06.02.2012, 01:07 Uhr

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Bamberg im Rennen mit Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Oberstdorf

Mittwoch, 28. Juli 2010

Seit dem gestrigen Finanzsenat ist klar: Bamberg möchte sich auch bereit erklären, den Münchnern als Filialstadt bei der Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2018 zur Seite zu stehen. Dank Einsparung bei der Kindertagesstättenförderung von 365.000 Euro und nur 350.000 Euro ungeplanter Mehrausgaben bei der Konzert- und Kongresshalle hätte man bereits in diesem Jahr einen Gewinn von 15.000 Euro erwirtschaften können, der Klimmzüge dieser Art problemlos möglich machen würde. Die Domstadt sei nicht erst seit dem Januar als Winterstadt bekannt, teilte man aus dem Rathaus mit, und so wolle man sich noch in dieser Woche mit den Altbayern aus München in Verbindung setzen. Parteipolitische Probleme zwischen den beiden Oberbürgermeistern gelten ohnehin als unwahrscheinlich.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden auch einige Details diskutiert, mit deren Organisation entweder das Stadtmarketing oder Sportmanagementspezialist Jan Vetter beauftragt werden soll:

  • Als Eislauffläche wird der Schönleinsplatz genutzt. Einmalig, so ist sich die Stadtspitze einig, wäre das Reiterdenkmal, das in dessen Mitte stehen bleibt.
  • Für Abfahrten und Slaloms soll der steile Stephansberg genutzt werden.
  • Als Eisschnelllaufbahn könnte der Münchner Ring für ein paar Tage gesperrt werden.
  • Um das Volksparkstadion auch überhaupt einmal zu nutzen, könnten dort die Eishockeyspiele stattfinden.
  • Als olympisches Dorf soll das Gelände der US-Kaserne genutzt werden. Was? – Da leben noch Soldaten? – Keine Sorge. 2018 nicht mehr.
  • Auf dem Maxplatz könnten die Curlingwettbewerbe ausgetragen werden. Im nahegelegenen Rathaus sei man Langatmiges und Rumgeplärre ja gewohnt. Und irgendwie passt es ja auch zum Maxplatz.
  • Nur in der Jako-/Stechert-/Stadt Bamberg-Arena kann leider nichts stattfinden. Sie entspricht wieder einmal irgendwelchen Auflagen nicht.

Wie der Finanzsenat gestern auch feststellte, kann die Stadt sogar Gewinn bei der Durchführung der Winterspiele erzielen. Wenn man, wie im vergangenen Winter, einfach auf das Schneeräumen und Streuen von Salz verzichten könnte, würde man jährlich bis zu 400.000 Euro sparen. Und weil man üben muss, um sich 2018 nicht zu blamieren, fängt man bereits jetzt damit an…. Das macht 8 x 400.000 Euro, also 3,2 Millionen Euro. Damit lässt sich doch locker fast noch ein Glasfoyer vor das Glasfoyer bauen.

Aber natürlich gab es auch gestern kritische Stimmen aus verschiedenen Fraktionen zum Thema Olympiabewerbung: Wenn Bamberg etwas mit der Durchführung 2018 zu tun haben sollte, müsste man bereits jetzt darüber nachdenken, die Spiele auf 2028 zu verlegen, damit alles rechtzeitig fertig wird.

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Bamberger Weihnachtsgedanken (2008)

Freitag, 27. November 2009

Zur Einstimmung auf die Weihnachtsgedanken 2009, hier die Ausgabe aus dem vergangenen Jahr (Anm.d.Red.):

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Also, des Jahr war ja mal wieder schnell vorbei. Für Bamberg, genau genommen, viel zu schnell. Hätte unsere fränkische Provinzstadt ein paar Tage mehr g’schenkt gekriegt, hätt’ man noch mehr prominente Besucher unterbringa könna. Der Gysi war da, der Goppel war da, der Beckstein war da, die Merkel war da, der Dalai Lama war da, der Nowitzki war da, die NPD war da – also alle mit „Rang und Namen“ und „Drang zu Dramen“. Na schön, fast alle.
Wieso war eigentlich der US-Präsidentschaftskandidat net in Bamberg? Die Berliner hab’n doch eh bloß `rum gezickt und wollten ihn net vor dem Brandenburger Tor sei Red’n halten lassen. Also, wir hätten ihm gerne am Torschuster a Rednerpult hing’stellt.
Und der Papst? – Also angedacht war doch da a Besuch, oder net? Vielleicht wollte er ja auch nur das Domordinäriat nicht besuchen, weil er sonst zu den Vorkommnissen im Ottonianum befragt worden wär’. Dabei hat unser Sex…- äh Ex-Domkapitular doch nur seine Wirkungsstätte wörtlich genommen. Ottonianum : Ottos neue intime Ausbildung naiver unschuldiger Männer.

Apropos, wo steckt denn eigentlich gerade unser Erzä? Gibt’s den noch? Seit dem Weltkulturerbe-Gerenne ist der doch wie vom Kopfsteinpflaster verschluckt. Oder hat er sich in sei ruhiges Kämmerlein zurückgezogen und tüftelt gerade an einem Bamberg-Krimi? Also, von ihm würde jedenfalls noch einer fehlen. Was ist das eigentlich gerade für eine Epidemie, dass jeder Bamberger B- und C-Promi einen Thriller schreiben muss? Die Touristen trauen sich ja bald nimmer in unsere Stadt. „Das Haus am Nonnengraben“, „Tod in Klein-Venedig“, „Eine Leiche im Gärkeller“, „Mord im Sand“. – Huuhh, da wird’s einem ja ganz anders. So schlimm geht’s ja net amol am Frankfurter Bahnhof oder in Berlin Wedding zu. Jetzt kommen bestimmt bald noch so Schmoeker wie, „Der Zinker Wörth“, „Der schwarze Dabb“ oder „Sponsel – Der Frosch ohne Maske“. Dabei finde ich dass einzige Kriminelle in Bamberg die Verkehrssituation im Haingebiet. Verkehrsregeln gibt es do ja net, außer Rechts vor Links – und des wird hier auch eher politisch g’sehen. Kurzum: Bamberg braucht keine Krimis mehr. Schreibt doch mal paar Gruselschocker oder Arztromane!

Heilichers, fast hätt’ ich’s vergessen: Den Krischker sei Tasch’n woär weg. Aber jetzt hat er sie ja wieder. Sogar gleich drei Stück hat er zurückgekriegt. Ist der Fall eigentlich auch in „XY“ ausgestrahlt worden? – Na, auf jedenfall war’s groß und breit und immer präsent im Effdee. Aber eine g’scheite Kulturwerbung bringen sie net hin.
Jaja, unser Stadt und ihra Promis. Die Heidi Friedrich lässt sich mit ihra Möps ablichten, als wenn’s net so scho schlimm genug wär’, und der Mäc Härder will jetzt „König von Franken“ werden, dabei langt’s mit seina Jonglierkünste grod amol zum Hofgaukler. Vom schwindigen Gerd hat man heuer gar nix g’hört. Oder steht der scho bei Madame Tussaud? Mit was der alles ei’g’schmiert is, schaut er doch eh aus wie a Wachsfigur.

200 Jahre E.T.A.Hoffmann in Bamberg. Na, des ist doch mal wieder ein Ereignis. Für das, dass er damals als Musikdirektor net gerade geglänzt hat, wird er jetzt ganz schön groß geehrt. Und das leider nicht nur mit eigenen Stücken. Ach, was kann sich da das Bamberger Künstlertum wieder austoben. Wir werden auch dies überstehen. Was mich mehr beunruhigt ist das Jubiläum im nächsten Jahr: 20 Jahre Lewandowski in Bamberg. Ich ahne Schlimmes.

Kommen wir zu einem erfreulicheren Thema:
„Heiderdei !“ – mein absolutes Lieblingswort des Jahres. Warum? – Na, „Haider die“. Kurzum, Österreich ist etwas weniger braun geworden. Ein buntes Ableben, finde ich: Brauner Politiker, fährt blau durchs Grüne, sieht rot und dann wird’s schwarz.

Wo wir gerade bei schwarz sind:
Bleibt es jetzt eigentlich beim „Weißen Haus“? Oder bekommt der Sitz des neuen Amichefs einen frischen Anstrich? Heißt es dann vielleicht demnächst in den Nachrichten: „US-Präsident Obama empfing in der Schwarzen Baracke die Deutsche Bundesdackeldame?“

Das Schwarze Bayern hat dagegen einen leichten Gelbstich bekommen. Obwohl ja durch den Kauf der BayernLB auch ein wenig blau mit neispielt. Heißt es jetzt eigentlich noch Freistaat Bayern oder doch eher Freibank Bayern. Also passen würde es ja: Nach dem Beschau wurde die Bank als bedingt tauglich eingestuft. Nur mit der Verwertung älterer Tiere hapert es etwas.
„Seehofer“, find ich, ist jetzt auch net gerade ein typisch bayerischer Name, oder? Auf jedenfall schaut er nicht bayerisch aus. Unter einem rustikalen Landesvater stell ich mir was anders vor.
Vor einem bayerischen Ministerpräsidenten muss man doch a weng Angst haben. Also, da haben wir scho ganz andere Kaliber g’habt. Vom Strauß seiner Erscheinung hat man das Gruseln gekriegt, vom Beckstein seim Grinsen hat man gezittert und beim Stoiber ist einem scho Himmelangst word’n, wenn er bloß sei Mài aufg’rissen hot.
Aber der Seehofer…?! – I waaß net. Des einzige was bei ihm an Bayern erinnert ist sei Föhn-Frisur.

Aber was kümmern wir uns um Bayern. Wir leben ja Gott-sei-Dank in Franken.
Genauer gesagt – in Bamberg!
„Bamberg – die Wetterstadt“
Also von Unwetterkatastrophen bleiben wir ja weitestgehend verschont, bis auf einen plötzlichen Wintereinbruch Ende November. Wer konnte damit auch rechnen, wo doch die Erderwärmung den Schnee eigentlich schon in die Analen g’schrieben hat.
„Bamberg – die Bierstadt“
Von ursprünglich 65 Brauereien sind jetzt noch 9 übrig geblieben. Ich meine, das langt auch. Stellen Sie sich mal vor, es wären immer noch 65. Das wären 1 ¼ Bockbieranstiche in der Woche. Theoretisch. Denn praktisch findet die Starkbiersaison ja nur im Oktober und November statt. Das würde bedeuten, dass täglich ein Anstich wäre. – Hm, vielleicht doch kein so schlechter Gedanke. Aber jetzt wo die Politiker gegen das Komasaufen vorgehen wollen, bleibt’s wohl doch nur Utopie.
„Bamberg – die Weinstadt“
Wir werden sehen…
„Bamberg – Weltkulturerbestadt“
Schon wieder eine neue Figur für den Skulpturenweg. Wieso man ausgerechnet von dem Lüpertz was nimmt. Den seine Teile leiden doch bekanntlich an Osteoporose. Des Ding vorm Alten Rathaus hat doch vor zwei Jahren net amol die Ausstellung überstanden.
„Bamberg – die Brückenstadt“
Zu dem Thema möchte ich mich jetzt nicht äußern.
„Bamberg – ist bunt“
Zuerst hab ich ja gedacht „Hm, die Fronleichnamsprozession wird ah immer mehr zum Event“, dabei war das die Demo gegen den NPD-Parteitag. Soviele Mitgänger hätt’ sich der Schick zwei Tage vorher bestimmt a gewünscht.
„Bamberg – Freak City“
Soso – einen Quakenbrücker haben wir jetzt als Trainer. Eigentlich viel zu sympathisch für die Bamberger Basketballszene. Zumindest werden wir mit ihm im nächsten Jahr der Meister der Herzen.

Mist, jetz is mei Blatt zu End. Na, es langt aber auch.
Ich hoffe für alle, das des Weihnachten so schnell wie möglich wieder `rum geht und
wünsche jedem, dass er net nein Winterblues fällt. A gut’s Neu’s!


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