahrscheinlich weil irgendjemand den Platz in seinem Schuppen anderweitig nutzen wollte) und stellte das Reiterstandbild auf den Schönleinsplatz.
Nun soll der ehemalige regierende Herrscher wieder umziehen. Sein neuer Wohnort soll mitten im Kreisverkehr am Wilhelmsplatz werden.
Der Mann kommt ganz schön herum in Bamberg. Hätte er einen nach ihm benannten Platz, wäre ihm bestimmt langweilig, denn von dort hätte man ihn bestimmt nie weg.
Gut, dies wäre die eine Sache. Die andere: Was soll mit dem leeren Flecken am Schönleinsplatz geschehen?
Eigentlich ganz einfach. Es liegt auf der Hand. Es kann gar keine andere Möglichkeit geben.
Wir bringen uns mal die Touristen ins Gedächtnis. Wenn die am Schönleinsplatz stehen, was sagen sie dann? – Na?
“Ach, der Bamberger Reiter…”
Na, warum nicht? Ist doch eine saubere Lösung. Im Dom nimmt ihn eh fast keiner wahr. Dann soll er doch an den Ort, an dem man ihn sowieso zu sehen glaubt.
Und unter so manchem Foto in einem japanischen Album steht dann endlich (nach vielen Jahren) die Wahrheit.

Endlich da, wo er hingehört: Der Bamberger Reiter.

Endlich da, wo er hingehört: Der Bamberger Reiter.


Dementis zum Montag- Ausgabe 23

Montag, 22. März 2010
  • Es stimmt nicht, dass es sich bei der Mahrsbräukeller-Bebauung um ein Stundenhotel handelt, in dem man seinen Rausch ausschlafen kann.
  • Es stimmt nicht, dass als Ersatz für die Wehrbrücke Floße eingesetzt werden sollen.
  • Es stimmt nicht, dass bei der gefährlichen Fischpassflutung deshalb nur ranghohe Politiker anwesend sein durften, weil diese ersetzbar sind.
  • Es stimmt nicht, dass an der Hainbadestelle Duschgel und Shampoo verkauft wird.
  • Es stimmt nicht, dass am Schönleinsplatz das neue Modell des Bamberger Doms (mit zwei Türmen) präsentiert wird.
  • Es stimmt nicht, dass in der Grube vor dem Schlenkerla Bierleichen vergraben werden können.
  • Es stimmt nicht, dass das Event “Lauschangriff” im Rathaus stattfindet.
  • Es stimmt nicht, dass das Grußwort bei den Klezmertagen in Vertretung des OB vom Vorsitzenden der REP-Fraktion gehalten wurde.
  • Es stimmt nicht, dass das Stadtmarketing auf der Oberen Brücke Kurzzeitparkplätze ausweisen möchte.

Endlich Platz für OB-Wahlkampf!

Donnerstag, 4. März 2010

Mit großer Mehrheit stimmte der Stadtrat für werbefreie Plätze in der Innenstadt. Ausgangspunkt war der seit geraumer Zeit von Werbeplakaten umstellte Luitpold am Schönleinsplatz. Das von vielen Touristen auch liebevoll “Bamberger Reiter” genannte Standbild war in jüngster Vergangenheit häufig wegen drei großflächiger Plakate kaum noch zu sehen. Deshalb haben Bambergs Volksvertreter nun einen Schlussstrich unter die Werbemaßnahmen in der Innenstadt gezogen und untersagen jegliche Werbung an den großen Plätzen der Domstadt.

Die nun werbefreien Flächen können nun schon bald für den anstehenden OB-Wahlkampf genutzt werden, ohne dass der jeweilige Aspirant seine Wirkung verfehlt, weil er in der Masse der Werbung untergeht. Die CSU möchte bereits in den kommenden Tagen mit der Plakatierung beginnen, obwohl über den Kandidaten / die Kandidatin noch diskutiert wird. Man würde bis zur endgültigen Entscheidung noch die übrigen Plakate mit Peter Neller aus dem letzten Wahlkampf aufhängen. Davon liegen noch mehrere Tausend im Fraktionskeller…


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