06.02.2012, 02:10 Uhr

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Muss der gemeine Bamberger bald Angst haben?

Freitag, 26. November 2010

Galgen

Müssen auch wir uns fürchten?

Auf unserer nächtlichen Recherchetour stießen wir auf eine Neuerung mitten im Welterbe, die uns doch sehr zu denken gab. Auf halben Weg zwischen Bambergs berühmtester Brauereigaststätte und dem alten Rathaus entdeckten wir ein Holzbalkenkonstrukt, das uns das Blut in den Adern gefrieren ließ. Was führen die Stadtoberen hier im Schilde? – Leider war die Pressestelle der Stadt Bamberg um 1:30 Uhr nicht mehr erreichbar, so dass wir Ihnen zunächst nur Spekulationen liefern können.


  • Hat man, während man auf Bundesebene über die Pressefreiheit diskutiert, in Bamberg schon Nägel mit Köpfen gemacht? Sollen hier stadtkritische Vertreter der Presse für immer zum Schweigen gebracht werden?
  • Möchte man dort vielleicht den Schuldigen für das Kettenbrücken-Disaster öffentlich aufhängen?
  • Oder ist der Galgen eine Eigeninitiative der IG Sandstraße, um Zechpreller, Boller-Ignoranten und Wildpinkler zu bestrafen bzw. auszurotten?
  • Ist das Konstrukt für Jugendliche gedacht, die gerne in der Sandstraße rum- und abhängen?
  • Oder ist es am Ende eine gemeinsame Aktion von Stadtmarketing und TKS (Tourismus Kongress Service), die mit den Slogans “Welterbestadt – Weltsterbestadt! Wenn ableben, dann in Bamberg!” und “Shoppen und Sterben mit City Schecks!” suizidgefährdete Touristen und Bevölkerung aus dem Landkreis in die Innenstadt locken möchten?

Fragen über Fragen… Wir recherchieren weiter!

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Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Donnerstag, 22. Juli 2010

Leicht hatten es die Stadtoberen Bambergs in den letzten Jahren wahrlich nicht. Gescheiterte Bauvorhaben, knappe Kassen, kleine Skandale (Skandäla, quasi) und viele Peinlichkeiten in vierlei Belangen. Seit gestern ist aber zumindest am Michelsberg die Welt wieder in Ordnung….

Das Licht leuchtet wieder! – Was für eine frohe Botschaft, die von den Stadtwerke gemeldet werden konnte. Seit gestern erstrahlt das Kloster Michelsberg mit seiner Kirche wieder als Wahrzeichen über Bamberg. Zwar wird das Licht auch künftig nur für eine Stunde, also zwischen 22 und 23 Uhr eingeschalten, doch der kleinliche Bamberger hat schnell nachgerechnet: Das ist wenigstens dreimal so lang wie bisher in diesem Jahr. Man sieht: Beschweren kann sich sogar in der Domstadt lohnen!

Gut, auch wir stellen uns die Sinnfrage nach einem Licht, von dem bisher niemand gemerkt hatte, dass es fehlt. Aber das soll nicht Thema dieses Berichts sein. Vielmehr wollen wir in diesem Zusammenhang Bambergs außergewöhnlichste Beleuchtungskonzepte vorstellen:

  • Am Maxplatz leuchten die Leucht deutlich länger. Dafür sind sie auch nicht ganz so hübsch wie das Kloster Michelsberg.
  • Im Stadion gäbe es nun Leuchten, aber sie sind für die Katz’.
  • Die Löwenbrücke leuchtet auch als Art “Wahrzeichen”, denn vielleicht wird der Traum einer komplett fertigen Löwenbrücke irgendwann einmal wahr.
  • Nur mit Beleuchtungskonzept in Bamberg-Nord ist die Stadtverwaltung recht unglücklich: Zuviel Rotlicht, heißt es, käme aus dem FKK Germania.
  • [EDIT]In Andis Lampenladen an der Konzerthalle ist es zwar hell, aber angesichts knapper Stadtkassen zeigt sich dort, dass bei der Planung nicht allzu viel Helligkeit am Start war. Danke an Sissi für den Hinweis.[/EDIT]

Nun, vielleicht geht der einen oder anderen Leuchte in Bamberg nun auch bald noch ein weiteres, möglicherweise helleres Licht auf, über das wir dann gerne berichten. Aber eines lehrt uns die Geschichte mit dem Michelsberg auf jeden Fall: Die größten Armleuchter brauchen aus der Sommerpause nicht zurückkommen. Es bestehen Chancen, dass es nicht einmal auffällt.


Neues Konzept: Weltkulturerbesponsoring

Montag, 22. Februar 2010

Dass die Stadt Bamberg faktisch pleite ist, dürfte kein großes Geheimnis mehr sein. Längst kann man sich seitens der Stadtoberen nur noch um Pflichtaufgaben kümmern und sich auf wichtige Anschaffungen innerhalb des Rathauses konzentieren. Doch OB Starke und sein Stadtkämmerer haben ein neues Konzept in der Schublade, von dem wir aus vertraulichen Quellen erfahren haben. Um die Stadtkasse wieder zu füllen, sollen die etablierten Großplakate an den Zufahrtsstraßen und am Schönleinsplatz um weitere Werbeeinnahmequellen ergänzt werden:

  • Großwerbeflächen an verschiedenen öffentlichen Häuserfassaden: So soll sich Alpina-Weiß für die Werbefläche am gesamten alten Rathaus interessieren.
  • Auf dem Domplatz sollen großflächige Tafeln für ein Onlinespielcasino Werbung machen.
  • FÜr den Maxplatz als Komplettwerbeensemble interessiert sich Garten-Center Dehner.
  • Auch lukrativ für die Stadt ist folgende Idee des Konzepts: Plätze wie der Schönleins- und der Wilhelmsplatz sollen bald andere Namen tragen. Passend zur geplanten Tiefgarage könnte der Schönleinsplatz dann zum Beispiel bald Klappan-Platz heißen.
  • Außerdem soll auch die Landesgartenschau einen Sponsor erhalten. Im Gespräch ist Energieriese Vattenfall.
  • Noch auf der Suche nach einem Sponsor ist man im Bereich Wirtschaftsreferat der Stadt. Dort hat Andreas Starke, OB und Referent in Personalunion, angekündigt, notfalls auch mehrere Gönner aufzunehmen und sie mit aller Kraft zu unterstützen.

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