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Donnerstag, 22. Juli 2010
Leicht hatten es die Stadtoberen Bambergs in den letzten Jahren wahrlich nicht. Gescheiterte Bauvorhaben, knappe Kassen, kleine Skandale (Skandäla, quasi) und viele Peinlichkeiten in vierlei Belangen. Seit gestern ist aber zumindest am Michelsberg die Welt wieder in Ordnung….
Das Licht leuchtet wieder! – Was für eine frohe Botschaft, die von den Stadtwerke gemeldet werden konnte. Seit gestern erstrahlt das Kloster Michelsberg mit seiner Kirche wieder als Wahrzeichen über Bamberg. Zwar wird das Licht auch künftig nur für eine Stunde, also zwischen 22 und 23 Uhr eingeschalten, doch der kleinliche Bamberger hat schnell nachgerechnet: Das ist wenigstens dreimal so lang wie bisher in diesem Jahr. Man sieht: Beschweren kann sich sogar in der Domstadt lohnen!
Gut, auch wir stellen uns die Sinnfrage nach einem Licht, von dem bisher niemand gemerkt hatte, dass es fehlt. Aber das soll nicht Thema dieses Berichts sein. Vielmehr wollen wir in diesem Zusammenhang Bambergs außergewöhnlichste Beleuchtungskonzepte vorstellen:
- Am Maxplatz leuchten die Leucht deutlich länger. Dafür sind sie auch nicht ganz so hübsch wie das Kloster Michelsberg.
- Im Stadion gäbe es nun Leuchten, aber sie sind für die Katz’.
- Die Löwenbrücke leuchtet auch als Art “Wahrzeichen”, denn vielleicht wird der Traum einer komplett fertigen Löwenbrücke irgendwann einmal wahr.
- Nur mit Beleuchtungskonzept in Bamberg-Nord ist die Stadtverwaltung recht unglücklich: Zuviel Rotlicht, heißt es, käme aus dem FKK Germania.
- [EDIT]In Andis Lampenladen an der Konzerthalle ist es zwar hell, aber angesichts knapper Stadtkassen zeigt sich dort, dass bei der Planung nicht allzu viel Helligkeit am Start war. Danke an Sissi für den Hinweis.[/EDIT]
Nun, vielleicht geht der einen oder anderen Leuchte in Bamberg nun auch bald noch ein weiteres, möglicherweise helleres Licht auf, über das wir dann gerne berichten. Aber eines lehrt uns die Geschichte mit dem Michelsberg auf jeden Fall: Die größten Armleuchter brauchen aus der Sommerpause nicht zurückkommen. Es bestehen Chancen, dass es nicht einmal auffällt.
Sonntag, 20. Juni 2010
An diesem Wochenende fand in der Konzert- und Kongresshalle die 9. Bamberger Ausbildungsmesse statt, auf der 84 Unternehmen für rund 200 Berufe werben konnten. Neben den klassischen Ausbildungsberufen zeigt die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von OB Andreas Starke und Landrat Dr. Günther Denzler auch viele Berufsbilder, die sich vor allem in der Region großer Beliebtheit erfreuen. Wir haben uns für unsere Leser einmal auf der Messe umgesehen und einige besondere Berufe zusammengestellt:
- Bierbrauer: Ein seit Jahrzehnten gefragter Berufswunsch der Bamberger Jugend. Sämtliche übrigen Brauereien waren mit Messeständen vor Ort, auf denen man als Interessent sein Durchhaltevermögen beweisen konnte.
- Fachkraft für Hoch-, Tief- und Abbau: Einer der Berufe in Bamberg, für die es auch künftig garantiert viele Arbeitsplätze gibt. Interessenten am Schwerpunkt “Abriss” treffen sich bereits Anfang nächster Woche zum Probearbeiten am Schleusenhaus auf der Erba-Insel.
- Pressesprecher/in: Auch die Stadt Bamberg bildet aus. Im an sich noch völlig unterbesetzten Kernressort stehen acht Ausbildungsplätze zur Verfügung.
- Wellnesskauffrau: Seit einigen Monaten blüht auch in Bamberg eine Branche, die zu den ältesten der Welt zählt. Deshalb bieten die beiden größten Anbieter, das Rubina69 sowie das FKK Germania, Ausbildungsplätze zur Wellnesskauffrau an. Für Unentschlossene soll es einwöchige Praktikumsplätze geben, bei den Verdienstmöglichkeiten dürfen die Auszubildenden bereits im ersten Lehrjahr mit Vergütungen im hohen vierstelligen Bereich rechnen.
- Sportkauffrau: Der 1. FC Hipphopp Starke (oder wie auch immer er gerade heißt) möchte eine Ausbildungsstelle zur Sportkauffrau anbieten. Die fundierte Ausbildung garantiert eine Übernahme nach drei Jahren als Klomann oder -frau am Stadion.
Sonntag, 16. Mai 2010
Vor einigen Tagen verschwand quasi über Nacht der ERBA-Schriftzug, der über Jahrzehnte als Art Wahrzeichen über dem künftigen Gelände der Landesgartenschau thronte. Während sich bislang weder Stadt noch Investoren zum Verschwinden äußerten, konnte die Öffentlichkeit über den Verbleib der blauen ERBA-Lettern nur spekulieren. In der vergangenen Nacht ging nun in unserer Redaktion ein Schreiben ein, das wir über unsere Internetseite veröffentlichen sollten:
SEhr GeEhrtER hErr OBErbÜrgerMeIsTer,
WiR HaBEn IHren SchRiFTzuG geKidNapped. WEnn SiE Die BuchSTaBeN UNzerSTÖrt, LeBEnd uND In DEr RicHtiGen REIhenFOlge WiEder HabeN mÖchTen, BrinGen SiE am MorgigEN MonTag UM 23:30 Uhr Eine MillION EurO (KleinE, UnnummERierTE SchEinE) In DEn VolkSPark und Verstecken SIE dAS GelD, VERPackt in eIner NORma-PLAsTik-Tüte, In Der MüllTonnE AM EinGAng deS StaDioNs.
DeN SchRifZug FinDen Sie Nach ErfolgREiCHer ÜBerGabE in Der HErrEnUmKleiDe IM StaDiOn.
ViELen DAnk Im VOrAuS uNd Mit SportLichEn GrÜßEn,
Die VorStaNdSch
DIe EnTfÜhrer
Samstag, 1. Mai 2010

Die Spezialistin für die Stellung "Bamberger Brücke"
Bamberg. Rathaus. Domberg.
In der Jäckstraße eröffnet ein neuer Puff. Unter dem Namen FKK Germania erwartet Freunde des sinnlichen Genusses ein Wellness- und Erholungstempel der ganz besonderen Art. Wir hatten Gelegenheit, mit der Geschäftsführung über konkrete Services des Etablissements zu sprechen, die speziell für Bamberg konzipiert wurden. Bei der “Bamberer Brücke” handelt es sich beispielsweise um eine Stellung, bei der sie eine Brücke macht und er nicht fertig wird. Bei der Stellung “Maxplatz” legt er sich nackt hin und nix passiert. Auch für Sadomasochisten hat das Bordell etwas im Angebot: Im Raum “Fuchs-Park-Stadion” kann er sich ein FC Eintracht Trikot anziehen und bekommt dann von ihr die Hucke voll. Wer auf wüste Beschimpfungen steht, wird im Raum “Schlenkerla” mit Dirne Gunda wahre Freudennächte erleben. Das Rubina69, bekannt durch Radio Bamberg, möchte nun auch nachziehen und eine “Radio Bamberg-Stellung” anbieten. Da geht’s dann gemäß des ehemaligen Slogans des Senders “ohrentief rein”.
Mittwoch, 28. Oktober 2009

Panem et circenses für das Bamberger Volk - Kaiser Trajan machte es vor.
Seit dem “Ja, aber” des Finanzsenats zum Bau der millionenteuren Flutlichtanlage im Bamberger Fuchs-Park-Stadion jauchzt das Fußballerherz. Egal wie es finanziell um den 1. FC Eintracht oder nur um Starkes Bamberg steht, es darf fröhlich investiert werden! Da interessiert plötzlich auch der ernüchternde Tabellenstand des Regionalligisten nicht, der dafür sorgen könnte, dass dem DFB das harte Mittel des Zwangsabstiegs wegen fehlender Flutlichtanlage erspart bleibt.
Aber wer darf sich in Bamberg über teure Baumaßnahmen beschweren, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden? – Die Theaterbesucher haben eine Komplettsanierung inklusive Anbau geschenkt bekommen, alle Basketballfans die Jakoarena und für Konzertgänger gibt es den neuen, zoologisch anmutenden Vorbau vor der Konzert- und Kongresshalle. Alle Hobbygärtner freuen sich auf das Großereignis “Landesgartenschau”. Die Fußballfraktion ist nun nur die letzte in der Reihe, die neben grundsaniertem Stadion nun noch neues Licht zu Weihnachten geschenkt bekommen könnte. Wenn man alle Interessensgruppen zusammennimmt, hat man sicherlich schon einen großen Teil der Bamberger Bevölkerung abgedeckt und OB Starke kann sich seiner Wiederwahl in knapp drei Jahren sicher sein. Die übrigen wählen ihn einfach nicht und vergleichen ihn lieber wegen seiner eigenmächtigen Baumaßnahmen mit dem italienischen Ministerpräsidenten, aber haben damit auch nur bedingt recht. Die Methoden der Bamberger Oberbürgermeister sind viel älter als Silvio Berlusconi aussieht. Das Instrument “Massenunterhaltung” war bereits in der römischen Kaiserzeit ein beliebtes, politisches Mittel, um von sozialen, finanziellen und innenpolitischen Problemen abzulenken. Bambergs Verbindung zu Rom sind eben nicht nur die sieben Hügel. Roms altes Motto “Brot und Spiele” scheint auch das der Bamberger Politik zu sein.
Viel Spaß beim nächsten “Event” in Bamberg!
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