Posts Tagged ‘Stadt’
Sonntag, 20. Juni 2010
- Es stimmt nicht, dass das zweite Schleusenhaus schon weg ist.
- Es stimmt nicht, dass der neue Name des 1. FC Eintracht Bamberg nun 1. FC Hipphopp Starke ist.
- Es stimmt nicht, dass das Parkhaus am Klinikum nur für Smarts gebaut wurde.
- Es stimmt nicht, dass die Leinwand am Maxplatz noch etwas mehr in Richtung Rathaus gedreht werden musste.
- Es stimmt nicht, dass die meisten Brose-Spieler Bamberg und Freak-City für zwei verschiedene Städte halten.
- Es stimmt auch nicht, dass Freak mit Missgeburt übersetzt werden kann. (Quelle: LEO Wörterbuch)
- Es stimmt nicht, dass die Kettenbrücke von Auszubildenden fertiggestellt werden soll.
- Es stimmt nicht, dass OB Starke mit dem Lied “Bamberg ist die geilste Stadt der Welt” beim nächsten Grand Prix-Vorentscheid antreten will. Aber er möchte ab sofort wöchentlich vom Balkon des Alten Rathauses herabsingen.
- Es stimmt nicht, dass die ersten Bamberger Basketballspieler beim Allstar-Treffen mit Handicaps spielten.
Sonntag, 20. Juni 2010
Die Weltkulturerbestadt Bamberg ist ohne Frage immer eine Reise wert. Die historische Altstadt, das würzige Bier und das besondere Flair locken jährlich tausende Touristen an. Aber man muss der Stadt nicht unbedingt selbst einen Besuch abstatten, um sich von den Schönheiten zu überzeugen. In vielen Orten gibt es bereits sogenannte Miniatur-Parks, in denen man die schönsten Bauwerke und Plätze der Welt in Kleinformat bewundern kann. Die belgische Hauptstadt Brüssel, die ebenfalls so einen Park besitzt, hat sich nun entschlossen, auch Bamberg mit in ihre Anlage aufzunehmen. Da der Bruparck am Fuße des Atomiums aber nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, entschied man, Bamberg lediglich durch den Maxplatz zu repräsentieren.

Die Schönheiten von Bamberg können auch in anderen Städten bewundert werden.
Montag, 14. Juni 2010

Mäc Härder, Albert und Florian Herrnleben in ausgelassener Feierstimmung
Wer am Samstag bei der Jubiläumsfeier des Bamberger Kasperls im Medienhaus des Fränkischen Tags anwesend war, staunte nicht schlecht. Während sich weder Fränkischer Tag noch Melanie Huml als Staatssekretärin lumpen ließen und während ihrer Grußworte zusagten, die Puppenbühne Herrnleben als “Geburtstagsgeschenk” finanziell mit 6500 Euro für Anzeigenwerbung bzw. knapp 7000 Euro für die Produktion einer Umwelthörspiel-CD zu unterstützen, hatte Heinz Kuntke (SPD-Fraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters “nur” sein Grußwort der Stadt im Gepäck.
Doch Mäc Härder, Freund und langjähriger Wegbegleiter der Puppenbühne, zeigte Herz für die Stadt Bamberg und stellte dem Fraktionsvorsitzenden der SPD spontan 70 Euro zur Verfügung, die dieser anschließend Florian Herrnleben als Gastgeschenk der Stadt überreichen konnte.
Wir finden das aller Ehren wert, denn genau genommen unterstützte damit erstmals ein Hallstadter die Stadt Bamberg finanziell bei der Erbringung von freiwilligen Leistungen. Doch keine Sorge … Der Bamberger Kasperl wird sich deswegen auch in Zukunft weder Hallstadter Kasperl nennen müssen, noch fühlt er sich in der Pflicht, das Geld bei Mäc Härder abzustottern.
Wir würden aber alle Leser der News der Rundfunkanstalten Franken bitten, einen freiwilligen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der Stadt zu leisten, damit diese das Geld an Mäc Härder zurückbezahlen kann.
Bitte überweisen Sie uns deshalb bis 31.7. einen Betrag Ihrer Wahl auf das Konto Nr. 300727856 (Inhaber: Puppenbühne Herrnleben) bei der Sparkasse Bamberg (BLZ 77050000) unter dem Stichwort “Stadt Bamberg”. Florian Herrnleben, Leiter der Puppenbühne, wird für persönliche Geldübergaben außerdem bei Mäc Härders Auftritt im Sandschlößchen am Freitag, 18.6. anwesend sein
Wir werden das gesamte Geld dann in möglichst offiziellem Rahmen bei einem gemeinsamen Termin mit Vertretern der Stadt, der Presse und Mäc Härder an Heinz Kuntke oder Oberbürgermeister Andreas Starke übergeben, damit sie ihre Schulden bei Mäc Härder begleichen können.
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Kommentar von Mäc Härder:
Ich bin froh und stolz, “meinen Hallstadter Beitrag” geleistet zu haben.
Echte Solidarität bedeutet, dass Bürger reicher Gemeinden Mitleid zeigen
und finanziell angeschlagenen Kommunen unter die Arme greifen.
Auch wenn 70 Euro die Stadt Bamberg nicht retten werden,
ein Anfang ist gemacht.
Weiter so!
Mäc Härder
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Donnerstag, 20. Mai 2010
Während Städte und Gemeinde wegen fehlenden Steuereinnahmen von rund 15 Milliarden dem Ruin entgegenschwanken, landet die Stadt Bamberg sowohl finanziell als auch organisatorisch einen Volltreffer. “Projektsymbiose” heißt das Zauberwort, mit dem Bambergs Politiker Dinge miteinander verbinden, die irgendwie zusammengehören. Auch das wohl größte Projekt des kommenden Jahrzehnts, die Landesgartenschau, fällt nun unter dieses brandneue Konzept einer schwäbischen Universität. Da auf dem für die Landesgartenschau geplanten ERBA-Gelände ohnehin nichts so richtig vorwärtsgeht, lädt die Stadt Bamberg spontan für heute Nachmittag auf den frischbegrünten Maxplatz ein, um dort – getreu dem Motto “Simplify your life” – vorzeitig die Landesgartenschau zu eröffnen.
Montag, 10. Mai 2010
In den vergangenen Wochen konnte man auch in Bamberg häufig das “Kamera-Auto” des Internetkonzerns sehen, dass für seinen Kartendienst GoogleMaps Straßen und Häuser in Städten und Dörfern fotografiert. Wie die Freien Wähler mitteilten, haben sie deshalb eine Anfrage an die Stadt und OB Starke gestellt, ob sie bereits im Vorfeld informiert worden waren, ob Bürger bei Einsprüchen gegen das Abfotografieren des eigenen Hauses unterstützt werden und ob Kosten auf die Stadt zukommen würden. Die Antwort der Stadtverwaltung war überraschend:
Man stehe in direktem und engem Kontakt mit der Firma Google und konnte deshalb erreichen, dass vorerst keine Bilder aus der Weltkulturerbestadt veröffentlicht werden. Man möchte zunächst den Abschluss aller Bauarbeiten in Bamberg abwarten. Nach einer anschließenden, erneuten Fotorunde sollen alle Bilder durch die Stadt gesichtet und einzeln freigegeben werden. Man möchte hierbei auch entscheiden, ob für bestimmte Stellen die alten oder die neuen Bilder verwendet werden sollen, denn bekanntlich gibt es Orte in Bamberg, die inzwischen oder bald nicht mehr “weltkulturerbekompatibel” sind. Ob wegen des Bereichs um die Geyerwörthstraße, wegen des Haingebiets mit seinen geplanten Wohncontainern mit dem Charme eines Atomkraftwerks oder auf Grund des Maxplatzes, man möchte durch die weltweite Bildveröffentlichung auf keinen Fall schlafende Hunde bei der UNESCO wecken und dadurch den Weltkulturerbestatus riskieren. Für besonders kritische Fälle würde man alte Postkarten der Jahrhundertwende um 1900 bei Google einreichen, die dann miteingearbeitet werden sollen.
Großen Widerspruch erntete diese Idee vom BR-Stadtrat Stieringer: Bamberg sei kein Museum, sondern eine Einkaufsstadt. Und das müsse aus den Bildern eindeutig hervorgehen. Außerdem hatte er sich sehr engagiert darum bemüht, auf möglichst vielen Fotos selbst mit einem “Nächster Parkplatz – HIER”-Schild in der Hand abgelichtet zu werden. Doch die Pressestelle der Stadt beruhigt: Bis Google die Freigabe durch Bamberg zur Veröffentlichung der Bilder erhält, ist sogar die Tiefgarage am Schönleinsplatz fertig.
Sonntag, 2. Mai 2010
Wieder einmal beschäftigen wir uns mit dem Ortsschild von Bamberg. Universitätsstadt, Weltkulturerbestadt, Bierstadt,… – man weiß immer noch nicht so richtig, welches der passendste Zusatz auf den gelben Schildern an den Ortseingängen wäre.
Wir fragten uns, wieso soll man das Ganze nicht etwas informativer gestalten? Wieso nicht einfach die wichtigsten Eckdaten der Stadt erwähnen?
Wir haben da schon mal einen Entwurf gemacht. Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr.

So könnte das neue Ortsschild von Bamberg aussehen.
Donnerstag, 29. April 2010
Sie haben Macht, Einfluss, ein paar gute Freunde im Stadtrat und/oder der Stadtverwaltung und vor allem Geld wie Heu? – Dann haben wir hier etwas für Sie!
Die Stadt Bamberg sucht dringend Investoren für die Bebauuung von Freiflächen (gerne auch nach Entfernung vorhandener Bausubstanzen), Grabungen mitten in der Stadt und die Umgestaltung vorhandener Bauwerke zu gewinnbringenden Anziehungspunkten für Touristen und Kunden.
Die Stadt Bamberg gehört mit ihrer über 1000jährigen Geschichte, dem fast vollständig erhaltenenden, historischen Stadtkern und vielen beeindruckenden Bauwerken zu den schönsten Städten Deutschlands. Vor allem der Facettenreichtum der Stadt besticht: Auf der einen Seite das Berggebiet, in dessen Mitte der Kaiserdom über Bamberg zu wachen scheint, auf der anderen Seite das jahrhundertealte Gärtnerviertel, das sich an einem alten Handelsweg entwickelte. Das Haingebiet mit seinen Jugendstilvillen, das Sandgebiet und Klein-Venedig mit seinen Fischerhäuschen sind nur zwei weitere Beispiele für eigenständige Stadtteilentwicklungen. Schon 1993 wurde Bamberg deshalb von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.
All das sollte doch für Sie die absolut perfekte Grundlage sein, um entweder auf dem Immobilienmarkt, in der Tourismusbranche, mit Großveranstaltungen oder im Einzelhandel eine Schweinegeld zu verdienen. Bereits in der Vergangenheit konnte die Stadt und ihre Verwaltung zahlreiche Investoren bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen, denn manchmal stehen der Denkmal- und Ensembleschutz, Bürgervereine oder sonstige Initiativen schon etwas im Weg.
Bei Interesse wenden Sie sich mit Ihren Ideen und am besten schon konkreten Angeboten zunächst vorrangig an die verschiedenen Fraktionsvorsitzenden (CSU und SPD sind normalerweise ausreichend). Wir empfehlen hierfür als Rahmen ein luxuriöses Abendessen mit Übernachtung in einem 5-Sterne-Hotel im Bayerischen Wald. Der Rest klappt dann schon!
Freitag, 23. April 2010
Weihnachten naht! – Und für alle, die immernoch nicht wissen, was sie zum Fest der Liebe unter den Christbaum legen sollen, haben wir zusammen mit dem Stadtmarketing die große Ehre, Ihnen das neue Gutscheinheft “Schecks für Sex in the City” zu präsentieren.Â
Bamberg zeigt sich trotz (oder gerade wegen) erzkatholischer Traditionen sexuell betrachtet äußerst tolerant. Bis in höchste politische Gremien scheint dieser neue Geist bereits vorangedrungen und so wundert es nicht, dass die Entscheidung zum Bau des größten Fränkischen Freudenhauses ohne großes Aufsehen durch alle zuständigen Senate durchgewunken wurde. Neben dem aus der Lokalradiowerbung bekannten Etablissement an der Geisfelderstraße eröffnet nun im Juni das noch deutlich größere “Wellness-Zentrum” in der Nähe des Schlachthofes. “Fleisch zu Fleisch”, steht ja schon in der Bibel.
Die Sehenswürdigkeiten und das klassische Kulturprogramm sind zwar nach wie vor Vorzeigeelemente der Stadt, doch gemäß des (wir glauben, auch aus der Bibel stammenden) Sprichworts “sex sells” darf Bamberg den Sprung in die Moderne nicht verpassen. Und um das Geschäft in der Jäckstraße direkt gefördert durch die Stadt mit anzukurbeln, sind Gutscheine für Verfahren verschiedenster Art überall dort erhältlich, wo Sie das Stadtmarketinglogo sehen. Detaillierte Beratung erhalten Sie an den Verkaufsstellen.
Aber nicht nur das Stadtmarketing bringt sich engagiert mit ein. Während die Stadt zu Gunsten eines künftig flüssigeren Verkehrs extra noch die Hallstadter Straße saniert, arbeiten umliegende Betriebe und Einrichtungen wie der Schlacht- und Friedhof bereits an Kooperationsmodellen mit dem Startup-Unternehmen in der Jäckstraße. Die sprudelnde Gewerbesteuer sowie zu erwartende Werbeeinnahmen bei diversen Printmedien und Radiosendern dürften die lokale Wirtschaft zusätzlich ankurbeln. So, wir müssen los. Wir haben einen Termin vor Ort.

Erhältlich überall dort, wo Sie das Stadtmarketinglogo sehen!
Mittwoch, 21. April 2010
Die Stadt Bamberg ist pleite. Damit haben sich inzwischen auch die letzten Zweifler abgefunden. Jüngster Beweis ist der Wilhelmsplatz, dessen Umbau seit Januar still steht. Während die Pressestelle zunächst das Wetter als Grund für den Baustop angab, kristallisierte sich in den letzten Tagen heraus, dass der Stadt definitiv das Geld für weitere Maßnahmen am Wilhelmsplatz ausgegangen ist. Für einen ersten Schritt fehlen mindestens 300.000 Euro in der Stadtkasse. Müssen sich nun Bambergs Bürger an ein rot-weißes Tor zur Innenstadt gewöhnen?
Am gestrigen Tag kam Bewegung in die Diskussion. Der stadtbekannte Investor, die Klappan GmbH, äußerte sich interessiert an einer eigenen, finanziellen Beteiligung am Wilhelmsplatz. Nach Angaben des Unternehmens wäre man bereit, die fehlenden Gelder zur Verfügung zu stellen. Lediglich über die Refinanzierung müsse noch diskutiert werden. Aber auch hier liegen bereits ausgearbeitete Vorschläge vor. So sollen aus Tiefgaragen und Parkhäusern bekannte Schranken an den Ein- und Ausfahrten des Kreisverkehrs angebracht werden, an denen die Autofahrer je nach Nutzung des Kreisels bezahlen sollen. Bekanntlich werden drei Zufahrten gebaut, so dass für eine Drittelumrundung 1 Euro, für eine Zweidrittelumrundung 2 Euro und für ein komplettes Umfahren des Kreisverkehrs 3 Euro an Kosten für den Nutzer fällig werden sollen.
Auch die Stadt ginge dem Konzept nach nicht leer aus: Sie würde mit 5% an den Einnahmen beteiligt werden. Außerdem würden sämtliche Stadtratsmitglieder Ausweise zur kostenlosen Nutzung erhalten. Der Stadtrat möchte nun in seiner nächsten Sitzung entscheiden.
Mittwoch, 24. März 2010
Wie die Kaulbergschule mitteilen ließ, wolle sie Touristen zur Aufbesserung des eigenen Haushalts nun Führungen durch das Schulgebäude anbieten. Damit reagiert die Schulleitung auf die städtische Ankündigung, dass 43% Kosten beim Bauunterhalt eingespart werden müsse.
Vorbei an Klassenzimmern mit maroder Ausstattung, vorbei an Lagern, in denen die aktuellsten Karten aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg stammen, vorbei an einem der modernsten Computerräume der Stadt mit 486er-PCs bis in die Toilettenanlagen der Schule, die nicht nur alt und abgenutzt, sondern vielleicht sogar ein wenig gesundheitsgefährdend sind, deren Renovierung aber 25.000 Euro verschlingen würde. Dazwischen sollen Touristen Einblicke in den Sozialkundeunterricht Bambergs erhalten, in dem Schülern erklärt wird, warum die Stadt in der heutigen Zeit an allen Ecken und Enden sparen müsse: Brückenneubauten, Landesgartenschau, Bambados, Sitzungssaal im Rathaus ….
Und gerade dieser Sitzungssaal war wahnsinnig abgenutzt, kaum noch vorzeigbar und gemeingefährlich für jeden Stadtrat, der sich dort auch nur eine Stunde pro Woche aufhalten muss. Aber es gibt eben Throne und Throne: Auf den einen wird mehr, auf den anderen weniger produziert, die einen kosten mehr, die anderen weniger als 1500 Euro pro Stück, die einen sind eben für die einen, die anderen für die anderen. Throne und Throne eben. Glückwunsch!
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