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Montag, 24. Januar 2011
- Es stimmt nicht, dass man die falsche Brücke auf das Erba-Gelände transportiert hat.
- Es stimmt auch nicht, dass die Stadtratsmitglieder auf dem Erba-Gelände zum Arbeitsdienst eingeteilt wurden.
- Es stimmt nicht, dass nach Bug statt Franz-Fischer-Brücke eine Fähre eingerichtet werden soll.
- Es stimmt nicht, dass im Hallenbad ein Studentenwohnheim eingerichtet werden soll.
- Es stimmt nicht, dass sich die Weltkulturerbestadt bei on3-Südwild auf dem Maxplatz von ihrer schönsten Seite gezeigt hat.
- Es stimmt auch nicht, dass der Bayerische Rundfunk nächstes Mal lieber live vom Berliner Ring sendet.
- Es stimmt nicht, dass Brückenverplaner Schäpertöns ein Denkmal gesetzt bekommt.
Montag, 15. November 2010

FÜNFERLESSTEAK
Zutaten (für 1 Person):
für 5 Cent Rindersteak aus der Keule ≜ ca. 2 g, 1/32 TL Butterschmalz, 2 Salzkörnchen, 1/4 Pfefferkorn (gestoßen), 0,2 g Knoblauch (fein gehackt)
Zubereitung:
Butterschmalz in Pfanne erhitzen. Steak von beiden Seiten scharf anbraten, mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen.
Sollten Sie Ihr Steak blutig mögen, das Fleischstück nur kurz in einen Sonnenstrahl halten.
Mittwoch, 28. Juli 2010
Seit dem gestrigen Finanzsenat ist klar: Bamberg möchte sich auch bereit erklären, den Münchnern als Filialstadt bei der Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2018 zur Seite zu stehen. Dank Einsparung bei der Kindertagesstättenförderung von 365.000 Euro und nur 350.000 Euro ungeplanter Mehrausgaben bei der Konzert- und Kongresshalle hätte man bereits in diesem Jahr einen Gewinn von 15.000 Euro erwirtschaften können, der Klimmzüge dieser Art problemlos möglich machen würde. Die Domstadt sei nicht erst seit dem Januar als Winterstadt bekannt, teilte man aus dem Rathaus mit, und so wolle man sich noch in dieser Woche mit den Altbayern aus München in Verbindung setzen. Parteipolitische Probleme zwischen den beiden Oberbürgermeistern gelten ohnehin als unwahrscheinlich.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden auch einige Details diskutiert, mit deren Organisation entweder das Stadtmarketing oder Sportmanagementspezialist Jan Vetter beauftragt werden soll:
- Als Eislauffläche wird der Schönleinsplatz genutzt. Einmalig, so ist sich die Stadtspitze einig, wäre das Reiterdenkmal, das in dessen Mitte stehen bleibt.
- Für Abfahrten und Slaloms soll der steile Stephansberg genutzt werden.
- Als Eisschnelllaufbahn könnte der Münchner Ring für ein paar Tage gesperrt werden.
- Um das Volksparkstadion auch überhaupt einmal zu nutzen, könnten dort die Eishockeyspiele stattfinden.
- Als olympisches Dorf soll das Gelände der US-Kaserne genutzt werden. Was? – Da leben noch Soldaten? – Keine Sorge. 2018 nicht mehr.
- Auf dem Maxplatz könnten die Curlingwettbewerbe ausgetragen werden. Im nahegelegenen Rathaus sei man Langatmiges und Rumgeplärre ja gewohnt. Und irgendwie passt es ja auch zum Maxplatz.
- Nur in der Jako-/Stechert-/Stadt Bamberg-Arena kann leider nichts stattfinden. Sie entspricht wieder einmal irgendwelchen Auflagen nicht.
Wie der Finanzsenat gestern auch feststellte, kann die Stadt sogar Gewinn bei der Durchführung der Winterspiele erzielen. Wenn man, wie im vergangenen Winter, einfach auf das Schneeräumen und Streuen von Salz verzichten könnte, würde man jährlich bis zu 400.000 Euro sparen. Und weil man üben muss, um sich 2018 nicht zu blamieren, fängt man bereits jetzt damit an…. Das macht 8 x 400.000 Euro, also 3,2 Millionen Euro. Damit lässt sich doch locker fast noch ein Glasfoyer vor das Glasfoyer bauen.
Aber natürlich gab es auch gestern kritische Stimmen aus verschiedenen Fraktionen zum Thema Olympiabewerbung: Wenn Bamberg etwas mit der Durchführung 2018 zu tun haben sollte, müsste man bereits jetzt darüber nachdenken, die Spiele auf 2028 zu verlegen, damit alles rechtzeitig fertig wird.
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Montag, 14. Juni 2010
So schnell kann es nach anständiger Lobbyarbeit durch das Stadtmarketing gehen: Der Maxplatz wird nun doch zeitnah umgebaut. Wie die Stadtverwaltung bekannt gab, hat man sich spontan nach dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu folgenden Maßnahmen entschlossen:
- Auf der Tiefgaragenabfahrt soll eine feste Bühne für Veranstaltungen gebaut werden.
- Auf der nordwestlichen Seite des Platzes soll ein 14 Meter hoher Lärmschutzwall errichtet werden. Großer Vorteil: Die Anwohner dahinter sehen den Maxplatz auch nicht mehr.
- Gegenüberliegend sollen fest installierte Absperrgitter und geschultes Vollzeit-Security-Personal für Sicherheit und Ordnung auf Bambergs “Event-Area No. 1″ sorgen.
- Außerdem soll der Maxplatz einen neuen Belag bekommen. Nachdem die Granitpflastersteine bereits nach dem WM-Auftakt mit kaum entfernbaren, teils schon kurzzeitig verdauten Essensresten überzogen waren, hat man sich nun für grüne Fliesen aus dem industriellen Bereich entschieden, die per Hochdruckreiniger abgestrahlt werden können.
- Und ein echtes und einmaliges Highlight: An der Fassade des neuen Rathauses sollen im Abstand von zehn Metern acht sogenannte Brechbecken installiert werden. Ein Modellbeispiel findet sich bereits auf der Herren-Toilette des Wilde-Rose-Kellers. Auf der gegenüberliegenden Seite entlang der Karstadt-Fassade sollen feste Toilettenhäuschen installiert werden.
Wie die Stadtverwaltung gleichzeitig bekannt gab, wären allerdings der erschwerte Zugang zum Rathaus und die permanente Lärmbelästigung unzumutbar für die Stadtangestellten und deren vorgeschriebene Ruhezeiten. Deshalb plane man bereits den Umzug der Rathausmitarbeiter. Wohin? – Das stand noch nicht fest, aber wir hätten da einen Vorschlag zu machen: Disneyland. Dort soll es nämlich vergleichsweise ruhig zugehen und …. es wäre weit weg!Â
Donnerstag, 29. April 2010
Sie haben Macht, Einfluss, ein paar gute Freunde im Stadtrat und/oder der Stadtverwaltung und vor allem Geld wie Heu? – Dann haben wir hier etwas für Sie!
Die Stadt Bamberg sucht dringend Investoren für die Bebauuung von Freiflächen (gerne auch nach Entfernung vorhandener Bausubstanzen), Grabungen mitten in der Stadt und die Umgestaltung vorhandener Bauwerke zu gewinnbringenden Anziehungspunkten für Touristen und Kunden.
Die Stadt Bamberg gehört mit ihrer über 1000jährigen Geschichte, dem fast vollständig erhaltenenden, historischen Stadtkern und vielen beeindruckenden Bauwerken zu den schönsten Städten Deutschlands. Vor allem der Facettenreichtum der Stadt besticht: Auf der einen Seite das Berggebiet, in dessen Mitte der Kaiserdom über Bamberg zu wachen scheint, auf der anderen Seite das jahrhundertealte Gärtnerviertel, das sich an einem alten Handelsweg entwickelte. Das Haingebiet mit seinen Jugendstilvillen, das Sandgebiet und Klein-Venedig mit seinen Fischerhäuschen sind nur zwei weitere Beispiele für eigenständige Stadtteilentwicklungen. Schon 1993 wurde Bamberg deshalb von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.
All das sollte doch für Sie die absolut perfekte Grundlage sein, um entweder auf dem Immobilienmarkt, in der Tourismusbranche, mit Großveranstaltungen oder im Einzelhandel eine Schweinegeld zu verdienen. Bereits in der Vergangenheit konnte die Stadt und ihre Verwaltung zahlreiche Investoren bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen, denn manchmal stehen der Denkmal- und Ensembleschutz, Bürgervereine oder sonstige Initiativen schon etwas im Weg.
Bei Interesse wenden Sie sich mit Ihren Ideen und am besten schon konkreten Angeboten zunächst vorrangig an die verschiedenen Fraktionsvorsitzenden (CSU und SPD sind normalerweise ausreichend). Wir empfehlen hierfür als Rahmen ein luxuriöses Abendessen mit Übernachtung in einem 5-Sterne-Hotel im Bayerischen Wald. Der Rest klappt dann schon!
Freitag, 5. Februar 2010
Wie heute bekannt wurde, haben sich der Ältestenrat sowie Oberbürgemeister Andreas Starke entschieden: Der Posten des Wirtschaftsreferenten bleibt unbesetzt.
Um, wie es von offizieller Seite heißt, Personalkosten zu sparen, hat man sich nun nach über einem Jahr des vergeblichen Suchens darauf verständigt, den Posten des Wirtschaftsreferenten mangels Alternativen zu Dr. Franz-Wilhelm Heller nicht zu besetzen. Dieser war ja wegen fehlenden Rückhalts im Stadtrat vor einiger Zeit von allen Ämtern zurückgetreten, obwohl er als Wunschkandidat des Stadtoberhaupts gehandelt wurde.
Um aber dennoch die anfallende Arbeit in ausreichendem Maße abarbeiten zu können, plant der Oberbürgermeister, so die Pressestelle, einen Bereichsleiter “Wirtschaft” innerhalb des Oberbürgermeisteramts einzustellen. Es gäbe wohl auch schon einen aussichtsreichen Bewerber, über den allerdings noch nicht allzu viel bekannt ist. Man ließ lediglich verlauten, dass es sich um einen lokal- und wirtschaftspolitisch erfahrenen Juristen aus Bamberg handeln würde.
Sonntag, 29. November 2009
Bamberg jauchzt, denn Theaterintendant Rainer Lewandowski veröffentlichte nun endlich sein neues Buch “Lichte Stunden eines wahnsinnigen Musikers”, ein Werk, in dem er sich von drei Seiten an sein großes Idol E.T.A. Hoffmann annähert. Auch die Fachwelt ist begeistert, denn die Idee wirkt vielversprechend. Im fast 500seitigen Fragment, für das Lewandowski seit 1989 und seinem Beginn in Bamberg Zeit zum Schreiben hatte, zeigt das mehrfach ausgezeichnete Theatermultigenie aus Bamberg, dass er der einzig legitime Nachfolger Hoffmanns in Bamberg ist. Wer nun aber glaubt, dass Lewandowskis Karriere in Bamberg nun – wie einst Hoffmanns Laufbahn – bald endet und er nach Dresden geht, der irrt.
Donnerstag, 19. November 2009

Mit so einem Gerät berechnet momentan Herr Felix den Haushaltsplan.
In der Bamberger Stadtkasse herrscht also Ebbe. Aber das ist ja nichts Neues. Sparen wäre also angesagt, aber was soll man denn sparen, wenn gar nichts zum Sparen da ist? Und wenn es einem am schlechtesten geht, soll man sich doch wenigstens mit ein paar Kleinigkeiten aufmuntern. Man steckt doch eh schon tief in der Sch…, also was soll’s! In den städtischen Bilanzen stehen doch eh keine Zahlen. Die Haben-Seite heißt doch hier soviel wie “Des hommä scho”, und die Soll-Seite “Des sollädn mä nuch hom”. Also auf die Bagger – fertig – los!
Kettenbrücke: Naja,  irgendwie fertig machen müsste man die schon.
Sandstraßenbepflasterung: Bis man damit im Jahr 2016 fertig ist, muss man vorne wieder anfangen.
Ausbau der Kinderkrippenplätze: Warum das denn? Baut halt den überforderten Muttis gleich noch einen Freizeittempel irgendwo hin, damit sie wissen, wo sie mit ihrer freigewordenen Zeit hingehen sollen, oder schickt die Kleinen auf das Erba-Gelände, da können sie die Erde umgraben (spielen doch sonst auch gerne mit Sand).
Kosten, Kosten, Kosten! – Hoffentlich bleiben da noch 2 Millionen für Chapeau Claque und 5 Millionen für eine neue Skulptur übrig. Das Stadttheater wurde auch schon lange nicht mehr renoviert und was ist mit den Bezügen der Konzerthallenbestuhlung. Kann man da nicht rote draufmachen?
Aber OK. Dafür will man ja am Unterhalt für Straßen, Gebäude und Geräte sparen. Aber das Geld für ein Gerät sollte schon noch drin sein. Herr Felix wünscht sich nämlich schon so lange einen Taschenrechner….
Freitag, 23. Oktober 2009
Run auf Karten hat endgültig begonnen! – Wer im November noch zu “Bamberg auf Sendung” ins Bootshaus kommen möchte, sollte sich beeilen. Nach der heutigen Kritik im FT ist sowohl beim BVD als auch bei uns im Onlineshop mit langen Schlangen zu rechnen.
Ausschnitt Fränkischer Tag, Bamberg, Seite 16 (Mittendrin):
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